Anfälle die ich nicht mitbekomm

podi, Saturday, 11.01.2014, 23:49 (vor 4600 Tagen)

weils grad wieder passiert ist. Heut Nachmittag hat mir meine Freundin wieder mal gesagt,
das ich gerade einen Anfall, eine Absence hatte. Und sie berichtet mir sehr oft von Anfällen,
die ich nicht mitbekomm. Ja klar, hab ich Anfälle die ich stark merk. Davor, danach und gar
nicht so selten auch, während ich sie grad hab. Doch wenn ich so oft hör, das ich gerade einen
hatte und ich weis nichts davon, frag ich mich was macht man, wenn man alleine wohnt.
Ich freu mich, das es mir gut geht, dabei hab ich mehre Anfälle in der Woche.
Was sagt man dem Arzt? Ich hab keine mehr?! Dabei hab ich aber eine Menge.
Von wievielen habt ihr schon gehört, von denen ihr nichts bemerkt habt?

Anfälle die ich nicht mitbekomm

Shmith ⌂, Sunday, 12.01.2014, 08:45 (vor 4599 Tagen) @ podi

@Podi,

hatte und ich weis nichts davon, frag ich mich was macht man, wenn man alleine wohnt.

2/3 aller Anfälle bekommt der Patient nicht mit. Quelle Dr. Krämer
Beim alleine wohnen muß man abwägen; Wenns große Anfälle sind würde ich abraten, bei kleinen (fokalen) Anfällen sehe ich weniger Probleme. Würde aber trotzdem den Arzt um Rat fragen.

Was sagt man dem Arzt? Ich hab keine mehr?! Dabei hab ich aber eine Menge.

Am besten nimmst Du Deine Partnerin mit zum Arzt, die kann genaueres darüber sagen. Und für den Arzt wäre das äußerst hilfreich. Dem Arzt was vormachen, ist das schlechteste was man machen kann. Eine richtige Diagnose ist dann nicht möglich.
Liebe Grüße
Shmith

Anfälle die ich nicht mitbekomm

Mondenkind, Sunday, 12.01.2014, 08:55 (vor 4599 Tagen) @ Shmith

Hallo Shmith,

Was sagt man dem Arzt? Ich hab keine mehr?! Dabei hab ich aber eine Menge.


Am besten nimmst Du Deine Partnerin mit zum Arzt, die kann genaueres darüber sagen. Und für den Arzt wäre das äußerst hilfreich. Dem Arzt was vormachen, ist das schlechteste was man machen kann. Eine richtige Diagnose ist dann nicht möglich.

Ich glaube nicht, dass Podi seine Anfälle vor dem Arzt verheimlichen will. Es geht ihm darum, dass er (ggf.) denkt, dass er anfallsfrei ist, da er ja nichts mehr von den Anfällen merkt, EEG ggf. auch in Ordnung ist etc. Er lügt den Arzt dann in dem Sinne ja gar nicht an, da er wie gesagt nichts von seinen Anfällen merkt und somit weiß, in Wirklichkeit aber noch Anfälle hat.

@Podi: So habe ich es zumindest verstanden, korrigiere mich, wenn ich falsch liege :-)

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Anfälle die ich nicht mitbekomm

podi, Sunday, 12.01.2014, 09:00 (vor 4599 Tagen) @ Shmith

ich möchte meinem Arzt gar nichts vormachen und meine Freundin spricht
mehr mit dem Arzt als ich. Man freut sich immer wenn man länger keinen
hatte, dabei sinds mehrere (kleine) am Tag. Ein bissl ernüchternd halt...

Anfälle die ich nicht mitbekomm

Shmith ⌂, Sunday, 12.01.2014, 09:11 (vor 4599 Tagen) @ podi

@Mondenkind, Podi,
Sorry, aber Podi hat doch selbst gesagt, dass er "wahrscheinlich" viel mehr Anfälle hat. Und dieses dem Arzt zu verschweigen ist nicht gut. aber ich will mich nicht wiederholen.
Shmith

Anfälle die ich nicht mitbekomm

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 12.01.2014, 11:13 (vor 4599 Tagen) @ Shmith

Beim alleine wohnen muß man abwägen; Wenns große Anfälle sind würde ich abraten, bei kleinen (fokalen) Anfällen sehe ich weniger Probleme.

Ich seh grundsätzlich erst einmal auch beim alleine Wohnen kein Problem bei großen Anfällen. Das ist im Prinzip nix anderes, als ob man mit jemanden zusammen wohnt und der gerade nicht da ist, wenn man einen Anfall hat. Und je nachdem, wie eine Wohnung aufgebaut ist, ist es ja noch nicht einmal eine Garantie, dass ein Mitbewohner einen Anfall auch mitbekommt, wenn man sich in zwei unterschiedlichen Räumen aufhält.

Den Fall, dass ich in so einer Situation(alleine zu Hause) einen Anfall hatte, gab's bei mir nämlich schon. Da ist dann eher die Frage, wie die Wohnung eingerichtet ist. Z.B. sollte nicht unbedingt eine schwere Vase ganz oben auf einem Schrank stehen, die dann runterfällt, wenn man gegen ihn Sacken sollte. Wenn die einem auf den Kopf donnert, ist das ein weitaus größeres Verletzungsrisiko, als der Sturz selbst.

Und bei Personen, die zum Status neigen, ist dann eher die Frage zu stellen, wie bekommt jemand mit, dass etwas nicht stimmen könnte. Ich glaub, da hat jemand ja einmal etwas über ein Armband mit entsprechenden Sensoren, die einen Sturz erkennen und jemanden eine SMS schicken können, geschrieben.

Und wenn man sich nicht sicher ist, ob man Anfälle unbemerkt hat oder nicht, kann man sich heute oft ja auch selbst helfen. Eine kleine Webcam in einem Raum, in dem man sich oft aufhält installieren und am PC aufzeichnen und wenn man sich wieder nicht sicher ist, einfach nachsehen.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Anfälle die ich nicht mitbekomm

Tanni, Varel, Monday, 13.01.2014, 09:30 (vor 4598 Tagen) @ podi

Hey podi,

auch ich habe mehr als einen Anfall pro Tag. Der Treppensturz war auch einer. Ich versuche damit zu leben so gut wie es eben geht...:-|
Ob es das Essen ist was ich jeden Mittag auf dem Tisch stehen haben muss für mein Kids, oder die Treppe, oder der Garten, oder der Spaziergang mir dem Hund, ich glaube das wir alle damit lernen müssen damit zu Leben, oder? ;-)

Viele Sachen die ich -UND VIELE ANDERE AUCH- dann gar nicht mehr machen sollten, mach ich einfach;-) Weil ansonsten meiner Meinung nach, das Leben ja nicht mehr Lebenswert wäre:-)
Lieben Gruß,
Tanni

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Ich lebe jetzt und heute!