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Melusine, Monday, 30.12.2013, 13:26 (vor 4612 Tagen)
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 16:00
ich lehne meine, neu erworbene, krankheit total ab. mich machen die anfälle ganz krank und das die tabletten nicht wirken, ich wahrscheinlich auch noch 2 oder 3 andere nehmen muss etc.
zur selbsthilfegruppe hier kann ich nicht gehen, weil zeitgleich ein anderer termin ist, den ich selber leite ... mit hr göcke habe ich schon mal telefoniert, aber außer selbsthilfegruppe..., gab es keine lösung und er war, wie ihr, auch leicht angesäuert...
ich erwarte keine antworten, kenne ich ja schon das teilweise genervte verhalten, weil ich mich immer wieder wiederhole. ich muss es mir nur einmal von der seeles schreiben, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. (wenn das erlaubt ist)
ich hasse mein leben und diese scheiß krankheit.
warum musste diese jetzt auch noch dazu kommen? immer wieder etwas anderes... wenn wenigstens die tabletten helfen würden, aber nein, und dazu jetzt auch noch andere anfälle ...
diese krankheit ist so stigmatisierend, d man niemandem davon erzählen kann, entsetzlich. es ist einfach schrecklich... krebs oder ms o a. sind auch alle schrecklich, aber das versteht dein umfeld wenigstens, epilepsie ist einfach nur stigmatisieren, nichts als vorurteile, ängste etc. ...
wir haben auch eine person in der gemeinde, neben mir, die epilepsie hat, die ist klein, adipös, geistig zurückgeblieben ..., genauso wie man sich epileptiker eben vorstellt ...
warum nur, frage ich mich jeden tag. ich bin gerade eine woche 40 jahre alt, darf nicht mehr in meinem beruf arbeiten, wie geht es weiter usw. ... ich bin so verzweifelt. ich hasse mein leben und diese krankheit.
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Hape, Monday, 30.12.2013, 15:23 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine ich kann dich gut verstehen mir geht die Epi auch voll auf den Geist,war bis vor 3Jahren kerngesund danach HirnOp seit dem Epi mit wenigen Grandmals und Aussetzern bin aber sehr Leistungsschwach geworden hab auch immer Überlegt warum ich warum diese Epibekommen habe geholfen haben mir Psychotherapie und Antidepressiva die ich immer noch nehme ich kämpfe immer mit starkem Schwindel kann nicht lange unter Vielen Menschen sein trotzdem gebe ich nicht auf habe auch immer wieder Zweifel wies weiter geht ich würde dir eine Psychotherapie bzw Selbsthilfegruppe empfehlen Kopf hoch Hape
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 16:03 (vor 4612 Tagen) @ Hape
danke! wie hast du es geschafft diese krankheit einigermaßen zu akzeptieren und hat es lange gedauert? ich weiß es jetzt 1/2 jahr. hatte das für dich auch berufliche konsequenzen? ich bin wirklich absolut am ende seit ich vor 5 tagen wieder einen anfall hatte und weiß nicht mehr weiter.
lg
m
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Hape, Monday, 30.12.2013, 18:08 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine ich arbeite noch 5Std täglich als Schulhausmeister war ich vorher in Vollzeit, hab auch ein Paar Medis ausprobiert, nehm sehr ungern Medis aber mittlerweile gehören sie zum täglichen Leben geben mir ein bisschen Sicherheit und versuche ein normales Leben zu führen die Epi soll unser Leben nicht bestimmen sondern wir die Epi so weit möglich, ich mach auch Autogenestrainig und andere Entspannungsübungen und versuche nicht immer an die Epi zu denken versuchs mal nach 18Uhr keinen Gedanken an die Epi zu haben lies was dich intressiert spiel was lenk dich ab es wird schon, ein Epizentrum kann auch nicht schaden und denk daran hier im Forum gibt's viele Leidensgenossinen -Genossen die auch damit leben LG Hape
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 20:04 (vor 4612 Tagen) @ Hape
ja, da ist schwer, kann ich nur zu gut verstehen. eine therapie ist wahrscheinlich sinnvoll. ich habe keine arbeit mehr, wie geht es weiter und diese stigmatisierende krankheit, grauenhaft. vielen dank, für deine tipps.
lg und alles gute
m
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 30.12.2013, 16:49 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
mich machen die anfälle ganz krank und das die tabletten nicht wirken, ich wahrscheinlich auch noch 2 oder 3 andere nehmen muss etc.
