eine unbekannte Welt

Gewitter2013, Monday, 16.12.2013, 09:29 (vor 4626 Tagen)

mein Freund und ich haben uns im Mai 2013 kennengelernt. An diesem Abend hatte er einen Anfall. Zum Glück war eine Freundin dabei, die sich damit auskennt.
Es war ein leichter Anfall, er konnte noch am Abend nach Hause.
Er behauptete, er hätte an dem Tag seine Tabletten vergessen. Vor dem Anfall wirkte er glücklich und entspannt, schaute mich plötzlich merkwürdig an und dann ging's los.
Gestern morgen sagte er ohne Zusammenhang, er hätte seit diesem Tag keinen Anfall mehr gehabt. Ausserdem betonte er mehrmals, das er sich extrem gut fühlt. Er wirkte glücklich und entspannt, obwohl er im Job ziemlich viel Streß wegen Weihnachten hat.
Gestern Abend dann wieder dieser merkwürdige Blick und Sekunden später ein Anfall. Er klammerte sich zunächste an mir fest. Während des Anfalls hielt ich ihn, soweit möglich, im Arm. Ein Bekannter passte auf, das er mich nicht versehentlich erwürgt. Ich hatte das Gefühl, er war dadurch ruhiger, als bei dem 1. Anfall, den ich miterlebt habe. Als der Notarzt kam, war der Anfall schon vorbei. Dauer 5- 10 Minuten. Er konnte mit mir nach Hause fahren, wirkte aber orientierungslos. Er erkannte die Strasse, in der er arbeitet, nicht. Als wir auf das Haus zugingen, sagte er, das in dem Haus seine Freundin wohnt, die aber wohl nicht zu Hause wäre, weil sie ihm sonst immer vom Balkon winkt.
Heute morgen war alles normal, ausser das er die Nacht kaum geschlafen hat.
Kann es sein, das er grade dann Anfälle bekommt, wenn er besonders glücklich ist?
(Wir haben letzte Woche supergute Nachrichten bekommen.)
Jetzt hab ich ziemliche Angst vor unserer Traumreise im Februar.

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keki, Monday, 16.12.2013, 13:12 (vor 4626 Tagen) @ Gewitter2013

Bei mir ist es auch so, dass Anfälle kommen, wenn Entspannung auf sehr großen Stress folgt, z.B. wenn eine Veranstaltung, die ich organisiert habe, vorbei ist. So aus einer normalen entspannten Situation (abends auf der Couch rumliegen)eher nicht.
keki

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 16.12.2013, 15:15 (vor 4626 Tagen) @ Gewitter2013

Also ich persönlich zähle tendenziell auch eher zu denen, die bei großen, raschen Spannungsabfall einen Anfall bekommen. Ist nix so ungewöhnliches. Sprich mit ihm einmal darüber, ob er ein Notfallmedi hat und ab wann man bei ihm einen Notarzt überhaupt zu rufen braucht. Bei 5 Minuten ist das ja kein muss, wenn man sich damit auskennt.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Gewitter2013, Monday, 16.12.2013, 15:53 (vor 4626 Tagen) @ huge88

im Moment ist es mir einfach lieber, wenn ich professionelle Entwarnung bekomme. Es ist alles neu für mich. Ich kann noch nicht einschätzen, wie ein Anfall verläuft und da scheint es Unterschiede zu geben. Der 1. den ich miterlebt hab, war schwerer und länger,als der gestern.
Er redet leider kaum drüber. Nur, das er Epilepsie hat,aber wenn er seine Tabletten regelmäßig nimmt, passiert Nichts. Das stimmt ja offensichtlich nicht.
Ich hoffe, hier mehr über die Krankheit zu erfahren und wie ich verhindern kann, das er sich verletzt. Im Mai ist er gefallen, gestern nicht. Halten, oder hinlegen kann ich ihn nicht ( 1,96/100)

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 16.12.2013, 19:40 (vor 4626 Tagen) @ Gewitter2013

im Moment ist es mir einfach lieber, wenn ich professionelle Entwarnung bekomme. Es ist alles neu für mich.

Kann ich gut verstehen.

Er redet leider kaum drüber. Nur, das er Epilepsie hat,aber wenn er seine Tabletten regelmäßig nimmt, passiert Nichts. Das stimmt ja offensichtlich nicht.

