Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 14:29 (vor 4568 Tagen)

Hallo,

ich möchte hier meine gesamte Geschichte erzählen und um Rat fragen.


Ich hatte vor etwa 10 Jahren einen Verkehrsunfall mit schwerem SHT kleineren Blutungen im Kopf.

Habe ab 2006 eine neue Ausbildung begonnen und diese 2009 beendet. Seit dem arbeitete ich normal wie jeder Andere auch in verschiedenen Jobs.
Ungefähr 1,5 Jahre als Schichtarbeiter und fast 3 Jahre als IT-Administrator.
Seit April 2013 bin ich als alleiniger IT-Administrator in einer Firma beschäftigt.

Im September 2013 hatte ich dann plötzlich meinen ersten Anfall vom Typ Grand Mal.
Ich konnte mich plötzlich nicht mehr bewegen und meine Muskeln reagierten nicht mehr auf mich. Ich bin zu Boden gesackt und habe mich gekrümmt.
Nach Erzählungen habe ich gekrampft und gezappelt. Ich war ungefähr 5-10 min bewußtlos.
Im Krankenhaus wurden keine neueren Veränderungen, bis auf die alten Verletzungen festgestellt. Man geht davon aus, das die Narben an allem Schuld sind und hat mir Lamotrigin verschrieben.


Beruflich und auch privat war es zu der Zeit besonders streßig.

Im Job mußte ich alleine 4 Projekte steuern und aktiv mitarbeiten. Neben den neuen Arbeiten kamen natürlich noch die üblichen Probleme dazu. In der Zeit habe ich unregelmäßig gegessen, wenig getrunken und auch schon mal 12 h gearbeitet.

Privat habe ich 2 kleine Kinder und war zu der Zeit dabei ein eigenes Haus zu planen.
Meine private Zeit war auch stressig und meine Ruhephasen kurz.


Mein erstes Gespräch beim Neurologen hatte ich vor ca 4 Wochen. Sie teilte mir sofort mit, das ich Epileptiker bin und jetzt ein lebenlang Tabletten nehmen müsste.

Außerdem verbot sie mir meinen Sport, den ich seit 20 Jahren mache. Sie verbot mir das Schwimmen.

Ich bin mit der Diagnose und den Tabletten, die ich jetzt nehmen soll überhaupt nicht zufrieden. Ich hatte unbestritten einen Anfall und bin zusammengebrochen. Aber wieviele Menschen brechen auch ohne Vorschäden einfach aus Überlastungen zusammen und können nicht mehr.

Ich bin mir sicher, das ich den Grund für den Anfall kenne und in Zukunft vermeinden kann.

Ich möchte die Tabletten absetzen und wieder ohne leben. Gibt es Leute denen es ähnlich erging und die jetzt ohne Medikamente lebe? Wie setzt man sie ohne Nebenwirkungen ab?


Vielen Dank für die Antworten.


Gruß...

tVor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Wednesday, 12.02.2014, 14:53 (vor 4568 Tagen) @ Mazulog
bearbeitet von unbekannt, Wednesday, 12.02.2014, 15:05

Außerdem verbot sie mir meinen Sport, den ich seit 20 Jahren mache. Sie verbot mir das Schwimmen.

Also verbieten lassen würde ich mir schon mal gar nichts und erst recht nicht nach einem Anfall.Eine Ausnahme wär vielleicht das Autofahren oder Sachen wie Freiklettern ect. aber selbst da trägt man ja immer letztlich selber die Verantwortung.(für sich und für andere )
Schwimmst du denn in offenen Gewässern ? Intensiv im Verein ?

Irgendwie kommt mir vieles bei dir bekannt vor.Bin ebenfalls ein SHT-Versehrter dem die Medikamente irgendwann lästig wurden. ;-)
Tabletten nehm ich zwar mittlerweile wieder aber vielleicht auch weil mir zu Antistreßprogrammen die Geduld fehlt.

Eigentlich spricht man von Epilepsie erst wenn man mehrere Anfälle hatte aber ich hab manchmal das Gefühl die Ärzte sind richtig froh eine Diagnose zu haben und einen in eine Schublade zu schieben.


Gruß

tVor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Hape, Wednesday, 12.02.2014, 18:31 (vor 4568 Tagen) @ unbekannt

Hallo wenn du die Medis absetzen willst würd ichs mit einer Ärtzin absprechen das muss ganz langsam passieren über Monate, ich hatte eine Gehirnop dann konnte ich wieder normal arbeiten war aber nicht mehr so belastbar hatte mich dann wieder voll in die Arbeit und Spotrleben hineingehauen wurde mir dann aber zu viel da hats mich umgehauen Grandmal seit dem nehm ich Medikamente hab schon meherer Medikamente durch keines passt so richtig manche Ärtzte sagen man soll nach einem Anfall mindestens 2Jahre andere sagen 5 Jahre Medies nehmen ich glaub die Ärtzte geben die Medies zu schnell raus -wieder ein Dauerpatient

tVor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 20:16 (vor 4568 Tagen) @ Hape
bearbeitet von Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 20:56

Danke für deine Meinung!

Ich habe nach meinem Unfall 2004 direkt wieder mit meinem Sport dem Rettungschwimmen begonnen und keine Problem gehabt.

Ich denke, genau dass ist genau das Problem! Ich konnte seit April letzten Jahres nur noch wenig biss gar nicht trainieren.

Ich denke der Stress hat sich angesammelt, mir hat das Ventil gefehlt.

Ich nehme die Medis jetzt fast ein halbes Jahr.

Ich fürchte je länger man die nimmt umso mehr gewöhnt sich der Körper dran und man wird von Ihnen mehr und mehr abhängig!

tVor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 20:10 (vor 4568 Tagen) @ unbekannt

Hallo,

du bestätigst voll und ganz meine Vermutung. Ich finde es außerdem übertrieben, den Patienten gleich mit Medikamenten einzustellen. Ich finde zuerst sollte ein Gespräch folgen. Ein Gespräch indem man die Ursachen herausfindet, bespricht und dann gemeinsam abstimmt, ob man diese auch ohne Medikamente vermeinden kann.

Ich bin Rettungsschwimmer und bin in den letzten 10 Jahren seit dem Unfall ohne Nachzudenken über den See und zurück geschwommen. Und das soll auf einmal nicht mehr gehen!? >grrrrrrr!<

Nicht als Grund, aber als Mitursache ist der fehlende Sport in der letzten Zeit. Seit dem ich diesen Job habe, war es zeitlich nicht mehr möglich Sport zu machen!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 12.02.2014, 19:35 (vor 4568 Tagen) @ Mazulog

Mein erstes Gespräch beim Neurologen hatte ich vor ca 4 Wochen. Sie teilte mir sofort mit, das ich Epileptiker bin und jetzt ein lebenlang Tabletten nehmen müsste.

Also ich sag's mal so: Wenn man sich die massive Provokation ansieht, die Du Deinem Körper zugemutet hast, kannst Du das Glück haben, vielleicht in ein paar Jahren wieder von den Tabletten loszukommen. Narbengewebe ist natürlich immer ein Risikofaktor, aber die Frage ist da immer, ab wann der zum Tragen kommt. Aber die nächsten Jahre muss sich vermutlich erst einmal Dein körpereigener Selbstschutz reparieren. So ein Anfall ist wie eine Art Dammbruch.

Aber mal was ganz anderes:

Im Job mußte ich alleine 4 Projekte steuern und aktiv mitarbeiten. Neben den neuen Arbeiten kamen natürlich noch die üblichen Probleme dazu. In der Zeit habe ich unregelmäßig gegessen, wenig getrunken und auch schon mal 12 h gearbeitet.

Entschuldige, aber 12 Stunden Arbeit pro Tag? Ich mein ich bin im Bereich IT auch tätig und bei uns gehen die Chefs in die Luft, wenn jemand die gesetzlich maximal zulässigen 10 Stunden am Tag vollbekommt und stellen zur Not temporär Hilfskräfte ein (ließ mal hier: https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/fachgerichte/Arbeitsgericht/...). Das ist in sofern auch wichtig, weil einige Versicherungen es nutzen können, um nicht zahlen zu müssen, wenn sie für einen Schaden z.B. auf dem Nachhauseweg nach so einer Zeitüberschreitung in Anspruch genommen werden. Habt Ihr eigentlich irgendsowas einen Betriebsrat?

Außerdem verbot sie mir meinen Sport, den ich seit 20 Jahren mache. Sie verbot mir das Schwimmen.

Von was für einem Sport sprechen wir hier denn? Grundsätzlich spricht nichts gegen viele Sportarten, auch nicht gegen das Schwimmen, wenn entsprechend jemand dabei ist, der Bescheid weiß und Dich im Zweifelsfall trotz Krampfens abschleppen könnte. Ließ auch einmal hier z.B. unter der Rubrik "Sport und Epilepsie": http://www.dgfe.info/home/index,id,32.html

Ich bin mit der Diagnose und den Tabletten, die ich jetzt nehmen soll überhaupt nicht zufrieden. Ich hatte unbestritten einen Anfall und bin zusammengebrochen. Aber wieviele Menschen brechen auch ohne Vorschäden einfach aus Überlastungen zusammen und können nicht mehr.

Wenn Du Dich absichern willst, hol Dir eine Zweitmeinung ein. Aber vergiss nicht, dass es etwas anderes ist, ob jemand einfach nur zusammenbricht, oder zusammenbricht und krampft, oder beides und Deine Vorgeschichte hat. Ich an Deiner Stelle würde zumindest vorerst zur Sicherheit den ärztlichen Rat befolgen und die Tabletten nehmen. Wie gesagt, so ein einmaliger Anfall kann wie ein Dammbruch sein. Und wenn nix mehr weiter ist kannst Du die Tabletten dann ja in Absprache mit den Ärzten in ein paar Jahren kontrolliert wieder versuchen, abzusetzen.

Ich möchte die Tabletten absetzen und wieder ohne leben. Gibt es Leute denen es ähnlich erging und die jetzt ohne Medikamente lebe? Wie setzt man sie ohne Nebenwirkungen ab?

Die Fälle, in denen jemand mit richtiger Epilepsie die Tabletten absetzen kann und dann anfallsfrei ohne lebt, sind besonders im Erwachsenenbereich recht selten und rar. Im Kindes- und Jugendalter gibt's da ein paar Formen, die nix mit Vernarbungen zu tun haben und sich verwachsen. Aber wie gesagt, im Erwachsenenbereich ist das eher selten. Nebenwirkungsfreies absetzen ist, zumindest wenn man sie länger eingenommen hat, ein längerer Prozess, der von Ärzten geplant wird. Da wird dann schrittweise die Dosis reduziert, damit der Körper keine Entzugserscheinungen bekommt - welche selbst Anfallsauslöser sein können und man will ja während des Absetzens beobachten, ob etwas passiert und das dann auch möglichst sicher in eine Ecke einordnen können.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 20:27 (vor 4568 Tagen) @ huge88
bearbeitet von Mazulog, Wednesday, 12.02.2014, 20:47

Danke für deine Sicht der Dinge.
Natürlich sind 12 Stunden viel zu viel und gesetzlich nicht tragbar. >>> Ich werde mich auch gewiß, nie wieder so'ne Extreme machen!

Wie sieht ein Anfall auf organischer Ebene aus? Warum dauert es länger bis der Körper das verarbeitet hat?

Kann man dem nicht mit genügend Sport den Kopf entspannen?
Ich bin Rettungsschwimmer und habe gleich nach meinem Unfall 2004 wieder damit angefangen.
In den Jahren 2007, 2008 und 2009 habe ich sogar extrem viel gemacht. Ich hatte 3 mal die Woche Training vom Rettungsschwimmen und war an den übrigen Tagen noch laufen!

Das immer schwierige Absetzen je länger man die Dinger nimmt ist mir bewusst. Daher möchte ich sie ungerne länger als jetzt nehmen! ( mittlerweile schon fast ein halbes Jahr!)

Die Medikamente machen den Körper doch in deiner Art abhängig! >Warum kommt es sonst zu Anfällen, wenn man die Dinger absetzt?

"Wenn Du Dich absichern willst, hol Dir eine Zweitmeinung ein. Aber vergiss nicht, dass es etwas anderes ist, ob jemand einfach nur zusammenbricht, oder zusammenbricht und krampft, oder beides und Deine Vorgeschichte hat. Ich an Deiner Stelle würde zumindest vorerst zur Sicherheit den ärztlichen Rat befolgen und die Tabletten nehmen. Wie gesagt, so ein einmaliger Anfall kann wie ein Dammbruch sein. Und wenn nix mehr weiter ist kannst Du die Tabletten dann ja in Absprache mit den Ärzten in ein paar Jahren kontrolliert wieder versuchen, abzusetzen. "


Ich habe demnächst noch bei einem Prof. Dr. einen Termin. Er ist spezialisierter Epelileptologe! >>> mal schauen was er meint!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 13.02.2014, 09:00 (vor 4567 Tagen) @ Mazulog

Kann man dem nicht mit genügend Sport den Kopf entspannen?

