Nebenwirkung Lamotrigin?

skippy, Friday, 08.11.2013, 14:21 (vor 4664 Tagen)
bearbeitet von skippy, Friday, 08.11.2013, 14:45

ich nehme seit mehreren Jahren Lamotrigin (Tagesdosis 150mg), bin seit 14 Jahren anfallsfrei, aber ich denke immer häufiger, dass irgendwas in meinem Gehirn nicht stimmt und anders ist als früher. (Mein Neurologe sagt, das würde ich mir nur einbilden und ich könnte froh sein, dass das Lamotrigin so gut bei mir wirkt).
Ich habe z.B. immer stärkere Probleme damit, mich zu konzentrieren und mich zu strukturieren. Ich bin hilflos ohne meinen Kalender, in den ich mir wirklich fast alles aufschreibe, um im Tagesablauf nichts zu vergessen und vor allem auch, um eine sinnvolle Reihenfolge hinzukriegen (das, was andere sich nebenbei im Kopf überlegen). Beim Sprechen ist das genauso, da kann ich häufig keinen roten Faden halten, wenn ich von etwas erzähle, sondern springe hin und her im Thema und verzettel mich. Eine Sachlage geordnet mündlich wiederzugeben, das überfordert mich inzwischen total. Schriftlich geht das merkwürdigerweise aber.
Was mich langsam verrückt macht, ist meine Abhängigkeit von meinen Listen, die ich mir erstelle, um durch den Tag und meinen Berufsalltag zu kommen. Ich hab das Gefühl, dass ich dadurch auch immer unflexibler und starrer werde und mich das immer mehr einengt, weil ich manchmal nur noch "stur nach Liste" handele. Ohne diese Listen würd ich aber wiederum nicht viel auf die Reihe kriegen.
Es fällt mir auch immer schwerer, Komplexeres zu verstehen. Manchmal habe ich das Gefühl, langsam zu "verdummen". Mir kommt es so vor, als ob mein Kurzzeitspeicher nicht ausreichend funktioniert, um mehrere Informationen miteinander verknüpfen und dadurch einen größeren Zusammenhang erfassen zu können.
Ich habe auch Probleme damit, mit neuen Situationen oder Anforderungen klarzukommen. Alles, worin ich keine Routine entwickelt habe, der ich mehr oder weniger starr folgen kann, überfordert mich. Ich bin im Vergleich zu anderen Menschen in meiner Umgebung viel weniger belastbar (geistig wie körperlich). Mir wird schnell alles zu viel und ich will dann nur noch meine Ruhe haben oder reagiere gereizt.
Mein Neurologe tut das seit Jahren ab, wenn ich ihm von diesen Problemen erzähle. Auf einem MRT, das er dann doch einmal von meinem Kopf gemacht hat, waren mehrere Mikroplaques zu sehen. Er meinte, das hätten viele Menschen, die wie ich ab und zu mit Migräne zu tun hätten. Man wisse nicht, woher das kommt, aber eine Nebenwirkung vom Lamotrigin sei das seiner Meinung nach nicht...
daher nun meine Frage an Euch: können das Nebenwirkungen von Lamotrigin sein bzw. gibt es hier im Forum Menschen, die ähnliche Schwierigkeiten haben?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilt :-) ...

Nebenwirkung Lamotrigin?

