Absence Epilepsie
Obsiana, Monday, 21.10.2013, 16:59 (vor 4682 Tagen)
Hallo liebes Forum,
dies ist mein Erster Beitrag hier und wie es im Betreff steht geht es wahrscheinlich um diese Art von Epilepsie.
Aber vorweg, Mein Vorname ist Maik und ich bin 43 Jahre Alt.
Aber um das wohl etwas genauer zu erläutern muss ich vermutlich etwas ausholen, ich hoffe es liest auch jemand bis zum Ende 
Es fing irgendwie vor ca 2 Jahren an, habe nach langer Zeit endlich Arbeit gefunden als Fahrer in Nachtschichtarbeit für eine Medikamenten Firma.
Alles war super nachts Autobahn, naja einfach eine super Zeit auch wenn es Anstrengend war.
Doch denn hatte ich plötzlich wärend der Fahrt einen Schwindelanfall der mich sehr beunruhigte alles hat sich irgendwie gedreht ich habe die Bilder gesehen wie ein Alter Fernseher wo das Programm nicht richtig eingestellt war, nur das die Bilder von rechts nach links gelaufen sind. Der Anfall ging so ca. 15 Minuten während ich weiter gefahren bin. Ich habe das im ersten Moment einfach für Übermüdung gehalten war ja schon Samstag und die ganze Woche war stressig.
2 Wochen später auf der Rücktour so gegen 2 Uhr kurz vor Kassel hatte ich denn wieder so einen Anfall wo ich es grade noch so über den Standstreifen auf die Raststätte geschafft habe, Bilder sind nur noch von Rechts nach links gelaufen ich konnte nur noch ahnen was wo war, habe versucht auszusteigen aber musste mich am Auto abstützen weil sich alles gedreht hatte, komisch dabei war das mir nicht mal schlecht war, ich konnte essen, trinken Rauchen alles nur geradeaus gehen, geschweige denn Fahren konnte ich garnicht, dieser Anfall dauerte so ziemlich genau 1 Stunde.
Dazwischen hatte ich schon länger immer mal so kleine "Aussetzer" ich nannte das immer minianfälle.
Jedenfalls danach gleich zum Arzt, Überweisung Neurologen der konnte nichts
ungewöhnliches feststellen also ab in die Klinik Neurologie, EEG, MRT alles ohne Befund. Ärztliche Diagnose Morbus Menière ähnliche Anfälle, Behandlung Betahistin 4 mal 12 mg täglich.
Die Drehschwindel Anfälle sind seit dem sehr Stark zurück gegangen bzw eigentlich weg, was geblieben ist, sind die Minianfälle die sind bzw waren beim Arzt immer sehr schwer zu beschreiben, ich hatte vor kurzem jedoch das Glück das bei einer Routineuntersuchung bei meiner Hausärztin einer dieser Minianfälle auftrat und sie als Diagnose stellte Absence Epilepsie.
Ich beschreibe mal kurz meine Variante wie ich diese zumindest mir bewussten Anfälle erlebe:
Der Anfall kommt meist ohne Vorwarnung, ich bin in dem Moment wie Weggetreten unterbreche das was ich grade Sage oder mache und laut meiner Frau stöhne ich denn leise vor mir hin bzw sage denn häufig sehr langsam bzw träge immer Nein nein oder auch ja ja was auch immer und nach geschätzten 10-20 Sekunden bzw manchmal habe ich das Gefühl das es auch 1 bis 2 Minuten sind ist alles wieder normal, ich komme sozusagen langsam wieder auf Touren und kann denn auch wirklich wieder aktiv reden und weiß auch was ich sage, ab und an fühle ich mich den
Rest des Tages denn allerdings recht schlapp so wie ich es von früher bei Migräneanfällen hatte.
In der Regel habe ich diese kleinen Anfälle so 1 mal am Tag aber auch 2-3 mal am Tag. Bevor ich Betahistin genommen habe hatte ich die Teilweise sogar 5-7 mal am Tag gehabt.
Es gibt aber auch Phasen da habe ich 5-6 Tage mal gar kein Anfall.
Jetzt meine Fragen bzw. Um Meinungen wird gebeten 
1. Sind das Typische Absence Anfälle also die kleinen, der Drehschwindel ist ja wohl untypisch.
2. Ist eine Medikamentöse Behandlung wirklich erfolgsversprechend, sollte sich die Diagnose als Richtig herausstellen.
Ich bedanke mich bei allen die wirklich bis hierher gelesen haben.