Lass ihn einfach merken, dass Du trotzdem bei ihm bleibst. Dann kannst Du ihm sicherlich nach und nach mehr entlocken. Er wäre nicht der erste, der Angst hat, dass ihn jemand wegen der Epilepsie verlassen könnte.

Ich hoffe, hier mehr über die Krankheit zu erfahren und wie ich verhindern kann, das er sich verletzt. Im Mai ist er gefallen, gestern nicht. Halten, oder hinlegen kann ich ihn nicht ( 1,96/100)

Also so wie ich das sehe, machst Du das doch ganz gut. Immerhin kannst Du zusehen, dass im Zweifelsfall dann nix in seiner Nähe herumliegt, an dem er sich verletzen könnte. Mehr als das menschenmögliche kann niemand tun.

Vielleicht kannst Du ihm als Einstieg ja ein paar Fragen zu Themen stellen, die für Notärzte interessant sein können, wie:
- Medikament und Dosierung
- Epilepsieform

--
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Gewitter2013, Monday, 16.12.2013, 23:03 (vor 4626 Tagen) @ huge88

im Moment ist es mir einfach lieber, wenn ich professionelle Entwarnung bekomme. Es ist alles neu für mich.


Kann ich gut verstehen.

Er redet leider kaum drüber. Nur, das er Epilepsie hat,aber wenn er seine Tabletten regelmäßig nimmt, passiert Nichts. Das stimmt ja offensichtlich nicht.


Lass ihn einfach merken, dass Du trotzdem bei ihm bleibst. Dann kannst Du ihm sicherlich nach und nach mehr entlocken. Er wäre nicht der erste, der Angst hat, dass ihn jemand wegen der Epilepsie verlassen könnte.

Ich hoffe, hier mehr über die Krankheit zu erfahren und wie ich verhindern kann, das er sich verletzt. Im Mai ist er gefallen, gestern nicht. Halten, oder hinlegen kann ich ihn nicht ( 1,96/100)


Also so wie ich das sehe, machst Du das doch ganz gut. Immerhin kannst Du zusehen, dass im Zweifelsfall dann nix in seiner Nähe herumliegt, an dem er sich verletzen könnte. Mehr als das menschenmögliche kann niemand tun.

Vielleicht kannst Du ihm als Einstieg ja ein paar Fragen zu Themen stellen, die für Notärzte interessant sein können, wie:
- Medikament und Dosierung
- Epilepsieform

Da hat er keine Angst. Er hatte ja bei unserem Kennenlernen einen Anfall. Er redet mit niemand drüber, auch mit seinen Freunden und Familie nicht. Das kenne ich aber auch von Leuten mit anderen Krankheiten.

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Wop, Nähe Mönchengladbach, Tuesday, 17.12.2013, 13:14 (vor 4625 Tagen) @ Gewitter2013

im Moment ist es mir einfach lieber, wenn ich professionelle Entwarnung bekomme. Es ist alles neu für mich.


Kann ich gut verstehen.

Er redet leider kaum drüber. Nur, das er Epilepsie hat,aber wenn er seine Tabletten regelmäßig nimmt, passiert Nichts. Das stimmt ja offensichtlich nicht.


Lass ihn einfach merken, dass Du trotzdem bei ihm bleibst. Dann kannst Du ihm sicherlich nach und nach mehr entlocken. Er wäre nicht der erste, der Angst hat, dass ihn jemand wegen der Epilepsie verlassen könnte.

Ich hoffe, hier mehr über die Krankheit zu erfahren und wie ich verhindern kann, das er sich verletzt. Im Mai ist er gefallen, gestern nicht. Halten, oder hinlegen kann ich ihn nicht ( 1,96/100)


Also so wie ich das sehe, machst Du das doch ganz gut. Immerhin kannst Du zusehen, dass im Zweifelsfall dann nix in seiner Nähe herumliegt, an dem er sich verletzen könnte. Mehr als das menschenmögliche kann niemand tun.