Warum glaubst Du, noch 2, 3 andere nehmen zu müssen? Wenn ich's recht im Kopf hab, wurde bei Dir ja noch nicht sehr viel durchprobiert. Schon eine einfache Umstellung auf ein anderes Medi könnte Dir da durchaus mehr helfen, als eine Kombi-Therapie.
zur selbsthilfegruppe hier kann ich nicht gehen, weil zeitgleich ein anderer termin ist, den ich selber leite
Grundregel a: Dir geht's gerade schlecht, also müssen sich zur Not halt erst einmal ein paar andere Hinten anstellen. Weder Dir, noch der Gruppe ist geholfen, wenn es Dir nicht gut geht. Deine Gesundheit muss für Dich selbst erst einmal Vorrang haben. Das hat auch nix mit Egoismus zu tun.
mit *** habe ich schon mal telefoniert, aber außer selbsthilfegruppe..., gab es keine lösung und er war, wie ihr, auch leicht angesäuert...
Was meinst Du mit leicht angesäuert? In wie fern nimmst Du uns als angesäuert wahr? Glaub mir, wir haben vollstes Verständnis dafür, dass Du Dich immer wieder wiederholst. Aus so einem Loch, in dem Du Dich gerade zu befinden scheinst, klettert man nicht über Nacht. Aber weil wir das so gut kennen, wiederholen auch wir uns immer wieder, um Dich anzutreiben, ein paar Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zu verändern. Das gehört dazu. Am Ende bist es nämlich nur Du, die etwas an Deiner Situation wirklich verändern kann. Wir können Dich nur mit unseren Erfahrungen bekräftigen, etwas zu tun.
ich hasse mein leben und diese scheiß krankheit.
Also ich bezweifle, dass Du Dein Leben wirklich richtig hasst. Ansonsten wäre Dir die von Dir erwähnte Gruppe, wegen der Du nicht zur Selbsthilfegruppe gehst, vollkommen egal. Eigentlich willst Du ja wie viele an dem Punkt, an dem Du gerade bist, einfach Dein "altes Leben", das Du geliebt hast, zurück.
Du bist gerade einfach nur Verzweifelt, weil Du nicht weiter weißt. Aber da ist die Antwort einfach: Schnapp Dir einen guten Freund/Freundin, nimm den zum Arzt mit und bestehe darauf, dass eine andere Therapie bei Dir ausprobiert wird, so nix medizinisches bei Dir dagegenspricht. Du musst nicht alles, was die Ärzte sagen, einfach hinnehmen. Aber Du musst dazu eben auch deutlich machen, was Du willst - und ein Zeuge, in dessen Gegenwart dann sofort ein Umstellungsplan erarbeitet wird, kann da sehr hilfreich sein. Man muss halt zur Not etwas Ellenbogen zeigen.
diese krankheit ist so stigmatisierend, d man niemandem davon erzählen kann, entsetzlich. es ist einfach schrecklich... krebs oder ms o a. sind auch alle schrecklich, aber das versteht dein umfeld wenigstens, epilepsie ist einfach nur stigmatisieren, nichts als vorurteile, ängste etc. ...
wir haben auch eine person in der gemeinde, neben mir, die epilepsie hat, die ist klein, adipös, geistig zurückgeblieben ..., genauso wie man sich epileptiker eben vorstellt ...
Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Du bisher damit schon gemacht hast. Ich persönlich denke aber es kommt dabei, inwiefern man stigmatisiert wird, auch immer zu einem guten Teil mit darauf an, wie man selbst mit seiner Erkrankung umgeht. Ich denk das liegt ein wenig mit daran, dass sich jemand, der sich mit einer Krankheit nicht auskennt, ungefähr als so schrecklich vorstellt, wie man diese projiziert. Damit meine ich nicht, wie man sie beschreibt oder erklärt. Sondern als wie "schrecklich" oder eben "harmlos" man sie ausstrahlt.
Vielleicht solltest Du einfach ein wenig wieder Dein Selbstbild zurechtrücken. Ich habe das Gefühl, dass Du Dein Selbstbild gerade mit persönlichen Vorurteilen über Epilepsie und Ängsten überlädtst. Befrei Dich einmal etwas von Deinen eigenen Vorurteilen über Epilepsie.
Denn abgesehen von den Anfällen bist Du ja immer noch Du und wirst Dich, wenn Du das Tief überwunden hast, auch wieder so fühlen können.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 17:34 (vor 4612 Tagen) @
huge88
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 19:52
ja, vielen, vielen dank.
naja, angesäuert meinte ich, weil immer mal wieder jemand schrieb, d ich das schon x mal gefragt hätte, oder trotzig sei o. ä., absolut schwachsinnig, wenn ich mal so einen ausdruck benutzen darf.
Ich habe keine Arbeit mehr etc ..., ob ich da so trotzig bin ...? ich bin noch nicht 60 ö. a. ...
meine do gruppe und alle anderen termine für diese woche habe ich gerade abgesagt... ja, ich will mein leben, meinen beruf, eine perspektive zurück. ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll? ich bin krs und weiß, da selbst kollegen von mir angst hatten, wenn sie wussten das patienten mit epilepsie auf station waren usw. und wenn die schon angst haben, wie geht das erst laien ...?
lg
m
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 31.12.2013, 11:14 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
ich bin krs und weiß, da selbst kollegen von mir angst hatten, wenn sie wussten das patienten mit epilepsie auf station waren usw. und wenn die schon angst haben, wie geht das erst laien ...?
Laien geht's da vermutlich in der Regel deutlich besser, weil man im Krankenhaus ja meist eher die schlimmen Fälle zu sehen bekommt und das sich dann einem tendenziell wohl eher schlimmer darstellt.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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FantaColaSprite64, Monday, 30.12.2013, 16:56 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Glaub mir, für mich ist es auch nicht einfach und ich habe noch das ganze Leben vor mir.
Ich kann dir ja mal einen kurzen Überblick geben, wie es bei mir ist und was mir viel Unterstützung gebracht hat.
Ich habe meine Epi mit 13 bekommen, bin jetzt 19 Jahre alt. Anfangs dachte man es ist psychisch und hat die Epi erst vor zwei Jahren wirklich erkannt. Seitdem bin ich auf Medis doch die wirken nur zu teilen. Habe Nachts manchmal noch kurze Krämpfe die ich nicht mitbekiomem aber mein Freund. Tagsüber habe ich manchmal noch Aussetzer wo ich dann einfach stehe bleibe und sich der linke Arm verkrampft und ich die Augen verdrehe. Dabei Falle ich so gut wie nie hin, was auch sehr gut so ist.
Ich musste als Kind sehr, sehr viel kämpfen um es akzeptieren zu können. Zusätzlich habe ich noch eine Sehbehinderung und bin dadurch natürlich noch mehr eingeschränkt.
Doch jetzt gehe ich auf ein Gymnasium, zwar ein spezialles für Blinde und Sehbehinderte, doch mache nächstes Jahr mein ganz normales Abitur wie jeder andere Jugendliche auch.
Ich war mit 14 drei Monate in Bielefeld, im Haus Mara auf der Kidron Station. Also der Epilepsie Station für Kinder. Das hat mir sehr viel geholfen. Alle hatten das Ergotherapie, Bewegungstherapie, manche (ich auch) Psychotherapie und das alles hat mir schon sehr geholfen. Es gibt in Bielefeld einige Stationen für Menschen mit Epilepsie die Hilfe brauchen um wieder richtig ins Leben finden zu können.
Ich würde dir empfehlen, dort mal hinzugehen. Du kannst dich da mit anderen austauschen, dir wird bei einer eventuellen Umschulung geholfen, dass du in einen möglichst normalen Beruf einsteigen kannst und einfach das beste für dich rausholfen kannst. Auf der Station für Jugendliche waren die alle sehr, sehr freundlich und haben einem auch mit der Schule geholfen. Also das kann ich dir nur empfehlen. Nebenher gucken die natürlich auch, wie deine Epi mit den Medis behandelt werden kann. Diese Aufenthalte sind zwar meistens lang aber ich finde sie sehr sinnvoll.
Ich hatte als Kind oder Jugendliche immer meine Eltern (bzw. Meine Mutter) hinter mir. Sie ist mit mir viel zum Arzt gegeangen und hat alles für mich geklärt. Sie hat versucht, mir ein möglichst normales Levben zu ermöglich und hat mich sogar, obwohl ich gerade erst ein Jahr die Krankheit hatte und keiner wusste was es ist und ich viele Anfälle hatte, auf ein Internat gegeben.
Im Internat gingen anfangs auch alle damit sehr offen um und hatten damit auch keine Probleme. In diesem Internat sind wir alle ganz normale Jugendliche die halt "nur" ne Sehbehinderung haben. Sonst ist bei uns alles ganz normal (uns wird auch viel Sebstständigkeit begebracht was sehr, sehr hilfreich ist!!!).
