Qualitätsurteil Neurologe - was sollte er leisten?
Hallo,
was sollte ein guter Neurologe verstehen und können, damit er ein wirklich guter Epileptologe ist, damit ich davon ausgehen kann, daß er eine Epilepsie in den Griff bekommt und ich nicht beim falschen bin. Die blosse Erfüllung und Umsetzung der medizinischen Richtlinien und Leitlinien macht für mich noch nicht einen qualitativ-guten Neurologen aus.Das ist meine Meinung und lt. freier Meinungsäußerung (Grundgesetz) darf man das noch sagen. Gerade in einer Zeit wie heute, wo nur noch die medizinische Abwicklung von Prozeduren erfolgen kann, ist es sehr schwierig einen Neurologen zu finden, der ganzheitlich denkt und persönlich handelt und interveniert.
Es ist die große Frage akkurat aufgrund der interdisziplinären Arbeit, wie eine Gesamtschau der verschiedenen Disziplinen möglich sein kann. Das ist eine hohes Postulat und ob dem oft gerecht entgegengekommen wird, da bin ich mir nicht so sicher.
Ich habe es erfahren, daß meistens symptomorientiert vorgegangen wird und weniger die kausalen Ursachen angegangen werden. Der zunehmende Stress macht auch Neurologen zu schaffen. Die "Götter in Weiß" wie das so schön in der Redensart heißt sind längst keine Götter mehr und normalerweise müßte man vernünftig und kritisch mit den Epileptologen kommunizieren können. Und wie sieht die Realität aus? Man bekommt einen Termin frühestens in 4 Wochen, aufgeklärt wird wenig bis kaum und man selbst weiß im Grunde genommen kaum etwas wie man dran ist. Trotzdem schluckt man die Pillen und ich glaube gar nicht, daß es allein die medikamentöse Therapie ausmacht, die epileptische Anfälle verhindern, sondern es gehören viele andere Dinge dazu wie ausreichender Schlaf, kein Alkohol, kein Rauch, kein Streß, mehr Bewegung und Ausgeglichenheit, Ernährung, kein oder wenig Fernsehen bzw. Computer und andere sinnliche Reizzustände.
Tja, welcher Mensch ist perfekt und hat sich dermaßen diszipliniert im Griff, frage ich mich da nur. Gäbe es einen Rollentausch und die Neurologen müßten einmal die Patienten spielen, dann würden sie das sicher auch nicht alles erfüllen, was sie aber selbst von einem erwarten. Seine Meinung darf man ja noch sagen, denke ich.
Tja und was macht jetzt einen wirklich guten Neurologen aus?
Er müßte mehr menschlich denken, glaube ich und sich in die Rolle eines Patienten hineinversetzen und endlich aufhören mit seinen Absolutismusverboten, vielleicht würde dann mehr erreicht werden. Wer weiß mir einen guten Neurologen, mit dem man sich wirklich gut unterhalten, pro und contra diskutieren kann, der Sachverstand und viel Erfahrung hat, der evtl. Forschungs- und Pioniersarbeit geleistet hat und der "durchblickt", daß ein Leben mit Epilepsie auch etwas mit Lebensqualität zu tun hat?
Für Tipps und Erfahrungen wäre ich Ihnen recht dankbar.
MfG
Heidi 45