fragliche Epilepsie mit Vorgeschichte Kreislauf

str.om9x, Tuesday, 17.06.2014, 10:27 (vor 4443 Tagen)

Hallo,

ich bin ein wenig ratlos und habe durch Google dieses Forum entdeckt. Ich hoffe, ihr könnt mif ein wenig helfen.

Zunächst einnal meine Vorgeschichte.
Ich hin männlich 22 Jahre jung und erfreue mich bis auf eine diagnostizierte Hoshimoto Thyreoiditis (Schreibfehler dürfen behalten werden :)) und nehme L - Thyroxin 145 mg (in 7 Tagen 8 Tabletten 125 mg).

Die nächste Blutuntersuchung wegen der Schilddrüse wäre im Dezember.

Vor etlichen Jahren bin ich auch in der Schule mal zusammengebrochen. Ich wollte aufstehen und bin dann wieder auf den Stuhl gelandet. Dies kam insgesamt drei Mal vor, das letzte Mal in der 11. Klasse, also im Jahre 2010. Es ist auch bekannt, dass ich einen eher eher normal niedrigen Blutdruck habe. Der Neurologe vermutete anfänglich auch eher eine kreislaufbedingte Geschichte.

Im Dezember letzten Jahres bin ich aus bisher noch ungeklärten Gründen zusammengebrochen. Ich war nur wenige Sekunden weg, habe mich nicht eingenässt und hatte keine Zuckungen im Sinne eines großen Krampfanfalls. Ich kann mich an den Vorfall auch soweit erinnern.

Mrin Hausarzt überwies mich an eine Fachklinik für Neurologie um den Verdacht der Epilepsie auszuschließen. Das Erste EEG fand im Dezember 2013 statt. Das EEG war nach Aussage des Oberarztes ohne Befund. Es zeigte sich ein Wave Spike, was seiner Aussage nach in meinem Alter vollkommen ok sei. Das durchgeführte MRT zeigte keine pathologischen Veränderungen meines Gehirn. In früher Kindheit litt ich an einer Enzelophalitis, also Gehirnentzündung.

Die zweite Untersuchung mit EEG hatte ich gestern. Dieses EEG sah nicht so berauschend aus. 15 Wave Spikes in der gesamten Episode der Untersuchung. Nun muss man dazu sagen, dass ich momentan beruflich viel Stress habe und am Tage der Untersuchung sehr müde. Ich bin am Vortag erst gegen 03 Uhr morgens ins Bett und hatte entsprechend nur 5 Stunden Schlaf. Ich musste anschließend noch 60 Kilometer bis zur Klinik fahren.

Nun ist mir persönlich aufgefallen, dass ich im Juni 2013, also in der Zeit wo ich zusammengebrochen bin, die Diagnose mit meiner Schilddrüse bekam und mit L-Thyroxin anfing. Seit Anfang dieses Jahres wurde die Dosis nahezu verdoppelt. Seither wird mir sehr schnell enorm warm, abnormal wenn ich die Ausssgen anderer auffasse, hobe oft einen hohen Puls und leide auch vermehrt an Kopfschmerzen.


Nun stelle ich mir natürlich die Frage ob das in irgendeinem kausalen Zusammenhang stehen könnte?

Wichtig zu erwähnen ist dass die Diagnose Epilepsie mir beruflich das Genik brechen würde.

Die nächste Untersuchung wäre im Dezember. Einen wirklichen Anfall hatte ich in meinem Leben noch nie.

Weitere Fragen:
- Was, wenn ich einfach nicht mehr zu Untersuchung gehen würde. Gäbe es Konsequenzen?
- Gibt es einen Zusammenhang mit dem Thyroxin?
- Was kann ich tun, dass bei der nächsten Untersuchung auf jeden Fall alles in Ordnung ist?


LG
Str.om9x

fragliche Epilepsie mit Vorgeschichte Kreislauf

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 17.06.2014, 17:52 (vor 4443 Tagen) @ str.om9x

Einen wirklichen Anfall hatte ich in meinem Leben noch nie.

Das kommt darauf an, was man unter Anfall versteht. Denn bei Epilepsien gibtes viele Anfallsformen und Umkippen und/oder Zuckungen sind nur die krasseste Stufe.

Was, wenn ich einfach nicht mehr zu Untersuchung gehen würde. Gäbe es Konsequenzen?

Es gibt einen Grundsatz, der gilt - in unterschiedlichsten Formulierungen - im Arbeitsleben, wie auch im Strassenverkehr, ganz gleich ob Epi oder sonst eine andere Erkrankung: Im Zweifel fuer die Sicherheit der Allgemeinheit.

Gibt es einen Zusammenhang mit dem Thyroxin?

Das fragst Du am besten Fachaerzte. Ggf. kannst Du Dir ja einmal eine Zweitmeinung in z.B. einem Epilepsiezentrum holen, da es fuer Dich ja um Deine Arbeit geht.

Was kann ich tun, dass bei der nächsten Untersuchung auf jeden Fall alles in Ordnung ist?

Das ist sehr individuell. Ausreichend Schlaf kann auf jeden Fall nicht schaden.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

fragliche Epilepsie mit Vorgeschichte Kreislauf

str.om9x, Tuesday, 17.06.2014, 19:20 (vor 4443 Tagen) @ huge88

Hallo,

ich hatte noch nie einen Anfall. Dies in jeder Form. Weder die schlimmste Form mit tonisch-klonischen Krämpfen noch Absencen oder irgendwelche myoklonischen Geschichte.

