Antriebslosigkeit

podi, Friday, 25.04.2014, 14:57 (vor 4496 Tagen)

letzten Oktober ist mein Chef in Pension gegangen und ich hab (nach knapp 20 jahren) meinen Job verloren. War fast froh drüber, weil es eine sehr stressige Zeit war und ich mit der Abfertigung die Wohnung auszahlen konnte. Bis zum Jänner hab ich mir eine Auszeit zum erholen genommen. Voriges Monat hab ich bei einer Firma das Probemonat einvernehmlich beendet. Hat dort einfach nicht gepasst. (und ich hab probleme mit dem Gedächtnis gehabt, was zum Glück nicht sehr aufgefallen ist) Aber ich tu mir so schwer, raus zu gehen und was neues zu suchen. Ist fast wie eine Blockade. Können sich "gesunde" Menschen wahrscheinlich gar nicht richtig vorstellen. Ich möchte was machen, suchen, aber ich machs einfach nicht. Bin echt langsam verzweifelt.

Antriebslosigkeit

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 25.04.2014, 15:09 (vor 4496 Tagen) @ podi

In dem Fall bitte doch einfach einen guten Freund, Dir regelmäßig Feuer unter dem Hintern zu machen.
Außerdem wäre es vielleicht hilfreich, Dir einen festen Tagesplan zu machen, so als ob Du einen Job hättest. Also mit wirklich frühem Aufstehen und Arbeitsplan(Putzen, Bewerbung schreiben, Sport, irgendwas anderes, z.B. einfach einmal ein bisschen eine Fremdsprache lernen oder so, nächsten Tag planen). Und setz Dir dabei Ziele(z.B. 20 Unternehmen pro Tag nach Stellenangeboten abklappern, eine Bewerbung auf eine freie Stelle und eine Initiativbewerbung pro Tag schreiben). Und wenn Du die Ziele erreicht hast, gönnst Du Dir am Abend was schönes(im Sommer stünde bei mir Eis auf Platz 1).
So ein fester Plan hilft mir zumindest am Ende der Semesterferien, um mich zum Lernen aufzuraffen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Antriebslosigkeit

baerli3333, Friday, 25.04.2014, 18:45 (vor 4496 Tagen) @ podi

Hallo
Ich hab damals einfach mit einer To Do Liste angefangen.
Und siehe da, auch wenn ich erst nicht glauben wollte, es hat gewirkt.
Gruß
Uwe

Antriebslosigkeit

keki, Saturday, 26.04.2014, 07:09 (vor 4495 Tagen) @ podi

Um mich selbst auszutricksen, erzähle ich Leuten, die mir wichtig sind, was ich mir vorgenommen habe. (Ich wasche morgen die Gardinen und streiche übermorgen den Flur,...) Wenn ich es dann nicht machen würde, wäre es mir peinlich vor den anderen und ich kann mich dann eher aufraffen. Klappt nicht immer, aber oft und wer ist schon perfekt!
keki

Antriebslosigkeit

mathilda, Saturday, 26.04.2014, 08:51 (vor 4495 Tagen) @ keki

Bei mir ist es im Moment auch wieder schlimm. Ich hatte es eine ganze Zeit unter Lamictal, und auch das ist mir alles so peinlich.
Doch trotzdem, ich schlängel mich da so durch. Ja, ich erzähle auch, das muss ich machen usw. Nur ich kann auch beim nächsten mal erzählen, dass ich es nicht geschafft habe, weil die Medikamente bzw die Nebenwirkungen mich so fertig machen und dass es mir peinlich ist.
Saublöd.
Ein Tagesplan hilft mir da nicht, schon ausprobiert.
Komisch finde ich, dass es jetzt erst wieder so schlimm ist, obwohl ich selbst ein wenig reduziert habe und das Gefühl habe, mehr Nebenwirkungen zu haben. Kann ja nicht passen, ist aber so.
Und ich will machen, habe aber keine Kraft dafür :-(

LG