verschiedene Epilepsiezentrum

mathilda, Thursday, 21.11.2013, 09:06 (vor 4651 Tagen)

Hallo,

wie ist eure Erfahrung? Gibt es Patienten, die sich in Bethel nicht so gut gefühlt haben, sondern wo anders besser? Wo denn?
In bezug auf die öftere Aussage, man ist ein Versuchskaninchen (nicht von den Ärzten). Könnte evtl zutreffen (?), bin seit ende 2005 in Behandlung, ohne eine Verbesserung und evtl sogar öftere Anfälle.
Habe allerdings nur immer die neueren Medikamente bekommen. Wäre es evtl nicht mal Zeit, ein älteres Medi zu bekommen, würdet ihr da mehr Erfolg sehen?
Hat es irgendwann bei älteren Medis besser geklappt?

LG

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Lerche, Thursday, 21.11.2013, 09:47 (vor 4651 Tagen) @ mathilda

Wäre es evtl nicht mal Zeit, ein älteres Medi zu bekommen, würdet ihr da mehr Erfolg sehen?

Kann sein, kann auch nicht sein, bin kein Arzt. Einige dieser älteren Medis haben auch ihre Nebenwirkungen, vor allem Langzeitnebenwirkungen.
Ich bin mit so uraltem Zeugs wie Phenytoin und Maliasin schon ewig anfallsfrei. Aber da gibt es einen Haken: Die gute Pharmaindustrie möchte natürlich gern ihre neuesten = teureren Produkte an den Mann/die Frau bringen. Da kommt es schon mal vor, dass ein zwar wirksames, aber günstigeres Mittel irgendwann vom Markt genommen wird. Mit fadenscheinigen Begründungen wie "nicht mehr zeitgemäß" o.ä. Ist mir so mit Maliasin gegangen, erst in Deutschland vom Markt, ein paar Jahre später in ganz Europa. Einfach weg, sogar mit dem Segen der DGfE. Den Wirkstoff (Barbexaclon) gibt's in anderen AE nicht.
Würde also davon abraten, ältere Medis zu probieren.
Andererseits... Lamo und Keppra kommen auch irgendwann in die Jahre und sind in 10 - 20 Jahren vllt auch nicht mehr zeitgemäß...
VG Uwe

ja, ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen...

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Heidi, Thursday, 21.11.2013, 10:23 (vor 4651 Tagen) @ Lerche
bearbeitet von Heidi, Thursday, 21.11.2013, 10:51

@Lerche,
Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe vor kurzem einen Blog über dieses Thema geschrieben und dabei meinen Frust abgebaut.
Hier ein kleiner Auszug:

Die ersten wirksamen Medikamente zur Behandlung von Epilepsien wurden eher zufällig entdeckt. Daran hat sich bis heute trotz intensiver Forschungsbemühungen noch nicht viel geändert.
Diese Tatsache lässt den Schluss zu, dass die meisten Antiepileptika keine tatsächliche Verbesserung zur Anfallsverminderung beitrugen. Es wurden die Medikamenten-nebenwirkungen verbessert, das steht außer Frage. Aber vor 50 Jahren hatten wir auch schon eine Anfallsfreiheit von 65-70% der Epilepsien mit Medikamenteneinnahme …… allerdings ist bei diesen Zahlen die Naturheilmedizin nicht berücksichtigt, da hier keine Ergebnisse bekannt sind.
Das müsste doch für alle Pharmazieforscher sehr deprimierend sein, doch es wird geforscht immer wieder geforscht. Vielleicht kommt irgendwann wieder ein Glücksfall wie vor 150 Jahren!

Es werden immer mehr Medikamente erforscht die angeblich Besserung bringen sollen, aber die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Anfallsfreiheit mit Medikamenten > immer noch 70%. Man kommt sich irgendwie „veräppelt“ vor.

Aber der Gesundheitsmarkt ist scheinbar so geplant, dass jedes Medikament nach einer gewissen Zeit nicht mehr „in“ ist. Austauschen und wegwerfen, das hat sich bei unserer Gesellschaft leider eingebürgert.

All das ist von schlauen Leuten genauestens geplant und ausgeführt worden: Neue Medis bringen neue Arbeit…..DAS KANNS WOHL NICHT SEIN

Man fühlt sich teilweise "verarscht", da muß ich Dir zustimmen
Liebe Grüsse
Heidi

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mathilda, Thursday, 21.11.2013, 15:25 (vor 4651 Tagen) @ Heidi

Danke für eure Antworten!
Wisst ihr was? Die Frage geht mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf, wollte sie aber eigentlich nicht ins Forum stellen. Da habe ich ein bisschen Hemmungen, nicht das man irgendjemanden (also ein Zentrum) angreift und das nicht darf.
Aber unter meiner Diazepam-Einnahme heute morgen habe ich das nicht mitbekommen.
Als ich mit meinem schweren Kopf auf der Brust, im sitzen, aufgewacht bin mit meinem Tab auf dem Schoß habe ich es erst gesehen. Uups...:-D
Habe mich aber über eure Antworten gefreut. :-)

LG

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Katlyn, Friday, 22.11.2013, 20:01 (vor 4650 Tagen) @ Lerche

Hallo @all

tja..das wird mit allen medis so sein.das mit den langzeitnebenwirkungen.

Hier mal ein link dazu:
www.welt.de/wissenschaft/article13874209/Neue-Medikamente-nicht-unbedingt-besser-

als-alte.
Musste es anders formulieren,da es sonst nicht in die antwort passte.

Es ist eben ein wegwerfgeseellschaft,und wir müssen dafür büßen(so seh ich das)
Ihr könnt ja meine meinungen darüber nachlesen.


LG
Katlyn

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Musica, Monday, 25.11.2013, 15:07 (vor 4647 Tagen) @ Lerche

Die langfristigen NW eines älteren Medi´s habe ich erlebt. Ich hatte zwar 5 Jahre keinen einzigen Anfall mit Tegretal, dafür begannen meine Zähne ganz langsam zu wandern und das Zahnfleisch zu wuchern. Eine echt ekelige NW! Anschl. nahm ich Keppra und ließ mir mit 35 eine Zahnspange anfertigen! LG,MUsica

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Lerche, Monday, 25.11.2013, 17:30 (vor 4647 Tagen) @ Musica

dafür begannen meine Zähne ganz langsam zu wandern (...) Eine echt ekelige NW!

Ja, Musica, sicher. Muss man abwägen: Gibt auch Leute, die fallen ohne Vorankündigung so oft auf die Fresse, dass sie irgendwann keine Zähne mehr haben, die wandern könnten...

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Musica, Monday, 25.11.2013, 23:05 (vor 4647 Tagen) @ Lerche

Dann wünsche ich auch denen, dass es wieder so gut wird wie mit meinen Zähnen! Liebe Grüße,Musica

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narkojet, Thursday, 05.12.2013, 12:24 (vor 4637 Tagen) @ mathilda

Bethel ist spitze.