Auch meine Klassenkameraden hatten nie ein Problem damit. Es wurden bei mir alle Lehrer informiert und die Schule wusste was zu tun ist und hat es auch akzeptiert. Das war soweit alles kein Problem.
Seit knapp einem Jahr habe ich einen Freund und der hat auch schon viel durchgemacht mit mir und meiner Krankheit aber das ist auch eher ein Nebenthema bei uns. Wenn was ist, weiß er was er tun muss und passt auf mich auf 
Er hat es auch akzeptiert.
Jetzt bin ich in einer Selbsständigen WG gezogen wo ich die meiste Zeit alleine bin. Das ist natürlich eine Umstellungen. Da bin ich noch am schauen, wie das mit der Epi und alleine wohnen, falls ich mal umkipppen sollte (was auch schon passiert ist). Aber das sehe ich dann im Verlauf. Noch ist alles gut.
Was ich dir auf jeden Fall raten würde!!!
- Gehe offen mit deiner Krankheit um. Erzähle den Menschen in deiner engen Umgebung von deiner Krankheit, damit sie wissen was zu tun ist und du keine Angst haben musst, dass wenn ein Anfall kommt dass die alle panisch werden.
- Versuche mal einen Termin in Bielefld zu bekommen. Das würde dich glaube ich auch sehr viel bringen.
- Versuche in der Psychotherapie zu gleiben. Du musst nicht denken, dass du psychisch krank bist DAS AUF GAR KEINEN FALL aber die können einem doch auch echt helfen.
- Mir hat immer der Gedanke geholfen, dass es anderen noch schlechter geht. In den Krankenhäusern habe ich immer wieder sterbenskranke Kinder gesehen und da ist bei mir nur der Gedanke gekommen, wie werdvoll doch das Leben ist und das es mir im gegensatz dazu doch echt gut geht. Und das hat mir den Ansporn dazu gegeben, das Beste aus der Epi zu machen und mit ihr zu Leben.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.
LG
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 17:39 (vor 4612 Tagen) @
FantaColaSprite64
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 17:55
vielen dank! ja, bethel kenne ich sehr gut. ich habe dort mal als krankenschwester im haus ebenezer gearbeitet, später dann in berlin in der onkologie. ich bin mit zwei behinderten schwestern aufgewachsen (schwerst körperbehindert und geistig behindert), krankheit ist mir ein begriff, aber eben als schwester, nicht als patient.
ja, ich hatte auch anfälle, die mein umfeld nicht als solche erkannt hat bis vor kurzem (auch seit zwei jahren schon, erst im juni diesen jahres haben sie epilepsie dignostiziert), damit konnt ich auch leben, aber jetzt, wo ich offensichtlich falle und nicht weiter vom grand mal anfall entfernt bin (mein ärztin fragte schon nach einnässen), da bin ich verzweifelt und am ende. ich weiß einfach nicht mehr weiter. wenn das soweit kommt, nein, damit kann ich nicht leben.
lg
m
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FantaColaSprite64, Monday, 30.12.2013, 21:07 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Ich habe auch grand mal Anfälle und Nässe mich nicht ein. Das muss nicht unbedingt so sein
LG
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:11 (vor 4612 Tagen) @ FantaColaSprite64
danke dir!
grüße
m
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mezeg, München, Monday, 30.12.2013, 18:46 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine,
ich hoffe, nicht daneben zu schlagen, was definitiv nicht meine Absicht ist.
Mir kommst Du wie ein trotziges Kind vor, das etwas partout nicht akzeptieren will, obwohl es unvermeidbar ist - und schreit und stampft auf den Boden...
Wie wäre es, wenn Du Dich auch so abreagieren würde? Irgendwo gehen, wo Du Dir die ganze Wut aus dem Bauch schreien kannst? Oder etwas bewußt und genüßlich zerschlagen? - nicht unbedingt die Kristallvase Deiner Mutter aber etwas, daß viel Krach macht und in viele kleine Stücke zerfällt. Gefahrenpotential für Dich natürlich ausschalten. Ich kann mich vage daran erinnern, von einer solchen Schreitherapie gehört zu haben.
Deine Wut und Verzweiflung kann ich auch nachfühlen. Als bei mir die Epilepsie diagnostiziert wurde, lag es an eine Tumor, die man sofort operieren mußte / konnte. Ich dachte, nach den 6 Monaten unter vorsorglichem Keppra ist alles wieder normal. Pech gehabt! Die innere Narbe verursacht eine andere Art von Epilepsie, eine, die nicht "weggepustet" werden kann, weil die Narbe eben nicht behandelbar ist. Und es sei eine relativ seltene Komplikation der OP.
Und dann mein Trotzen. Eine Weile auf halber Dosis bleiben wollen - mußte aber nach 2 GM nachgeben. Viele "Freunde" und soziale Kontakte verlieren. Nicht einmal als Ehrenamtliche als positiv bewertet werden. Die eigene Tochter, die mein Leben bestimmt wird. Die Erkenntnis, daß ich gewiße Streßsituationen meiden soll / muß. Daß die an sich nun gut eingespielte Medikation mich doch etwas müde macht und meine Leistung auf dem Rad etwas mindert, ich fahre noch viel aber nicht mehr so weit, etwas langsamer und Steigungen spüre ich mehr. Die Liste könnte ich weiter führen.
Wenn ich rational die Notwendigkeit der Medi-Einnahme schnell eingesehen habe, hat die emotionale Seite sich heftig dagegen gewehrt. Für mich war es, als Rational und Emotional wie zwei Rosenstöcke ineinander verwoben waren und sich gegenseitig unerstützte. Und plötzlich hatte sich der emotional Rosenstock gelöst und dadurch Haltung verloren, hing nach untern. Der rationale Rosenstock war ratlos und verstand nicht, was los war, was man dagegen machen konnte.
Um meine Tablette aufzulösen verwende ich einen Kaffeelöffel. In meiner "Wutphase" nur den scheußlichsten, den ich in der Schublade finden könnte. Ala ich anfing, mit der Situation abzufinden, dann den schönsten Löffel. Tabletten in einer kleinen hübschen Dose, die schöne Erinnerung hervorruft. Einen üblichen Tablettenverteiler oder wie sie heißen? Auf keinem Fall!!!
Und jetzt empfinde ich die Tabletteneinnahme wie Zähneputzen: morgens und abends, unerläßlich aber nur Routine.
Zeit habe ich bis dahin gebraucht. Aber ab dem Moment, wo ich angefangen habe, das unwiderruflich Unveränderbares zu akzeptieren, mich auch nicht mehr hinter Ausreden versteckt habe, ging es aufwärts. Umstellung, Verzicht auf etliches, das mir wichtig war aber Entdeckung neuer Aspekte. Irgendwie ein anderes Leben aber weiterhin MEIN.
Ja, mir reicht eine eigentliche niedrige Dosis, die ich inzwischen gut vertrage. Mit dem Neurologen ein kostbares Vertrauensverhältnis. Und die "echten" Freunde sind weiterhin da. Auf die anderen kann ich verzichten.
Ich würde schon zuerst eine "Schrei-" oder "Zerschlag-Therapie" empfehlen. Vielleicht Billigst-Geschirr am Flohmarkt kaufen? Etwas verrückt-kindliches - aber ungefährlich! - worauf Du darauf schließlich lachen kannst??
Alles Gute
mezeg
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Green, Monday, 30.12.2013, 19:12 (vor 4612 Tagen) @ mezeg
hallo mezeg
Ich finde deine Wortwahl einfach klasse......danke fuer den schoenen Text.
Du hast ja so recht so tickt das Leben.
Komm gut ins neue Jahr
Gruss Green
?
Melusine, Monday, 30.12.2013, 19:48 (vor 4612 Tagen) @ mezeg
diese art der nachrichten habe ich gemeint mit "angesäuert"!
da lese ich nur drei sätze, sorry!
?
Melusine, Monday, 30.12.2013, 19:55 (vor 4612 Tagen) @ mezeg
habe wirklich nur drei sätze gelesen, meine antwort ist einfach falsch gelandet. wenn ich schon "trotziges kind" lese, dann möchte ich dich mal in einer vergleichbaren situation erleben. jeder hat so seins, aber "trotzig" ..., naja, ich empfinde das als absolut frech und verständnislos, was ich eben mit "angesäuert" meinte. was ich sollte, ist mir klar, geht aber eben nicht so einfach.
green und ich schreiben eh aneinander vorbei.
gruß
m
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Heidi, Monday, 30.12.2013, 20:17 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Sorry Melusine,
die Leute hier geben Dir nach besten Wissen und eigenen Erfahrungen gute Ratschläge. Wenn das bei Dir alles falsch landet, dann bist Du endweder im falschen Forum, oder Dir müßte mal jemand einen "Potritt" geben. Denn Du mußt in der Realität leben und nicht in der Vergangenheit. Es gibt jede Menge Hilfe für solche Situationen, aber Du mußt sie auch annehmen und vor allem AKZEPTIEREN!!!!