Viele grüße Obsiana
Absence Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 21.10.2013, 19:18 (vor 4682 Tagen) @ Obsiana
Sind das Typische Absence Anfälle also die kleinen, der Drehschwindel ist ja wohl untypisch.
Naja, manche Arten von Anfällen ähneln sich je nach Ausprägung und man muss ja nicht nur eine einzige Art haben. Z.B. bei einfach-fokalen Anfällen kann es zu sensorischen Verzerrungen kommen.
Ist eine Medikamentöse Behandlung wirklich erfolgsversprechend, sollte sich die Diagnose als Richtig herausstellen.
Wenn Du wie ich den weit verbreiteten wissenschaftlichen Statistiken der Mediziner vertraust, definitiv ja(gleich zur Vorwarnung: Im Internet hat man grundsätzlich nie den Eindruck, dass die stimmen, weil nur wenige von denen, denen es gut geht, "Hallo, hier!" rufen). Sollte sich der Verdacht bestätigen, wirst Du vermutlich aber auf ein anderes Medi, als Du jetzt hast, eingestellt.
Wenn sich der Verdacht bestätigt ist aber vorerst erst einmal auf absehbare Zeit - will ich der Ehrlichkeit halber dazu sagen - das Auto- und noch länger das LKW-Fahren, vorbei, bis sich zeigt, ob die Therapie bei Dir wirkt.
So zum Schluss, entschuldige, aber da kann ich einfach nicht anders, muss ich noch einen Schrei loslassen:
Doch denn hatte ich plötzlich wärend der Fahrt einen Schwindelanfall der mich sehr beunruhigte alles hat sich irgendwie gedreht ich habe die Bilder gesehen wie ein Alter Fernseher wo das Programm nicht richtig eingestellt war, nur das die Bilder von rechts nach links gelaufen sind. Der Anfall ging so ca. 15 Minuten während ich weiter gefahren bin. Ich habe das im ersten Moment einfach für Übermüdung gehalten war ja schon Samstag und die ganze Woche war stressig.
Hallo? Entschuldige, ja, aber wenn es mir beim Autofahren nicht gut geht, dann drück ich zur Not das Warnblinklicht und fahre rechts ran, aber keine 15 Minuten weiter! Sorry, aber für sowas hab ich absolut kein Verständnis, denn nach Deiner Beschreibung halte ich Dich in dem Augenblick immer noch für ausreichend Zurechnungs- und Handlungsfähig! Und noch dazu, wenn Du das für Übermüdung hältst! Am Ende einmal Sekundenschlaf, Mutter und Kind totgefahren, da wirst doch Du Deines Lebens nicht mehr froh!
So, jetzt geht's mir wieder besser, nachdem ich das loswerden konnte.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Absence Epilepsie
Obsiana, Monday, 21.10.2013, 20:59 (vor 4682 Tagen) @ huge88
Erst einmal viel danke für die doch recht schnelle Antwort,
Wenn sich der Verdacht bestätigt ist aber vorerst erst einmal auf absehbare Zeit - will ich der Ehrlichkeit halber dazu sagen - das Auto- und noch länger das LKW-Fahren, vorbei, bis sich zeigt, ob die Therapie bei Dir wirkt.
Ich fahre seit dem Anfall den ich in Kassel hatte kein Auto oder Fahrrad mehr, verzichte also derzeit freiwillig auf das Fahren auch wenn es der Suche nach Arbeit nicht sehr förderlich ist.
und jetzt zu deinem Unteren Zitat:
So zum Schluss, entschuldige, aber da kann ich einfach nicht anders, muss ich noch einen Schrei loslassen:
Doch denn hatte ich plötzlich wärend der Fahrt einen Schwindelanfall der mich sehr beunruhigte alles hat sich irgendwie gedreht ich habe die Bilder gesehen wie ein Alter Fernseher wo das Programm nicht richtig eingestellt war, nur das die Bilder von rechts nach links gelaufen sind. Der Anfall ging so ca. 15 Minuten während ich weiter gefahren bin. Ich habe das im ersten Moment einfach für Übermüdung gehalten war ja schon Samstag und die ganze Woche war stressig.
Hallo? Entschuldige, ja, aber wenn es mir beim Autofahren nicht gut geht, dann drück ich zur Not das Warnblinklicht und fahre rechts ran, aber keine 15 Minuten weiter! Sorry, aber für sowas hab ich absolut kein Verständnis, denn nach Deiner Beschreibung halte ich Dich in dem Augenblick immer noch für ausreichend Zurechnungs- und Handlungsfähig! Und noch dazu, wenn Du das für Übermüdung hältst! Am Ende einmal Sekundenschlaf, Mutter und Kind totgefahren, da wirst doch Du Deines Lebens nicht mehr froh!