Vielleicht kannst Du ihm als Einstieg ja ein paar Fragen zu Themen stellen, die für Notärzte interessant sein können, wie:
- Medikament und Dosierung
- Epilepsieform


Da hat er keine Angst. Er hatte ja bei unserem Kennenlernen einen Anfall. Er redet mit niemand drüber, auch mit seinen Freunden und Familie nicht. Das kenne ich aber auch von Leuten mit anderen Krankheiten.

Hallo,
da gebe ich huge Recht. Ich finde es auch gut, dass Du dich mit der Materie beschäftigst. Du solltest schon mal wissen, welche Medikamente er einnimmt. Des Weiteren wenn er einen Anfall bekommt, versuche, dass er sitzt oder liegt und sich und andere nicht verletzen kann. Ist dies der Fall, braucht dann auch nicht sofort der Notarzt gerufen werden. In der Regel sagt man, erst ab einer Zeit von 5 Mi-nuten soll man den Notarzt anrufen. Jedoch wenn der Anfall schon in dieser Zeit nach lässt, kannst du auf den Notarzt verzichten, sofern er sich nicht verletzt hat.
Ist `ne ganze Menge für den Anfang, aber anscheinend liegt dir ja etwas an deinem Freund.
Gruß Wop

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Gewitter2013, Tuesday, 17.12.2013, 18:55 (vor 4625 Tagen) @ Wop

Beim 1. Anfall, den ich miterlebt hab, hatte er sich durch die Brille verletzt. Es wusste ja niemand und deswegen ist er ziemlich hart auf einen Steinboden geknallt. Beim 2. wusste ich, was passiert, als er mich "so" ansah.

Du hast Recht, mir liegt sehr viel an ihm. Er hat sich die Krankheit nicht ausgesucht.
Ich hab ein paar Fragen, vielleicht könnt ihr sie beantworten.

Er hat einen enormen Schokoladenverbrauch und wacht nachts auf und braucht Schokolade.
Gibt es evtl einen Zusammenhang? Kommt das durch die Tabletten? Valproat Chrono 500mg, 2 Tabletten am Abend.

Etwas 1 Stunde vor dem Anfall hatte er "Magenschmerzen und doch keine Magenschmerzen" ( seine Worte). Sind das Vorboten?

Was mache ich, wenn er beim Autofahren einen Anfall hat? Er hatte schon mehrere Unfälle, angeblich durch Glatteis, blendende Sonne usw. Das glaub ich ihm nicht und hab jedesmal tierische Angst. Das versteht er leider nicht. Wir kriegen regelmäßig Krach im Auto. Wenn es allerdings stimmt, das Anfälle eher in Ruhephasen kommen, dann brauch ich mir keine Sorgen zu machen. Wir beide in einem Auto bedeutet immer Streß pur.

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Hape, Tuesday, 17.12.2013, 19:20 (vor 4625 Tagen) @ Gewitter2013
bearbeitet von Hape, Tuesday, 17.12.2013, 19:29

Hallo dein Freund dürfte gar nicht mehr Autofahren so lange er Anfälle hat,wenn ein Unfall passiert dann kanns Probleme mit der Versicherung geben Privathaftung dann wird's teuer und an Personenschäden möchte ich gar nicht denken .nach einem Anfall hat man mindestens 6Monate bei mehreren Anfällen mindestens 1Jahr Fahrverbot das muss sein Neuro entscheiden wann er wieder fahren darf , das mit den Magenschmerzen kann ein Anzeichen für einen Anfall sein

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Hape, Tuesday, 17.12.2013, 19:32 (vor 4625 Tagen) @ Hape

Epileptiker wegen Verkehrsunfall verurteilt gibt's einige Einträge hier im Forum

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Gewitter2013, Tuesday, 17.12.2013, 21:12 (vor 4625 Tagen) @ Hape

Zwischen den beiden Anfällen lagen knapp 7 Monate. Sein Arzt weiß, das er fährt. Ich glaube aber nicht, das er von den Unfällen weiß. Mein Freund hat dafür ja auch gute Ausreden, angeblich hatte er dabei keinen Anfall. Er kann sich nach einem Anfall aber gar nicht dran erinnern.
Ich werde an den Feiertagen noch mal versuchen, mit ihm drüber zu reden. Wenn ein Anfall durch große Freude ausgelöst wird, dann wird er Weihnachten wieder einen Anfall haben. Da ich sicher bin, das er hier nicht schreibt/liest, kann ich den Grund verraten. Das Christkind wird ihm Tickets für The Rolling Stones in Abu Dhabi incl 1 Woche Urlaub dort, bringen. Seit Sonntag hab ich ein ungutes Gefühl, bei dem Gedanken an 8 Std Flug und eine gigantische Lichtshow. Ich habe schon mit einem Dolmetscher gesprochen. Der wird mir die nötigen Sätze in arabisch beibringen und aufschreiben.

Danke, ich werde die Beiträge zum Thema "Unfall" durchlesen. Vielleicht bekomme ich da ein paar Argumente.

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Hape, Tuesday, 17.12.2013, 21:43 (vor 4625 Tagen) @ Gewitter2013

hatdein Freund ein Notfallmedikament?ich spür meine Anfälle kommen und kann dann mein Notfallmedi noch nehmen so was wär auch gut für deinen Freund veleicht auch für die Urlaubswoche fragt seinen Arzt

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Mondenkind, Tuesday, 17.12.2013, 22:03 (vor 4625 Tagen) @ Gewitter2013

Hallo,

Er hat einen enormen Schokoladenverbrauch und wacht nachts auf und braucht Schokolade.
Gibt es evtl einen Zusammenhang? Kommt das durch die Tabletten? Valproat Chrono 500mg, 2 Tabletten am Abend.

Kann ich mir nicht vorstellen, davon hab ich zumindest noch nichts gehört.

Etwas 1 Stunde vor dem Anfall hatte er "Magenschmerzen und doch keine Magenschmerzen" ( seine Worte). Sind das Vorboten?

Das kann eine sogenannte Aura sein.

Was mache ich, wenn er beim Autofahren einen Anfall hat? Er hatte schon mehrere Unfälle, angeblich durch Glatteis, blendende Sonne usw. Das glaub ich ihm nicht und hab jedesmal tierische Angst. Das versteht er leider nicht. Wir kriegen regelmäßig Krach im Auto. Wenn es allerdings stimmt, das Anfälle eher in Ruhephasen kommen, dann brauch ich mir keine Sorgen zu machen. Wir beide in einem Auto bedeutet immer Streß pur.

Als ich das gelesen habe, musste ich erst einmal schlucken. Er müsste eigentlich ein Fahrverbot ausgesprochen bekommen haben (bist du sicher, dass er es dir erzählt hätte, wenn ihm sein Arzt ein Fahrverbot ausgesprochen hätte??). Er kann mächtig Ärger mit der Versicherung bekommen, falls etwas passiert und sich herausstellt, dass er eigentlich gar nicht hätte fahren dürfen...
Wenn er beim Autofahren einen Anfall hat, hast du / habt ihr ein Problem! Stell dir vor ihr seid auf der Autobahn, dreispurig, ihr fahrt auf der linken Spur mit 180 km/h und deinem Freund wird es plötzlich schummrig. Was dann???

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

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Gewitter2013, Wednesday, 18.12.2013, 05:13 (vor 4625 Tagen) @ Mondenkind
bearbeitet von Gewitter2013, Wednesday, 18.12.2013, 07:14

Er hat anscheinend nur Anfälle, wenn es ihm besonders gut geht und bekommt dann "Magenschmerzen". Er lebt und fährt seit 45 Jahren damit.
Die Krankheit ist für mich völliges Neuland, deswegen hab ich mich hier angemeldet. Wenn ich die Vorzeichen besser deuten kann, kann ich zwar den Anfall nicht verhindern, aber Schäden und Verletzungen.

ich hab noch eine Frage:
Ich hab hier von Anfällen im Schlaf gelesen. Er redt manchmal im Schlaf, erzählt dann merkwürdige Geschichten ( zB " mach mal 2 Räder von dem Krankenwagen da drüben ab und bring sie in die .... strasse") Ich fand das bisher eher lustig.Beim Einschlafen geht einem ja oft so ein Quatsch durch den Kopf.
Kann es sein, das er Anfälle im Schlaf hat? Wir wohnen nicht zusammen und wenn er hier übernachtet, habe ich bisher nichts bemerkt.
Bei den beiden Anfällen, die ich miterlebt hab, hat er nicht gesprochen. Erst als alles vorbei war.
Er war am Sonntag längere Zeit sehr verwirrt und hat nicht mal die Strasse erkannt, in der er arbeitet.Ich bin gefahren. 5 Minuten später, erzählte er, das in diesem Haus seine Freundin wohnt, die aber wohl nicht zu Hause wäre, weil sie ihm immer winkt, wenn er zur Arbeit fährt. Deswegen mein Verdacht, es könnte einen Zusammenhang zwischen den Schlafgesprächen und einem Anfall geben.

