Spätfolgen?
Wer kann helfen?
Ich hatte als Kind eine medikamentös behandelte Epilepsie. (Phenytoin) Mit 13 Jahren
wurden die Medikamente abgesetzt und ich bin bis heute anfallsfrei. (ich bin 53
Jahre alt) Seit dem bin ich sehr lärmempfindlich und auch lichtempfindlich gegen
alles was flackert. Kann das von der Epilepsie sein?????? Laut Arzt (2008) hat die
Epilepsie deutliche Spuren in meinem Gehirn hinterlassen.
Spätfolgen?
Ich hatte als Kind eine medikamentös behandelte Epilepsie. (Phenytoin) Mit 13 Jahren wurden die Medikamente abgesetzt und ich bin bis heute anfallsfrei. (ich bin 53 Jahre alt)
Also erst einmal herzlichen Glückwunsch dazu! Das zu lesen wird sicherlich einigen Eltern, deren Kinder eine Epilepsieform haben, die sich in aller Regel auswächst, Mut machen.
Laut Arzt (2008) hat die Epilepsie deutliche Spuren in meinem Gehirn hinterlassen.
Was war das denn für ein Arzt und von was für Spuren sprechen wir? Ich höre nämlich heute zum ersten Mal davon, dass eine Epilepsie Spuren im Gehirn hinterlässt, die mit heutiger Technik im lebenden Menschen erfasst werden können. *Neugierig bin.*
Den umgekehrten Fall, nämlich dass z.B. physiologische Veränderungen wie Narbengewebe, das man ja im MRT finden kann, Epilepsien begünstigen, ist ja bekannt.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Ich hatte als Kind eine medikamentös behandelte Epilepsie. (Phenytoin) Mit 13 Jahren
Hallo Kerstin,
40 Jahre Anfallsfreiheit, was willst Du mehr? Da träumen die meißten hier davon
Laut Arzt (2008) hat die Epilepsie deutliche Spuren in meinem Gehirn hinterlassen.
Dein Arzt hat wohl nicht viel Ahnung, wenns kein Neurologe oder Epileptologe ist, kann ichs in gewisser Weise verstehen. Aber ich schließe mich vollkommen Huge88 an, es ist traurig dass Ärzte so etwas verbreiten.
Gruß
Heidi
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Meine Frage war aber eine andere. Was die Ärztin gesagt hat, ist mir egal. Und wenn ihr meint, dass das mit den Spuren im Gehirn Blödsinn ist dann umso besser, beantwortet aber nicht meine eigentliche Frage.
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Ja und selbst wenn "Spuren" zu sehen wären, was solls, sch.... drauf. Solang man anfallsfrei ist. Hätte man niemals Anfälle gehabt hätte man nie nach Auffälligkeiten geguckt. Bestimmt hat jeder dritte irgendwelche dummen Auffälligkeiten.
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Es könnte sein dass deine Sinne sehr ausgeprägt sind. Ich glaub aber nicht von Anfällen und noch weniger von den Medikamenten. Vielleicht empfinde St du das so weil man Dinge bewusster wahrnimmt als davor
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Die Lärm- und Lichtempfindlichkeit sind keine "dummem Auffälligkeiten" für mich sondern sie lösen nach wenigen Minuten massive Kopfschmerzen aus. Aber ich merke schon, ich muss mir die Antwort auf meine Frage woanders suchen. Also entschuldigt, dass ich so eine "doofe Frage" gestellt habe.
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Die Lärm- und Lichtempfindlichkeit sind keine "dummem Auffälligkeiten" für mich sondern sie lösen nach wenigen Minuten massive Kopfschmerzen aus. Aber ich merke schon, ich muss mir die Antwort auf meine Frage woanders suchen. Also entschuldigt, dass ich so eine "doofe Frage" gestellt habe.
Also ich finde die Frage überhaupt nicht doof. Alles was auf einen im Leben einwirkt hinterläßt Spuren im Gehirn.Das heißt ja nicht daß da jetzt ein Tumor ist sondern wie es der Hirnforscher Wolf Singer ausdrückt bestimmte Verschaltungen von Nervenzellen sich gebildet haben.
Ob das jetzt bei dir direkt oder indirekt mit der Epilepsie zusammhängt ist halt die Frage aber wenn du selber sagst daß du das seitdem hast .
Bei mir ist es ein bischen ähnlich.Ich krieg seit ich meine ersten Medikamente abgesetzt habe bei Streß viel schneller Kopfschmerzen als früher.
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Hallo
es ist bekannt das deine beschriebenen probleme anfälle aus lösen...können.
Ob das von dir gefragte eine spätfolge ist......musst du Fachärzte fragen...und du wirst immer eine kann Antwort bekommen.
Das klingt bei dir auch wie bei Bekannten die Migräne haben.
Gruss Green
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Entschuldige, dass ich keine Antwort auf Deine Frage nach der Licht- und Laermempfindlichkeit habe. Sowas kann von so vielen Dingen kommen. Und wir sind keine Mediziner, sondern in der Regel Betroffene, die die Epilepsie nicht wie Du losgeworden sind, haben dementsprechend da auch recht wenig Erfahrungswerte, nehmen Dich aber trotzdem, das kannst Du mir glauben, ernst.
Und ich kann mir schon vorstellen, dass Epilepsien Spuren im Gehirn hinterlassen koennen. Irgendwoher muss es ja kommen, dass Anfaelle die Wahrscheinlichkeit weiterer Anfaelle statistisch erhoehen und die abnimmt, wenn es einem gelingt, einige Zeit anfallsfrei zu bleiben. Nur kenne ich halt keine Methode/Studienergebnisse, nach der man das bisher einfach Messen koennte. Vielleicht hat die Technik ja einen Sprung gemacht, den wir hier noch gar nicht mitbekommen haben. Drum nochmal meine Frage, falls Du Lust hast sie zu beantworten: Was fuer eine Art von Facharzt und auf Grund welcher Untersuchung hat das gesagt?
