doch keine epilepsie...

lyrella, Friday, 31.01.2014, 13:44 (vor 4580 Tagen)

hallo leute :)
war nun beim monitoring für 10 tage und hatte dabei viele anfälle. das EEG war während der anfälle und danach super und lief unbeeindruckt von meinem zucken und krampfen weiter- diagnose: psychogene anfälle.
nun muss ich eine therapie machen. auch wurde mir geraten, mich mit sport abzulenken. zuhause hab ich immer schon pilates gemacht und leichtes krafttraining. doch jedesmal wenn ich bodenübungen machte, begann ich irgendwann zu krampfen (wegen der muskelanspannung während der übungen???). ich weiß nun nicht so recht was ich machen soll sportlich, denn was machen würd ich schon wieder gern wollen- es sollte nur eine sportart sein, wo ich "nicht überlegen muss und keine allzugroße ruhe hab"- also sprich, wo mein körper schnelle bewegungen machen muss, sodass er nicht in "versuchung" kommt zu krampfen. - andrerseits hab ich hemmungen mit der krankheit irgendwo hinzugehen und mich wo anzumelden, denn man bekommt ja dann schnell den "psychostempel" aufgedrückt (obwohl man für die anfälle ja selbst nichts kann, hat man mir in der klinik auch gesagt, es passiert alles unterbewusst) und auch hab ich angst, das es zu anfällen kommt während dem sport und ich ausgelacht werde deswegen etc etc. :-(

doch keine epilepsie...

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 31.01.2014, 19:01 (vor 4580 Tagen) @ lyrella

Also erst einmal Glückwunsch zur sicheren Diagnose, auch wenn jetzt natürlich erst der eigentliche Therapieweg für Dich beginnt und das dauern kann. Immerhin brauchst Du dann ja langfristig keine Medis mehr und das ist ja einiges Wert :-)

doch jedesmal wenn ich bodenübungen machte, begann ich irgendwann zu krampfen (wegen der muskelanspannung während der übungen???)

Das wird - gerade wenns psychogene Anfälle sind - nicht so leicht zu beantworten sein. Da kann ja auch irgendwo irgendwie das Unterbewusstsein irgendwas damit verbinden, was das dann triggert.

ich weiß nun nicht so recht was ich machen soll sportlich, denn was machen würd ich schon wieder gern wollen- es sollte nur eine sportart sein, wo ich "nicht überlegen muss und keine allzugroße ruhe hab"- also sprich, wo mein körper schnelle bewegungen machen muss, sodass er nicht in "versuchung" kommt zu krampfen.

Dann versuch's doch einmal mit Badminton oder Tischtennis. Da geht's schnell zur Sache und da musst Du geübt reagieren - ein bisschen Konzentration ist aber natürlich auch da immer dabei.

andrerseits hab ich hemmungen mit der krankheit irgendwo hinzugehen und mich wo anzumelden, denn man bekommt ja dann schnell den "psychostempel" aufgedrückt (obwohl man für die anfälle ja selbst nichts kann, hat man mir in der klinik auch gesagt, es passiert alles unterbewusst) und auch hab ich angst, das es zu anfällen kommt während dem sport und ich ausgelacht werde deswegen etc etc.

Mach Dir darüber mal keine Sorgen. Ich bin auch schon im Sportverein zu meiner Hochzeit mitten im Betrieb umgekippt und das hat niemanden gestört. Und weil eigentlich alle bis auf ein paar Bescheid wussten und ich damit eh offen umgegangen bin, war das gar kein Thema. Die haben nicht einmal einen Notarzt geholt, weil der so kurz war und sie Bescheid wussten. Und wenn Du in einen größeren Sportverein gehst, dann wirst Du schnell feststellen, dass Du dort nicht die erste und nicht die einzige bist, die irgendetwas hat.

Soll Orte auf der Welt geben, da ist es normal, etwas anders zu sein ;-)

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

doch keine epilepsie...

Mondenkind, Saturday, 01.02.2014, 19:16 (vor 4579 Tagen) @ lyrella

Hallo lyrella,

na das ist doch mal was positives!! :-)

Was hältst du z.B. von einem Lauftreff?? Das bist du immer in der Gruppe, und abgelenkt bist du auch: a) durchs laufen und b) durch die Unterhaltungen während des Laufen.

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)