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Gewitter2013, Wednesday, 18.12.2013, 05:21 (vor 4625 Tagen) @ Hape

nein, Notfallsmedis hat er nicht. Er merkt auch einen Anfall nicht. Hinterher denkt er, er wäre kurz eingeschlafen.
Ich werde die Feiertage zu einem Gespräch nutzen. Die Reise ist ein guter Anlass.

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Mondenkind, Wednesday, 18.12.2013, 22:33 (vor 4624 Tagen) @ Gewitter2013

Hi,

Er hat anscheinend nur Anfälle, wenn es ihm besonders gut geht und bekommt dann "Magenschmerzen". Er lebt und fährt seit 45 Jahren damit.

das hat damit nichts zu tun, wann er die Anfälle hat oder was die Anfälle auslöst. Wenn er nicht mind. 1 Jahr anfallsfrei ist hat er i.d.R. Fahrverbot.

Die Krankheit ist für mich völliges Neuland, deswegen hab ich mich hier angemeldet.

Was ich ganz toll finde!! :-)

Wenn ich die Vorzeichen besser deuten kann, kann ich zwar den Anfall nicht verhindern, aber Schäden und Verletzungen.

Wenn er Auto fährt (mein vorheriges Beispiel), was willst du da machen???

Ich hab hier von Anfällen im Schlaf gelesen. Er redt manchmal im Schlaf, erzählt dann merkwürdige Geschichten ( zB " mach mal 2 Räder von dem Krankenwagen da drüben ab und bring sie in die .... strasse") Ich fand das bisher eher lustig.Beim Einschlafen geht einem ja oft so ein Quatsch durch den Kopf.
Kann es sein, das er Anfälle im Schlaf hat? Wir wohnen nicht zusammen und wenn er hier übernachtet, habe ich bisher nichts bemerkt.

Kann sein, kann aber auch nicht sein. Das sind jetzt hier nur Spekulationen.

Wenn ihr / er es genau wissen wollt / will, wäre vielleicht eine Behandlung in einem Epilepsiezentrum das Richtige.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

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Gewitter2013, Thursday, 19.12.2013, 11:06 (vor 4623 Tagen) @ Mondenkind

Gestern Abend haben wir zum 1. Mal wirklich drüber geredet.
Er fand es schön, das ich nicht das Wort "Anfall" benutzt habe, sondern "Gewitter im Kopf".
Er findet es peinlich drüber zu sprechen. Erst als ich ihm genau erzählt hab, wie sein Gewitter ablief und das die Meisten erst etwas mitbekommen haben, als der Notarzt kam, gings.
Er hatte bisher maximal 2 Gewitter im Jahr, im Abstand von 6-8 Monate. Nur am Tag, wenn er mal wieder die Tabletten nicht regelmäßig genommen hat. Auch noch nie während der Arbeit, sondern immer bei Freunden, oder in der Stammkneipe. Sein Neurologe hat ihm deswegen das Autofahren erlaubt.
Wir haben dann vereinart:
Er hat ab sofort immer Tabletten " am Mann ", falls er mal nicht rechtzeitig zu Hause ist.
Sein Smartphone wird auf die Einnahmezeit programmiert und gibt Alarm, damit er auch wirklich immer dran denkt.
Wenn er wieder seine unerklärlichen Magenschmerzen bekommt, fährt er vorsichtshalber die nächsten Stunden nicht. Die Magenschmerzen fangen immer ca 1 Std vorher an.

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Hape, Thursday, 19.12.2013, 14:58 (vor 4623 Tagen) @ Mondenkind

Seit ich Orfiril nehme habe ich auch Heisshunger auf Süßes und Schokolade

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stepl, Wednesday, 25.12.2013, 19:44 (vor 4617 Tagen) @ Mondenkind

Was mache ich, wenn er beim Autofahren einen Anfall hat?


