Krhs zur Umstellung der Medis?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 30.01.2014, 07:42 (vor 4581 Tagen) @ doriskreisbirne

Ich habe das hier schön öfters gelesen, das manche zur Umstellung der Medis ins Krhs müssen. Warum?
Kann man das nicht ambulant machen?

Natuerlich kann man das ambulant machen und das ist meiner Erfahrung nach eher die Regel. Du musst hier immer mit im Auge behalten, dass Du hier vermehrt die schweren und nicht die leichten Faelle vorfindest. Im Endeffekt muss man halt sehen, was fuer einen selbst das bessere ist.

Bei Personen, die z.B. zu Serien von grossen Anfaellen ganz kurz hintereinander neigen, ist das zum Selbstschutz sicherlich nicht schlecht, weil in den Umstellungsphasen eine statistisch erhoehte Anfallsgefahr besteht, z.B. wegen der schwankenden Medikamentenspiegel und weil man in gewisser Weise einen leichten Entzug vom vorherigen Medi erleben kann, wenn das Absetzen zu schnell geschieht. Sinnvoll kann das z.B. auch sein, wenn eine extrem rasche Umstellung quasi ueber Nacht aus anderweitig gesundheitlichen Gruenden erfolgen muss.
Ich moechte hier dem Pro-Klinik-Argument Mathildas, dass die Umstellungen im Krankenhaus schneller gehen, noch etwas hinzufuegen, das man hier beachten muss: Bei ihr war das mit den 6 Wochen, vermute ich jetzt mal auf Grund des Eintraege, die ich hier so gelesen habe, vermutlich in einer Spezialklinik - vielleicht Bethel und 6 Wochen sind ja auch ein ganz netter Zeitraum. Ich hab hier aber auch schon von Umstellungen in normalen Krankenhaeusern quasi binnen Tagen gehoert und das birgt dann auch ein erhoehtes Risiko vom Auftreten von Nebenwirkungen in sich.

Der grosse Vorteil den ich an ambulanten Umstellungen sehe - wenn sie ordentlich vom Arzt geplant werden - ist, dass man schoen langsam den Koerper an das neue Medikament gewoehnen kann und auch langsam das alte Ausschleichen kann. Und wenn ich an meine letzte erfolgreiche, von einem Epizentrum geplante Umstellung denke, dann hat sich die lange Umstellungsphase(mit Pausen in denen immer wieder kontrolliert wurde, wo sich die Medikamentenspiegel einpendeln) gelohnt.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


gesamter Thread: