Unfallversicherung

Wuseline, Saturday, 07.12.2013, 15:27 (vor 4635 Tagen)

Hallo,

momentan hänge ich etwas ratlos in der Luft und weiß nicht so recht was ich tun soll. Und zwar wollte ich für mich eine Unfallversicherung
(bei einer deutschen renommierten Versicherung) abschließen.
Alles kein Problem bis es zu den Fragen zu Behinderungen und Erkrankungen kam.
Sie wollten ALLES über meine Epi wissen, von genauer Diagnose, Unterlagen vom Versorgungsamt, Medikamentenangaben und Dosierung…
Das finde ich auch in Ordnung, schließlich muß ja die Versicherung für den Ernstfall alles wissen.
Jedoch hieß es anfangs vom Vertreter „alles kein Problem und sind alles nur Standartfragen“ usw.
Jetzt kam die Absage.
Und der Satz ist der Hammer: „Im Hinblick auf die faire Gleichbehandlung aller Mitglieder kann der Versicherer es nicht übernehmen….“
Wie Gleichbehandlung? Werden dort nur gesunde Menschen versichert?
Ich muß dazu sagen dass ich nur „ein leichter Fall“ bin.
Seit vier Jahren bin ich Anfalls frei und habe auch keine Garandmalanfälle.
Jetzt weiß ich nicht so recht wie und wo ich eine seriöse Versicherung finde.
Es gibt viele Versicherungen die keine Fragen zu Vorerkrankungen usw. stellen die sich jedoch im Ernstfall querstellen wenn man nicht zu 100% nachweisen kann dass es nichts mit meiner Epi zu tun hat.
Wem ging bzw. geht es ähnlich oder wer weiß wo man sich beraten lassen kann?

Gruß Wuseline

Unfallversicherung

mikewi, München, Sunday, 08.12.2013, 09:08 (vor 4634 Tagen) @ Wuseline

Hallo,

bei mir war es ähnlich.
Ich wollte eine Lebensversicherung abschließen und holte mir einen Vertreter einer Münchner Versicherung ins Haus. Wir erzählten ihm alles von meiner EPI; und er meinte alles kein Problem, das sind Standard-Fragen. Wir machten als es aber etwas anders als du und ich ließ meinen Antrag vom Vertreter ausfüllen. So kam der Vertrag zustande, denn er erwähnte nichts von meiner Krankheit.
Als die Versicherung dann nach Jahren tatsächlich mal zahlen musste verweigerten sie mir die Leistung, denn ich hätte ja meine Krankheit verschwiegen. Vor Gericht zog die Versicherung aber den Kürzeren. Dann zum einen hatte der Vertreter den Antrag, wider besseren Wissens "falsch" ausgefüllt. Zum anderen hatte ich Zeugen, dass ich den Vertreter über meine EPI informiert hatte.
Und unter der Last der Zeugen knickte der Vertreter ein und gab zu, dass er alles verschwiegen hatte.

Kurzum:
1. Hol dir Zeugen zum Gespräch mit dem Vertreter dazu.
2. Lass den Vertreter den Antrag ausfüllen. Auch das sollte jemand bezeugen können.
3. Mach dir Kopien vom Antrag und von allen Notizen die der Vertreter macht. Ggf. mit dem Handy fotografieren.
4. Auch sollte jemand bezeugen können, dass nur die Unterschrift von dir stammt und alles andere vom Vertreter ausgefüllt wurde.

Gruß
mikewi

Unfallversicherung

Wuseline, Friday, 20.12.2013, 12:19 (vor 4622 Tagen) @ mikewi

Hallo Mikewi,

danke für Deine Antwort.
Da hast Du,trotz der ganzen nervenaufreibenden Tortur, noch einmal Glück im Unglück gehabt.

Ja, bei mir war es ähnlich. Zum Glück war immer mein Mann beim Gespräch dabei, da wir gemeinsam die Versicherung wechseln wollten.
Bei uns hat auch der Versicherungsvertreter die Anträge ausgefüllt und auch gleich die Kündigung der Alten klar gemacht, „ein Abwasch“.
Nach seinen Gerede wäre alles kein Problem, geht alles klar usw. usw.

