Anfallszunahme trotz Medikamente
Heidi 45, Sunday, 15.06.2014, 15:46 (vor 4445 Tagen)
Hallo,
wer weiß Bescheid?
Nehme schon ewig die Medikamente, habe alle Umstellungen mitgemacht und bin auf alle möglichen Medikamente eingestellt worden. Das Problem ist nur, daß die Anfälle in letzter Zeit gehäuft zunehmen? Wie kann man sich das erklären? Der Neurologe sagte nur: es komme nicht auf den Spiegel an, solange keine Anfälle kommen. Weshalb benötige ich dann überhaupt die Spiegelbestimmungen? Wer kennt sich da aus?
Gruß Heidi
Anfallszunahme trotz Medikamente
pegasus, Sunday, 15.06.2014, 20:52 (vor 4445 Tagen) @ Heidi 45
Suche dir einen neuen Neurologen, hatte ich bei meinem ersten Neurologen auch gemacht. Der hatte zwar hier und da ein Blutbild gemacht, EEG abgeleitet und das ganze Prozedere, allerdings bestand seine einzige Maßnahme nur darin ein offensichtlich nicht wirkendes Medikament immer weiter hochzudosieren.
Anfallszunahme trotz Medikamente
sandytimmy, Monday, 16.06.2014, 20:25 (vor 4444 Tagen) @ pegasus
Warum sollte man sich einen neuen Arzt suchen.
Er hat doch recht, selbst wenn der Spiegel extrem niedrig ist, wenn man anfallsfrei damit ist, ist der Spiegel trotzdem hoch genug.
Wichtiger ist die Entwicklung aller Werte im Vergleich zum letzten Blutbild. Auch die Leber - und andere Blutbild Werte
Solche Empfehlungen find ich im Internet, in der Anonymität und Subjektivität mehr als flüssig, nämlich überflüssig

Anfallszunahme trotz Medikamente
pegasus, Monday, 16.06.2014, 22:49 (vor 4444 Tagen) @
sandytimmy
bearbeitet von pegasus, Monday, 16.06.2014, 22:57
Kannst du finden wie du willst, die Überschrift lautet
AnfallZUnahme und nicht AnfallsABnahme.
Nachtrag: Ich hatte auch so einen Neurologen, der es ignorierte, dass es zu einer Zunahme, sogar Verschlimmerung der Anfälle kam und seine einzige Maßnahme bestand darin, das Medikament aufzudosieren mit ähnlichen obskuren Begründungen, denn wenn bereits bei einem niedrigen Spiegel eine Anfallszunahme zu beobachten ist, welchen Sinn macht es, das Medikament weiter aufzudosieren und nicht stattdessen ein anderes zu versuchen?
Anfallszunahme trotz Medikamente
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 17.06.2014, 17:18 (vor 4443 Tagen) @ Heidi 45
Anfallszunahme trotz Medikamente
Naja, wenn ein Medi z.B. nicht das Richtige fuer einen ist, weil der Wirkmechanismus fuer einen nicht passt, die Menge fuer einen nicht passt, ... gibt viele Gruende, wodurch sowas auftreten kann. Falls Du mit den Erklaerungen Deines Neurologen nicht zufrieden bist, kannst Du Dir ja einmal eine Zweitmeinung holen. Schaden kann das nie.
Warst Du auch schon einmal in einer Epilepsieambulanz oder bisher nur beim Neuro?
Der Neurologe sagte nur: es komme nicht auf den Spiegel an, solange keine Anfälle kommen. Weshalb benötige ich dann überhaupt die Spiegelbestimmungen?
Medikamentenspiegelbestimmungen - gibt ja viele Varianten davon - koennen Aufschluss darueber geben, in wie weit noch Spielraum ist, das Medikament z.B. aufzudosieren, ob man im therapeutischen Bereich liegt und wie starken Spiegelschwankungen man unterliegt oder wie gut es einem "pro mg" hilft. Und neben dem Medikamentenspiegel werden oft ja noch dann gleich anderen Gesundheitschecks gemacht, die fuer einen Wirkstoff relevant sind. Ich vermute einmal, dass er mit "es komme nicht auf den Spiegel an, solange keine Anfälle kommen." z.B. meint, dass man jemanden durchaus auch z.B. unterhalb des unteren Endes des als therapeutisch geltenden Bereichs behandeln kann, wenn das fuer diese Person ausreicht(seltener Fall, aber da die Bereiche ueber statistische Rechnungen zu Stande kommen, durchaus bei einigen wenigen moeglich).
Das Problem ist nur, daß die Anfälle in letzter Zeit gehäuft zunehmen? Wie kann man sich das erklären?
Das ist eine Frage, die nur Du oder Aerzte, die Dich gut kennen, beantworten koennen. Da spielen viele persoenliche Faktoren rein.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil