Roller Fahren nach Krampfanfällen
Ich hatte bisher 2 Krampfanfälle, Epilepsie wurde
aber bereits vor einiger Zeit ausgeschlossen (habe ms deswegen wurden tests gemacht).
Die Krampfanfälle waren nicht sehr stark,
ich war kurz weggetreten und die muskeln haben gezuckt bin aber nicht umgefallen oder so.
Und sie wurden beide Male dadurch ausgelößt, das eine Nadel falsch gestochen wurde.
Sonst hatte ich nie einen Krampfanfall und bin mir auch ziemlich sicher,
dass keine akute Gefahr besteht ohne gespritzt zu werden einen zu haben.
Mein Neurologe hat gesagt ich soll 1 Jahr kein Roller mehr fahren
und hat mir Medikamente verschrieben. Das finde ich in Anbetracht der Umstände
etwas übertrieben, wie seht ihr das und wo holt man sich am besten eine Zweitmeinung ein?
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Hallo,
hier kannst du dir Rat holen:
http://www.epilepsie-vereinigung.de/
Wenn du keine Epilepsie hast und keine Gefahr besteht einen weiteren Krampfanfall zu bekommen ..., dann besteht doch auch keine gefahr im verkehr.
Es geht ja um deine Sicherheit.
ich weiß seit Juni das ich Epilepsie habe und fahre trotzdem Fahrrad und auch nicht gerade vorsichtig (rote Ampeln, auf der Straße, schnell ...)
bekommst du denn med wegen der anfälle oder deiner ms?
du findest auf der seite auch ärzte und epilepsie zentren, dort sind spezialisten die sich auskennen.
hier kannst du auch mal schauen:
http://www.izepilepsie.de/home/index,id,38.html
gruß
m
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Vielen dank für deine Hilfreiche Antwort.
Ich nehme Medikamente gegen MS und die nehme ich auch regelmäßig und
setzte nicht aus weil ich denke dass es sinnvoll ist.
Zusätzlich hat der Arzt nun Medikamente gegen Epilepsie verschrieben,
welche ich nicht nehme. Als bei mir MS diagnostiziert wurde, haben sie
Epilepsie ausgeschlossen. Die Krampfanfälle waren später,
aber immer in unmittelbarem zusammenhang mit einer falsch gestochenen Nadel.
(>5 sec nachdem die Nadel rausgezogen wurde)
Ich weiß natürlich nicht ob man mit dem einmaligen Test es ganz ausschließen kann etc.
bin ja kein Doktor, hatte aber vor 2 Jahren nachgewiesen keine Epilepsie.
Dadurch, das aber sonst nie was war und die Krampfanfälle immer unter sehr
besonderen Umständen waren schätze ich das Risiko eines weiteren halt sehr gering ein.
Außerdem ist ein Jahr doch ziemlich lange in Anbetracht der Tatsachen oder nicht?
Werde auf jeden Fall mal morgen die Hotline anrufen.
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Hallo,
wurden denn mal ein eeg gemacht? wie kommt der arzt denn darauf dir tabletten gegen epilepsie zu verschreiben, wenn es gar keine ist? welche sollst du nehmen, wenn ich fragen darf? und wenn keine epilepsie besteht warum gibt er dir tabletten? ruf am besten mal der epilepsievereinigung in berlin an. ich habe heute auch mit diesem herr göcke oder so ähnlich telefoniert. er hatte mich zurückgerufen und gut beraten, war sehr kompetent. er hat mir sogar gesagt, dass ich gar keinen spezialisten brauche solange ich die medi vertrage und alles weitere mit meinem hausarzt abmachen kann.
also, ich hatte von 2011 bis 2013 in sehr großen abständen "aussetzer", keine krampfanfälle. bin mal durch die gegend gelaufen und konnte mich daran nicht mehr erinnern, oder bin nachts aufgestanden und habe etwas umgeräumt u.a.
sämtliche eegs waren unauffällig bis ich im juni diesen jahres in einer speziellen klinik dafür war, dort haben sie ein langzeit (24h) eeg gemacht und mir eine kryptogene epilepsie bescheinigt. d.h. sie kennen die ursache nicht. jetzt nehme ich seit 3 wochen, vorher habe ich mich dagegen gewehrt, tabletten und bemerke doch eine besserung. Egal was für eine art von anfall man hat, man darf dann erstmal kein auto fahren, weil man eine gewisse zeit anfallsfrei sein muss. wie lange genau weiß ich nicht, kann sein dass es 1 jahr ist. wenn du ganz sicher bist, dass es durch die spritze kommt (was für eine spritze ist es denn gewesen?) besprich das doch nochmal mit deinem arzt, ist ja sicher eine neurolge , oder? der herr göcke ist sehr kompetent und kennt sich super aus, auch welche art von anfall usw.
viele grüße
m
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Also auch wenn's blöd ist, haben die ärztlichen Fahrverbote schon ihre Berechtigung.
Dein Fall ist natürlich etwas spezieller und da hab ich keine Ahnung, wie die Gutachterrichtlinien (http://www.medizin.uni-tuebingen.de/...)da genau liegen, aber bei einem einmaligen Krampfanfall mit bekanntem Auslöser gilt nach den Richtlinien ein 3-monatiges, ärztliches Fahrverbot.