So, jetzt geht's mir wieder besser, nachdem ich das loswerden konnte.
Schluck ich gebe zu das musste ich erst einmal verdauen.
Ich habe beim Gassi gehen eben lange über eine Ausrede nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, das es keine gibt.
Du hast mit deiner Aussage 100% recht und von meiner Seite gibt es kein Argument was mich wirklich 100% Entschuldigt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Gefahr bzw den Ernst der Lage nicht richtig abgeschätzt. Bzw falsch eingeschätzt.
Beim 2. Anfall Kassler Berge kurz vor der Raststätte hatte ich bergab grade ca 120 Km/H drauf und war in der Mittleren Spur, der Anfall kam urplötzlich, da habe ich das erste mal in meinem Leben gemerkt was es heißt Angst zu haben, da habe ich es gott sei dank geschafft runter vom Gas Warnblinker und im Schleichtempo auf dem Standstreifen zur Raststätte, weil um die Uhrzeit auf der Autobahn kein Mensch ist der dir hilft. Aber von dem Tage an fahre ich kein Auto mehr und das wird auf absehbarer Zeit auch so bleiben.
Ich bedanke mich für deine direkte und ehrliche Meinung.
gruß Maik
Absence Epilepsie
Obsiana, Tuesday, 22.10.2013, 19:10 (vor 4681 Tagen) @ Obsiana
So da ich heute ja meinen Termin bei dem Neurologen hatte wollte ich wenn ich schon fragen hier stelle, auch mal ein kurzen Status bericht abgeben.
Es wurde wie eigentlich immer ein EEG gemacht was hmm leider nicht auffällig war bzw ist. Er will die Diagnose meiner Hausärztin erstmal so nicht unterschreiben eben weil das EEG nichts zeigt.
Er hat mir empfohlen in eine Klinik zu gehen um ein er meinte Langzeit EEG zu machen und weil die Untersuchungsmethoden dort wohl genauer sind bzw sie dort andere Möglichkeiten habe.
Habe zwar zugesagt aber leider bin ich jetzt genau so schlau wie vorher. Es ist leider echt frustrierend. Und unter einem Langzeiteeg kann ich mir nicht wirklich was vorstellen, dachte ja bis heute man kann sowas auch zuhause machen, er hält aber ein Aufenthalt in der Klinik für Sinnvoller.
Ratlose grüße
Absence Epilepsie
Mondenkind, Tuesday, 22.10.2013, 19:37 (vor 4681 Tagen) @ Obsiana
Hallo Obsiana,
Es wurde wie eigentlich immer ein EEG gemacht was hmm leider nicht auffällig war bzw ist.
Na ja, dass das EEG nichts anzeigt hat im dem Sinne gar nichts zu sagen. Das EEG ist eine Momentaufnahme und z.B. bei mir hat im EEG auch so gut wie nie etwas gesehen, selbst kurz nach einem Anfall nicht...
Er hat mir empfohlen in eine Klinik zu gehen um ein er meinte Langzeit EEG zu machen und weil die Untersuchungsmethoden dort wohl genauer sind bzw sie dort andere Möglichkeiten habe.
Da hat er schon recht und ich finde es gut, wenn er dir das auch rät (ich denke, er will dich in eine Epileptologie schicken, oder?)
Und unter einem Langzeiteeg kann ich mir nicht wirklich was vorstellen, dachte ja bis heute man kann sowas auch zuhause machen, er hält aber ein Aufenthalt in der Klinik für Sinnvoller.
Meines Wissens kann man ein EEG nicht von zu Hause aus machen (im Gegensatz zu einem EKG). In der Klinik können sie nach weiteren Sachen können (z.B. Medikamente kontrolliert weg lassen oder nicht schlafen lassen).
Ich kann dir einen Aufenthalt in einer Epi-Klinik nur empfehlen.
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Absence Epilepsie
Obsiana, Tuesday, 22.10.2013, 20:43 (vor 4681 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Obsiana,
Es wurde wie eigentlich immer ein EEG gemacht was hmm leider nicht auffällig war bzw ist.
Na ja, dass das EEG nichts anzeigt hat im dem Sinne gar nichts zu sagen. Das EEG ist eine Momentaufnahme und z.B. bei mir hat im EEG auch so gut wie nie etwas gesehen, selbst kurz nach einem Anfall nicht...