Als ich das gelesen habe, musste ich erst einmal schlucken. Er müsste eigentlich ein Fahrverbot ausgesprochen bekommen haben (bist du sicher, dass er es dir erzählt hätte, wenn ihm sein Arzt ein Fahrverbot ausgesprochen hätte??). Er kann mächtig Ärger mit der Versicherung bekommen, falls etwas passiert und sich herausstellt, dass er eigentlich gar nicht hätte fahren dürfen...
Wenn er beim Autofahren einen Anfall hat, hast du / habt ihr ein Problem! Stell dir vor ihr seid auf der Autobahn, dreispurig, ihr fahrt auf der linken Spur mit 180 km/h und deinem Freund wird es plötzlich schummrig. Was dann???

Lieben Gruß
Mondenkind

Muss ich mich anschließen
Wie ehrlich sind wir zu uns selbst? Wie weit weiß sein Arzt das mit dem Autofahren wirklich?
Auch das er nichts von Anfällen wissen will, sondern vom Gewitter im Gehirn, zeigt, dass er Hemmungen hat es zu zugeben.

Ich würde es ihm nicht gleich ins Gesicht sagen. Wie sagen viele, ich kenne doch meine Pappenheimer.

gruß stepl

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Gewitter2013, Thursday, 26.12.2013, 09:25 (vor 4616 Tagen) @ stepl

für die selbe Sache gibt es in unserer Sprache mehrere Worte. Wenn er mit der Bezeichnung "Gewitter im Kopf" drüber reden kann, ist es besser, als wenn er bei Epilepsie und Anfall schweigt.
Seine Anfälle kündigen sich immer mit Magenschmerzen an. Wir haben abgesprochen, das er nicht fährt, wenn er Magenschmerzen hat. Gestern waren wir bei Freunden. Wohl Süssigkeiten bedingt, fühlte er sich nicht so gut. Ich bekam, ohne Diskussion, den Autoschlüssel. Das ist doch ein guter Anfang.

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keki, Thursday, 26.12.2013, 09:34 (vor 4616 Tagen) @ Gewitter2013

Ich finde Deine Art, an Deinen Freund ranzukommen, gut. Es wäre wirklich verkehrt, sich rechthaberisch vor ihn hinzustellen und zu sagen: Du machst Dir was vor, Du musst das jetzt erkennen, Du musst...Du musst...Du musst. Wenn er sich nur langsam und vorsichtig öffnen kann, macht man mit überstürztem Tempo alles kaputt. Ihr schafft das bestimmt!
keki

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Mondenkind, Thursday, 26.12.2013, 20:20 (vor 4616 Tagen) @ Gewitter2013

Hallo,

so wie es sich anhört, hat dein Freund immer eine Aura vor einem Anfall. Ob dass dann schließlich in einen Anfall übergeht oder nicht ist verschieden.

Auch ich hatte zu 100 % eine Aura vor meinen Anfälle, bekam aber direkt ein Fahrverbot.

Das ist das, was ich bei dem Arzt deines Freundes nicht verstehe...

Lieben Gruß
Mondenkind

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Gewitter2013, Friday, 27.12.2013, 05:04 (vor 4616 Tagen) @ keki

ich kenne einige Leute mit Krankheiten, aber keiner redet gerne drüber. Vor allem in den Köpfen der Männer spukt die Meinung, dass sie keine Schwächen haben dürfen.

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Gewitter2013, Friday, 27.12.2013, 05:09 (vor 4616 Tagen) @ Mondenkind

vor unserer Reise im Februar geht er noch mal zum Neurologen. Ich denke, ich kriege es hin, das ich mitkommen kann. Dann werde ich das Thema ansprechen.
Ich glaube allerdings nicht, das er mich belogen hat.

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Sanne72, Saturday, 28.12.2013, 22:18 (vor 4614 Tagen) @ Gewitter2013

Hallo Gewitter,
habe seit über 20 Jahren Auras!
Hielt sie aber immer für Kreislaufprobleme oder Unterzucker!
Ging nie zum Arzt! War ja immer nur 1x im Monat!
Die letzten 4 Jahre wurden es dann 3-5 x im Monat und auch nachts!
Irgendwie wusste ich da schon das es nicht der Kreislauf ist,
aber wollte es nicht so recht wahrhaben und bin auch nicht so der "Arztgänger"!
Seit 11/2 Jahren habe ich nun nach einmaligem Grand Mal die Diagnose!
Bin seitdem eingestellt mit Tabletten, die mehr oder weniger auch helfen...!

