temporallappenepilepsie
narkojet, Friday, 20.09.2013, 10:30 (vor 4713 Tagen)
Hallo!welche symptome habt ihr?ich habe epigastr.auren,unbeschreibliches druckgefuehl im kopf un angst.hat 25 jahre bis zur diagnose gedauert.vorher hat es keiner erkannt.ich hab gelitten wie sonstwas und war nur in psycholog.behandlung.
temporallappenepilepsie
mezeg, München, Friday, 20.09.2013, 12:19 (vor 4713 Tagen) @ narkojet
Hallo,
bin gerade zurück vom Urlaub und noch nicht ganz da.
Eine Hirnhaut-Tumor an der linken Schläfe hatte bei mir die epileptischen Anfällen provoziert. Wurde operativ entfernt. Ob sie zu Deinem Problem paßt, weiß ich nicht und habe aus Neugier rumgesucht.
Auf einer Seite Infos gefunden
http://www.cornellepilepsy.com/epi_inf/
bra_tum.html?name1=Brain+Tumors+and+Epilepsy&type1=2Active
(den Link mußte ich "trennen", weil sonst zu lang für dieses Programm)
Patients who have had multiple seizures for 3 years or more generally have the slow-growing type of tumor. Slow-growing glial tumors represent as many as 70% of tumors that cause epilepsy in the general population. These tumors are more common in adults with epilepsy; they may not be seen on a CT scan if the tumor is very small. Experience has shown that a complete surgical removal of these tumors can lead to excellent seizure control with a good chance of a cure. As a rule, the longer the patient has had seizures, the slower the growth rate of the tumor, and the greater the chance for a cure. Depending on the type of surgery performed, as many as 80-90% of patients stop having seizures after surgery. A recurrence of seizures, even many years after the surgery, may indicate a re-growth of the tumor. For this reason, patients with glial tumors should have an MRI scan on a yearly basis to ensure that their tumor has not returned.
Grob zusammengefaßt: diese Tumoren sind häufig. Durch Chirurgie kann es meist ausgezeichnet gemeistert werden, dabei mit einer guten Heilungchance. Etwa 80 90% der Patienten. Diese Patienten sollen jedes Jahr eine MRT zur Kontrolle durchführen lassen, um sicher zu sein, daß eine Rezidiv nicht geschieht.
Bei mir hat die OP die nächtlichen - unkontrollierbaren - GM-Anfälle vollkommen gestoppt. Die Narbe hat aber 3 GM-Anfälle provoziert, selten aber möglich laut Neurologe. Jedesmal weil "überhöhter Streßanfälligkeit", also mit emotionalem Startknopf. Aber viel leichter handzuhaben und mit leichter Dosis AE nicht mehr erfolgt, die noch möglichen Auren sind immer blaßer und seltener geworden und immer in der "Relaxe-Phase". Ich weiß daher, wann es u.U. passieren könnte, es sind nur noch kleine Störungen, lästig aber praktisch bedeutungslos.
The temporal lobe is a unique part of the brain. Structures called the "hippocampus" and "amygdala" on one side of the temporal lobe, are important for memory and emotion while structures on the other side, called the "neocortex, are important for language.
Dieses Teil ist wichtig für Gedächtnis und Emotion, andere auf der Gegenseite für das Sprachverhalten.
Habe es vor kurzem Störungen zweimal bekommen: Das erste Mal mit "verschwommener Erinnerung", ungutem Gefühl, flauem Magen - bei meinem Typ kommt es meist über den Magen hoch laut Neuro-Chirurg. Das zweite Mal gestern mit deutlichem Sprachproblem im Gespräch mit der Nachbarin, die meine Katzen in der Zwischenzeit umsorgt hatte. Ich weiß nicht, was ich gesagt habe, ob es einen Sinn hatte oder vollkommen undeutlich war. Muß sie mal fragen, sie weiß Bescheid und reagierte nicht sonderlich - außerdem hat es sich rausgestellt, daß ihr Hund auch epileptisch ist...
Aber beide Male keine Überraschung! Ein Fahrrad - und dessen Satteltaschen - von Deutschland nach Frankreich mit dem Zug zu befördern, dies mit niedriger Toleranz seitens der Bahn und dadurch das Risiko das Fahrrad aufgeben zu müssen, ist für mich höchster Streß. Kein Wunder, daß ich am nächsten Tag - wenn alles positiv geregelt wurde - eine bekannte kleine Störung bekam. Immer aus emotionalem Grund.
Zusätzliche Konsequenzen wie lädierter Rücken und zahlreiche blaue Flecken sind aber der Epilepsie definitiv nicht zuzuschreiben, vielmehr dem vorgeschrittenen Alter.
Summa summarum: Deine Angstgefühle könnten sehr wohl von der Tumor in diesem Bereich kommen und wenn sie operabel ist, ist die Hoffnung auf starke Verbesserung, möglich auch Heilung begründet.
VG
mezeg