Jedoch hätte er mich darauf hinweisen müssen dass es mit „mir“ Probleme geben könnte oder sich alles etwas in die Länge ziehen könnte mit den ganzen Unterlagen die sie immer wieder von mir angefordert hatten.

Gleich nach der Absage hat mein Mann die neue Versicherung „im Hinblick auf faire Gleichbehandlung seiner Frau….“ dankend abgelehnt.
Glücklicherweise konnten wir die Kündigung unserer alten Versicherung, kurz vor Ablauf der Frist, zurückziehen.
Beinahe hätte ich ganz OHNE da gestanden. Was dann…?
Nun ist ja noch einmal alles halbwegs gut gegangen.


Schöne Weihnachten und einen guten (unfallfreien) Rutsch ins neue Jahr

Gruß Wuseline

Unfallversicherung

Tom vom Berg ⌂, Friday, 13.12.2013, 12:43 (vor 4629 Tagen) @ Wuseline

Hallo Wuseline,

hatte auch eine Unfallversicherung. Kündigte diese vor ein paar Jahren aus finanziellen Gründen. Später hörte ich das einige Versicherungen den Leuten das blaue vom Himmel versprochen haben, wie es ums bezahlen ging ihre Kunden aber im Regen stehen ließen.

Stellt sich also die Frage macht solch eine Versicherung dann einen Sinn?
Jahre lang zahlen, für nix?

Wie hoch ist den der unterschied zwischen einem "normalen Kunden" und einem Epilepsie Betroffenen? Also in Euro gerechnet?

MfG
Tom
PS.: Lasse mich gerne eines besseren belehren.

Unfallversicherung

Wuseline, Friday, 20.12.2013, 12:45 (vor 4622 Tagen) @ Tom vom Berg

Hallo Tom,

Danke für Deine Antwort.

Ich halte es schon für sehr wichtig eine Unfallversicherung zu haben.
Jedoch muß man sich nicht alles auf quatschen und andrehen lassen was diese „Vertreter“ anzubieten haben.
Man sollte nur die Dinge die man wirklich braucht nehmen.

Die monatlichen Beiträge sind dann bezahlbar auch wenn man ein sehr geringes Einkommen hat.
Wie es dann im „Ernstfall“, wenn die Versicherung greifen soll, ist weiß ich nicht da ich (glücklicherweise) noch nicht in dieser Situation war.
Aber aus Erfahrung mit anderen Versicherungen weiß ich dass es fast nie reibungslos von statten geht.
Es wird natürlich immer versucht nicht zahlen zu müssen und als Versicherter ist man halt immer in der Beweispflicht.

Die Frage wie groß der Beitrags-Unterschied zwischen UNS und NORMALEN Kunden ist kann ich Dir nicht beantworten da es in meinem Fall gar nicht erst so weit gekommen ist.

Wir sollten wirklich mal recherchieren wo man eine richtige und gute Beratung bekommen kann.

Also die Antwort auf diese Frage ist bei mir auch noch offen…

Ich wünsche Dir schöne Weihnachten und ein gesundes und schönes neues Jahr

Gruß Wuseline

Unfallversicherung

Lefay_83, Tuesday, 11.02.2014, 13:17 (vor 4569 Tagen) @ Wuseline

Auch ich habe schon mehrmals versucht eine eigene Unfallversicherung zu bekommen. Habe bei unterschiedlichen Versicherungen angefragt, aber jedes Mal eine Absage bekommen.

Zum Glück bin ich noch über meinen Paps familienversichert. Aber wenn der mal nicht mehr ist, sieht es schlecht aus. Da hilft wohl nur ein Geldsack unterm Kopfkissen...

Da es bei der Epi ja nun die unterschiedlichsten Formen und Stärken gibt finde ich das um so unfairer. Ich hatte von 13 Jahren 1 GrandMal, davor und danach fokale Anfälle. Bin sicher auf ein Medikament eingestellt und hab seit ca. 12,5 Jahren keine Anfälle, Auren o.ä. mehr. Wo ist da das erhöhte Risiko gegenüber Patienten, die trotz hoher Medi-Dosis noch Anfälle bekommen?