Musica, Saturday, 09.11.2013, 16:17 (vor 4663 Tagen) @ skippy

Hallo Skippy, es wird wohl Zeit, dass Dir endlich jemand antwortet! Wer hier meinen Namen liest, weiß sehr schnell, dass es sich wieder mal um Vergesslichkeit handeln könnte. Mittlerweile bin ich längst nicht mehr die einzige, schau mal alles durch!
Ich nehme auch seit Jahren Lamo und es geht mir ähnlich. Ich nehme sogar 600 mg täglich. Leider habe ich es noch nie geschafft, 1 ganzes Jahr anfallsfrei zu bleiben. Einer zumindest ist mir sicher. All Deine Probleme haben nicht nur mit Lamo zu tun, sondern auch mit der Krankheit. Probleme verursachen fast alle Antiepileptika. Das fortschreitende Alter spielt wohl auch eine Rolle. Mir geht es ebenso mit Struktur und Konzentration, ich führe ebenfalls Listen, habe eine furchtbare Schrift erworben, eine schlechte Orientierung. Wenn jemand von einem Ereignis spricht, wo ich dabei war, kann ich das gar nicht glauben. Ganz von beruflichem Ärger abgesehen. Es hat aber keinen Sinn, ich finde mich mehr und mehr damit ab. Momentan provoziere ich mich sozusagen fast selbst. Ich habe mich zu einem VHS Kurs mit Logistischem Thema angemeldet....und gleich den 2. Termin vergessen:-D. Dir würde ich empfehlen, den Arzt zu wechseln. Wenn er die Probleme, die Du ihm schilderst ignoriert, ist das schon Anlass genug. Vielleicht wäre auch eine Therapie gut für Dich. Du hättest einen Gesprächspartner und der Prozess der Akzeptanz könnte leichter werden. Vielleicht! Ich wünsche Dir alles Gute und liebe Grüße,Musica

Nebenwirkung Lamotrigin?

skippy, Wednesday, 13.11.2013, 20:28 (vor 4659 Tagen) @ Musica

danke schön für Deine Antwort!
aber hat denn niemand wie ich das Gefühl, dass die Einschränkungen erst unter Einnahme von Lamotrigin entstanden sind?

Nebenwirkung Lamotrigin?

Musica, Thursday, 14.11.2013, 19:56 (vor 4658 Tagen) @ skippy

Doch, so ist es. Aber ich bezweifle, dass Lamo ausschließlich verantwortlich ist. Es scheint eine Entwicklung im Krankheitsverlauf zu sein und passiert auch mit anderen Medi´s. LG

Nebenwirkung Lamotrigin?

schoki, Saturday, 04.01.2014, 23:59 (vor 4607 Tagen) @ skippy

Hallo Skippy,
ich bin neu im Forum und habe mich wegen deines Eintrages angemeldet. Ich bin seit Kurzem auf Lamotrigin umgestellt worden. Zuvor habe ich Orfiril 600, täglich 1200 mg. genommen. Ich bin damit eigentlich ganz gut zurecht gekommen und bin seit 1998 anfallsfrei gewesen. Da mein bisheriger Neurologe nicht mehr praktiziert , bin ich an das Epilepsiezentrum überwiesen worden. Dort wurde ich vom Valporat auf das Lamotrigin umgestellt. Man sagte mir dort, dass das Lamotrigin besser verträglich sei. Also wurde ich langsam mit Lamotrigin auf 200 mg aufdosiert und das Valporat langsam abdosiert. Zunächst schien es, dass mir der Wechsel gut bekommt. Leider hatte ich nach doch kurzer Zeit, nachdem ich kein Valporat mehr eingenommen habe, wieder Anfälle. Die Ärzte meinten, dass das nicht am Medikament läge und dosierten mich wieder um 50 mg auf. Jetzt nehme ich 250 mg täglich. Kurze Zeit später hatte ich ähnliche Schwierigkeiten wie du. Ich bin vergesslich, unkonzentriert und auch fahrig. Auch mein Kurzzeitgedächtnis scheint nachzulassen. Ich vergesse Dinge von einem Moment zum anderen. Ich bin in dieser Situation schon sehr verunsichert. Auch auf meiner Arbeit fällte es mir schwer mich zu konzentrieren. Die Routine hilft mir die Arbeit zu meistern. In dienstlichen oder auch anderen Gesprächen fällt es mir schwer dem Thema dauerhaft zu verfolgen, da meine Gedanken immer wieder abschweifen. Manchmal stocke ich mitten im Gespräch, weil mir nicht sofort das passende Wort einfällt. Das ist mir sehr peinlich, fehlten mir sonst nicht die Worte und ich konnte mich bisher gut ausdrücken. Ich bin sehr entsetzt und beschämt zugleich. Ich hoffe jedoch, dass zeitnah eine Besserung eintritt. Die Neurologen, die mich behandeln "schwören" auf das Medikament Lamotrigin und es scheint mir, dass alles versucht wird um das Lamotrigin beizubehalten. Ich würde mich interessieren, wie andere mit denselben oder ähnlichen Problemen umgehen. :-(

Nebenwirkung Lamotrigin?

Mondenkind, Sunday, 05.01.2014, 00:15 (vor 4607 Tagen) @ schoki

Hallo schocki,

ich bin geschockt... dass man dich trotz Anfallsfreiheit (und keine Probleme mit diesem) auf ein anderes Medikament umgestellt hat. Und dass das auch noch in einem Epilepsiezentrum passiert...

Mit was für einer Argumentation haben sie dir den Wechsel vorgeschlagen??

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Nebenwirkung Lamotrigin?

schoki, Sunday, 05.01.2014, 17:50 (vor 4606 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind,

die Argumentation lautet vorrangig, dass das Medikament Lamotrigin besser verträglich sei und keine Langzeitschäden verursacht, wie beim Valporat. Dann hat es beim Langzeit EEG Auffälligkeiten gegeben, die wohl anscheinend bei Epileptikern üblich seien. Meine damalige Neurologin, jetzt Ihre Nachfolgerin, meinten es wäre angebracht mich stationär an das Epilepsiezentrum zu überweisen, um zwei Situationen, die ich nicht einzuschätzen wusste ( konnte nicht nachvollziehen, was passiert ist). Muss jedoch anmerken, dass ich in dieser Zeit stark unter Stress stand. Die Ärzte des Epilepsiezentrum haben mir diese Umdosierung geradezu aufgedrängt, so war jedenfalls mein Gefühl. Es ist mir sehr schwer gefallen dagegen anzugehen. Wäre im nachherein doch besser gewesen, aber ich musste mich einfach neu orientieren nachdem mein alter Neurologe, der mich seit meiner Kindheit behandelt, in den Ruhestand begeben hat. Ich bin jetzt etwas ratlos und total verunsichert, auch wie es weitergehen soll. Vielen Dank für die Information, dass ich auf das Valporat bestehen kann. Die Ärztin meinte es wäre vielleicht auch ein zusätzliches Medikament ratsam. Hatte das Gefühl, dass sie nicht das Valporat meinte. Sollte ich erneut ein Anfall haben, werde ich auf meine altes Medikament bestehen. Ich hoffe, dass ich ohne Probleme und anfallsfrei meine Weg finde. Vielen Dank!

Nebenwirkung Lamotrigin?

Lerche, Sunday, 05.01.2014, 18:47 (vor 4606 Tagen) @ schoki

Hallo schoki, dieses "oje, was nehmen Sie da nur, ich geb Ihnen mal was Besseres!" kriegen wir öfter zu hören, als man denkt.
Hier sind nur mal Links zu 3 Threads in diesem Forum mit dieser Problematik aus den letzten 3 Jahren:

soll ich oder soll ich nicht????
Umstellung Medikament nach 29 Jahren?
Nach 19 Jahren???
Geht nicht ausschließlich um Lamotrigin, aber es gibt ja noch andere "zeitgemäße" Medis, die gern empfohlen werden...
VG Uwe

Nebenwirkung Lamotrigin?

Smileypieps, Göttingen, Monday, 06.01.2014, 08:10 (vor 4605 Tagen) @ schoki

guten morgen schoki,

bin auch von ergenyl auf lamo umgestellt worden.
positiver effekt, ich habe keine GM mehr nur koml.fok.Anfälle.
negativer effekt, ddiese habe ich im abstand von ca 4 wochen (+/-)

epizentrum meinte letztens evtl das gute valproat wieder rein, wenn anfälle mit erhöhung des lamo nicht weggehen. so heute hab ich termin. werde auch jetzt darauf zurückgreifen. den unter valproat waren die abstände meiner anfälle so bei einem jahr.

drücken wir uns gegenseitig die daumen das es funktioniert.

LG
:-) - Pieps

Nebenwirkung Lamotrigin?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 05.01.2014, 10:44 (vor 4606 Tagen) @ schoki

Tipp zum Thema Patientenrechte: Du kannst, wenn bei Dir keine medizinische Gegenindikation besteht, den Ärzten gegenüber darauf bestehen, wieder zurückumgestellt zu werden auf die Medikamentation, unter welcher Du so lange anfallsfrei warst.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Nebenwirkung Lamotrigin?

oldieepi, 31226 peine, Wednesday, 14.05.2014, 19:22 (vor 4477 Tagen) @ skippy

An alle die in 2014 geschrieben haben, ich bin neu hier aber sehr interessiert.

Die Probleme die ihr beschreibt habe ich auch. Meine Tochter( Arzthelferin,38)

und auch meine Schwester, 45, waren fest der Meinung ich hätte Alzheimer. Habe

bei meiner Tochter einen Alztest machen lassen, sehr gut. Nun sind die Mädels

beruhigt und ich erleichtert.

So nun zu mir, bin 65 Jahre und habe vor 11 Jahren 2004, meinen ersten Anfall

gehabt.

Kommentar eines Neurologen( nicht meiner) das hat jeder mal.

Nächster Anfall 2010, bei Fielmann gelegen.

Darauf hin war ich in Hamburg im Epizentrum und bin auf Lamo eingestellt worden.

2013 nächster Anfall, wieder in Hamburg und höher eingestellt.

Habe dann den Neurologen gewechselt wegen Wegzug der alten Neurologin, der

wollte mir noch ein zusätzliches Medikament verschreiben. Habe ich abgelehnt.

Im Dez.2013 noch ein GM bei dem ich alles mibekommen habe, aber kein Wort

sprechen konnte. Wieder Lamo erhöht und seitdem bestehen die Probleme die ihr

schildert.Bei den anderen Anfällen war ich jedes Mal im Krankenhaus und nach

ca. einer Std. wieder wach geworden.

Nun bin ich am überlegen gehe ich wieder nach Hamburg? Habe aber Angst die

stellen mich einfach nur noch höher ein. Noch blöder in der Birne werden?

Bei 4 Anfällen in 11 Jahren frage ich mich ist das überhaupt Epi? Alle EEG's

ohne Befund. So nun lasst Euch zu mir etwas einfallen. Ich nehme inzwischen

650 mg Lamo und Hamburg ist der Meinung bis 1000 kann man gehen.?????

Nebenwirkung Lamotrigin?

unbekannt, Wednesday, 14.05.2014, 19:50 (vor 4477 Tagen) @ oldieepi
bearbeitet von unbekannt, Wednesday, 14.05.2014, 20:00

Also 650 mg hört sich eigentlich schon sehr hoch an. Und dann nochmal 1000 ?

Meine höchste Lamotrigindosis war 300 mg. Hat zwar nicht gewirkt aber vor 400 mg hat mein Arzt dann zurückgeschreckt und das Medikament lieber gewechselt.
Sind denn deine Leberwerte noch in Ordnung ?

Das EEG muß bei Epilepsie nicht zwangsläufig Auffälligkeiten haben.Die wollen halt was abrechnen.

Nebenwirkung Lamotrigin?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 15.05.2014, 08:07 (vor 4476 Tagen) @ oldieepi

Hi!

Also Du solltest bei Deiner Angst vor einer Aufdosierung nicht vergessen, dass Du da ja auch ein Mitspracherecht dabei hast, was und wie viel Du nimmst. Schildere den Ärzten Deine Probleme und Frage gezielt danach, ein anderes Medi auszuprobieren. Gibt ja eine breite Palette von Antiepileptika und da muss man halt das Richtige für sich finden.

Bei 4 Anfällen in 11 Jahren frage ich mich ist das überhaupt Epi? Alle EEG's ohne Befund.