Es ist für mich extrem schwierig den Leuten zu erklären was für Anfälle das sind bzw wie sie ablaufen, ich würde sagen die meisten bekomme ich halt mit aber es auszudrücken fällt mir schwer und um so frustrierender ist für mich wenn man Medizinisch nichts findet mit der Zeit kommt man sich selber vor wie ein Hmm Spinner oder redet sich ein das man sich das nur einbildet, gott sei dank sagt meine Frau, nein ich merke und sehe das ja wenn du einen Anfall hast.
Er hat mir empfohlen in eine Klinik zu gehen um ein er meinte Langzeit EEG zu machen und weil die Untersuchungsmethoden dort wohl genauer sind bzw sie dort andere Möglichkeiten habe.
Da hat er schon recht und ich finde es gut, wenn er dir das auch rät (ich denke, er will dich in eine Epileptologie schicken, oder?)
Nun ich wohne in Niedersachsen nähe Braunschweig, er wird mich erstmal in die Neurologische Klinik in Hildesheim schicken, glaube nicht das sie dort spezialisiert sind. Ist soweit ich das weiß keine Spezialklinik.
Ich kann dir einen Aufenthalt in einer Epi-Klinik nur empfehlen.
Nun erstmal ist es wohl nur eine Normale Klinik mit Neurologischer Abteilung, ich habe da leider noch keine Erfahrung außer das ich im grunde am verzweifeln bin, gibt Tage da könnte ich einfach heulen weil nichts vorwärts geht.
Lieben Gruß
Mondenkind
Lieben Gruß zurück und danke für deinen Beitrag.
Absence Epilepsie
beatmeup, Tuesday, 22.10.2013, 23:02 (vor 4681 Tagen) @
Mondenkind
bearbeitet von beatmeup, Tuesday, 22.10.2013, 23:06
"Meines Wissens kann man ein EEG nicht von zu Hause aus machen"
als ich ein langzeiteeg verschrieben bekam, ging ich auch davon aus, dass es stationär gemacht würde. mittlerweile gibts für langzeiteegs aber auch rekorder, die mobil sind, ähnlich wie die beim ekg. dementsprechend wurden mir die elektroden auf den kopf geklebt und ich mit dem rekorder nach hause geschickt.
sei dank hatte ich an dem tag nen kapuzenpulli an. mit diesen "dreadlocks" hätte ich mich ansonsten nicht mal aus der klinik getraut.
Absence Epilepsie
Mondenkind, Tuesday, 22.10.2013, 23:09 (vor 4681 Tagen) @ beatmeup
Hallo beatmeup,
ok, danke für die Information! Man (frau
) lernt nie aus.
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Absence Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 23.10.2013, 08:27 (vor 4680 Tagen) @ beatmeup
War das ein Langzeit EEG, als man sich bei Dir bereits ueber die Epilepsie sicher war, oder noch davor? Bei ihm werden die Aerzte ja vermutlich waehrend des EEGs Filmaufnahmen machen wollen, um im Falle eines Anfalls sich selbst ein Bild davon machen zu koennen.
--
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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Absence Epilepsie
beatmeup, Saturday, 26.10.2013, 01:53 (vor 4678 Tagen) @ huge88
dazwischen ?! die diagnose steht seit mittlerweile 15 jahren, denk ich. ich hab ja nur grand mal anfälle.
das langzeit eeg vor 2 jahren sollte nur ausschliessen, dass es zwischendurch nicht seltsame wellen, spitzen oä gibt, die ich vielleicht nicht bemerke oder bei normalen eegs erfasst werden, sprich 24h momentaufnahme.
ist dir aufgefallen, dass obsiana zwei anfallstypen beschreibt. der eine könnte epileptoform sein. der andere ist durch die medikation gegen morbus meniere fast verschwunden. anfall ist also nicht gleich anfall.
es bleiben also die potentiell epileptoformen "minianfälle", die er beschreibt.
adhoc sage ich mal da wird kein video monitoring durchgeführt, allerhöchstens ein langzeit eeg.
die praxis bei abscence epilepsie ist eine andere.
Absence Epilepsie
Obsiana, Saturday, 02.11.2013, 20:36 (vor 4670 Tagen) @ beatmeup
Siehe mein Letzten Beitrag, es wurde ein 24 Stunden eeg mit Videoaufnahme gemacht und anschließendem Schlafentzugs EEG alles in einem so zu sagen, war als Raucher eine ganz schön harte Prüfung 
lg Obsiana
Absence Epilepsie
Obsiana, Wednesday, 30.10.2013, 11:53 (vor 4673 Tagen) @ Obsiana
So heute um 16 Uhr habe ich den Termin in der Klinik. Hoffe das ich denn mal genaueres berichten kann.
Gruß obsiana.
Absence Epilepsie
Obsiana, Saturday, 02.11.2013, 20:33 (vor 4670 Tagen) @ Obsiana
So kurzer Bericht:
Untersuchungen liefen normal.
Nach einem Schlafentzugs EEG wurde eindeutig etwas gefunden, im Grunde freue ich mich darüber und einerseits auch nicht.
Diagnose : Temporallappenepilepsie links
Als Therapie wurde empfohlen, die Einnahme von Levetiracetam 2 mal Täglich also morgens und abends.
Ich würde sagen es wird die Zeit zeigen ob und wie die Medikamente wirken. Bin allerdings erstmal Positiv gestimmt und hoffe das die Anfälle dadurch verschwinden oder geschwächt werden.
Auf die Frage ob ich die Medikamente jetzt mein Leben lang nehmen soll bzw muss, meinte der Arzt im Krankenhaus ja. Darüber muss ich mich noch schlau lesen bzw Informieren.
jetzt muss ich mein Leben bzw mein Arbeitsleben wohl erstmal neu Ordnen.
Die Drehschwindelattacken davon geht jedenfalls der Arzt aus, wurden wohl von den Anfällen ausgelöst, so das ich zumindest das Betahistin nicht mehr nehmen muss.
Vermutet wird wohl weiterhin oder man geht wohl davon aus das ich diese anfälle schon sehr lange habe, ich mir diesen nur nie so richtig Bewusst war. Gar nicht auszudenken was alles hätte beim Autofahren passieren können. Jedenfalls habe ich jetzt erstmal hmm ich nenne es mal Offiziell ein Fahrverbot aber damit kann ich leben, jedenfalls besser als andere zu gefährden, fahre ja eh schon seit gut 2 jahren aufgrund der Anfälle kein Auto mehr.
Mal sehen wie es jetzt weiter geht. Hat da jemand Tipps bzw Erfahrungen?
Für mich ist das Feld Epilepsie ja erstmal totales Neuland.
mfg
Obsiana
Absence Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 03.11.2013, 11:30 (vor 4669 Tagen) @ Obsiana
Hi,
also erst einmal einen "halben Glückwunsch", dass Du jetzt zumindest etwas mehr Gewissheit hast, auch wenn der Grund vielleicht nicht gerade einer zum Jubeln ist.
Mal sehen wie es jetzt weiter geht. Hat da jemand Tipps bzw Erfahrungen? Für mich ist das Feld Epilepsie ja erstmal totales Neuland.
Ach ich denk, da Du im Prinzip die letzten 2 Jahre überstanden hast, ohne durchzudrehen, kommst Du damit sicherlich gut klar. Stell Dich einfach drauf ein, dass nicht zwingend gleich das erste Antiepileptikum ein voller Erfolg sein muss und manche einfach ein bisschen die verschiedenen Alternativen auf der Suche nach dem Richtigen für sich durchprobieren müssen. Und lass Dich nicht von den vielen möglichen Nebenwirkungen, die zu jedem Antiepileptikum gehören, nersch machen. Ich merk davon bei meinem Medi nix. Und da Du Dich ja schon ein wenig an das "Nicht-Autofahren" gewöhnt hast, denke ich, fällt bei Dir auch eine Sache, die manche am Anfang schwer belasten, weg. Außerdem hast Du jetzt ja sogar so eine Aussicht darauf, wenn die Therapie sehr gut anschlägt nach Ablauf der in den Gutachterleitlinien vorgegebenen Zeitspanne, auch wieder Auto fahren zu dürfen.
Auf die Frage ob ich die Medikamente jetzt mein Leben lang nehmen soll bzw muss, meinte der Arzt im Krankenhaus ja. Darüber muss ich mich noch schlau lesen bzw Informieren.
Es gibt zwar einige Fälle, in denen man nach sehr langer Anfallsfreiheit die Medis schrittweise reduzieren kann, aber das ist jetzt weniger der Regelfall und eher bei einigen Epilepsien des Kindesalters, die sich auswachsen, der Fall. Für die Mehrheit gilt meist, dass man Lebenslang auf die angewiesen ist.
Ansonsten halt "das Übliche": Allgemein wird oft dazu geraten, Schlafmangel, Alkohol, Nikotin etc. zu meiden, aber im Endeffekt muss man selbst für sich herausfinden, worauf und ab welcher Menge man da tatsächlich reagiert.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
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