Nebenwirkungen nach 1 Jahr
Ich nehme schon seit 1 Jahr Oxcarbazepin, allerdings wurde noch immer nicht die richtige Dosis ermittelt. Die Medikamente zuvor habe ich nie vertragen. Jetzt nehme ich seit 1 Woche morgens und abends 1050 mg Oxcarbazepin, bisher ging es ganz gut, aber heute musste ich mich krank melden. Ich fühlte mich wie betrunken, schwindelig, konnte nicht richtig sehen, Kopfschmerzen und hundemüde. Sehen kann ich wieder besser und betrunken fühle ich mich auch nicht mehr. Sonst nehme ich Tbl. sogar nüchtern, heute nicht. Wie ist das möglich so schlimme Nebenwirkungen nach so langer Zeit? Weiß jemand einen Rat?
Doris
Nebenwirkungen nach 1 Jahr
Ich nehme schon seit 1 Jahr Oxcarbazepin, allerdings wurde noch immer nicht die richtige Dosis ermittelt.
Was genau verstehst Du darunter? Dass Du bisher nicht damit anfallsfrei geworden bist und nach jedem Mal neu aufdosiert wird oder es schwer fällt, bei Dir den Medikamentenspiegel im Blut konstant darauf einzustellen?
Jetzt nehme ich seit 1 Woche morgens und abends 1050 mg Oxcarbazepin, bisher ging es ganz gut, aber heute musste ich mich krank melden. Ich fühlte mich wie betrunken, schwindelig, konnte nicht richtig sehen, Kopfschmerzen und hundemüde.
Von was für einer Dosissteigerung/verringerung sprechen wir hier denn? Was könnten denn noch andere mögliche Gründe außer der Medikament sein, dass es Dir heute so ging? Hast Du schon mit Deinem Arzt gesprochen?
Sonst nehme ich Tbl. sogar nüchtern, heute nicht.
Vielleicht ist das ja mit ein Grund. Der Körper gewöhnt sich ja an eine gewisse Aufnahmegeschwindigkeit eines Wirkstoffes. Und Oxcarbazepin wird ja in der Leber erst zum eigentlichen Wirkstoff verstoffwechselt. Essen verringert oft die Aufnahmegeschwindigkeit und bringt auch andere Stoffe in den Körper, die dann erst einmal in der Leber "aufbereitet" werden und evtl. mit dem Oxcarbazepin um die Weiterverarbeitung konkurrieren. Vielleicht war es ja so, dass das eine Art "Entzugserscheinung" war? - sowas gibt's nämlich auch.
Wie ist das möglich so schlimme Nebenwirkungen nach so langer Zeit? Weiß jemand einen Rat?
Ich empfehle, auf den Rat aus der Werbung zu hören: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker".
Grundsätzlich ist es aber so, dass natürlich einige Nebenwirkungen erst ab einer gewissen persönlichen Grenze bei jemanden auftreten können - und je nach Gewöhnung auch nicht von Dauer sein müssen.
Z.B. wirkt sich Oxcarbazepin auf den Natriumhaushalt im Körper aus und man muss darauf achten - sollte ja deshalb auch mit den Blutbildern kontrolliert werden - dass der nicht aus dem Ruder läuft und man am Ende zu wenig davon hat. Für den Natriumspiegel gibt es ja einen Bereich, in dem der liegen darf, ohne dass er uns Probleme bereitet. Solange ein Medikament von der Dosis her so ist, dass der nur Minimal verschoben wird, merkt man dann auch nix davon. Aber wenn's mehr wird, kann's sich potentiell irgendwann bemerkbar machen.
Und wie gesagt, es können ja auch andere Faktoren mit hineinspielen, die zusammen mit den Medis oder unabhängig von diesen dazu geführt haben.
Nochmal zusammengefasst: Am besten mit dem Arzt darüber sprechen, damit der im Bilde ist und z.B. ein paar Mal öfter's Blutbilder machen kann, um zu sehen, wie sich die Dosisänderung bei Dir auswirkt.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Nebenwirkungen nach 1 Jahr
Ja, ich habe immer noch Anfälle und die Tbl. wird stetig erhöht. Meine Ärztin war zum letzten Termin krank und einen nächsten habe ich erst in 3 Wochen (11. 02) bekommen, weil man nicht wusste wann sie wieder gesund ist.
Nebenwirkungen meine ich eben dieses Gefühl wie benommen oder betrunken zu sein, schlecht sehen zu können, Schwindel, Kopfschmerzen usw. Diese Nebenwirkungen hatte ich vorher noch nicht, auch nicht in den letzten Tagen, obwohl ich seit 6 Tagen dieses Dosis einnehme. Ich hatte vor 1 Stunde eine kurze Aura, zum Glück wurde kein richtiger Anfall daraus. Ich soll immer weiter erhöhen, zählt dann so eine kurze Aura auch? Meine Ärztin sagt immer. "Eine Aura ist auch ein Anfall!" Oxcarbazepin kann man wöchentlich um 300 mg erhöhen, steht im Beipackzettel. Wie verhalte ich mich denn jetzt richtig, wo ich doch erst in 3 Wochen den nächsten Termin habe?
Doris
Nebenwirkungen nach 1 Jahr
Ich soll immer weiter erhöhen, zählt dann so eine kurze Aura auch? Meine Ärztin sagt immer. "Eine Aura ist auch ein Anfall!" Oxcarbazepin kann man wöchentlich um 300 mg erhöhen, steht im Beipackzettel. Wie verhalte ich mich denn jetzt richtig, wo ich doch erst in 3 Wochen den nächsten Termin habe?
Auf keinen Fall selbststaendig ohne Ruecksprache mit Deiner Aerztin erhoehen! Dafuer gibt es vier einfache Gruende:
1. Der Arzt sollte die persoenliche maximale Dosisobergrenze, die aus gesundheitlichen Gruenden nicht ueberschritten werden darf und von vielen Faktoren abhaengen kann, kennen und kann damit verhindern, dass man ueber diese hinauskommt und damit potentiellen gesundheitlichen Schaden aus einer Ueberdosierung von einem fern halten.
2. Es braucht einfach nach einer Dosisaenderung Zeit, bis sich der Medikamentenspiegel auf ein konstantes Mass eingependelt hat. In dieser Zeit besteht auch ein statistisch erhoehtes Anfallsrisiko.
3. Es sollte nach Dosisaenderungen auch immer ueberprueft werden, wo denn jetzt der Medikamentenspiegel liegt und wie sich die Aenderung z.B. auf andere Blutwerte (bei Oxcarbazepin stehen da die Leberwerte und Natrium vorne dran) auswirkt.
4. Es sollte fuer jede Dosisaenderung genaue Vorgaben vom Arzt gemacht und diese von ihm dokumentiert werden, damit man spaeter Nachvollziehen kann, bei welcher Dosis/Medikamentenspiegel denn das Verhaeltnis zwischen Therapieerfolg und Nebenwirkungen am besten war. Das kann naemlich dann wichtig werden, falls man das Pech hat, nicht unter Medikamenten anfallsfrei zu werden und man dann eben das auswaehlt, worunter es einem am vergleichsweise besten geht.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil