Augenverschlechterung durch OP?

mezeg, München, Thursday, 05.06.2014, 08:58 (vor 4455 Tagen)
bearbeitet von mezeg, Thursday, 05.06.2014, 09:02

Hallo,

ging die Woche zur Augenärztin zur Kontrolle und weil mir die Brille für Sticken nicht ausreicht.

Sichtfeld und Druck alles O.K. Die Brille muß verstärkt werden. Mein leichtes Problem durch schlechteres "Scharfstellen" in der Ferne kein Problem, weil ich die Entfernung weiterhin gut schätzen kann. Und wenn man in der Ferne eine Flosse sieht und aus der Distanz nicht feststellen kann, ob es sich um einen Hai oder einen Delphin handelt - O-Ton Ärztin - nicht tragisch, solange es mich nicht stört. Vielleicht beim Autofahren durch die Geschwindigkeit, ich fahre sowieso nur Rad.

Soweit so gut, bin nicht mehr die Jüngste. Beim Optiker aber die Überraschung. Holt sich die Werte für die frühere Brille aus dem Computer und wunderte sich gründlich: das linke Auge hat sich erstaunlich viel geändert! Datum: 2009, in 2010 wurde ich wegen Meningeoms an der linken Schläfe operiert...

Ist mir nun wieder in Erinnerung gekommen, daß das Sichtfeld vor und nach der OP überprüft wurde und sich nach der OP verschlechtert hätte. Ich dachte, es lag an eine Verzögerung der Reaktionsgeschwindigkeit, so kurz nach OP und Anesthäsie. Also doch eine verbleibende Verschlechterung? Nicht dramatisch, Brille trage ich nur - und seit langem - für die Nahsicht. In bretonischen Meeresgewässern im Finistère schwimmen schon Delfine und ab und zu Haie, letztere sowieso Vegetarier.

Aber bei Optiker angenehme Überraschung. Er holte sich die Werte der vorherigen Brille aus dem Computer und war recht erstaunt: Das linke Auge hat sich merklich geändert - wohl verschlechtert. Datum der früheren Brille: 2009. Und ich wurde im 2010 wegen des Meningeoms an der linken Schläfe operiert. Das Sichtfeld wurde von und nach der OP überprüft, es hatte sich nach der OP verschlechert. Ich nahm aber an, daß die Reaktion durch OP und Anesthäsie ein Paar Tage zuvor kurzzeitig etwas verlangsamt wurde.

Habe ich also durch die OP doch einen Schaden am Auge bekommen? Durch das verbleibende Ödem? Und die Sorge, daß es sich dadurch noch weiter verschlechtert könnte.

Mache mir wahrscheinlich unnötig Gedanken aber etwas beunruhigt bin ich schon

mezeg

Augenverschlechterung durch OP?

Green, Thursday, 05.06.2014, 11:54 (vor 4455 Tagen) @ mezeg

Hallo
Genau du machst dir unnötig sorgen.....alter werden und Verschlechterungen gehören zum leben von gesunden und kranken.......steck die Energie die dich das kostet lieber in dein Hobby.
Gruss green

Augenverschlechterung durch OP?

keki, Thursday, 05.06.2014, 20:23 (vor 4455 Tagen) @ mezeg

Ich habe Doppelbilder, nicht immer aber wenn sie da sind, kann ich nur noch was erkennen, wenn ich ein Auge zukneife. Die Augenärztin meinte, sie könne gar nichts feststellen und von meiner Op (an der Schädelbasis) würde das auf keinen Fall kommen.
Heute habe ich erfahren, dass ich wohl eine Störung des Nervs habe, der für die Augenbewegung zuständig ist und es deshalb bei Überanstrengung zu diesen Bildern kommt.
Es lohnt sich manchmal, einen 2. Arzt zu fragen. Bei mir haben die Augen also tatsächlich bei der Op gelitten. Ob es bei dir auch so ist, kann nur ein Arzt sagen. Oder mehrere;-).
Das zunehmende Alter ist aber nichtsdestotrotz an meinen Augen auch nicht spurlos vorübergegangen.:-D

Augenverschlechterung durch OP?

sandytimmy, Thursday, 05.06.2014, 22:34 (vor 4455 Tagen) @ keki

Das zunehmende Alter ist aber nichtsdestotrotz an meinen Augen auch nicht spurlos vorübergegangen.

Ja, irgendwann werden die arme zu kurz;-)

Es trifft jeden, reich oder arm, promi oder otto-normal , jeden
Alter und Krankheiten sind das gerechteste was es gibt

@keki und @sandytimmy

mezeg, München, Friday, 06.06.2014, 09:41 (vor 4454 Tagen) @ keki

Das zunehmende Alter ist aber nichtsdestotrotz an meinen Augen auch nicht spurlos vorübergegangen.:-D

Die durch das Alter verminderte Sehfähigkeit bedauere ich natürlich aber es ist halt so. Um in der Nähe präzis zu sehen, brauche ich die Brille aber es funktioniert. Und ich laufe weiterhin ohne Brille. Wenn ein Fuchs weit vorne im Wald meinen Weg kreuzt, kann ich ihn nicht präzis sehen, daß er aber kein Wildschwein oder gar Elefant ist, weiß ich aber schon! ;-) ;-)

Für sehr feine Handarbeiten wie Kreuzstich nach einem klein gedruckten Stickmuster ist die Brille ein Muß und ich weiß, daß es mir einmal doch zu fein sein wird. Wird mir fehlen, ich mache es so gerne. Immerhin braucht man zum Stricken viel weniger Präzision, die Maschen fühlt man doch und der Erklärungstext kann vergrößert werden. Nadeln kann ich noch lange schwingen. Meine Großmuttter trug bereits in jungen Jahren sehr dicke Brillen und strickte fast bis zum Lebensende. Sie starb mit 92 Jahren... habe also noch viel Luft! :-) :-)


Der Optiker hat irgendetwas von einem "Rohr" gesprochen. Habe in der ersten Überraschung nicht gefragt, was es eigentlich bedeutet. Werde ich gezielter fragen, wenn ich die Brille abhole. Er läßt sich immer viel Zeit zur Kunden-Betreuung.

Weitere Untersuchungen hat er nicht gemacht, ich kam aber direkt von der Augenärztin mit Rezept für die Brille - also die optische Werte. Hat er nicht so hingenommen, sondern mit seinem Brillenkasten nochmals genau überprüft, dazu Breite etc. Vielleicht druckt das weiterhin vorhandene Ödem einfach etwas auf das Auge. Aber bei der jährlichen MRT heißt es immer "keine Veränderung!" Die Augenärztin hatte ich auch kurz nach der OP gesehen und ihr die MRT gezeigt. Wird wohl eine Verschlechterung sein, die nicht im negativen Sinne weiter geht.

Ich sollte mich eben nicht unnötig Gedanken machen... und mich jetzt fertig machen. Bin momentan ehrenamtlich damit beschäftigt, Schulkindern die Freude am Stricken und Sticken zu vermitteln... :-) :-) :-)

Danke für Euere Antworten!

mezeg

Augenverschlechterung durch OP?

sandytimmy, Thursday, 05.06.2014, 22:19 (vor 4455 Tagen) @ mezeg

Mach dir keine sorgen. Wichtiger als die Höhe der Verschlechterung ist, das du mit der neuen Brille wirklich besser bzw. entspannteres sehen hast - je nachdem ob du weit- oder kurzsichtig bist.
Hat der Optiker denn die Werte überprüft und somit bestätigt? Das habe ich(als Augenoptikerin) zumindest immer gemacht wenn die Werte sich sehr stark änderten

Augenverschlechterung durch OP?

podi, Friday, 06.06.2014, 13:04 (vor 4454 Tagen) @ mezeg

Ich bin jetzt seit mehr als 25 Jahren Optiker. Und aus Erfahrung kann ich sagen, das in einem (für Lesebrillenträger) so langem Zeitraum, also ca. 4 Jahre, eine derartige verschlechterung nichts auffälliges ist. Die Lesestärke ändert sich wie das Wachstum. Anfangs recht schnell, später alle paar Jahre einwenig. Und es ist auch keine Seltenheit, das re. u. li. sich unterschiedlich entwickeln. Hängt auch mit der Stärke in der Ferne und der Art die Nähe zu korrigieren ab. Die änderung des Gesichtsfeldes kann ich nicht beurteilen, doch es müsste sich schon deutlich was ändern, um Sorge zu haben. Es kommt auch nicht unbedingt nur auf die Stärke der Gläser an, es geht darum wieviel das Auge leistet. Hab ich 100% Sehleistung, kann ich das Auge, egal mit wieviel dpt. voll korrigieren. Leistet das Auge nur zB. 90%, kann ich, egal mit wieviel dpt. nicht so scharf sehen. Es heisst also nicht unbedingt, das einer mit 1 dpt. besser sieht, als einer mit 2 dpt. Es geht einfach um die Leistung des Auges. Also keine Sorgen machen, da müsste sich in dieser Zeit schon deutlich mehr andern, das ich mir Gedanken machen würde. Ist nur eine, angenommene, Ferndiagnose. Beruht aber auf Erfahrung.

Augenverschlechterung durch OP?

mezeg, München, Friday, 06.06.2014, 15:45 (vor 4454 Tagen) @ podi

Hallo Podi,

vielen, vielen Dank für Deine so fachlich fundierte Erklärung!! Fühle mich um gut 10 kg leichter - emotional, meine ich... ;-) ;-)

Ist mir auch jetzt wieder eingefallen, daß das linke Auge anders gepolt ist als das rechte. Vor etliche Jahren bekam ich immer starke Schmerzen im rechten Augen, nachdem ich Kreuzstich nach Stickmuster gestickt hatte. Es hieß, das linke Auge sieht etwas höher als das rechte, das eben korrigieren muß. Es passierte damals nur nach langer Konzentrierung auf Linien, wie z.B. Kreuzstich. So bekam ich eine Brille zum Ausgleichen, zum Lesen brauchte ich sie aber erst viel später.

Ich machte mir - wohl unnötig - Sorgen, daß das restliche Ödem im Kopf auf das Auge drücken würde.

Nochmals danke!

mezeg

P.S. Fröhliche Handarbeitstunde heute morgen mit den Schülern... und nun montiere ich einen gestrickten Kuschelhasen auf dem sonnigen Balkon. Ich kann es einfach nicht lassen und der Großneffe wartet...