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Also mal davon ab ob durch die Epilepsie oder durch die Medikamente wie ich es bei mir vermute eine erhöhte Sensibilität verursacht wurde gibt es zwischen Epilepsie und Migräne wie sich das bei dir anhört einige Parallelen :
http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=55
" Migräne weist sehr große Ähnlichkeiten mit Epilepsie auf, speziell dann, wenn es sich um Migräne mit Aura handelt. Deshalb soll die Epilepsie im Folgenden etwas genauer beleuchtet werden.
Bezüglich des Verhältnisses von Migräne und Epilepsie fällt auf:
Nicht wenige Migränepatienten leiden gleichzeitig auch unter Epilepsie.
Migräne und Epilepsie besitzen gleiche genetische Ursachen.
Beide Erkrankungen beginnen häufig mit einer Aura.
Eine ganze Reihe von Epilepsie-Medikamenten ist offenkundig auch bei Migräne wirksam, das Antikonvulsivum Valproinsäure sowohl in der Prophylaxe als auch in der Akutbehandlung. Alle ärztlichen Empfehlungen (z. B.: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zur Therapie der Migräne) kommen zum Ergebnis, dass Valproinsäure bezüglich der Wirksamkeit in der Migräneprophylaxe ein Mittel der 1. Wahl ist. Unterschiedliche Beurteilungen bestehen lediglich bzgl. der Bewertung der Nebenwirkungen.
Einige Forscher halten Migräne für eine spezielle Form der Epilepsie. "
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wurden die Medikamente abgesetzt und ich bin bis heute anfallsfrei. (ich bin 53
Jahre alt) Seit dem bin ich sehr lärmempfindlich und auch lichtempfindlich gegen
alles was flackert. Kann das von der Epilepsie sein?????? Laut Arzt (2008) hat die
Epilepsie deutliche Spuren in meinem Gehirn hinterlassen.
Das kann nicht nur von der Epilepsie sein, sonderen kann gar Deine Epilepsie sein.
Keine Anfälle und keine Medi`s heißt noch lange nicht völlig geheilt.
Bei manch Leuten wirkt (Flacker-)Licht und Lärm regelrecht anfallsprovozierend.
Mal rabiat gesagt(sinnbildlich). Dein Hirn fällt dabei nicht sofort ins Chaos in Form eines starken sichtbaren Anfalls, sonderen kämpft schwer um noch im Rhythmus zu bleiben und warnt Dich durch das Misempfinden. Während Deiner Wachstumsphase hat das Dein Gehirn noch nicht geschafft.
Gehe mal zum Neurologen, erkläre ihm Deine Problematik. Er wird bestimmt ein EEG mit Lichteinwirkung machen und dann werdet ihr sehen.
S_70
PS: Auch ich bin kein Fachmediziner und gebe auch für Richtigkeit meiner Gedanken/Wissen keine Garantie. Wenn Du es Genauestens wissen willst, frag Fachärzte.
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Hallo Huge 88,
im Zusammenhang mit einer Rentenbegutachtung 2008 (wegen anderer chronischer Krankheiten) wurde auch ein EEG gemacht. 2008 war ich schon 34 Jahre anfallsfrei. Die Ärztin (Neurologin) meinte sicher nicht, dass in meiner Gehirnmasse etwas zu sehen ist. sondern das EEG war sehr schlecht ausgefallen. Das ist mir prinzipiell egal solange ich keine Anfälle habe. Aber ich wollte einfach nur wissen, ob diese Überempfindlichkeit gegen Flackerlicht und Lärm von der Epilepsie kommen kann. Ich bin leider ein ziemlicher Verstandsmensch. Wenn ich weiß woher etwas kommt, dann hat die Sache keine Bedeutung mehr für mich und ich arrangiere mich damit. Und das ich überempfindlich bin haben mir Freunde und Kollegen gesagt. Ich dachte lange Jahre das ist eben so. Aber irgendwann erträgt man die Kopfschmerzen eben nicht mehr so gut. Und das kennst du ja sicher auch, frage 2 Ärzte und du hast überspitzt gesagt 10 verschiedene Meinungen. Da die Beschwerden wenige Wochen nach dem Absetzen des Phenytoins begannen .....
Danke für deine Mail L G Kerstin61
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Also dann würde ich mich Samuel anschließen und vorschlagen, dass Du Dir da einmal eine Zweitmeinung von einem anderen Neurologen holst.
Keine großen Anfälle, Abscencen oder ähnliches mehr heißt nicht, dass eine Epilepsie komplett weg ist. Und gleichzeitig kann das ja auch andere Ursachen (wie andere schon schrieben, z.B. Migräne) haben, bei denen auch ein Neurologe der richtige Ansprechpartner wäre.
Epilepsien können sich ja mitunter auch im Verlauf des Lebens verändern und vielleicht ist die nicht komplett verschwunden. Oder Du hast unbewusst gelernt, was die Trigger sind, auf die Du empfindlich reagierst und nimmst die Warnzeichen Deines Körpers war, bevor etwas schlimmeres passiert. Oder es ist, wie gesagt, etwas komplett anderes.
Aber "Folgespuren einer Epilepsie" aus dem EEG abzulesen, halte ich für sehr fragwürdig. Aber wenn's in Zusammenhang mit einer Rentenbegutachtung stand, wollte der Arzt Dir vielleicht auch nur "helfen".
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