Das kommt darauf an, aber zuerst möchte ich einmal, damit wir nicht aneinander vorbeireden, ein paar Begriffe klären. Wenn ich hier von Stress spreche, rede ich hier nicht alleine von Arbeitsstress oder wenig Zeit haben und gehetzt sein. Wenn ich im Zusammenhang mit Epilepsie von Stress spreche, meine ich primär "Trigger", die Anfälle auslösen und die können sehr stark und unterschiedlich sein. Beim einen sind es klassische Dinge wie zu wenig Schlaf, beim anderen eine Tasse Kaffee bzw. Koffein, beim anderen was komplett anderes. Zu viel von dem Trigger - und zack.
Und Trigger sind nicht zwingend Dinge, die man mit Sport oder Entspannungsübungen ausgleichen kann.

Es gibt Studien, die Zeigen, dass Sport epilepsietypische Potentiale im EEG verringern kann(siehe auch http://www.dgfe.info/home/showdoc,id,401,aid,767.html). Genauso gibt es aber auch Einige, bei denen die selben Entspannungstätigkeiten(nehmen wir mal Meditation um das ganze etwas zu erweitern) genau den gegenteiligen Effekt haben können. Und bei manchen treten die Anfälle erst in der Entspannungsphase nach dem eigentlichen Stress auf.
Da kann man nix verallgemeinern. Epilepsie ist eine sehr individuelle Krankheit.

Ich bin Rettungsschwimmer und habe gleich nach meinem Unfall 2004 wieder damit angefangen. In den Jahren 2007, 2008 und 2009 habe ich sogar extrem viel gemacht. Ich hatte 3 mal die Woche Training vom Rettungsschwimmen und war an den übrigen Tagen noch laufen!

Das mit dem aktiv Rettungsschwimmer sein, würde ich an Deiner Stelle erst einmal sein lassen. Niemanden wäre geholfen, wenn Du am Ende jemanden abschleppst und dabei etwas passieren würde. Gegen ein Training zusammen mit anderen Rettungsschwimmern sollte aber, nach allem was Du erzählt hast und ich als Laie weiß, nix sprechen. Ich mein viel besser als bei so einem Training, umgeben von anderen Rettungsschwimmern, kannst Du nicht im Wasser aufgehoben sein.

Das immer schwierige Absetzen je länger man die Dinger nimmt ist mir bewusst. Daher möchte ich sie ungerne länger als jetzt nehmen! ( mittlerweile schon fast ein halbes Jahr!)
Die Medikamente machen den Körper doch in deiner Art abhängig! >Warum kommt es sonst zu Anfällen, wenn man die Dinger absetzt?

Nicht jede Form der Abhängigkeit ist zwingend schlimm. Das ist ja nicht wie bei einer Sucht, wo man das Verlangen nach mehr und immer mehr hat. Aber der Körper passt z.B. seinen Stoffwechsel nun einmal an die Medikamente an und braucht dann halt auch ein wenig Zeit, den wieder auf normal zurück zu stellen.
Und es kommt nicht zwingend bei jedem zu Anfällen beim Absetzen, nur weil das statistische Risiko erhöht ist. Du musst da immer mit einkalkulieren, dass in solchen Zahlen auch die Epileptiker mit einfließen, die das Absetzen wagen und bei denen das schief geht.

Ich habe demnächst noch bei einem Prof. Dr. einen Termin. Er ist spezialisierter Epelileptologe!

Das ist doch ne gute Sache. Ich vermute, Du hast dann einen Termin in einer Epilepsieambulanz?

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
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Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 17.02.2014, 16:24 (vor 4563 Tagen) @ huge88

Hallo.

Danke für die Erklärung.

Ich habe jetzt aus gegebenem Anlaß wieder (nach 1,5 Jahre) Pause mit dem Sport angefangen.

Ich merke, er bekommt mir ganz gut!

Den Arztbesuch habe ich bei einem Prof. Dr. ... einem Epileptologen.


Ich kann mich nach wie vor nicht mit dem Gedanken anfreunden , dass ich jetzt !10 Jahre! nach dem Unfall mit dem SHT plötzlich für immer Medikamente nehmen soll!!!

Mir gefällt nicht, dass ich 10 Jahre ohne klar gekommen bin und jetzt soll es nicht mehr ohne gehen?


( Ich hatte die Dinger schon mal ein tag vergessen. An diesem abend hatte ich kurz so ein Gefühl, wie an dem Tag kurz vor dem Anfall! Als würde sich das Bild drehen und sich mein Hals verkrampfen!)

Egal ob körperliche oder psychische Abhängigkeit, mir stellen sich die Nackenhaare bei dem Gedanken die Dinger immer nehmen zu müssen auf!!!


Eine Neurologin im Krankenhaus konnte sich das anfangs auch nicht erklären. Erst nach einem Gespräch mit ihrem Professor hatte sie die Erklärung. Bei vielen Vietnamveteranen ist auch erst nach 20 jahren etwas aufgetreten.


In den Jobs, die ich vorher hatte, habe ich nie alleine den ganzen Druck gehabt.

Ich habe davor 1,5 Jahre schon mal in 3 Schichten mit Nachtschicht etc. gearbeitet und außer ständige Müdigkeit keine Probleme gehabt!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Thursday, 20.02.2014, 09:50 (vor 4560 Tagen) @ Mazulog

Egal ob körperliche oder psychische Abhängigkeit, mir stellen sich die Nackenhaare bei dem Gedanken die Dinger immer nehmen zu müssen auf!!!


Siehs doch mal so , du bist zwar abhängig von Medikamenten aber dafür unabhängig von Leuten die dich davor schützen müssen mit dem Gesicht irgendwo aufzuschlagen oder die dich vielleicht gegen deinen Willen in eine Notaufnahme bringen.Außerdem gewinnst du ein Gefühl der Sicherheit , sofern es wirkt.

Und das mit dem Müssen ist doch relativ.Die Halbgötter in Weiß fordern doch selber immer wieder den mündigen Patienten.Wenn ein Patient wirklich mündig ist dann kann er auch selber entscheiden wie lange er ein Medikament nehmen will.

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Thursday, 20.02.2014, 19:52 (vor 4560 Tagen) @ unbekannt

Egal ob körperliche oder psychische Abhängigkeit, mir stellen sich die Nackenhaare bei dem Gedanken die Dinger immer nehmen zu müssen auf!!!

Siehs doch mal so , du bist zwar abhängig von Medikamenten aber dafür unabhängig von Leuten die dich davor schützen müssen mit dem Gesicht irgendwo aufzuschlagen oder die dich vielleicht gegen deinen Willen in eine Notaufnahme bringen.Außerdem gewinnst du ein Gefühl der Sicherheit , sofern es wirkt.

Du hast natürlich recht, aber wenn man ein Leben lang Nichts nehmen musste und in den letzten 10 Jahren nach dem Unfall mit SHT auch keine Medikamente schlucken musste, ist es schwer. Ich zweifel wirklich die Diagnose an.

Und das mit dem Müssen ist doch relativ.Die Halbgötter in Weiß fordern doch selber immer wieder den mündigen Patienten.Wenn ein Patient wirklich mündig ist dann kann er auch selber entscheiden wie lange er ein Medikament nehmen will.

Richtig! Aber nur solange man nichts gegen die Diagnose sagt!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

pegasus, Wednesday, 12.02.2014, 23:54 (vor 4568 Tagen) @ Mazulog

Das mit dem Sportverbot ist Nonsens, jeder reagiert anders auf körperliche Anstrengung. Bei den einen löst das tatsächlich einen Anfall aus, bei den anderen ist das genau umgekehrt und verhindert einen Anfall, allerdings musst du beim Schwimmen darauf achten, dass an beiden Beckenrändern jeweils einer aufpasst (zumindest am Anfang), denn so ein Anfall beim schwimmen kann dann auch schon mal zum ertrinken führen.

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 17.02.2014, 16:26 (vor 4563 Tagen) @ pegasus

Danke...


"beim schwimmen sollte am Anfang jemand aufpassen!"

Warum nur am anfang? Wann nicht mehr?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Thursday, 13.02.2014, 10:51 (vor 4567 Tagen) @ Mazulog

Hallo Mazulog,

bei mir hat sich die Epilepsie erst sehr spät gezeigt. Gelegentliche nächtliche Anfälle, die lange nicht als solche identifiziert wurden.

Ursache: eine walnußgroße Hirnhauttumor, die kräftig auf das Hirn drückte. Gelungene OP, 6 Monate sicherheitshalber auf Keppra, damit sich alles beruhigt. Und nach vorsichtiger Absetzung dann GM-Anfall tagsüber. Liegt an der Narbe. Ja, von der OP verursacht, keine Alternative, die Tumor war "raumfordernd und mit Wachstumtendenz". Der Neurologe sagte, daß es bei 50% der Patienten einer solchen OP passiert. Hoffnung auf jegliche Verbesserung = 0!

Wurde auf Lamotrigin eingestellt, bekam noch zwei weitere GM-Anfälle, weil ich - zumindest eine Weile - auf die Hälfte der verschriedenen Dosis bleiben wollte. Also etwas aufdosieren, jetzt läuft es seit zwei Jahren.

Der GM-Verursacher ist bei mir eine "überhöhte Streßanfälligkeit", die Reaktion erfolgt in der Relaxe-Phase. Es gibt mir zwar die Warnung auf eine eventuelle GM, kann es gleichwohl die Gefahr verstärken.

Das AE hatte ich am Anfang emotional abgelehnt - aber rational nach Vorschrift genommen. Inzwischen reine Routine, ich nehme es fast mit Dankbarkeit für das fast normale Leben, das ich jetzt führe. Vielleicht frage ich in zwei, drei Jahren den Neurologen vorsichtig, ob man vielleicht etwas reduzieren könnte... Kann mir aber nicht vorstellen, daß er einverstanden ist.

GM ade, nur noch Auren oder sprachliche Störungen hier und da. Immer schwächer und seltener.

Sehr belastend war die Vorstellung, sozialen Kontakten aller Art es kaschieren zu müssen. Um eine Ablehnung zu vermeiden. Inzwischen denke ich, wer mich ablehnt, ist nicht viel wert... Es gingen viele Kontakte verloren. Neue sind aber dazu gekommen und je nach Fall erwähne ich die Epilepsie, damit man mich in Ruhe läßt, wenn ich plötzlich sprachlos bleibe und nur sonderbaren Unsinn rede.

Wird mir bei einer Situation mulmig, z.B. Festzelt mit wenig Sauerstoff, sehr hohem Lärmpegel, mehreren Leute, die meine ganze Aufmerksamkeit für sich haben wollen, dann gehe ich. Ich versuche nicht mehr die aufsteigende Übelkeit runter zu drücken.

Was dem Sport angeht, bekam ich auch die übliche Warnungen. Zuerst das Radfahren, was ich nicht aufgeben wollte. Aber mit Helm, weg von verkehrsreichen Straßen und sowieso nicht leistungsbezogen aber zum Genuß, wurde es vom Neurologen akzeptiert und vom Neuro-Chirurg sogar empfohlen. Radfahren in schöner Landschaft ist für mich perfekte Entspannung.

Was dem Schwimmen angeht: In Begleitung ja, allein nein! Ich halte mich nicht dran, bin aber dem Risiko bewußt. Schwimmen ist für mich auch Hochgenuß und doch eigentlich Anti-GM. Ich bin auch nicht mehr die Jüngste und eine "definitive" Konsequenz nehme ich bewußt in Kauf. Familie und Freunde habe ich informiert, daß der Neurologe in keinster Weise beschuldigt werden darf.

Bin auch kritischer: alle Umstände müssen stimmen, ich muß richtig Lust haben, keinen Zwang. Hallenbad nein, ich bin klaustrophobe. Freibad ja, wenn ich Platz zum Schwimmen habe, nicht im Durcheinander.

Sogar im Meer, wenn alles stimmt: ruhiges, lauwarmes Wasser, Kenntnis der lokalen Situation, Licht und Luft, Weite. Nur solange ich richtig Lust habe. Dann und nur dann ist es Entspannung.

Die Lösung war für mich, einfach - nein, einfach war es nicht! - die Situation nüchtern zu analysieren und zu akzeptieren. Andere Wege zu suchen, um doch ans Ziel zu kommen. Mein Gehirn zeigt mir eigentlich den Weg: bleibe ich plötzlich stecken und finde ein Wort, einen Ausdruck tägliches Verbrauchs, auch in meiner Sprache nicht, rudere nicht mehr gefährlich verzweifelt. Es scheint, ob sich "Parallel-Wege" einen Weg durchgebohrt hätten: das Wort kommt über ähnliche Begriffe, manchmal auch das Gegenteil. Es ist wie ein Foto aus diesen Automaten: zuerst gelb Töne, dann blau, dann rot*... und dann ist das Foto fertig.

Alles Gute

mezeg

* die Reihenfolge weiß ich nicht mehr... :-) :-)

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 17.02.2014, 16:42 (vor 4563 Tagen) @ mezeg

Hallo Mezeg,

üble Geschichte...

Was sagt deine Familie zu deinen Schwimmausflügen?

Ich bin knapp über 30, habe 2 kleine Kinder und eine Frau. Denen möchte ich es nicht antuen ohne Vater groß zu werden.

Über die Tatsache einen Anfall zu bekommen, habe ich in den letzten Jahren nicht nachgedacht!
Ich bin im Sommer immer 2 Kilometer quer über den See und zurück geschwommmen!

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mezeg, München, Tuesday, 18.02.2014, 19:04 (vor 4562 Tagen) @ Mazulog

Hallo,

was meine Familie sagt? Die ältere Tochter wollte mir sogar das Radfahren verbieten, aufgrund ihrer "fachlichen Autorität" - im paramedizinischen Bereich - und ihres Hangs zur Dominanz. Zugegeben bei dem letzten GM-Anfall wurde sie von ihrer Schwester zugerufen und erlebte, wie ich mit ausdruckslosen Augen wie ein "naßer Kartoffelsack" im Stuhl saß. Inzwischen hat sie wohl verstanden, daß ich selber über mein Leben entscheide. Scheint auch mir gegenüber etwas verunsichert zu sein. Für sie benehme ich mich wohl, als ob alles weiterhin wie gewohnt wäre.

Wir waren letztes Jahr zusammen mit der Nichte und deren Kleinkindern im Freibad. Als ich zum größeren Becken ging, auch zum Springen, machte sie nicht einmal den Versuch mitzugehen. Meinen Enkel hat sie mir sogar im Babybecken anvertraut, um alles einzupacken.

Die Jüngere hatte mich am Anfang animiert, mit ihr ins Freibad zu gehen. Das erste Mal ging ich etwas zögerlich und bemerkte, wie sie mich im Wasser genau beobachtete. Inzwischen findet sie es ganz normal und wünschenswert, daß ich alleine hingehe.

Bei meinen Schwestern war es anders. Als die Jüngste von der Epilepsie erfuhr, sagte sie mir am Telefon, sozusagen "direkt ins Gesicht", ich bin nun behindert, sie ist die einzige Normale. Die zwei anderen Schwester sind manisch-depressiv und ich nun epileptisch... Aber lieber behindert als bissig!

Und als ich vor zwei Jahren in ihrer Anwesenheit ins Meer zum Schwimmen ging, sagte sie, ich soll damit nicht rechnen, daß sie mich rettet. Sie muß sich um ihre Enkelin kümmern. Habe bemerkt, wie sie hinter meinen Rücken die Nachbarn über meine Behinderung genüßlich informierte.

Aber als ich mich nach einer langen Strecke umdrehte, um die Entfernung zum Ufer abzuschätzen, sah ich, daß zwei deren Töchter auf einem aufgepumpten LKW-Schlauch von der Strömung langsam gezogen wurden. Es hieß, sie können schwimmen, ich wußte aber nicht wie weit und auch nicht, ob sie die Nerven behalten würden. Auf dem hohen Schlauch würden sie nicht wieder hochkommen können. Dazu bei eingesetzter Ebbe in einer Bucht deren Strömungen ich nicht kenne. Deren Familie hatte es wohl - zuerst - nicht gemerkt. Ich schwamm also schräg den Weg zu den Mädchen, die begeistert waren, ihr Motor wieder zu haben. :-P :-P

Habe später erfahren, daß die Eltern es doch bemerkt hatten aber da sie dann auch sahen, ich hatte Kurs auf sie genommen, blieben sie am Strand. Also fanden sie wohl natürlich, daß gerade die "Epileptikerin" deren Töchter "zurückschwimmt".

Zum Schwimmenn gibt es für mich zwei Aspekte:

1) Risiko
Auslöser ist bei mir Streß und ich schwimme nur zum Genuß, keinen Zwang, keine Leistung, gute Verhältnisse, nicht nüchtern, nicht "vollgefressen" usw. GM habe ich seit 2 1/2 Jahren nicht mehr und sie erfolgten sowieso nur zu Hause, "wann ich sie mir leisten konnte!". Immer alleine bis auf den letzten.
Das Restrisiko ist im Verhältnis zur Lebensqualität fast null

2) Konsequenzen
die Jüngste bin ich auch nicht und noch viel wichtiger: von mir ist niemand mehr abhängig - bis auf dem Kater...

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Thursday, 20.02.2014, 20:35 (vor 4560 Tagen) @ mezeg

Hallo,

was meine Familie sagt? Die ältere Tochter wollte mir sogar das Radfahren verbieten, aufgrund ihrer "fachlichen Autorität" - im paramedizinischen Bereich - und ihres Hangs zur Dominanz. Zugegeben bei dem letzten GM-Anfall wurde sie von ihrer Schwester zugerufen und erlebte, wie ich mit ausdruckslosen Augen wie ein "naßer Kartoffelsack" im Stuhl saß. Inzwischen hat sie wohl verstanden, daß ich selber über mein Leben entscheide. Scheint auch mir gegenüber etwas verunsichert zu sein. Für sie benehme ich mich wohl, als ob alles weiterhin wie gewohnt wäre.

Wir waren letztes Jahr zusammen mit der Nichte und deren Kleinkindern im Freibad. Als ich zum größeren Becken ging, auch zum Springen, machte sie nicht einmal den Versuch mitzugehen. Meinen Enkel hat sie mir sogar im Babybecken anvertraut, um alles einzupacken.

Die Jüngere hatte mich am Anfang animiert, mit ihr ins Freibad zu gehen. Das erste Mal ging ich etwas zögerlich und bemerkte, wie sie mich im Wasser genau beobachtete. Inzwischen findet sie es ganz normal und wünschenswert, daß ich alleine hingehe.

Bei meinen Schwestern war es anders. Als die Jüngste von der Epilepsie erfuhr, sagte sie mir am Telefon, sozusagen "direkt ins Gesicht", ich bin nun behindert, sie ist die einzige Normale. Die zwei anderen Schwester sind manisch-depressiv und ich nun epileptisch... Aber lieber behindert als bissig!:-D

Ich habe meine 2. Ausbildung in einem Berufsbildungswerk gemacht und habe mit sehr vielen Menschen mit unterschiedlichsten Problemen gearbeitet. Alle waren fantastisch und jeder auf seine Art absolut super! Ich habe die Erfahrung gemacht, das diese Menschen sich gegenseitig mehr achten und mehr Spaß an allem haben!
Diese Intoleranz von "gesunden" Leuten ist krank und ärgert mich ungemein!!!


Und als ich vor zwei Jahren in ihrer Anwesenheit ins Meer zum Schwimmen ging, sagte sie, ich soll damit nicht rechnen, daß sie mich rettet. Sie muß sich um ihre Enkelin kümmern. Habe bemerkt, wie sie hinter meinen Rücken die Nachbarn über meine Behinderung genüßlich informierte.

Aber als ich mich nach einer langen Strecke umdrehte, um die Entfernung zum Ufer abzuschätzen, sah ich, daß zwei deren Töchter auf einem aufgepumpten LKW-Schlauch von der Strömung langsam gezogen wurden. Es hieß, sie können schwimmen, ich wußte aber nicht wie weit und auch nicht, ob sie die Nerven behalten würden. Auf dem hohen Schlauch würden sie nicht wieder hochkommen können. Dazu bei eingesetzter Ebbe in einer Bucht deren Strömungen ich nicht kenne. Deren Familie hatte es wohl - zuerst - nicht gemerkt. Ich schwamm also schräg den Weg zu den Mädchen, die begeistert waren, ihr Motor wieder zu haben. :-P :-P

Habe später erfahren, daß die Eltern es doch bemerkt hatten aber da sie dann auch sahen, ich hatte Kurs auf sie genommen, blieben sie am Strand. Also fanden sie wohl natürlich, daß gerade die "Epileptikerin" deren Töchter "zurückschwimmt".


Irgendwie tyisch, bloß nichts zugeben!!!

Zum Schwimmenn gibt es für mich zwei Aspekte:

1) Risiko
Auslöser ist bei mir Streß und ich schwimme nur zum Genuß, keinen Zwang, keine Leistung, gute Verhältnisse, nicht nüchtern, nicht "vollgefressen" usw. GM habe ich seit 2 1/2 Jahren nicht mehr und sie erfolgten sowieso nur zu Hause, "wann ich sie mir leisten konnte!". Immer alleine bis auf den letzten.
Das Restrisiko ist im Verhältnis zur Lebensqualität fast null

Ich denke Stress ist auch bei der Auslöser. Ich hatte ja in den vergangenen 10 Jahren keine Probleme bzw. Anfälle! Das Schwimmen und den Sport habe ich auch in den letzten 2 Jahren nur zu selten machen können. Habe sehr viel gearbeitet und zu Hause 2 kleine Kinder, 2 und 3 Jahre.

:-( Aber erzähl das mal den Ärzten! Die sind der Meinung, das Schwimmen absolut tabu ist und das alles auch ohne Stress gekommen wäre!

Ich meine, wenn ich wie früher auch meine Ausgleich zum beruflichen Stress habe, packe ich das auch ohne Medikamente!

Den Ärzten nach zu urteilen, ist das unmöglich!!!:-(


2) Konsequenzen
die Jüngste bin ich auch nicht und noch viel wichtiger: von mir ist niemand mehr abhängig - bis auf dem Kater...

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Friday, 21.02.2014, 10:43 (vor 4559 Tagen) @ Mazulog

Ich habe meine 2. Ausbildung in einem Berufsbildungswerk gemacht. Ich habe die Erfahrung gemacht, das diese Menschen sich gegenseitig mehr achten und mehr Spaß an allem haben!
Diese Intoleranz von "gesunden" Leuten ist krank und ärgert mich ungemein!!!

so was hat mich immer geärgert, auch "davor". Behinderte sind doch an deren Zustand nicht selber schuld! Momentan bin ich in einer integrativen Schule mit einem Handarbeitprojekt beschäftigt. Das eine Mädchen ist sichtlich "trisomique", macht manchmal Unfug oder fühlt sich vernachlässigt und daher wütend. Nicht nur Erzieherinnen sondern auch die Mitschüler (Erste Stufe) können sie schnell besänftigen / trösten / aufmuntern.

Und sie bringt es fertig gerade Reihen von Kreuzstichen zu sticken und zeigt sie mir volles Stolz.

Ich denke Stress ist auch bei der Auslöser.

:-( Aber erzähl das mal den Ärzten! Die sind der Meinung, das Schwimmen absolut tabu ist und das alles auch ohne Stress gekommen wäre!

Was dem Schwimmen angeht, wurde ich auch ausdrücklich und präzis gewarnt: Bei einem Krampf im Wasser wird die Luft aus den Lungen gepresst. Bei Bewußtlosigkeit sinkt man ins Wasser und dann wird schlagartig nach Luft geholt. Bloß, daß es unter Wasser eben keine Luft gibt!

Mein Neurologe sagte, daß ich sogar in einer Wasserlacke ertrinken könnte. Eine Schande für eine gute Schwimmerin! :-( :-(

Ich gehe damit vorsichtig um. Schwimmen nur unter besten Bedingungen, nie leistungsmässig, nur Genuß. Das Bad in der Wanne habe ich vermieden, von einer "Selbstmord-Provokation" abgesehen: Der Neurologe hatte gesagt, daß die Dosis doch noch etwas erhöhen werden muss. Dann habe ich ein Bad laufen lassen, den Kater gefüttert, kontrolliert, daß der Schlüssel in der Wohnungstür nicht steckt, wissend, daß man spätestens am Abend des nächsten Tags nach mir suchen würden, der Kater würde also nicht lange ohne Futter bleiben...

Und in die Wanne gestiegen, dabei der Epilepsie gesagt. "Tu es doch!"

War fast enttäuscht heil aus der Wanne zu steigen. Gleichwohl etwas nüchterner. Die Wette gegen die Epilepsie hatte ich aber gewonnen!

Ich wußte vielleicht "ungedacht", daß es nicht passieren würde...

Nochmals ausdrücklich: niemand ist von mir abhängig! Die jüngere Tochter wird demnächst 41 Jahre alt. Du hast aber zwei kleine Kinder, die Dich unbedingt brauchen. Deine Karten sind anders gemischt als meine!

Heißt nicht, daß Du nicht ins Wasser gehen kannst. Bloß nicht leistungsmässig und auf keinem Fall alleine! Mit guten informierten Kumpeln. Ihr könnt auch ein Spiel daraus machen und wetten: bekommst Du einen GM oder nicht? Jeder setzt eine kleine Summe: bekommst Du einen GM, dann den Inhalt der Sparbüchse als Trost, passiert nicht, geht ihr alle zusammen essen, wenn die Büchse voll genug ist.


Mein Neurologe schreibt ausdrücklich in seinen Berichten "mit überhöhter Stressanfälligkeit". Beim Rezeptabholung in Januar fragte er wie immer nach meinem Befinden. Eine kleine Störung - GM bekomme ich nicht mehr -. Gefiel ihm nicht. Ich sagte, daß ich eine Katze einschläfern lassen mußte, da war er wieder zufrieden - nicht wegen der Katze - "eben Stress".

Ich meine, wenn ich wie früher auch meine Ausgleich zum beruflichen Stress habe, packe ich das auch ohne Medikamente!

Den Ärzten nach zu urteilen, ist das unmöglich!!!:-(


Irgendwie "rede" ich mit der Epilepsie. Kommt der Hauch einer Störung, sage ich ihr: "sei brav, nicht so!". Momentan sage ich ihr "das machst Du jetzt aber gut, weiter so!" (die letzte Störung war Anfang Januar, wg der Katze)

Medikamente absetzen sollte nie ohne Rücksprache mit dem Neurologen erfolgen. Habe gelesen, daß ohne Medis ein Epilepsie-Muster sich im Gehirn "einbrennt". Nimmt man sie aber, kann das Gehirn langsam "vergessen".

Bei mir ist das "Vergessen" wohl nicht denkbar. Ich dachte, OP gelungen, sechs Monate AE zur Beruhigung und das war's! Nein, die Narbe hat gleich Ärger gemacht.

Bei Dir gab es aber eine lange Zeitspanne. Der Stress war wohl der Zünder. Vielleicht geht es doch irgendwann.

An Deiner Stelle würde ich "zweigleisig" fahren: Die AE nehmen, damit das Gehirn zur Ruhe kommt, was es wahrscheinlich nicht alleine schafft. Und mächtig an den Stressfaktoren arbeiten, Dir Zeit nehmen, Hobbies und Sport nachgehen aber nie leistungsmässig, Familie bewußter leben, mit den Kindern am Sportplatz auf der Rutschbahn usw. usw. Nicht mehr voller Wucht und Wut mit dem Kopf gegen die Epilepsie-Wand rennen - wie ich es auch gemacht hatte.

Das ganze natürlich als meine eigene Sicht der Sache, keineswegs als Evangelium!! Deinen Weg muß Du selber planen und ausführen. Alle Wege führen nicht nach Rom aber viele!

Alles Gute

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Friday, 21.02.2014, 20:36 (vor 4559 Tagen) @ mezeg

so was hat mich immer geärgert, auch "davor". Behinderte sind doch an deren Zustand nicht selber schuld! Momentan bin ich in einer integrativen Schule mit einem Handarbeitprojekt beschäftigt. Das eine Mädchen ist sichtlich "trisomique", macht manchmal Unfug oder fühlt sich vernachlässigt und daher wütend. Nicht nur Erzieherinnen sondern auch die Mitschüler (Erste Stufe) können sie schnell besänftigen / trösten / aufmuntern.

"[/i]> Und sie bringt es fertig gerade Reihen von Kreuzstichen zu sticken und zeigt sie mir volles Stolz. [/i]"


Schön, sie sich über kleine Dinge freuen können!!!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit Handicap dankbarer sind!

Was dem Schwimmen angeht, wurde ich auch ausdrücklich und präzis gewarnt: Bei einem Krampf im Wasser wird die Luft aus den Lungen gepresst. Bei Bewußtlosigkeit sinkt man ins Wasser und dann wird schlagartig nach Luft geholt. Bloß, daß es unter Wasser eben keine Luft gibt!

Mein Neurologe sagte, daß ich sogar in einer Wasserlacke ertrinken könnte. Eine Schande für eine gute Schwimmerin! :-( :-(

Ich gehe damit vorsichtig um. Schwimmen nur unter besten Bedingungen, nie leistungsmässig, nur Genuß. Das Bad in der Wanne habe ich vermieden, von einer "Selbstmord-Provokation" abgesehen: Der Neurologe hatte gesagt, daß die Dosis doch noch etwas erhöhen werden muss. Dann habe ich ein Bad laufen lassen, den Kater gefüttert, kontrolliert, daß der Schlüssel in der Wohnungstür nicht steckt, wissend, daß man spätestens am Abend des nächsten Tags nach mir suchen würden, der Kater würde also nicht lange ohne Futter bleiben...

Und in die Wanne gestiegen, dabei der Epilepsie gesagt. "Tu es doch!"

War fast enttäuscht heil aus der Wanne zu steigen. Gleichwohl etwas nüchterner. Die Wette gegen die Epilepsie hatte ich aber gewonnen!

Ich wußte vielleicht "ungedacht", daß es nicht passieren würde...

"Nochmals ausdrücklich: niemand ist von mir abhängig! Die jüngere Tochter wird demnächst 41 Jahre alt. Du hast aber zwei kleine Kinder, die Dich unbedingt brauchen. Deine Karten sind anders gemischt als meine!
"

Hast du keine Enkelkinder? Mein Vater, sei 3 Jahren Opa, ist jetzt wie ausgetauscht! Er kommt nach einem stressigen Arbeitstag offt zu seinen Enkel spielen und entspannen. Meinen Kindern würde er schon sehr doll fehlen!

"
Heißt nicht, daß Du nicht ins Wasser gehen kannst. Bloß nicht leistungsmässig und auf keinem Fall alleine! Mit guten informierten Kumpeln. Ihr könnt auch ein Spiel daraus machen und wetten: bekommst Du einen GM oder nicht? Jeder setzt eine kleine Summe: bekommst Du einen GM, dann den Inhalt der Sparbüchse als Trost, passiert nicht, geht ihr alle zusammen essen, wenn die Büchse voll genug ist. "

Komisch, ich habe in den Jahren 2006-2009 leistungsmäßig Sport gemacht! Ich war dreimal die Woche schwimmen und 2x joggen. Das Schwimmtraining war anfangs echt hart. Ich habe die ersten Male vor lauter Überanstrengung sogar in den Beckenüberlauf spucken müssen!

Bei den nächsten Malen habe ich dann 2-3 h davor nichts mehr gegessen. Nach etwa einem halben Jahr Training war ich dann ohne Probleme in der Lage mit zu halten!

Leider bin ich 2010 umgezogen und musste den Verein verlassen!:-(


"An Deiner Stelle würde ich "zweigleisig" fahren: Die AE nehmen, damit das Gehirn zur Ruhe kommt, was es wahrscheinlich nicht alleine schafft. "

Was passiert bei einem Anfall mit dem Gehirn? Warum muss das Gehirn das vergessen?

Was verändert sich da?


"Und mächtig an den Stressfaktoren arbeiten, Dir Zeit nehmen, Hobbies und Sport nachgehen aber nie leistungsmässig, Familie bewußter leben, mit den Kindern am Sportplatz auf der Rutschbahn usw. usw. "

Das mache ich, wenn es meine Arbeit und meine Familie zuläßt?

Nicht mehr voller Wucht und Wut mit dem Kopf gegen die Epilepsie-Wand rennen - wie ich es auch gemacht hatte.

> Das ganze natürlich als meine eigene Sicht der Sache, keineswegs als Evangelium!! Deinen Weg muß Du selber planen und ausführen. Alle Wege führen nicht nach Rom aber viele!

Stimmt!!!! Danke...


Alles Gute

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Friday, 21.02.2014, 23:00 (vor 4559 Tagen) @ Mazulog

Hast du keine Enkelkinder? Mein Vater, sei 3 Jahren Opa, ist jetzt wie ausgetauscht! Er kommt nach einem stressigen Arbeitstag offt zu seinen Enkel spielen und entspannen. Meinen Kindern würde er schon sehr doll fehlen!


Ich habe einen fünfjährigen Enkel, darf ihn aber nur selten und unter Aufsicht sehen. Letztes Mal war es im Januar, ich durfte ihm zumindest ein Haus aus seinen Lego-Steinen bauen, deren Menge ich gerade erhöht hatte. Das vorherige Mal war Ende September. Er wohnt nur drei km von mir entfernt. Hat eigentlich mit der Eifersucht meiner Tochter zu tun, die Epilepsie kommt natürlich als "guter Grund" passend.

Deswegen macht mir das Projekt in der integrativen Schule so viel Freude.

Es gibt auch meine Nichte, hier der Liebe wegen nachgezogen. Sie kommt oft mit ihren zwei kleinen Söhnen - wie letzten Dienstag - oder wir unternehmen etwas zusammen wie im Januar bei einem Kinderkonzert. Traurig zu denken, daß mir die Großneffen inzwischen näher stehen, als der eigene Enkel.


Leider bin ich 2010 umgezogen und musste den Verein verlassen!:-(

Ich war Tourenleiterin im Fahrradclub und hatte eine "Stammkundschaft". Vom Vorsitzende wurde ich nun ausgeschlossen, es sei "grobe Fahrlässigkeit mit bedingtem Vorsatz". Ich radle weiter, kreuze oft frühere Mitradler und wir tauschen Neuigkeiten aus. Manchmal fahre ich in einer geführten Tour mit und unterstütze die Leiter-Kollegen nach der üblichen Art. Radfahren alleine ist auch nicht ohne Charme, das Meckern über das schlechte Wetter oder die Speisekarte in der Wirtschaft muß ich mir nicht mehr "brav" anhören. :-D :-D :-D


Was passiert bei einem Anfall mit dem Gehirn? Warum muss das Gehirn das vergessen?

Was verändert sich da?

das kann ich Dir nicht "wissenschaftlich" erklären, ist aber keine Einbildung. Es heißt doch oft, nach zwei anfallsfreie Jahren kann man wieder Autofahren. Für mich nicht relevant, habe den Füherschein nicht gemacht... :-D :-D :-D
Ich habe schon das Gefühl, daß die Störunge bei mir langsam abflauen, obwohl die Dosis seit bald zwei Jahren nicht erhöht wurde.

Ich nehme an, daß es nach dem Muster Stress/Entspannung läuft.

schönes Wochenende

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 24.02.2014, 19:36 (vor 4556 Tagen) @ mezeg

"> Ich habe einen fünfjährigen Enkel, darf ihn aber nur selten und unter Aufsicht sehen. Letztes Mal war es im Januar, ich durfte ihm zumindest ein Haus aus seinen Lego-Steinen bauen, deren Menge ich gerade erhöht hatte. Das vorherige Mal war Ende September. Er wohnt nur drei km von mir entfernt. Hat eigentlich mit der Eifersucht meiner Tochter zu tun, die Epilepsie kommt natürlich als "guter Grund" passend."

Das ist bitter!!!

[i" Es gibt auch meine Nichte, hier der Liebe wegen nachgezogen. Sie kommt oft mit ihren zwei kleinen Söhnen - wie letzten Dienstag - oder wir unternehmen etwas zusammen wie im Januar bei einem Kinderkonzert. Traurig zu denken, daß mir die Großneffen inzwischen näher stehen, als der eigene Enkel."

Ich glaube du wirst Ihnen fehlen!


"Ich war Tourenleiterin im Fahrradclub und hatte eine "Stammkundschaft". Vom Vorsitzende wurde ich nun ausgeschlossen, es sei "grobe Fahrlässigkeit mit bedingtem Vorsatz". "

Ich würde nicht sagen grob fahrlässig, aber vielleicht nicht mehr so gut!

Man stelle sich vor dir passiert etwas und die Teilnehmer sind dann plötzlich völlig alleine. Hinzu kommt, dass sie wahrscheinlich völlig mit deinem Anfall überfodert wären.