Da ich am besagten Junitag natürlich zusammengebrochen bin vermuten sie dahingehend etwas. Dass ich wie gesagt einen eher moderaten normal niedrigen Blutdruck habe und generell schon immer ein Problem mit der Orthostasenregulation hatte beachtet meiner Meinung nach keiner.

Die Geschichten zu Schulzeiten sind natürlich nicht mehr klar beurteilbar, da es etliche Jahre in der Vergangenheit liegt.


Der Grundatz leuchtet ein. Jedoch stelle ich mir die Frage welche Optionen der Arzt diesbezüglich überhaupt hätte? Mir einen Brief schreiben und mir eine Empfehlung nahelegen, eine entsprechende Untersuchung wieder zu besuchen?

Je nach dem wie das Endergebnis aussieht werde ich eine Zweitmeinung mit Sicherheit einholen. Ich habe vorhin noch ein wenig weiter gegooglet und nach Zusammenhänge zu einer Epilepsie gesucht. Tatsächlich bin ich auch fündig geworden. Eine krasse Dosissteigerung in kurzer Zeit wie es bei mir der Fall war kann durchaus Epilepsie ähnliche Symptome hervorrufen. Gerade aber eine Steigerung des ICP, also des Hirndruckes, welche ebenfalls neurologische Ausfallerscheinungen hervor rufen kann. Dieses ist bei mir jedoch nicht der Fall.

Es ist nun fraglich da bei der ersten Untersuchung mit diesen Flackerlich ein normales EEG aufgezeichnet wurde und beim aktuellen ohne Provokation mit einer zwar stark präsenten Müdigkeit einige Wave Spikes auffällig wurden.

Und da auch hier gerade in diesem Zeitraum die Dosis gesteigert wurde sehe ich für mich dort einen klaren kausalen Zusammenhang.

fragliche Epilepsie mit Vorgeschichte Kreislauf

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 18.06.2014, 08:40 (vor 4442 Tagen) @ str.om9x

Der Grundatz leuchtet ein. Jedoch stelle ich mir die Frage welche Optionen der Arzt diesbezüglich überhaupt hätte? Mir einen Brief schreiben und mir eine Empfehlung nahelegen, eine entsprechende Untersuchung wieder zu besuchen?

Da gibt's ne Menge Möglichkeiten, angefangen von z.B. ärztlichen Fahrverboten - man selbst darf ja egal wie eh nur Autofahren, wenn man dazu Gesundheitlich im Stande ist und durch gesundheitliche Einschränkungen keine deutlich über das normale Maß hinausgehende Gefährdung der Allgemeinheit darstellt - bis hin dazu, dass die sogar die rechtliche Möglichkeit hätten, ihre ärztliche Schweigepflicht gegenüber den zuständigen Behörden zu brechen, wenn Sie nach Abwägung der Risiken für die Allgemeinheit gegen die Patientenrechte zu dem Schluss kommen, dass das Risiko für die Allgemeinheit zu groß ist, wenn jemand im aktuellen Gesundheitszustand weiterhin Auto fährt.

Ganz abgesehen davon kann eine Nichtabklärung gar nicht in Deinem Interesse sein, unabhängig vom Ausgang. Zum einen bist Du jetzt mit 22 noch jung genug um im schlimmsten Fall nochmal beruflich einen Neustart hinlegen zu können (was machst Du eigentlich?), so beschissen das dann auch für Dich sein mag. Und zum anderen kann nur so festgestellt werden, in wie weit bei Dir evtl. ein Zusammenhang mit der Einstellung auf Deine anderen Medis besteht.
Und Kopf hoch: Wären die Ärzte bei Dir nach dem letzten EEG sicher, dass Du Epilepsie hättest, hätten sie Dir schon Medis empfohlen. Ein wenig das Ganze zu beobachten schadet nicht.

Je nach dem wie das Endergebnis aussieht werde ich eine Zweitmeinung mit Sicherheit einholen.

Zweitmeinungen können nie schaden, da stimme ich Dir zu.

Es ist nun fraglich da bei der ersten Untersuchung mit diesen Flackerlich ein normales EEG aufgezeichnet wurde und beim aktuellen ohne Provokation mit einer zwar stark präsenten Müdigkeit einige Wave Spikes auffällig wurden.

Also ich persönlich sehe darin gar nix fragliches. Das, worauf unser Hirn empfindlich reagiert, unterscheidet sich sehr stark von Person zu Person. Nicht jeder ist unbedingt stark photosensibel. Mich kann man z.B. in der Regel stundenlang vor's Flackerlich setzen, ohne groß eine "Antwort" zu bekommen (und glaub mir, bei der manchmal schlechten Beamereinstellung an der Uni hab ich da inzwischen neben den Ärzten mehrere ungewollte "Feldtests" ohne ärztliche Überwachung hinter mir). Schlafmangel ist so ein typischer Faktor, auf den überdurchschnittlich viele empfindlich reagieren (macht ja schon gesunden Menschen zu schaffen), bei einigen ist Alkohol ein Trigger oder ein bestimmer Geruch.

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