Naja, Epilepsie zeichnet sich nicht zwingend durch sehr regelmäßige, große, spürbare Anfälle aus. Bin selbst unter Medikamenten jetzt mehrere Jahre anfallsfrei. Auch bedeutet Epilepsie nicht zwingend, dass man im EEG im Normalzustand überhaupt irgendetwas sehen muss. Und selbst wenn es da was zu sehen gäbe, könnte das, wenn es weiter Innen im Gehirn passiert, von den darüber liegenden Schichten verdeckt werden.

Allerdings kann ein Besuch im Zentrum bei Dir sicherlich nicht schaden, wenn sich ja die Anfälle in Deiner Wahrnehmung verändern. Außerdem betreiben die dann vielleicht noch etwas tiefer gehende Ursachenforschung, als nach dem zweiten Anfall. Manche Epilepsien kann man besser behandeln, wenn man die Ursache findet - ist aber, nur zur Vorwarnung, auch nur in einem Teil der Fälle möglich.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Nebenwirkung Lamotrigin?

oldieepi, 31226 peine, Friday, 16.05.2014, 20:11 (vor 4475 Tagen) @ oldieepi

hallo, danke für eure antworten. noch eine frage, wo geht ihr ins epi-zentrum und ist es sinnvoll zu wechseln?

Gruß oldieepi

Nebenwirkung Lamotrigin?

schoki, Sunday, 18.01.2015, 12:56 (vor 4228 Tagen) @ skippy

Hallo Skippy,
bin nach einem längerem Zeitraum wieder im Epilepsie-Forum. Die von dir beschriebenen Nebenwirkungen oder wie die Neurologen formulierten Langzeitwirkungen, sind bei mir nach Einnahme von Lamotrigin ebenfalls aufgetreten. Zudem sind kürzlich wieder gleich 4 GM hintereinander aufgetreten. Das hat mein Gedächtnis bzw. mein Kurzzeitgedächtnis und auch meine Belastbarkeit sehr eingeschränkt. Nach Behandlung im Epi-Zentrum, die mir zu einer Umstellung auf Lamtrigin rieten, sind somit erneut GM aufgetreten. 2013 hatte ich bereits ebenfalls, unter Einnahme von Lamotrigin einen GM. Das Epi-Zentrum riet mir die Dosis zu erhöhen. Nach dem erneuten Anfall wurde mir ebenfalls angeraten die Dosis zu erhöhen. Es ist vielleicht nachvollziehbar, dass mein Vertrauen in das Epi-Zentrum gleich 0 ist. Ein neu aufgesuchte Arzt hat mir sofort wieder Valproat verschrieben und konnte die Maßnahme der Umstellung nicht so ganz nachvollziehen, da das Lamotrigin nicht ausreichend für mich sei, betonte jedoch, dass das Lamotrigin als Medikament gegen Epilepsie 1.Wahl sei. Jetzt nehme ich wieder Valporat zusammen mit Lamotrigin als Kombitherapie, zusammen ein. Ein Anfall ist bisher nicht aufgetreten, aber sicher fühle ich mich dshalb nicht. Ich hoffe, dass die sogenannten "Langzeitwirkungen" wieder verschwinden und ich problemlos meiner Arbeit nachgehen kann.

Viele Grüße

Schoki

Nebenwirkung Lamotrigin?

Lotti, Thursday, 11.05.2017, 21:44 (vor 3384 Tagen) @ skippy

Hi, die Probleme, die Du beschreibst, kenn ich zur Genüge. Mir geht's genauso. Allerdings nehme ich Valproat.
An machen Tagen krieg ich im Büro überhaupt nichts gebacken, fange irgendwas an, um in der nächsten Sekunde etwas völlig anderes zu tun, kann nicht still sitzen, längeren Gesprächen folgen. >Habe das Gefühl, mein Hirn braucht länger, um das Gesagte zu verarbeiten, so dass ich einfach den Anschluss verpasse. Ich nehme Valproat seit gut 27 Jahren und besonders die Gedächtnisprobleme haben sich erst in den letzten Jahren manifestiert