Ich radle weiter, kreuze oft frühere Mitradler und wir tauschen Neuigkeiten aus. Manchmal fahre ich in einer geführten Tour mit und unterstütze die Leiter-Kollegen nach der üblichen Art. Radfahren alleine ist auch nicht ohne Charme, das Meckern über das schlechte Wetter oder die Speisekarte in der Wirtschaft muß ich mir nicht mehr "brav" anhören. :-D :-D :-D

:-)


"Für mich nicht relevant, habe den Füherschein nicht gemacht... :-D :-D :-D
"

Sei froh, ich bin darauf angewiesen. Ich muss zur Arbeit und bin ohne Auto nicht in der Lage zu den Ärzten etc. zu fahren...

"Ich habe schon das Gefühl, daß die Störunge bei mir langsam abflauen, obwohl die Dosis seit bald zwei Jahren nicht erhöht wurde. "

Kann man das verallgemeinern? Muss man die Dosis erhöhen?


" Ich nehme an, daß es nach dem Muster Stress/Entspannung läuft."

Meine Meinung!!! Stress ist die Hauptursache!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Tuesday, 25.02.2014, 10:36 (vor 4555 Tagen) @ Mazulog

Ich würde nicht sagen grob fahrlässig, aber vielleicht nicht mehr so gut!

Man stelle sich vor dir passiert etwas und die Teilnehmer sind dann plötzlich völlig alleine. Hinzu kommt, dass sie wahrscheinlich völlig mit deinem Anfall überfodert wären.

wir sind immer zu zweit geradelt, Pilot und Co-Pilot. Es fuhren auch so gut wie immer Kollegen mit. Dazu viele "Stammradler", die sowohl Route und "Sitten" kennen, uns immer unterstützen - z.B. Kreuzung absichern, bei Sturz und Verletzung eines Teilnehmers Lage sichern, andere beruhigen und von der Straße wegbringen, Fahrrad des Verletzten bestmöglichst sicher unterbringen, dem Co-Pilot wiederum "Co-Pilot" übernehmen, um die Gruppe in Sicherheit zu leiten, usw. usw.

Der Neurologe sagte auch von sich aus, wenn die Gruppe einen Co-Pilot hat, wäre ein Anfall lediglich mein Problem.

Abgesehen davon, daß ich die drei GM-Anfälle immer zu Hause und in gesicherter Situation bekam. Der erste, als Keppra-Absetzung gezeigt hatte, daß ich ohne AE nicht mehr auskomme, die zwei weiteren, weil ich "eine Weile" auf der Hälfte der vom Neurologen verschriebenen Dosierung blieb.

"Für mich nicht relevant, habe den Füherschein nicht gemacht... :-D :-D :-D
"

Sei froh, ich bin darauf angewiesen. Ich muss zur Arbeit und bin ohne Auto nicht in der Lage zu den Ärzten etc. zu fahren...

In dem Punkt bin ich volles Verständnis und Bedauern für wen auf das Auto angewiesen ist. Abseits lebend oder gar Berufskraftfahrer! Ich wohne in einer Großstadt mit bester Verkehrsanbindung.

Allerdings ist der Punkt sehr kritisch. Mir sind ein paar Mal auf dem Rad diese kleine Störunge passiert, verblaßte "déjà-vu" mit leichter Übelkeit und etwas Müdigkeit danach. Mal in einer Kreuzung, mal Spur neben Autos, die jüngere Tochter hinter mir. Die Kreuzung habe ich problemlos und richtig genommen, das Mal mit der Tochter bin ich in keinster Weise von der Spur gekommen oder gewackelt, sie hätte es gemerkt und mich sofort angesprochen und aufgefordert vom Rad abzusteigen.

Mal in einer Kreuzung, mal Spur nebens Autos, die jüngere Tochter hinter mir. Die Kreuzung habe ich problemlos und richtig genommen, das Mal mit der Tochter bin ich in keinster Weise von der Spur gekommen oder gewackelt, sie hätte es gemerkt, mich sofort angesprochen und aufgefordert vom Rad abzusteigen. Ich fahre also auch in solchen Fällen "fahrrad-sicher".

Nicht destoweniger nimmt es mir ein kleines Teil der Aufmerksamkeit in Anspruch. Auf dem Rad problemlos, ich könnte sowieso absteigen. Da ich aber keine Erfahrung im Autofahren habe, frage ich mich, ob diese kleine Reduzierung der Aufmerksamkeit bei höherer Geschwindigkeit Reflexe und Sicherheit mindern würden. Wie gesagt, keine Erfahrung mit Auto und somit von der notwendigen Aufmerksamkeit. Vermute aber, daß es weniger wäre, als wenn der Fahrer aufgeregt telefoniert oder das Radio zu aufmerksam zuhört.


"Ich habe schon das Gefühl, daß die Störunge bei mir langsam abflauen, obwohl die Dosis seit bald zwei Jahren nicht erhöht wurde. "

Kann man das verallgemeinern? Muss man die Dosis erhöhen?

Nein, Du muß umgekehrt denken! Obwohl die Dosis nicht erhöht wurde, flauen bei mir die Beschwerde ab. Also mußte nicht erhöht werden, um diese Besserung zu erreichen. Am Anfang muß ausgesucht werden, welches AE in welcher Dosis das gewünschte Ergebnis bringt. Kann eine Weile dauern und ist belastend. Ist man aber dann gut eingestellt, akzeptiert man die Epilepsie viel leichter.

Habe gestern ein Projekt Senioren / Kinder (Handarbeiten) abgeschlossen. Das vom Neurologen persönlich verfaßte Attest hatte ich vorab vorgelegt, obwohl kein medizinisches Attest gefordert war. Mir war es aber wichtig: Ihr nehmt mich, wie ich bin oder Ihr sucht eine andere Ehrenamtliche! So fühlte ich mich akzeptiert. Es gab sofort eine entspannte fröhliche Stimmung mit Pädagoginnen und Kindern. Beim Abschluß sagten die Kinder, sie wünschen, daß ich wieder ein Projekt mit ihnen mache. Die Pädagogin, daß der Funken sofort rüber gesprungen sei, das Handarbeitsfieber ist bei der Klasse ausgebrochen, auch bei den Jungs - habe selber gemerkt.

Eine Gruppe älterer Kinder hat mich nun auch "gebucht".

Für mich tiefe Freude. Trotz Epilepsie vollkommen "normal" angenommen. Und es war so schön zu sehen, wie sie Interesse und Ausdauer zeigten, einer der Jüngsten sich ein etwas schwierigeres Muster auswählte, "um es seinem Papa zum Vatertag zu schenken". Und verblüfft-bewundernd: Einer hatte sich vollkommen selbstständig ein eigenes Muster ausgedacht mit anderem Stich.

Perfektes Anti-Streß-Medizin... seit 7 Wochen - also seit dem Anfang - habe ich keine dieser kleinen - an sich harmlosen - Störungen bekommen, die noch übrig bleiben.


Meine Meinung!!! Stress ist die Hauptursache!

Das ist nicht zu widersprechen!!! :-) :-)

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Wednesday, 26.02.2014, 19:56 (vor 4554 Tagen) @ mezeg

wir sind immer zu zweit geradelt, Pilot und Co-Pilot. Es fuhren auch so gut wie immer Kollegen mit. Dazu viele "Stammradler", die sowohl Route und "Sitten" kennen, uns immer unterstützen - z.B. Kreuzung absichern, bei Sturz und Verletzung eines Teilnehmers Lage sichern, andere beruhigen und von der Straße wegbringen, Fahrrad des Verletzten bestmöglichst sicher unterbringen, dem Co-Pilot wiederum "Co-Pilot" übernehmen, um die Gruppe in Sicherheit zu leiten, usw. usw.

[/i][/size]

Wenn es so ist, dann sollte eigentlich nichts im Wege stehen! Aber du beschreibst ja selber, dass dir schon einige Male schwindelig war. Im Endeffekt musst du es selber entscheiden, ob du Fahrrad fährst oder nicht. Ich denke, es ist im Verein eine rechtliche, versicherungstechnische Frage!?


Ich wohne in einer Großstadt mit bester Verkehrsanbindung.

Ich wohne auf dem Dorf und muss ca. 20 km bis zur größerern Stadt fahren!

> Nein, Du muß umgekehrt denken! Obwohl die Dosis nicht erhöht wurde, flauen bei mir die Beschwerde ab. Also mußte nicht erhöht werden, um diese Besserung zu erreichen. Am Anfang muß ausgesucht werden, welches AE in welcher Dosis das gewünschte Ergebnis bringt. Kann eine Weile dauern und ist belastend. Ist man aber dann gut eingestellt, akzeptiert man die Epilepsie viel leichter.

Ich frage mich, ob es in meinem Fall richtig ist gleich Medikamente zu nehmen?

Normalerweise werden nach einem Anfall noch nicht Medikamente verschrieben, aber bei mir sind laut Neurologin erhebliche Vorschäden!


> Habe gestern ein Projekt Senioren / Kinder (Handarbeiten) abgeschlossen. Das vom Neurologen persönlich verfaßte Attest hatte ich vorab vorgelegt, obwohl kein medizinisches Attest gefordert war. Mir war es aber wichtig: Ihr nehmt mich, wie ich bin oder Ihr sucht eine andere Ehrenamtliche! So fühlte ich mich akzeptiert. Es gab sofort eine entspannte fröhliche Stimmung mit Pädagoginnen und Kindern. Beim Abschluß sagten die Kinder, sie wünschen, daß ich wieder ein Projekt mit ihnen mache. Die Pädagogin, daß der Funken sofort rüber gesprungen sei, das Handarbeitsfieber ist bei der Klasse ausgebrochen, auch bei den Jungs - habe selber gemerkt.


[quote][/quote]
> Eine Gruppe älterer Kinder hat mich nun auch "gebucht".
[quote]
Für mich tiefe Freude. Trotz Epilepsie vollkommen "normal" angenommen. Und es war so schön zu sehen, wie sie Interesse und Ausdauer zeigten, einer der Jüngsten sich ein etwas schwierigeres Muster auswählte, "um es seinem Papa zum Vatertag zu schenken". Und verblüfft-bewundernd: Einer hatte sich vollkommen selbstständig ein eigenes Muster ausgedacht mit anderem Stich.
[/quote]

:-) :-) :-)

Schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird oder!?:-)

Bleib dran!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Thursday, 27.02.2014, 10:21 (vor 4553 Tagen) @ Mazulog

Ich frage mich, ob es in meinem Fall richtig ist gleich Medikamente zu nehmen?

Normalerweise werden nach einem Anfall noch nicht Medikamente verschrieben, aber bei mir sind laut Neurologin erhebliche Vorschäden!

Doch innere Narbe wie bei mir! Der Neurologe verschrieb mir AE bereits beim ersten Anfall nach der OP. Die verursachende Tumor wurde zwar erfolgreich entfernt aber die Narbe wurde zum Störenfried. Lt Neurologe etwa 50% der Patienten. Ich soll mir keine Hoffnung auf eine entsprechende Verbesserung machen.

Nachträglich empfinde ich es als positiv, AE gleich genommen zu haben - und als negativ nur eine halbe Dosis zu nehmen. Inzwischen ist es im Alltag integriert.

Vielleicht beruhigt sich doch durch die AE bei Dir alles langsam, besonders wenn Du gleichzeitig ernsthaft an Stressminderung arbeitest.


Schönes Gefühl, wenn man gebraucht wird oder!?:-)

Das ist definitv g*o*l*d-wert! Habe mich beim Neurologen für sein Attest ausdrücklich bedankt!


Bleib dran!

Klar!

mezeg

P.S. das eine Wort wurde vom Kontroll-System verworfen, also mit *

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Friday, 28.02.2014, 13:50 (vor 4552 Tagen) @ mezeg


Doch innere Narbe wie bei mir! Der Neurologe verschrieb mir AE bereits beim ersten Anfall nach der OP.
Lt Neurologe etwa 50% der Patienten.

Alles richtig, aber ich hatte 10 Jahre nichts und habe auch keine Medikamente genommen!

Laut Statistik ist es doch so, dass Menschen bei denen innerhalb von 5 Jahren kein Anfall auftritt ziemlich große Chancen haben das nichts kommt!

Bei mir waren es sogar 10 Jahre, ohne!!!

Ich denke, das bei meinem Anfall nicht die Narbe, sondern der Streß der Grund war.

In den Wochen vor dem Anfall war es sehr sehr stressig. Ich mußte auf Arbeit 4 Projekte gleichzeitig kontrollieren, an einem selber mitarbeiten und dazu noch die täglichen IT Probleme lösen.

Ich habe in der Zeit Überstunden ohne Ende gemacht. Es kam es sogar vor, dass ich von morgens 8.30 Uhr bis nächsten morgen um 5.00 Uhr in der Firma saß. Meine 8 Stunden Schlaf konnte ich danach leider auch nicht nehmen! Um 12.00 Uhr war ich wieder in der Firma!

Kannst du jetzt meine Bedenken zur richtigen Diagnose nachvollziehen?


[quote]Vielleicht beruhigt sich doch durch die AE bei Dir alles langsam, besonders wenn Du gleichzeitig ernsthaft an Stressminderung arbeitest.
[/quote]

Ich mache jetzt wieder pünklich Feierabend und ausreichend Sport.
Warum schreiben alle, dass sich das Hirn nach einem Anfall rehabilitieren muss?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Saturday, 01.03.2014, 18:45 (vor 4551 Tagen) @ Mazulog

Hallo Mazulog,

irgendwie muß ich an eine Maus in einem dieser Räder denken, die laufen und laufen und doch nicht daraus kommen. Sagen wir lieber ein Eichhörnchen, sie sind eleganter... ;-) ;-) ;-)

Einerseits bist Du überzeugt, daß dieser GM ein Einzelfall war:

Laut Statistik ist es doch so, dass Menschen bei denen innerhalb von 5 Jahren kein Anfall auftritt ziemlich große Chancen haben das nichts kommt!

Bei mir waren es sogar 10 Jahre, ohne!!!

Aber Statistik geben den Durchschnitt an, auch wenn dieser sehr hoch ist, kommt es nie auf die 100%.

Ich denke, das bei meinem Anfall nicht die Narbe, sondern der Streß der Grund war.

Kannst du jetzt meine Bedenken zur richtigen Diagnose nachvollziehen?

Der Stress war bestimmt der Auslöser - bleibt bei mir auch der Zünder - aber auf einem epileptischen Potential, das bis jetzt nur schlummerte und doch geweckt wurde.

Andererseits bist Du doch nicht so sicher... Kommt mir so vor, als ob Du hier und woanders nach einer Bestätigung suchst, daß Du richtig denkst, daß es eine Ausnahme war, daß alles wieder gut wird, war doch zehn Jahre ohne Probleme, mit Streßverminderung erledigt usw. Daß Du zwischen den beiden Optionen hin- und her pendelst.. :-(

Entweder Du bist überzeugt, daß es wirklich ein Ausnahmefall war, reduzierst ernsthaft den Stress - und beobachtest dich aufmerksam. Und läßt Dich von vertrauenswürdigen nüchternen Nächsten beobachten. Vielleicht hast Du doch recht und es geht ohne AE.

Oder Du unterstützt die Streßminderung mit AE zumindest eine Weile (6 Monate?) und versuchst danach vorsichtig runterzufahren.

Warum schreiben alle, dass sich das Hirn nach einem Anfall rehabilitieren muss?

Habe mal gelesen, daß Epilepsie ein "Gewitter im Gehirn" sei, es muß doch zu Ruhe kommen. Wie nach einer Gehirnerschütterung.

Wenn man sich einen Muskelkater oder ein mächtiges Hämatom einholt, ist es ratsam die Heilung mit entsprechender Salbe zu fördern. Geht so schneller vorbei.

Egal welche Option nur nach Rücksprache mit dem Neurologen, zweite Meinung dazu kann nicht schaden. Als ich meinem sagte, ich möchte eine Weile auf halber Dosis bleiben, war er skeptisch, meinte aber: "Wenn es sechs Monate klappt, dann ist es wohl die richtige Menge". Klappte nicht. Und als ich nach zwei weiteren GM aufgab, hat er nicht höhnisch reagiert: "Hatte ich doch Ihnen gesagt!" sondern freundlich-sachlich.

Die Entscheidung kann niemanden für Dich treffen. Das Verzweifeln aber zwischen AE or not AE ist aber auch ein nicht unerheblichen Stressfaktor.

Wünsche Dir alles Gute!

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

sigi1955, Saturday, 15.02.2014, 22:09 (vor 4565 Tagen) @ Mazulog

Hallo!
Ich habe 1994 einen großen Grand mal Anfall gehabt. Die haben mir damals auch das volle Programm angeordnet. Tabletten, Fahrverbot ( wohnten auf dem Dorf ohne öffnentliche Verkehrsanbindung), Ruhe,( 8 Std. Arbeit als Altenpflegerin+ 4 Kinder großziehen)das war Stress pur. Ich habe damals ein Jahr lang, aus reiner Vorsichtsmaßnahme Medikamente genommen. danach habe ich sie langssam wieder ausschleichen lassen. Diese Medikamente dürfen nie von einem Tag auf den anderen abgesetzt werden. Danach hatte ich bis 2006 garnichts mehr.
Im Sommer 2006 schlug die Epilepsie dann richtig zu. Nach dem ersten Anfall wollte ich noch keine medi´s nehmen. Nach einem halben Jahr hatte ich den 2. Anfall, der dann schon richtig hinlangte. Dann gab es das volle Programm im Krankenhaus. Bis 2010 habe ich dann ganz normal weitergearbeitet und der Stress auch. Als Altenpflegerin im Heim. Trotz Medikamente lies der nächste Anfall nicht lange auf sich warten. So ging es dann bis zur Neueinstellung im Spezialkrankenhaus für Epilepsie in Hamburg Alsterdorf. Seit dem ich dort neue Medi´s bekommen habe, und nicht mehr arbeite, bin ich anfallsfrei.
Lamotrigin 400mg+ Zongran 300mg+ Cymbalta 30mg nehme ich vom Neurologen.
Habe vom Hausarzt noch Pantozol 40mg dazu, wegen der Magenschleimhaut.
Tipp für dich hol dir eine 2. Meinung ein wenn dir das sicherer ist. Wenn du keine Medikamente nehmen willst, mußst du damit rechnen das du jeder Zeit und an jedem Ort wieder umkippen kannst. gruß sigi1955

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 17.02.2014, 16:50 (vor 4563 Tagen) @ sigi1955

Hallo sigi1955,

Ist es möglich, dass sich dein Körper sich an diese Medikamente gewöhnt hat? Du beschreibst ja, dass erst nach dem Absetzen neue Anfälle kamen?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 11.03.2014, 08:14 (vor 4541 Tagen) @ Mazulog

Hallo,

war gestern beim Facharzt, einem Epileptologen. Leider hat der mir auch nur das erstgesagte von der Neurologin bestätigt. Er sagte ganz gleich wann ein Anfall kommt, mit meinen Vorschäden muss man von Epilepsie ausgehen.Ich muss medikamentös eingestellt werden.

Ziemlich mies um nicht zusagen sche.....!!!! Ich weiß nicht, wie ich mich jetzt fühlen soll!

Zum einen frage ich mich, warum erst nach 10 Jahren der erste Anfall. Ob es nicht die Ausnahme war? Ich weiß nicht, wie ich die Diagnose akzetieren soll!?

Zum Anderen will ich niemanden durch Leichtsinn verletzen!

Ich darf auf keinen Fall, mehr alleine Schwimmen. Andere Hobbys, wie Kajak fahren und Segeln auch nur noch mit ohnmachtssicherer Schwimmweste.

Seiner Aussage nach, verkrampft bei einem Anfall der Körper und die Schutzfunktion der Atemwege dicht zu machen ist deaktiviert. Dann kommt es sofort zum Volllaufen der Lungen etc..

Ist das korrekt.


Andererseits rede ich mir ein, es gib Schlimmeres, Krankheiten bei denen man gar nichts mehr darf und auf alles verzichten muss!

Hat jemand ähnliches durch? Ich suche jemanden bei dem auch erst Jahren nach einem Unfall eine Epilepsie eingetreten ist?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Tuesday, 11.03.2014, 11:54 (vor 4541 Tagen) @ Mazulog
bearbeitet von unbekannt, Tuesday, 11.03.2014, 12:11

Hat jemand ähnliches durch? Ich suche jemanden bei dem auch erst Jahren nach einem Unfall eine Epilepsie eingetreten ist?


Also bei mir warens 4 Jahre.Allerdings wurde nur kurz nach dem Schädelhirntrauma im MRT eine Art Blutung festgestellt die sich dann bald im Nichts aufgelöst hat.Auf allen Kernspinröhrenaufnahmen und 3D-Kameras seit dem ersten Anfall ist auch Nichts von Vernarbungen zu entdecken gewesen.

Hast du dem Epileptologen denn von deiner Streßsituation erzählt ?


Prinzipiell kann ja jeder Mensch einmal im Leben einen Krampfanfall kriegen. Wenn er dann ein SHT in seiner Biographie hat , hat er halt Pech und das Schild Epilepsie umhängen. (*Vorsicht Sarkasmus*)

Zumindest vom Schwimmbad hab ich mich ( mit und ohne Tabletten ) nie abhalten lassen und von normalen Neurologen gabs da auch keine Extraermahnung daß ich das wenigstens dem Bademeister melden muß.
Wenn man einmal gebrannt ist dann ist das was Anderes. Auf die Badewanne hab ich erst mal längere Zeit verzichtet seit mir das da einmal passiert ist.War ich zu entspannt ?
Auf jeden Fall fühl ich mich beim Schwimmen immer wohl und aktiv.

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 11.03.2014, 19:53 (vor 4541 Tagen) @ unbekannt

[i]Auf allen Kernspinröhrenaufnahmen und 3D-Kameras seit dem ersten Anfall ist auch Nichts von Vernarbungen zu entdecken gewesen.[/i][


Leider sind bei mir die betroffenen Bereiche vom Unfall 2004 sehr gut zu erkennen.

Nach dem MRT in der Notaufnahme im letzten Jahr sagten man zu mir, das die Narben Schuld seien!

Das glaube ich auch gerne, da ich beim Anfall zuerst einen linksseitigen Krampf im Arm und Kopf gemerkt habe!

> Also bei mir warens 4 Jahre.Allerdings wurde nur kurz nach dem Schädelhirntrauma im MRT eine Art Blutung festgestellt die sich dann bald im Nichts aufgelöst hat.

Bei mir wurden am Unfalltag 2004 Blutungen und Quetschungen in mehreren Bereichen festgestellt. So dass, ich 14 Tage im künstl. Koma lag und dann im Anschluß alles therapieren mußte.

Hast du dem Epileptologen denn von deiner Streßsituation erzählt ?

Ja,natürlich. Er hat das gleich abgewunken. .... "durch die Vorschäden etc....."!

Seiner Ausage nach, kann es immer wieder unverhofft kommen.

Prinzipiell kann ja jeder Mensch einmal im Leben einen Krampfanfall kriegen. Wenn er dann ein SHT in seiner Biographie hat , hat er halt Pech und das Schild Epilepsie umhängen. (*Vorsicht Sarkasmus*)

> Zumindest vom Schwimmbad hab ich mich ( mit und ohne Tabletten ) nie abhalten lassen und von normalen Neurologen gabs da auch keine Extraermahnung daß ich das wenigstens dem Bademeister melden muß.

Nimmst du Tabletten, hast du mal keine genommen?

Wenn man einmal gebrannt ist dann ist das was Anderes. Auf die Badewanne hab ich erst mal längere Zeit verzichtet seit mir das da einmal passiert ist.

Hast du beim Baden eine Anfall gehabt?

:-P

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Wednesday, 12.03.2014, 12:27 (vor 4540 Tagen) @ Mazulog

Nimmst du Tabletten, hast du mal keine genommen?

Jetzt nehm ich Tabletten , davor ein paar Jahre keine ( trotz Anfällen ) und davor ein paar Jahre welche. ;-)


Hast du beim Baden eine Anfall gehabt?

Ja , seitdem bade ich lieber unter der Dusche.Sagen ja auch einige daß das eher in einer entspannten Phase nach dem Streß passiert.Irgendwie hat die Spannung vorher sonst wohl noch so eine Art Kontrollfunktion.


Man muß das sicher ernst nehmen wenn da Narbengewebe vorhanden ist aber das Problem was ich bei allen Facharztrichtungen seh ist daß die oftmals in einem Tunnelblick verfangen ohne Rechts und Links zu gucken.

Nehmen wir mal den Schlaganfall , eine ernste Krankheit die man sich nicht einbildet , da würde man sicher auch unter irgendwelchen Instrumenten Veränderungen an Gefäßen entdecken.Schaut man sich aber einige öffentliche Personen an die sowas erlebt haben dann geben die auch unumwunden zu daß sie sich selber überlastet haben z. B. Niedecken , Platzeck.

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 18.03.2014, 08:17 (vor 4534 Tagen) @ unbekannt
bearbeitet von Mazulog, Tuesday, 18.03.2014, 08:20

> Jetzt nehm ich Tabletten , davor ein paar Jahre keine ( trotz Anfällen ) und davor ein paar Jahre welche. ;-)

Welche Sorte nimmst du, wie hast du die abgesetzt?

Wie zeigten sich die Anfälle?