Bei Wiederholung dauert's länger. Könnte mir vorstellen dass Du damit erst einmal unter eine Regelung wie für diejenigen mit ausschließlich schlafgebundenen Anfällen fällst, in der eine Beobachtungszeit vorgeschrieben wird, um sicherzustellen, dass sich das nicht verschlimmert und auf den Tag ausweitet oder die Anfälle erst einmal nur zufällig in dem vermuteten Zusammenhang auftraten.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Hi,
Habe das Rezept nach einiger Überlegung weggeschmissen. Kann es also nicht sagen.
Bei mir wurden schon ein paar EEGs gemacht.
Das es kam raus, das eine erhöhte Krampfbereitschaft während schüben besteht, aber keine Epilepsie.
Die MS Medikation allein schlägt schon ziemlich auf die Organe und hat nicht zu
unterschätzende Nebenwirkungen,
da nehme ich halt nichts was nicht unbedingt sein muss zusätzlich.
Die Medikamente werde ich nehmen sollte ich außerhalb
dieser speziellen Umstände je einen Krampfanfall haben.
Das erste mal hab ich im Krankenhaus eine Braunüle berkommen die verstochen wurde,
das zweite mal war es beim Blut nehmen.
Es liegt also allein an dem Verstechen nicht an irgendeinem Mittel.
Ich bin halt sehr auf meinen Roller angewiesen.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich je nach Strecke 4-6x länger
und viele Sachen sind zeitlich dann einfach nicht mehr schaffbar.
Werde wohl wenn die nächsten 2 Monate Ruhig sind wieder normal Roller fahren.
Werte das ganze dann als "bei vermeidbarem Provokationsfaktor
z. B. ausgeprägter Schlafmangel, akute Erkrankung"
Danke für die Links Hilfe und Tipps 
Roller Fahren nach Krampfanfällen
Hallo Dajo,
ich fass jetzt mal aus deinen Beiträgen zusammen:
Ich hatte bisher 2 Krampfanfälle, Epilepsie wurde aber bereits vor einiger Zeit ausgeschlossen (habe ms deswegen wurden tests gemacht)
Nur weil es vor einiger Zeit ausgeschlossen wurde, muss das nicht heißen, dass es jetzt nicht doch sein kann, dass du an Epilepsie erkrankt bist. Denn eigentlich sagt man: ein Anfall kann vorkommen, zwei Anfälle = Epilepsie.
Und sie wurden beide Male dadurch ausgelößt, das eine Nadel falsch gestochen wurde.
Was für eine Spritze hast du bekommen??
Mein Neurologe hat gesagt ich soll 1 Jahr kein Roller mehr fahren und hat mir Medikamente verschrieben. Das finde ich in Anbetracht der Umstände etwas übertrieben, wie seht ihr das und wo holt man sich am besten eine Zweitmeinung ein?
Wie gesagt, nach einem zweiten Anfall spricht man von Epilepsie und dann ist es schon richtig, dass dir dein Neurologe rät auf das Auto- (bzw. in deinem Fall Rollerfahren) zu verzichten. Er muss es sogar.
Eine Zweitmeinung steht dir zu, die kannst du dir bei jedem anderen Neurologen (oder Epileptologen) holen - rechne nur mit einer Wartezeit von ggf. 3 - 4 Monaten (so ist es zumindest bei meinem Neurologen).
Ich nehme Medikamente gegen MS und die nehme ich auch regelmäßig und setzte nicht aus weil ich denke dass es sinnvoll ist. Zusätzlich hat der Arzt nun Medikamente gegen Epilepsie verschrieben, welche ich nicht nehme.
Dich kann natürlich keiner zur Medikamenten-Einnahme zwingen aber warum glaubst du, dass dir der Doktor zweimal eine falsche Diagnose stellt??
Außerdem ist ein Jahr doch ziemlich lange in Anbetracht der Tatsachen oder nicht?
Dein Arzt hat "Epilepsie" diagnostiziert und bei der Diagnose Epilepsie bekommt man i.d.R. (ohne Ausnahme) ein Fahrverbot von einem Jahr (siehe dem Link von Huge).
Ich bin halt sehr auf meinen Roller angewiesen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich je nach Strecke 4-6x länger und viele Sachen sind zeitlich dann einfach nicht mehr schaffbar.
Ich weiß wovon du sprichst und viele andere hier wissen das auch - aber du hast nun mal von deinem Arzt ein Fahrverbot ausgesprochen bekommen, sprich er hat es sich auch in seinen Akten notiert. Und wenn jetzt irgendetwas passiert und sich dann herausstellt, dass du eigentlich keinen Roller fahren durftest, kann das für dich großen Ärger bedeuten - und ggf. zahlt die Versicherung auch nicht.
Werte das ganze dann als "bei vermeidbarem Provokationsfaktor z. B. ausgeprägter Schlafmangel, akute Erkrankung"
Das kannst du natürlich gerne tun, aber tu dir den Gefallen und hol dir wenigstens eine Zweitmeinung bei einem anderen Neurolgen.
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)