Meine erste Frage war auch nach Führerschein!
Aussage Arzt:
Wenn ich nur einmalig Aura gehabt hätte = 1/2 Jahr Jahrverbot da Gefahr groß das es wieder kommt!
Wenn mehrmalige Auras = 1 Jahr
Nach jeder Aura fängt das Jahr wieder von vorne an!!!!!
Nach Grand Mal = 1 Jahr

Hatte jetzt seit Oktober Ruhe mit Aura, jetzt Wochenende vor Weihnachten wieder!

Also wieder 1/4 Jahr verschenkt!!! :-(

Frühestens Dezember 2014 wenn nichts verrutscht...ha ha ha


Fahre jetzt halt mit Bus ! Will nicht sagen das es mich nicht ankotzt...aber man gewöhnt sich dran...bzw. muss!


Also, das mit Auto fahren nehme ich nicht so locker....


Gruß
Sanne

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Gewitter2013, Thursday, 02.01.2014, 07:18 (vor 4609 Tagen) @ Sanne72

Hallo Sanne,
zuerst mal wünsche ich Dir ein gutes neues Jahr.
Seine Magenschmerzen sind nicht immer eine Aura, meistens nur zuviel Schokolade ect. Ich habe in der Apotheke (mit Hinweiß auf die Medis) ein Magenmittel besorgt. Die letzten Magenschmerzen waren damit nach kurzer Zeit vorbei, also war es keine Aura.
Ich glaube, nicht mal ein ärztliches Verbot würde ihn vom Autofahren abhalten, aber ich bekomme wenigstens jetzt, ohne Diskussionen, den Autoschlüssel.

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Green, Thursday, 02.01.2014, 08:22 (vor 4609 Tagen) @ Gewitter2013

hallo
Das mit dem Autofahren muss nur mal ein aussenstehender in den falschen Hals bekommen

und Ihn bei der VErkersbehoerde


anschwaerzen. Dann ist er den Schein schneller los als Ihm lieb ist. Und es ist einfacher den Führerschein in.
In die Schublade zulegen. Und ihn wieder raus zunehmen wenn man wieder darf........als Ihn bei der Behörde wieder ab zu holen.
Ach ja falls du lieber Freund hier mit liest......möchtest du das jemand der auch krank ist im Anfall z.b. deine Freundin an faehrt und sie z.b. das Bein verliert und du sie dann im Rollstuhl sitzt....was wuerdest du über diese Person denken
Gruss Green

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Gewitter2013, Sunday, 05.01.2014, 10:27 (vor 4606 Tagen) @ Green

Er liest ganz sicher nicht mit, er hat nicht mal eine Ahnung, das es dieses Forum gibt. Er ignoriert seine Krankheit.
Ehrlich gesagt, würde ich das auch tun. Grade was das Autofahren betrifft, verstehe ich ihn mehr als gut.Ich habe meinen Führerschein nur durch eine Gesetzeslücke machen können, die ein halbes Jahr später geschlossen wurde. Demnächst wird mein Führerschein 40 Jahre alt. Ich habe niemals einen Unfall verschuldet und war sogar viele Jahre Berufsfahrerin.
Wenn mich ein Autofahrer während eines Anfalls anfahren und verletzen würde, dann wäre das Schicksal.Die Wahrscheinlichkeit, das ein Autofahrer betrunken einen Unfall verursacht, ist wesentlich höher, als bei einem Epileptiker, der gut eingestellt ist.
Wenn er trinken und fahren würde, würde ich selbst die Polizei anrufen.
Ich überlege, ein Sicherheitstraining zu machen. Dabei kann man bestimmt lernen, was man tun kann, wenn der Fahrer nicht reagieren kann.

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 05.01.2014, 10:58 (vor 4606 Tagen) @ Gewitter2013

Er liest ganz sicher nicht mit, er hat nicht mal eine Ahnung, das es dieses Forum gibt.

Leg mal einen Link auf dieses Forum ganz offensichtlich und gut sichtbar im Browser bei Euch ab. Vielleicht lugt er dann doch einmal neugierig herein.

Wenn mich ein Autofahrer während eines Anfalls anfahren und verletzen würde, dann wäre das Schicksal.

Das wäre nicht Schicksal, das wäre bei jemanden, der regelmäßig Anfälle hat, der reinen Verantwortungslosigkeit des Fahrers geschuldet. Und nebenbei gesagt würde ich mich in dem Fall, dass ich jemanden kenne, der trotz anhaltender Anfälle Auto fährt, persönlich schuldig fühlen, wenn was passiert und ich denjenigen nicht mit aller Kraft versucht hätte, davon abzuhalten.
Und ich möchte dazu sagen, dass ich meinen ersten Anfall quasi direkt nach Bestehen meiner praktischen Führerscheinprüfung hatte und es mir das Leben oft erleichtern würde, wenn ich mich endlich wieder hinters Steuer setzen würde - hätte ja inzwischen deutlich mehr als die vorgeschriebene anfallsfreie Zeit auf dem Buckel.

Ich überlege, ein Sicherheitstraining zu machen. Dabei kann man bestimmt lernen, was man tun kann, wenn der Fahrer nicht reagieren

Vergiss es. Das bringt gar nix. Wenn der unterwegs ist und mit dem Fuß auf dem Gaspedal verkrampft und das durchdrückt, bist Du chancenlos. Von der Seite kann man nicht stabil und vernünftig das Lenkrad greifen und festhalten. Die Handbremse bringt nix, weil Dir dann, ganz gleich, wie gut Du das Lenkrad zu greifen bekommen würdest, der Wagen hinten ausbricht und Euch das Heck überholt und ihr unkontrolliert herumschleudert. Und wenn Du den Zündschlüssel mit Gewalt abziehen würdest, blockiert die Lenkung und Du hast da keine Kontrolle mehr.
Ein Anfall hinterm Lenkrad, das ist im Prinzip wie russisches Roulette..

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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
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Green, Sunday, 05.01.2014, 13:03 (vor 4606 Tagen) @ Gewitter2013

Hallo Gewitter2013
ich dachte Du hättest irgendwo geschrieben das er mit liest? Sorry habe es nicht nach gelesen.
Hast Du auch Epilepsie.und von welcher Gesetzeslücke sprichst Du..oder warum durftest Du keinen Führerschein machen.
Vor Gericht zählt nur die Gesetzeslage und nicht was andere tun....oft leider.

Gruss Green

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Gewitter2013, Sunday, 05.01.2014, 15:41 (vor 4606 Tagen) @ huge88
bearbeitet von Gewitter2013, Sunday, 05.01.2014, 15:51

kann man hier auch seinen Eintrag löschen?

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Gewitter2013, Sunday, 05.01.2014, 15:49 (vor 4606 Tagen) @ Gewitter2013

Und wenn Du den Zündschlüssel mit Gewalt abziehen würdest, blockiert die Lenkung und Du hast da keine Kontrolle mehr.

Das wäre wohl das Dümmste, was man machen kann. Ich denke eher, Gang raus, versuchen zu lenken und mit der Handbremse anzubremsen.

Er hatte noch nie im Job, oder im Auto ect einen Anfall, immer nur wenn er entspannt und glücklich war und das auch nur, wenn er mit den Medis geschlampt hat.

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Gewitter2013, Sunday, 05.01.2014, 16:08 (vor 4606 Tagen) @ Green

nein, er liest nicht mit. Das hatte ich geschrieben.

Ich habe keine Krankheit, die mir das Fahren verbietet. Ich bin stark kurzsichtig. Als ich den Führerschein gemacht habe, reichte ein Attest vom Augenarzt, wenn man beim Sehtest durchgefallen war. Das war die Gesetzeslücke.
Damals gab es noch keine entsprechenden Brillengläser. Mittlerweile gibt es Linsen, die alles voll ausgleichen.Trotzdem nehme ich immer noch in unklaren Situationen, lieber einmal mehr den Fuß vom Gas.
Ich bin mindenstens 1 Mal um die Erde gefahren und wenns doch mal gekracht hat, dann hinten, weil einer gepennt hat.