Das ist ein gutgemeinter Rat aus eigenen Erfahrungen
Heidi
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:03 (vor 4612 Tagen) @
Heidi
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:07
habe ich ja schon anfänglich geschrieben, angesäuert. gut, so verallg. würde ich das jetzt aber auch nicht. aber wenn du sagst ich bin im falschen forum, gut dann gehe ich natürlich raus. ist doch klar. aber ehrlich gesagt, muss ich alles gut finden was andere schreiben oder anders herum und was ist an meiner frage falsch? wenn ich seit 50 jahren epileptikerin bin ist das eben etwas anderes, als wenn ich es gerade 6 monate weiß, mehr nicht!
hape hat doch auch geschrieben, dass er immer noch antidepressiva nimmt ... ich habe auch depressionen, was ist daran so falsch zu verstehen?
ich schrieb ja anfänglich "angesäuert"
?
Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:12 (vor 4612 Tagen) @
Heidi
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:48
tschüß, alle zusammen!
? green / mezeg
Melusine, Monday, 30.12.2013, 19:59 (vor 4612 Tagen) @ mezeg
wie lange seid ihr schon epileptiker?
? green / mezeg
mezeg, München, Monday, 30.12.2013, 22:43 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
wie lange seid ihr schon epileptiker?
es ist bei mir vor drei Jahren diagnostiziert worden. Dürfte etwa zwei Jahre davor angefangen haben, die GM-Anfälle erfolgten im Schlaf.
Ich habe mich selber als "trotziges Kind" benommen, als die Diagnose sich als unumkehrbar erwiesen hat.
Wenn ich eine Meinung / Erfahrung angebe, bin ich bemüht, diese zu erklären. Wird nicht mehr passieren.
Ich bin 66 Jahren alt.
mezeg
? green / mezeg
Green, Monday, 30.12.2013, 23:04 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
ca. 40 jahre
Green
? green / mezeg
Melusine, Tuesday, 31.12.2013, 12:57 (vor 4611 Tagen) @ Green
das meinte ich, es ist doch ein unterschied, ob ich 40 jahre oder 6 monate diese krankheit habe und mitten aus dem berufsleben aussteigen muss (also aus meinem beruf). wie geht es weiter etc...
das die leute um mich herum hilfsbereit reagieren, davon gehe ich mal aus, aber mir ist das peinlich, ich will das nicht, ich kann mich damit nicht abfinden (im moment wenigstens nicht)
also, ich habe mich abgemeldet, oder versuche es gerade, wie gewünscht (s. heidi). aber wie das genau funktioniert habe ich noch nicht herausgefunden, daher oben bei nutzungsbedingungen gefragt.
wir verstehen uns eben nicht, macht ja auch nichts. ist ja ziemlich normal, man kann sich ja nicht mit allen verstehen, so ist das leben.
guten rutsch
? green / mezeg
keki, Tuesday, 31.12.2013, 13:43 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Liebe Melusine!
Bitte melde Dich nicht ab. Du kannst doch eine Weile nur lesen, ohne schreiben zu müssen. Du musst auch nicht jede Meinung teilen, keiner hier findet jede Aussage gut.
Ich weiß, dass man hier keine med. Ratschläge geben darf, aber ich bitte Dich dringend, Dich mit dem Beipackzettel deiner Medis in der Ambulanz einer Klinik mit neurologischer Ambulanz vorzustellen. Bitte.
keki
? green / mezeg
Green, Tuesday, 31.12.2013, 15:49 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine
auch wenn wir uns nicht inhaltlich verstehen.....dann hat eine Person soviel Macht das du dich abmeldest ?
Überlegs nochmal.....
Gruss Green und alles gute.
bleib uns bitte erhalten
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 31.12.2013, 16:12 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine.
Schlaf bitte einfach noch einmal darüber, ob Du das wirklich willst oder nicht gerade nur eine spontane Reaktion ist, weil Dich etwas Einzelnes aufregt. Es ist in Deiner Situation vollkommen normal, wenn man sich nicht immer ganz verstanden fühlt. Wie soll man das auch, wenn man erst einmal sich selbst "neu verstehen" lernen muss?
Aber schreib das Forum hier deshalb nicht einfach ab. Lies einfach nur ein wenig mit, wenn Du selbst nichts schreiben willst oder Dich dann missverstanden fühlst. Vielleicht findest Du so ja etwas für Dich nützliches irgendwo zwischen Zeilen in Beiträgen, die vollkommen andere von uns betreffen.
Und wenn Dir nicht gefällt, was jemand schreibt, ignorier ihn und konzentrier Dich auf die Beiträge, die Dir helfen.
In der Hoffnung, dass Du uns erhalten bleibst
huge
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
? green / mezeg
sandytimmy, Tuesday, 31.12.2013, 22:06 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Held dich doch bitte nicht ab. Unsere Ratschläge sind nur gut gemeint. Sie sollen nur zeigen dass man auch als Epileptiker gut und glücklich leben kann.
Verzweifel nicht so. Selbst wenn du nur passiv hier mitliest
Du bist willkommen, nimm nichts zu persönlich. Mir wurden hier auch schon Dinge vorgeworfen, einfach nur registrieren und damit abhaken.
Bist herzlich willkommen. Ansonsten:guten rutsch und hoffentlich bis bald 
? green / mezeg
sandytimmy, Monday, 30.12.2013, 23:28 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Ich bin jetzt 35 Jahre alt, also 34 Jahre Epileptikerin mit fünfjähriger Pause zwischen 25 und 30
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sandytimmy, Monday, 30.12.2013, 19:31 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Ich versteh dich sehr gut. Du musst versuchen den Anfall abzuhaken sobald du wieder bei bewustsein bist. Dann ist es nicht eine psychische Belastung sondern nur noch eine körperliche, da man danach ja kaputt davon ist.
Das ist zwar einfacher gesagt als getan, ist aber am schonensten für dich selbst.
So mach ich es auch schon immer, nehme es dann halt hin dass ich müder bin als vorher, und noch durcheinanderer als sonst schon.
Das ist für mich belastender, dass man im Laufe der Jahre immer vergesslicher wird, mein Mann unterstützt mich beim organisieren des Alltags, aber beruflich hat genau der Punkt mich den Hals gekostet. Nicht die Anfälle selbst.
Du schaffst das schon, im Laufe derzeit lernt man damit zu leben, Kopf hoch - es gibt schlimmere Krankheiten

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Melusine, Monday, 30.12.2013, 19:49 (vor 4612 Tagen) @ sandytimmy
es geht mir nicht um den anfall, oder müdigkeit oder vergesslichkeit ...
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Sanne72, Monday, 30.12.2013, 20:24 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Hi Melusine,
ich hab irgendwie den Eindruck als hättest du keinen Plan
was dir alle hier sagen wollen...."da musst du durch"!
Es sagt niemand das es leicht ist!
LG
Sanne
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:00 (vor 4612 Tagen) @
Sanne72
bearbeitet von Melusine, Monday, 30.12.2013, 21:04
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sandytimmy, Monday, 30.12.2013, 22:39 (vor 4612 Tagen) @ Sanne72
Genau. Das leben geht doch weiter und ist auch als Epileptiker schön, wenn man es zulässt. Sowohl das leben als auch die Krankheit..
Ich versteht dein Problem. Ich kann auch andere zeiten. Jahre mit 2-3 anfallen am Tag aber auch Jahre ohne Anfälle, sogar ohne Medikamente.
Man soll sich nicht lagern über Dinge die man dadurch nicht kann oder -noch schlimmer - einfacher Selbstmitleid.
Bringt doch eh nichts, macht nur stress und dadurch weitere Anfälle.
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pegasus, Monday, 30.12.2013, 21:33 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Diese Phase hat jeder durch und jeder geht anders damit um. Wäre ich damals klar im Kopf gewesen und wäre aufgrund des ersten Medikamentes nicht depressiv geworden und hätte auch noch Grand-Mal Anfälle bekommen, hätte ich mich wohl eher damit auseinandergesetzt als ich es tatsächlich getan hatte.
Ebenso würde ich dir empfehlen, versuche nicht, dich in etwas hineinzusteigern, dass ist kontraproduktiv, nicht nur für dich, sondern auch für dein Umfeld, denn wenn du dich zu sehr auf etwas fixierst, desto schwieriger wird es damit als außenstehender und auch für dich selbst sich wirklich mit dieser Erkrankung auseinander zu setzen und nach Alternativen zu suchen (weiß ich ebenfalls aus eigener leidvoller Erfahrung).
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Melusine, Monday, 30.12.2013, 22:00 (vor 4612 Tagen) @ pegasus
dein rat hat mir schon einmal sehr geholfen, vielen dank!
das die depression durch das medikament kommt, habe ich noch gar nicht bedacht, steht sogar im beipackzettel: "erhöht die selbstmordneigung", vielleicht sollte ich das mal ansprechen, denn im moment ist es irrsinnig schrecklich, ich gehe nirgends mehr hin etc.
vielen dank!
gruß
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Heidi, Monday, 30.12.2013, 22:06 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
http://epilepsie-reutlingen.jimdo.com/meine-blogs/
siehe "der dornige Weg"
vielleicht hilft Dir dieser Link weiter.
Lieber Gruß
Heidi
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pegasus, Monday, 30.12.2013, 22:17 (vor 4612 Tagen) @ Melusine
Es wird vieles nicht bedacht, war bei mir, wie ich schon schrieb, alles nicht anders.
So kam es u.a. auch dazu, dass ich aufgrund der Medikamente erhebliche Gedächtnis-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen bekam und ähnliches, daher solltest du, wenn es denn einen solchen Menschen gibt, dem du vertrauen kannst, dir einen Freund oder wen auch immer suchen, der sich mal anschaut inwiefern du dich verändert hast bzgl. deiner Persönlichkeit oder anderem (bei mir gab es viele, denen etwas aufgefallen war, aber alle haben Sie die Klappe gehalten, was natürlich nicht wirklich geholfen hatte).
Es gibt aber immer einen Weg, Lösungen zu finden, man muss halt nur genau hinschauen und wenn es ein Außenstehender macht ist es für dich etwas leichter, denn dann weißt du, da ist jemand, der darauf achtet, ob alles passt oder nicht.
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keki, Tuesday, 31.12.2013, 08:54 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Liebe Melusine!
Als ich die Diagnose bekam, war meine erste Reaktion das Nicht-begreifen. Hab den Arzt reden gehört wie über jemand anderen. Danach habe ich angefangen, mich hier im Forum umzugucken. Hab da aber immer noch gedacht, dass ich nicht wirklich was damit zu tun habe. Meine Epi wäre ganz anders als andere und eh bald wieder weg, die Tabletten müsste ich nur eine Zeit lang nehmen und das mit dem Fahrverbot würde für mich nicht gelten. Als ich so langsam erkennen musste, dass ich jetzt eben "Mitglied im Club" bin, fingen auch bei mir die Depressionen an. Ich hab relativ schnell gemerkt, worauf ich zusteuer,da ich schon mal Depris hatte. Und da unten will ich NIE wieder hin. Diesmal hatte ich die Kraft zum Egoismus. Jetzt bin ich wichtig und sonst niemand. Wenn ich weiter anderen Menschen helfen will (berufl. u. priv.) muss ich erstmal mir selber helfen. Also gebe ich auf der Arbeit nur noch 90% statt 130 wie vorher. Ich habe Freunden und Kollegen erzählt, dass ich eben vergesslich bin und manchmal nachfragen muss und im Moment nicht fahren darf; ich stehe dazu schneller erschöpft zu sein und bemühe mich, auf meinen Körper zu hören. Und ich habe endlich eine Reha beantragt, die ich ja als "Superwoman" nach der Tumor-Op und der Bestrahlung nicht nötig hatte. Dachte ich... Zuerst habe ich mich für meine Schwäche und mein "Krankheits-Gejammer" verachtet. Jetzt finde ich, es steht mir zu. Wenn ich nämlich irgendwann tot umfall, sagt doch keiner: "Toll, wie sie das alles ertragen hat!" Und nachdem ich zu meiner Schwäche steh, fühle ich mich stärker. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die Kraft findest, Dir Hilfe zu holen. Denk dran: Die Stunde vor Sonnenaufgang ist die dunkelste!
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mikewi, München, Tuesday, 31.12.2013, 08:42 (vor 4611 Tagen) @ Melusine
Hallo Melusine,
so würde ich nicht denken.
Ich hatte vorgestern einen Anfall auf einer kleinen Party. Es waren auch Leute da, die ich da zum ersten Mal getroffen habe, bis zu diesem Zeitpunkt wusste nur ein einziger von meiner EPi. Ich hatte aber sofort große Unterstützung erhalten, von allen Seiten und jedem. Es war kein einziger der/ die mir deshalb aus dem Weg ging.
Und das alles, obwohl ich jemanden den Glühwein aus der Hand nahm und in die Runde schüttete. Jeder kümmerte sich irgend wie um mich. Also bitte versuche zu deinem eigenen Befinden offen mit deiner Krankheit umzugehen.
Meine Erfahrung ist nämlich, dass es nur noch wenige gibt die mich wegen der EPI ignorieren. Und diese wenige, an die solltest du keinen Gedanken verschwenden.
VG
Mikewi