beruflich deprimierend

sandytimmy, Friday, 13.12.2013, 18:11 (vor 4629 Tagen)

Habe momentan einen berufliche. Stillstand.
Mein Vertrag endet mit diesem Jahr. Ist ja nicht verlängert worden wegen meiner Vergesslichkeit. Auch die anderen Filialen melden sich nicht, ruft man dort an sagen sie dass der f.Leiter im Gespräch sei, notieren meine Telefonnummer und - nichts hört man mehr:-(
Sowas habe ich ja schon dreimal in den vergangenen Jahren durch gemacht, in anderen Firmen, bzw nicht bei meinem gelernten Beruf der Optik
Ich rief jetzt schon in der Verwaltung an, telefonierte mit regional Leitern...
Schrieb EMA ILS

Meinte auch dass das Diskriminierung behinderter wäre
Reaktion null
Was soll ich bloß machen, alles scheitert an der Vergesslichkeit
Hab keine Idee mehr. Will ja nicht wie verblödet oder geistig behindert - über trieben gesagt, schrauben sortieren;-) mit intellektuell unterentwickelten.
Bin ja nicht blöd, habe Abitur, und Arbeit muss sich auch rentieren nicht damit enden dass man doch Harz 4 aufgestockt bekommt. Trotz vollzeit
Bin momentan durch den stillstand deprimiert:-(

beruflich deprimierend

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 14.12.2013, 09:49 (vor 4628 Tagen) @ sandytimmy

Meinte auch dass das Diskriminierung behinderter wäre
Reaktion null
Was soll ich bloß machen, alles scheitert an der Vergesslichkeit Hab keine Idee mehr. Will ja nicht wie verblödet oder geistig behindert - über trieben gesagt, schrauben sortieren;-) mit intellektuell unterentwickelten.

Ich kann ja Deinen Frust verstehen, aber weist Du, was mich bei Dir gerade auf die Palme bringt? Du beschwerst Dich darüber, dass Du Dich von Deinen Arbeitgebern diskriminiert fühlst und lässt dann gleichzeitig so ein Statement vom Zaun - "intellektuell unterentwickelt". Geht's noch? Vielleicht fängst Du erst einmal damit an, an Deiner Einstellung anderen Menschen mit anderen Behinderungen gegenüber zu arbeiten, bevor Du mit Deinem Finger auf die "bösen Arbeitgeber" zeigst.

Allein die innere Grundeinstellung, mit der man anderen Menschen begegnet, kann schon einiges ausmachen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

beruflich deprimierend

Lerche, Saturday, 14.12.2013, 11:11 (vor 4628 Tagen) @ huge88

Gut, dass du das schreibst, huge. Mir wars auch aufgefallen. Aber da ich ohne Abi und damit intellektuell auch recht unterbelichtet bin, hab ich lieber nicht geantwortet. Bin auch immer so müde nach'm ganzen Tag Schrauben sortieren...:-(
VG & schön' 3.Advent
Uwe ;-)

beruflich deprimierend

sandytimmy, Saturday, 14.12.2013, 11:44 (vor 4628 Tagen) @ huge88

Ihr wisst doch gar nicht wie ich anderen entgegen komme. Ich akzeptiere Leute so wie sie sind. Ich find sowas wie behinderten Werkstätten auch sehr gut aber wirklich für die die andere Tätigkeiten gar nicht schaffen, wo nicht nur Kleinigkeiten schief laufen, sondern wo der Intellekt nicht mehr zulässt.
Wer mit anderen Tätigkeiten überfordert ist.
Für die Mehrheit der Leute, den durchschnitt, gibt es den normalen Arbeitsmarkt mit privaten Firmen, wo nicht AWO, caritas oder ähnliches, Firmen errichten damit auch diese Menschen eine Beschäftigung haben, offentlich gefördert, da sonst der preis dieser "schrauben" viel zu hoch sein würde.
Den preis bilden halt Material- , personal- und Nebenkosten. Da gibt Konkurrenz aus Asien die viiieeeel günstiger ist.
Also Schwachsinn den ihr hier schreibt.

beruflich deprimierend

Lerche, Saturday, 14.12.2013, 17:40 (vor 4628 Tagen) @ sandytimmy

Also Schwachsinn den ihr hier schreibt.

na sicher doch, aber:

Ich akzeptiere Leute so wie sie sind.

haben wir ein Glück...

beruflich deprimierend

mezeg, München, Sunday, 15.12.2013, 11:45 (vor 4627 Tagen) @ Lerche

mußte (durfte!) zuerst über Deine Antwort gut lachen. :-) :-) :-)

Kleiner Beitrag zur Schrauben- und Behindertenanlegenheit:

Abitur habe ich gemacht und vier Jahre die Uni besucht. Als mein Ex-Mann mich damals mit zwei 7- bzw. 4-jährigen Kindern verlassen hat, habe ich zuerst als Hausmeisterin etwas Geld verdient, den Boden gewischt und geputzt. Später als Kontoristin gearbeitet, nicht begeisternd, der Tochter vom Chef ausgeliefert, schlecht bezahlt aber Halbzeit, was mit den Kindern unvermeidbar war. Dann gibt es langsam nach oben. Und wenn ich nicht dazu kam, "Karriere" zu machen, konnte ich auf der "Mittleren Schiene" bleiben, weniger Geld, dafür mehr Autonomie.

Egal was man macht, versuchen es bestmöglichst zu tun, das ist mehr befriedigend - und manchmal fällt es den Arbeitgebern sogar auf. Und wenn es weiterhin frustrierend bleibt, in der Freiheit ausgleichen - muß nicht jeder Radfahren und Stricken - :-D :-D :-D

Aus den Vorhandenen versuchen, das Beste herauszusaugen, vielleicht auch überlegen, wen es - ohne eigene Schuld - noch schlechter zutrifft. Das relativiert die Probleme.

mezeg

beruflich deprimierend

keki, Sunday, 15.12.2013, 13:18 (vor 4627 Tagen) @ mezeg

mezeg, Du sprichst mir aus der Seele! Bevor ich mich mit der Frage des GdB als Betroffene auseinandersetzen musste, hatte ich immer das Bild des "Schwerbeschädigten" im Kopf, also mindestens Arm ab oder Rollstuhl. Mittlerweile weiß ich, dass man Rollstühle nicht immer von außen sehen kann... Ich musste auch meinen Beruf wechseln (zunächst wegen meines Rückens). Zuerst ist meine Welt zusammengebrochen; heute weiß ich, dass das meine Chance war, mein Leben zu verändern. Mittlerweile habe ich einen anderen Beruf, der mir viel mehr Spaß macht und bin Schwerbehindertenvertretung. Und wir sind alles andere als bekloppt oder zurückgeblieben! Mein Rücken hat mir damals gesagt, dass mein Leben "untragbar" war. Mal sehen, was mir diesmal mein Kopf sagen will und in welche Richtung es jetzt geht!;-)
keki

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mezeg, München, Monday, 16.12.2013, 10:10 (vor 4626 Tagen) @ keki

um Deinen Beitrag zu kommentieren brauche ich nur ein Wort: RESPEKT!

Mach weiter so

mezeg