Monitoring
anke206, Tuesday, 30.07.2013, 01:53 (vor 4766 Tagen)
Hallo!
Ich hab da mal eine kurze Frage:
Ich habe nächste Woche einen Termin in einer Epi-Klinik, da sollen genaue Untersuchungen wie Monitoring und so was besprochen werden.
Da Epilepsie für mich noch sehr neu ist und mich die ganze Situation sehr belastet- ich habe seit zwei Monaten im Schnitt (ich führe ein Anfallstagebuch) zwei Grand mal Anfälle die Woche und hatte schon zweimal einen Status.
Ich würde gern wissen, was in diesen Kliniken untersucht wird und wie so etwas abläuft. Ich bin einfach sehr verunsichert und würde mich freuen, wenn ihr vielleicht eure Erfahrungen mit mir teilt.
Eine Frage hätte ich noch! Ich habe heute Rivotril als neues Notfallmedikament bekommen. Im Beipackzettel steht, dass es zu Gedächtnislücken kommt, wenn man das schluckt.
Durch die Epilepsie leide ich schon an Gedächtnislücken, Konzentrationsproblemen und ich habe oft Schwierigkeiten mich richtig auszudrücken (durch das Forum weiß ich zum Glück, dass es sehr vielen hier so geht). Meine Befürchtung ist jetzt, dass es mit diesem Medikament alles noch schlimmer werden könnte. Kennt jemand diese Tabletten und hat Erfahrung damit?
Liebe Grüße
Monitoring
frank_70, Tuesday, 30.07.2013, 05:53 (vor 4766 Tagen) @ anke206
Hallo!
Ich hab da mal eine kurze Frage:
Ich habe nächste Woche einen Termin in einer Epi-Klinik, da sollen genaue Untersuchungen wie Monitoring und so was besprochen werden.
Da Epilepsie für mich noch sehr neu ist und mich die ganze Situation sehr belastet- ich habe seit zwei Monaten im Schnitt (ich führe ein Anfallstagebuch) zwei Grand mal Anfälle die Woche und hatte schon zweimal einen Status.
Ich würde gern wissen, was in diesen Kliniken untersucht wird und wie so etwas abläuft. Ich bin einfach sehr verunsichert und würde mich freuen, wenn ihr vielleicht eure Erfahrungen mit mir teilt.Eine Frage hätte ich noch! Ich habe heute Rivotril als neues Notfallmedikament bekommen. Im Beipackzettel steht, dass es zu Gedächtnislücken kommt, wenn man das schluckt.
Durch die Epilepsie leide ich schon an Gedächtnislücken, Konzentrationsproblemen und ich habe oft Schwierigkeiten mich richtig auszudrücken (durch das Forum weiß ich zum Glück, dass es sehr vielen hier so geht). Meine Befürchtung ist jetzt, dass es mit diesem Medikament alles noch schlimmer werden könnte. Kennt jemand diese Tabletten und hat Erfahrung damit?Liebe Grüße
diese zeug gehört zu den benzodiazepinen (wirkstoff: clonazepam).
dies sind "legale" drogen, die zur abhängigkeit führen können.
auch sollten diese nicht länger eingenommen werden.
die nebenwirkungen sind sehr heftig!
Monitoring
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 30.07.2013, 09:22 (vor 4766 Tagen) @ anke206
Ich würde gern wissen, was in diesen Kliniken untersucht wird und wie so etwas abläuft. Ich bin einfach sehr verunsichert und würde mich freuen, wenn ihr vielleicht eure Erfahrungen mit mir teilt.
Das ist sehr unterschiedlich und kommt ganz auf den Fall an. Beim von Dir angesprochenen Monitoring handelt es sich in der Regel um ein Langzeit-EEG, bei dem man entweder auf einen Anfall wartet oder, wenn keiner kommt und das EEG nichtssagend ist, auch einmal einen zu provozieren versucht, um den Anfallsherd und damit die Ursache eventuell besser lokalisieren zu können.
Im Beipackzettel steht, dass es zu Gedächtnislücken kommt, wenn man das schluckt.
Abgesehen davon, dass es dazu ja nicht kommen muss(steht ja "nur" bei den möglichen Nebenwirkungen), sind die im Beipackzettel als "zeitlich begrenzt" bezeichnet. Ich würde das einmal so interpretieren, dass das halt in der Zeitspanne, in der man sich damit etwas betäubt, auftreten kann(nähere Infos: Arzt fragen) und man sich aus dieser Zeitspanne selbst nur wenig merken kann.
Aber da die Tabletten viele in der Regel sowieso so müde machen, dass man erst einmal nur noch schlafen will, würde ich mir darüber keine allzu großen Gedanken machen.
Ich drück Dir die Daumen, dass Du die Tabletten aber erst gar nicht brauchst und Dein Termin nächste Woche produktiv verläuft.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Monitoring
anke206, Tuesday, 30.07.2013, 11:39 (vor 4765 Tagen) @ huge88
Hallo huge88!
Danke für deine Antwort!!
Das ist sehr unterschiedlich und kommt ganz auf den Fall an. Beim von Dir angesprochenen Monitoring handelt es sich in der Regel um ein Langzeit-EEG, bei dem man entweder auf einen Anfall wartet oder, wenn keiner kommt und das EEG nichtssagend ist, auch einmal einen zu provozieren versucht, um den Anfallsherd und damit die Ursache eventuell besser lokalisieren zu können.
Wie lang wird so ein EEG aufgezeichnet? 24 Stunden? Und wie wird ein Anfall provoziert? Und was ist, wenn trotz allem keiner kommt?
Ich hab im Internet gelesen, dass manchmal MRT über zwei Stunden gemacht werden, dass wäre für mich der blanke Horror...
Abgesehen davon, dass es dazu ja nicht kommen muss(steht ja "nur" bei den möglichen Nebenwirkungen), sind die im Beipackzettel als "zeitlich begrenzt" bezeichnet. Ich würde das einmal so interpretieren, dass das halt in der Zeitspanne, in der man sich damit etwas betäubt, auftreten kann(nähere Infos: Arzt fragen) und man sich aus dieser Zeitspanne selbst nur wenig merken kann.
Aber da die Tabletten viele in der Regel sowieso so müde machen, dass man erst einmal nur noch schlafen will, würde ich mir darüber keine allzu großen Gedanken machen.
Ich habe letzte Nacht nicht wirklich geschlafen und hab eine Tablette 0,5 mg genommen, fühl mich ziemlich abgeschossen...
Ich drück Dir die Daumen, dass Du die Tabletten aber erst gar nicht brauchst und Dein Termin nächste Woche produktiv verläuft.
Vielen Dank! Ich habe nächste Woche ein Erstgespräch in der Epi-Amnulanz, wo dann alles besprochen werden soll. Ich hoffe, dass ich danach nicht wieder so lange warten muss, bis es weiter geht. Warte jetzt seit drei Monaten, dass mir jemand weiterhelfen kann und mittlerweile liegen meine Nerven komplett blank...
Monitoring
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 30.07.2013, 13:25 (vor 4765 Tagen) @ anke206
Das kommt ganz drauf an, was die Ärzte für notwendig halten / notwendig ist.
Beim Langzeit-EEG gibt es hier ein Paar, die von tagelangem Monitoring berichten können, wenn ich's recht im Kopf hab. Möglichkeiten, einen Anfall zu provozieren, gibt es viele, z.B. indem man jemanden auf krassen Schlafentzug setzt und wachhält.
ich hab im Internet gelesen, dass manchmal MRT über zwei Stunden gemacht werden, dass wäre für mich der blanke Horror...
MRT ist ja wieder eine andere Sache. Das ist ja Aufnahme vom Hirn und nicht das klassische Monitoring mit einem EEG. Außerdem - ich weiß ja nicht, in welchen Apparaten Du bisher warst, sind die neuen MRTs doch recht bequem und lassen sich mit den richtigen Ohrenstöpseln auch gut aushalten.
Warte jetzt seit drei Monaten, dass mir jemand weiterhelfen kann und mittlerweile liegen meine Nerven komplett blank...
Ja, das Warten auf die Termine bei den Spezialisten ist immer nervig. Ist manchmal auch ein bisschen Glück dabei, einen schnellen Termin zu bekommen - z.B. hat sich meine Wartezeit damals auf den ersten Termin um zwei Monate verkürzt, weil kurzfristig jemand abgesagt hatte und ich just den Termin ersatzweise bekommen konnte.
--
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Monitoring
kernerin
, Stuttgart, Wednesday, 31.07.2013, 12:51 (vor 4764 Tagen) @
anke206
Hallo Anke206,
ich hatte auch das Rivitoril sehr lange als Notfallmedikament, aber als Tropfen. Am Anfang haben Sie gut geholfen und haben weitere Anfälle verhindert. Du solltest nur eins wissen: Beim Rivotril sollte man aufpassen, das man diese nicht zu oft nimmt!
Denn sonst verlieren die Ihre Wirkung. Ich hatte früher ca. 16 Anfälle im Monat. Wenn einer kam, kamen bis zu 8 Anfälle an dem Tag. Meine Mutter gab mir dann die Tropfen gleich nach dem ersten Anfall, worauf dann kein Anfall mehr folgte. Nach ca. 3-4 Monaten brachten die aber nichts mehr. Mein Arzt meinte, dann, das meine Mutter mit die Tropfen zu oft gegeben hätte. Die sollte man erst nach dem 2. oder 3. Anfall nehmen. Da ich das Medikament zu oft und zu schnell bekommen hatte (immer bei 1. Anfall) wirkten diese nicht mehr.
Sprich das am besten mit Deinem Neurologen ab, wann Du diese einsetzen sollt! Der kann Dir bessere Auskunft geben.
An Nebenwirkungen vom Rivotril merkte ich nichts. 