Irgendwie hat die Spannung vorher sonst wohl noch so eine Art Kontrollfunktion.

Bei mir ist es genau anders gewesen, der eine Anfall kam auf Arbeit! Zwischen 3 "unlösbaren" Problemen!



....daß die oftmals in einem Tunnelblick verfangen ohne Rechts und Links zu gucken.

Meine Hausärztin, hat mir vor Wochen ihre Sicht der Dinge über die Medizin und die Ärzte erzählt! Sie sagte:

"Glauben sie wirklich, dass wir Menschen heilen? 99% der Krankhaiten, bis auf die Chronischen, würden von alleine weggehen, wenn man ihnen die Zeit gibt!!!"

...sie sich selber überlastet haben z. B. Niedecken , Platzeck.


Ich habe mich gestern mit einer Person, die beim Anfall dabei war unterhalten!

Er kennt aus seinem altem Kollegenkreis solche Anfälle. Er ist klar der Meinung, dass ich zu der Zeit zuviel Stress hatte!


Jetzt nach einem halben Jahr, will ich weg von den Medikamenten! Ich schlucke Lamotrigin 100 mg / morgens.


Im Krankenhaus bekam ich die Anweisung, die Dinger nur morgens zu nehmen. Ein viertel jahr später war ich beim Neurologen.

Jetzt sollte ich die Dinger je zu 50mg morgens und abends nehmen. Habe es aber bis heute bei morgens belassen und keine Probleme!

Ein weiterer Neurologe, sagte mir, dass die Dinger lediglich eine Halbwertsszeit von 12 Stunden haben.

Das hieße im Umkehrschluss, dass ich seit Anfang an bis jetzt nur zu 50% des Tages unter Kontrolle der Medikamente bin, oder?

Kann man sie dann nicht ganz weglassen?


Machen die Dinger in einer Art abhängig? Gewöhnt sich der Kopf dran, kommt ohne nicht mehr zurecht?

Ich habe sie einen Tag vergessen, und hatte abends dann so ein komisches Gefühl! Es war wie kurz vor dem Anfall! Ich habe das Gefühl gehabt, mein Kopf, Hals verkrampft.

Die Schrift auf dem Stück Papier, wo ich hingesehen habe verschwimmt und wird unleserlich!

Kommt das jetzt von der Epilepsie oder nur den nicht genommenen Pillen?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Tuesday, 18.03.2014, 09:33 (vor 4534 Tagen) @ Mazulog

"Glauben sie wirklich, dass wir Menschen heilen? 99% der Krankhaiten, bis auf die Chronischen, würden von alleine weggehen, wenn man ihnen die Zeit gibt!!!"

Also da kann ich nicht folgen... Richtig krank war ich fast nie. Aber gewiße Vorsichtsmaßnahmen muß ich schon nehmen. Etwas zuviel LDLC? Wäre im Prinzip durch das stete optimale HDLC (Radfahren!) locker ausgeglichen, es wurde aber eine leichte Arteriosklerose in den Carotiden festgestellt. Auf Schlaganfall habe ich keine Lust und mit etwas Simvastatin sind die Werte wieder ausgezeichnet.


Er kennt aus seinem altem Kollegenkreis solche Anfälle. Er ist klar der Meinung, dass ich zu der Zeit zuviel Stress hatte!

Daß ist auf jedem Fall zutreffend.


Jetzt nach einem halben Jahr, will ich weg von den Medikamenten! Ich schlucke Lamotrigin 100 mg / morgens.


Im Krankenhaus bekam ich die Anweisung, die Dinger nur morgens zu nehmen. Ein viertel jahr später war ich beim Neurologen.

Jetzt sollte ich die Dinger je zu 50mg morgens und abends nehmen. Habe es aber bis heute bei morgens belassen und keine Probleme!

Als ich auf 250 mgr (125 - 0 - 125) habe ich massive Schlafprobleme bekommen, die zweimal so etwas wie Absences verursacht haben und doch etwas später als Sekundenschlaf identifiziert wurden. Als ich deswegen zum spezialisierten Epileptologen geschickt wurde, sagte er, Lamotrigin kann unsymetrisch genommen werden: in meinem Fall dann 150 - 0 - 100), weil bei mir die Anfälle nach OP stets tagsüber erfolgten. In der Annahme umgestellt zu werden, hatte ich eigenhändig drei Monate davor (bis man einen Termin bekommt!) auf 125 - 0 - 100 reduziert. Ich erwähnte dann bei "regulären" Neurologe meine Bereitschaft wieder auf 250 mgr zurückzubekommen aber asymtrisch, sagte er, es sei nicht notwendig. Mit 125 - 0 - 100 bin ich anschlagfrei und nur hier und da mit schwachen Auren konfrontiert: dabei bleiben!

Als ich auf 100 mgr eine Weile bleiben wollte, sagte der Neurologe, die Dosis sei zu niedrig und im Blut nicht nachweisbar. Bekam danach 2 GM-Anfälle und akzeptierte seine Anweisung.


Ein weiterer Neurologe, sagte mir, dass die Dinger lediglich eine Halbwertsszeit von 12 Stunden haben.

Das hieße im Umkehrschluss, dass ich seit Anfang an bis jetzt nur zu 50% des Tages unter Kontrolle der Medikamente bin, oder?

Wenn Du nachts sowieso Anfälle nicht bekamst, vielleicht doch so richtig?


Machen die Dinger in einer Art abhängig? Gewöhnt sich der Kopf dran, kommt ohne nicht mehr zurecht?

Ich fühle mich jetzt frei - aber nicht euphorisch - der Albtraum GM-Anfall scheint nur verbannt zu sein. Ab und zu nach starkem Streß, den ich nicht selber steuern kann, sondern ausgeliefert bin, dann eine leichte Aura. Enttäuschung, sie doch noch zu bekommen aber gut steuerbar.


Ich habe sie einen Tag vergessen, und hatte abends dann so ein komisches Gefühl! Es war wie kurz vor dem Anfall! Ich habe das Gefühl gehabt, mein Kopf, Hals verkrampft.

Die Schrift auf dem Stück Papier, wo ich hingesehen habe verschwimmt und wird unleserlich!

Kommt das jetzt von der Epilepsie oder nur den nicht genommenen Pillen?

Mit ist es auch beim Lesen passiert und zwar als ich noch nicht eingestellt war: unfähig ein Wort richtig zu identifizieren. Hatte das Gefühl, daß es an der kurzen Speicherung lag, die letzte Silbe glaube ich doch aufgenommen zu haben aber ohne "Vortext" nicht verständlich und kaum versuchte ich weiter zu lesen, war diese Silbe weg.

Buch zur Seite gelesen, erfolglos versucht, etwas zu schlafen, das Buch wieder genommen. Dann konnte ich einwandfrei lesen, obwohl der Text in englisch war. Das gleiche mit dieser Dosis noch beim Verständig vom Gesprochenes oder kurzzeitige Unfähigkeit mich mit Worten auszudrücken.

Ich wiederhole mich (!) auf Neues. In Deiner Situation - und meiner jetzigen Erfahrung - würde ich Gehirn und AE etwas Zeit gönnen, ohne mich verzweifelt dagegen zu stemmen. Wie sagte doch die Ärztin, der Krankheit etwas Zeit lassen???

Und dann schaust Du - mit Deinem Neurologen - weiter.

Alles Gute

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 18.03.2014, 11:08 (vor 4534 Tagen) @ mezeg
bearbeitet von Mazulog, Tuesday, 18.03.2014, 11:12

"Glauben sie wirklich, dass wir Menschen heilen? 99% der Krankhaiten, bis auf die Chronischen, würden von alleine weggehen, wenn man ihnen die Zeit gibt!!!"

Also da kann ich nicht folgen... Richtig krank war ich fast nie. Aber gewiße Vorsichtsmaßnahmen muß ich schon nehmen. Etwas zuviel LDLC? Wäre im Prinzip durch das stete optimale HDLC (Radfahren!) locker ausgeglichen, es wurde aber eine leichte Arteriosklerose in den Carotiden festgestellt. Auf Schlaganfall habe ich keine Lust und mit etwas Simvastatin sind die Werte wieder ausgezeichnet. [/i]

ich denke, die Ärztin meint, dass viele Krankheiten hausgemacht, zum Beispiel Stress abhängig sind. Wenn man sich besinnen und ganz entspannt leben würde, würde vieles von alleine weg gehen!

Ausgenommen, die chronischen Krankheiten wie Zucker etc...

> Als ich auf 250 mgr (125 - 0 - 125) habe ich massive Schlafprobleme bekommen, die zweimal so etwas wie Absences verursacht haben und doch etwas später als Sekundenschlaf identifiziert wurden.

das habe ich auch schon mal irgendwo gelesen!


Asymetrisch heißt im Umkehrschluß, wenn man mit viel Stress hat, mehr schlucken! Bei weniger, nichts oder weniger...


> Ich wiederhole mich (!) auf Neues. In Deiner Situation - und meiner jetzigen Erfahrung - würde ich Gehirn und AE etwas Zeit gönnen, ohne mich verzweifelt dagegen zu stemmen. Wie sagte doch die Ärztin, der Krankheit etwas Zeit lassen???
[quote]
[/quote]

Wie lange denkst du? Heute ist es genau ein halbes Jahr her!

Noch ne andere Frage.

Habe damals ein Fahrverbot von dem Krankenhausneurologen für 6 Monate bekommen. Darf ich ab heute, ohne Prüfung wieder ins Auto?

Oder, brauch ich noch einen Freifahrtschein vom Neurologen?

Wie sieht es dann die Versicherung?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Tuesday, 18.03.2014, 13:04 (vor 4534 Tagen) @ Mazulog


> Als ich auf 250 mgr (125 - 0 - 125) habe ich massive Schlafprobleme bekommen, die zweimal so etwas wie Absences verursacht haben und doch etwas später als Sekundenschlaf identifiziert wurden.

das habe ich auch schon mal irgendwo gelesen!


Asymetrisch heißt im Umkehrschluß, wenn man mit viel Stress hat, mehr schlucken! Bei weniger, nichts oder weniger...

Wie lange denkst du? Heute ist es genau ein halbes Jahr her!


ich klicke mich lieber ab.

mezeg

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Wednesday, 19.03.2014, 10:46 (vor 4533 Tagen) @ Mazulog
bearbeitet von unbekannt, Wednesday, 19.03.2014, 10:50

wie hast du die abgesetzt?

Also über ein paar Monate immer eine (kleine ? ) Portion weniger.
Unter ärztlicher Oberaufsicht wird das wohl auch nicht anders stattfinden oder ?

Ich hab mir jetzt wegen der bei längeren Threads unpraktischen Lesbarkeit in dieser Art Baumforentechnik nicht alles durchgelesen aber man kann sich auch manchmal zu sehr den Kopf zerbrechen.Kann auch stressen. ;-)

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Thursday, 20.03.2014, 12:45 (vor 4532 Tagen) @ unbekannt

> Also über ein paar Monate immer eine (kleine ? ) Portion weniger.
[quote]Unter ärztlicher Oberaufsicht wird das wohl auch nicht anders stattfinden oder ?
[/quote]

Wirklich in einem Zeitram von ein paar Monaten? Im Beipackzettel steht etwas von 14 Tagen langsam reduzieren!

unter ärztlicher Beobachtung!?

Bisher hat mir noch kein Arzt seine Bestätigung gegeben!!!

! Nur auf eigene Verantwortung und nachdem ich eine schriftliche Bestätigung dagelassen habe!!!

Ich hab mir jetzt wegen der bei längeren Threads unpraktischen Lesbarkeit in dieser Art Baumforentechnik nicht alles durchgelesen.

ist auch inzwischen reichlich viel geworden!


aber man kann sich auch manchmal zu sehr den Kopf zerbrechen.Kann auch stressen. ;-)
[/i]


Das stimmt auch, ich zweifel die Diagnose nur vollends an!

In den 10 Jahren nach dem SHT war ja nichts. Obwohl ich Schichtdienst etc. gearbeitet habe. Ich habe lange überlegt und das einzige was sich extrem verändert hat ist der berufliche Streß!

Früher habe ich in 3 Schichten gearbeitet und habe teilweise auch wenig Schlaf bekommen. Ein Baby sei Dank :-)

Jetzt bin ich als alleinige Administrator für den Sitz einer Internationalen Firma verantwortlich.

Zu der Zeit um den Anfall habe ich den ganzen alten Sch** hier rausgerissen und neu gemacht! Das war verdammt viel....

Jetzt ist es entspanter, ich kann mir die Zeit besser einteilen und habe pünktlich Feierabend!!!

Ich merke, dass die Pillen nicht besonders gut sind!

Habe schon seit 3 Wochen dicken gelb/grünen Schnupfen und vereinzelt auch mal halsschmerzen!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Thursday, 20.03.2014, 14:35 (vor 4532 Tagen) @ Mazulog
bearbeitet von unbekannt, Thursday, 20.03.2014, 14:46


Wirklich in einem Zeitram von ein paar Monaten? Im Beipackzettel steht etwas von 14 Tagen langsam reduzieren!

unter ärztlicher Beobachtung!?

Bisher hat mir noch kein Arzt seine Bestätigung gegeben!!!

! Nur auf eigene Verantwortung und nachdem ich eine schriftliche Bestätigung dagelassen habe!!!


Wo steht das mit den 14 Tagen ? Ich hab das noch bei keinem Medikament gelesen.Hab ja auch mal Lamotrigin genommen.

Nee keine ärztliche Beobachtung. Was soll der beobachten bei mir wenn ich eh nur maximal 2 Anfallstage im Jahr habe.

Bin mir nicht mehr ganz sicher aber ich glaube ich habe Ergenyl 2000 mg in 4 Monaten auf Null dosiert.Im Nachhinein erscheint mir das immer noch als zu kurz.
Gut man hat am Anfang das Medikament in ein paar Wochen hochgestellt aber wenn man das ein paar Jahre nimmt stellt sich ja doch irgendwie die ganze Hirnchemie um tät ich mal sagen und deine Gedanken und Synapsen unter dem Einfluß von Valproinsäure müssen auf einmal ohne Valproinsäure auskommen.

Schriftliche Bestätigung ?
Hm naja ich bin einfach nicht mehr zum Arzt gegangen und hab getan was getan werden wollte. :-D

Irgendwann nach 2 Jahren hatte ich wieder Anfälle und nun nehm ich halt wieder Antiepis , vorerst.

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Thursday, 20.03.2014, 15:44 (vor 4532 Tagen) @ unbekannt
bearbeitet von Mazulog, Thursday, 20.03.2014, 15:47

> Wo steht das mit den 14 Tagen ? Ich hab das noch bei keinem Medikament gelesen.Hab ja auch mal Lamotrigin genommen.

Ich schau nochmal nach...

[i] Nee keine ärztliche Beobachtung. Was soll der beobachten bei mir wenn ich eh nur maximal 2 Anfallstage im Jahr habe.[/i]


Richtig! Nach meiner Erfahrung mit den Menschen in weiß, wird es auch niemand befürworten bzw. beobachten!

Oder gibt es welche, Ärzte die versuchen ohne gleich Medikamente zu verschreiben zu helfen???

>ein paar Jahre nimmt stellt sich ja doch irgendwie die ganze Hirnchemie um tät ich mal sagen und deine Gedanken und Synapsen unter dem Einfluß von Valproinsäure müssen auf einmal ohne Valproinsäure auskommen.

Ich bin erst seit 6 Monaten "Tablettenabhängig" und frage mich, ob es schwieriger wird je länger ich die nehme?

]] Irgendwann nach 2 Jahren hatte ich wieder Anfälle und nun nehm ich halt wieder Antiepis , vorerst.

Wieviel Anfälle hattest du bisher?

Bei mir war es wie gesagt bisher nur einer! Aber.... (Zitat der Ärzte:)aufgrund der
vorrausgegangenen Schäden, wenn auch vor 10 Jahren schleicht sich eine Epilepsie ein!
Es ist angeblich völlig egal ob nach 2 oder 10 Jahren!


Was soll jetzt davon halten?

Einerseits habe ich Angst, dass ohne Medis nochmal etwas kommt, andererseits fühle ich mich sch* mit Tabletten!!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Saturday, 22.03.2014, 09:32 (vor 4530 Tagen) @ Mazulog

> Wieviel Anfälle hattest du bisher?

24 ungefähr wenn ich die doppelten und dreifachen Grand Mals jeweils auf einen abrunde.
Allerdings hat auch nicht jedes Medikament gleich geholfen. Eigentlich immer nur die 2ten Mittel. Ein Placeboeffekt ? (*grübel*)


Letztlich kann dir keiner die Entscheidung abnehmen.Besprichs halt mal mit deiner Familie , dann nimmst du es halt mal eine Zeit lang.Autofahren ist ja auch für viele eine gewisse Freiheit.Wenn man dafür Tabletten nimmt und keine Schwierigkeiten hat ..


Problem kann halt sein daß sich ein Anfallsgedächtnis rausbildet also daß bei jedem Anfall Bahnen irgendwo im Nervensystem gebildet werden auf denen der nächste Anfall leichter und öfter durchrauschen kann man also irgendwie darauf geeicht wird.Daß seh ich persönlich bei mir gravierender als das Schädelhirntrauma.


Müßte es dann nicht auch synchron ein Tablettengedächtnis geben ? Also wenn man die Medikamente irgendwann absetzt die Wirkung dann nachhallt ?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 25.03.2014, 15:11 (vor 4527 Tagen) @ unbekannt

> 24 ungefähr wenn ich die doppelten und dreifachen Grand Mals jeweils auf einen abrunde.

Oha!

Letztlich kann dir keiner die Entscheidung abnehmen.

Stimmt...leider!!!


Besprichs halt mal mit deiner Familie , dann nimmst du es halt mal eine Zeit lang.

Ich nehm die jetzt schon ein halbes Jahr! Ich meine das ist lang genug!

Autofahren ist ja auch für viele eine gewisse Freiheit.Wenn man dafür Tabletten nimmt und keine Schwierigkeiten hat ..[/b]


Das ist auch genau mein Problem! Was ist wenn ich jetzt noch einen Anfall habe!

Dann darf ich wieder, ich glaube 1 Jahr, kein Auto fahren.


[quote]Problem kann halt sein daß sich ein Anfallsgedächtnis rausbildet
[/quote]

Deswegen sollte man nach einem Anfall eine zeitlang Tabletten nehmen, oder?

> Müßte es dann nicht auch synchron ein Tablettengedächtnis geben ? Also wenn man die Medikamente irgendwann absetzt die Wirkung dann nachhallt ?

Ich meine folgendes gelesen zu haben:

Das Gehirn gewöhnt sich, an die zugeführten Botenstoffe.

Greift damit, speziell in meinem Fall nicht zu sehr ein?

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

unbekannt, Tuesday, 25.03.2014, 18:54 (vor 4527 Tagen) @ Mazulog

> Dann darf ich wieder, ich glaube 1 Jahr, kein Auto fahren.


Ich meine es wären 2 gewesen. Man gefährdet dann halt auch andere Leute :

Bewegende Gedenkfeier für die Opfer von Eppendorf

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mondenkind, Tuesday, 25.03.2014, 19:48 (vor 4527 Tagen) @ unbekannt

> Dann darf ich wieder, ich glaube 1 Jahr, kein Auto fahren.

Ich meine es wären 2 gewesen. Man gefährdet dann halt auch andere Leute :

Nein, ein Jahr ist schon richtig (zumindest i.d.R., mehr dazu hier)

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Friday, 28.03.2014, 13:31 (vor 4524 Tagen) @ Mondenkind

> Dann darf ich wieder, ich glaube 1 Jahr, kein Auto fahren.

Ich meine es wären 2 gewesen. Man gefährdet dann halt auch andere Leute :


Nein, ein Jahr ist schon richtig (zumindest i.d.R., mehr dazu hier)

Ganz ich nicht ganz nachvollziehen, da steht sogar:

nach erstmaligen, unprovozierten
Anfall (6 Monate).

Präzisierung der Fahrpause nach Anfallsrezidiv nach lang
-
jähriger Anfallsfreiheit (i.d.R. 6 Monate


Wie kommt ihr auf 1 bzw. 2 Jahre ???

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 28.03.2014, 15:41 (vor 4524 Tagen) @ Mazulog

Wie kommt ihr auf 1 bzw. 2 Jahre ???

Früher waren es mal zwei Jahre Anfallsfreiheit.

Da Du ja medikamentös behandelt wirst und man bei Dir ja in Zusammenhang mit Deiner Vorgeschichte ja von einer Epilepsie ausgeht, muss man beachten, dass Du vermutlich irgendwo zwischen "Erstmaliger Anfall ohne sicheren auslösenden Faktor" und "Epilepsie" eingestuft wird, was nach dem Flyer heißt:
- Fahrerlaubnis für Gruppe 1 nach einer anfallsfreien Beobachtungszeit von mindestens 6 Monaten
- Bei Epilepsie hat man normalerweise aktuell nach den Richtlinien ein Jahr zu warten

Vor allem das "mindestens" muss man in Deinem Fall besonders dick lesen. Die Ärzte werden sich nicht dafür verantworten wollen, falls in Zweifelsfalle doch was passiert und sie Dir das O.K. gegeben haben.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Monday, 31.03.2014, 14:02 (vor 4521 Tagen) @ huge88

Die Ärzte werden sich nicht dafür verantworten wollen, falls in Zweifelsfalle doch was passiert und sie Dir das O.K. gegeben haben.


Habe die Neurologin letzte Woche gefragt, ob ich später ein Schriftstück mit Unterschrift von ihr bekomme!?

Das hat sie mehr als verneint!

Was soll das? Wenn sie doch keine verantwortung übernehmen, was spielt es denn für eine Rolle???

irgendwo zwischen "Erstmaliger Anfall ohne sicheren auslösenden Faktor"


Das ist genau der Punkt!

Wie ich schon einmal geschrieben habe. War ich zu der Zeit mehr als 120% im Stress. Lange Arbeiten, wenig Schlaf, kaum getrunken, Stress im privaten umfeld wegen Hausbau etc.!

Ich denke der Knackpunkt neben den 9 Stunden arbeiten jeden Tag für mehr als 2 Wochen, war die eine Nacht! In der habe ich von morgens 8.30 Uhr bis 6.00 Uhr auf Arbeit verbracht und die gesamte IT Infrastruktur umgestellt. Nach 4 Stunden Schlaf bin ich wieder zurück, weiter machen...

Ich war in meiner gesamten beruflichen Karriere noch nie alleine für so ein großes Unternehmen verantwortlich.

Jetzt habe ich noch einen Wartungsvertrag mit einer 2. Firma. Sie kann im Notfall einspringen und unterstützen!


Ich sehe es so, dass ich zuviel wollte. Der Anfall war wie eine Art Warnschuss!

Jetzt wo ich ruhiger, normal lebe ist alles o.k.!


Wahrscheinlich wäre es ohne diesen "Knackpunkt" noch weitere 10 Jahren gut gegangen! Vielleicht wäre auch nie etwas gekommen!!!

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 31.03.2014, 18:05 (vor 4521 Tagen) @ Mazulog

Wie ich schon einmal geschrieben habe. War ich zu der Zeit mehr als 120% im Stress. Lange Arbeiten, wenig Schlaf, kaum getrunken, Stress im privaten umfeld wegen Hausbau etc.!
Ich denke der Knackpunkt neben den 9 Stunden arbeiten jeden Tag für mehr als 2 Wochen, war die eine Nacht! In der habe ich von morgens 8.30 Uhr bis 6.00 Uhr auf Arbeit verbracht und die gesamte IT Infrastruktur umgestellt. Nach 4 Stunden Schlaf bin ich wieder zurück, weiter machen...

Das ändert aber rein gar nix daran, wie die Ärzte den Anfall einstufen müssen, wenn sie nicht sicher sagen können, ob's vom SHT oder vom Stress kommt. Im Zweifel sind sie da dann eben für die Sicherheit der Allgemeinheit, sprich für die längere Beobachtungszeit. Da musst Du eben erst einmal durch.

Aber sieh's mal von der positiven Seite. Gerade Wartungsarbeiten in der IT sind, wenn man nicht gerade etwas mit Hardware machen muss, in Deiner Situation ja eigentlich wunderbar geeignet. Da lässt sich viel auch über ssh, vpn und Remote-Desktopverbindungen bewerkstelligen und damit viel, wenn man es richtig anspricht, auch von zu Hause aus abarbeiten. Da ist dann der Fahrverzicht nicht ganz so schlimm wie bei manch anderen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

Mazulog, Tuesday, 01.04.2014, 15:17 (vor 4520 Tagen) @ huge88

Da lässt sich viel auch über ssh, vpn und Remote-Desktopverbindungen bewerkstelligen und damit viel, wenn man es richtig anspricht, auch von zu Hause aus abarbeiten. Da ist dann der Fahrverzicht nicht ganz so schlimm wie bei manch anderen.

Denke ich auch, aber leider ist mein jetziger Arbeitgeber anderer Meinung. Er hätte lieber jemanden vor Ort sitzen!