Verdacht auf Epilepsie (Grand Mal)

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 17.01.2014, 18:38 (vor 4594 Tagen) @ Bettina Bärbel

Erst einmal auch von mir ein hallo!

Ich hatte meinen ersten GM mit 17 und bin inzwischen dank Medikamenten anfallsfrei, vielleicht das zur Beruhigung für Dich vorweg.

Ich hangle mich jetzt einfach mal durch Deine bisherigen Beiträge im Schnelldurchlauf durch, weil ich gerade nicht so viel Zeit für eine ausführliche Antwort habe:

- Erst einmal ein Link zu weiteren Informationen, falls Du den nicht schon selbst gefunden hast:
http://www.dgfe.info/home/index,id,32.html
Auf der Seite fänden sich für den Fall, dass eine Behandlung durch einen niedergelassenen Neurologe nicht erfolgreich sein sollte, auch eine ganze Reihe von Links zu Epilepsiefachzentren.

- Zum Thema Suche nach einem messbaren Indiz:

- Das ist bei Epilepsie nicht immer ganz einfach. Es gibt eine große Menge sogenannter "kryptogener" Epilepsien, d.h. wiederkehrender Krampfanfälle, ohne dass sich eine Ursache finden lässt.

- Das EEG kann eine Diagnose nur erhärten, aber nicht verwerfen. Es greift lediglich die elektrischen Potentiale an der Oberfläche der Kopfhaut ab. Diese können "Turbulenzen" weiter im Inneren jedoch überdecken.

- Konzentrier Dich auf die positiven Dinge, welche die Untersuchungen ergeben haben, d.h. was alles nicht gefunden wurde. Z.B. wurde ja ein MRT gemacht, bei dem man keinen Hirntumor gefunden hat, was zu den möglichen Ursachen hätte zählen können (und das kann um Potenzen schlimmer sein als Epilepsie).

- Zum Thema Video:

- Da hast Du was wirklich gut gemacht. Sowas ist für die Ärzte wirklich wichtig, wenn während der Untersuchungen selbst nix beobachtet werden kann.

- Zum Thema Deiner Angst:

- Auch wenn es natürlich Zeit braucht, sich an die Situation zu gewöhnen, brauchst Du erst einmal keine große Angst zu haben. Man muss als gesunder Mensch eine ganz schön lange Zeit krampfen, bis es gefährlich wird (und das ist je nach Person noch nicht, wenn man blau anläuft). Und solange er halt einen fokalen bzw. komplex fokalen Anfall hat, in die Gegend starrt und nicht mehr macht, als sich umzuziehen, ist das ja auch kein Problem.

- Versuch - ich hab ja keine Ahnung, wie's Deinem Sohn selbst damit geht, da hab ich jetzt nicht so viel auf die schnelle zwischen den Zeilen rauslesen können - Deine Angst nicht zu stark auf ihn zu übertragen. Also kein übermäßiges in Watte wickeln.

So, ich hoff ich hab möglichst von allem etwas auf die schnelle erfassen können.

Ciao

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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