Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo zusammen,
ich bin im Moment noch im Studium zur Mediendesignerin und brüte jetzt über meiner Bachelorarbeit. Ich möchte ein Buch zum Thema Epilepsie gestalten. Ich selbst habe auch Epilepsie und damit ein persönliches Anliegen, doch habe ich nur eine Geschichte zu erzählen, von einer Krankheit, die so vielfältig ist.
Gerade Nichtbetroffene können mit dieser Krankheit wenig anfangen oder haben ein sehr einseitiges Bild vor Augen.
Das Projekt soll Einblicke in die Gefühlswelt, das Leben, Erleben und der alltägliche Umgang mit Epilepsie geben. Dies soll in Form eines Buches mit einer Sammlung von unterschiedlichen Erfahrungsberichten von Betroffenen und Angehörigen geschehen um diese Erkrankung greifbarer zu machen. Zudem beinhalten es allgemeine Medizinische Fakten, Geschichtliche Hintergründe der Krankheit, als auch eigenen Studien durch Befragungen von Passanten.
Das Buch soll aufklären, einen Überblick geben und zeigen wie facettenreich diese Krankheit ist.
Ich habe hier viele von den Erfahrungsberichten gelesen und würde diese gern in das Buch aufnehmen, doch benötige ich dazu euer Einverständnis (am besten schriftlich.) und für jeden, der mehr zu erzählen hat, würde ich mich freuen und sei dazu eingeladen. Dazu würde ich mit euch gern in E-Mail Kontakt (stefaniebrix@gmx.de) treten, damit eure privaten Schilderungen nicht öffentlich zugänglich sind.
Es wird alles vertraulich behandelt und nur innerhalb des akademisch-universitären Umfelds publiziert. Die Namen wären durch Pseudonyme ersetzt (Beispiel: aus Sandra wird Grit o.ä.). Es gäbe weder Ortsangaben, Alter etc. bzw. wären diese auch in pseudonymisierter Form. Im Literatur- und Quellenverzeichnis wäre alles ohne Autor gekennzeichnet.
Mich interessiert was ihr für eine Form von Epilepsie habt, wie oft epileptische Anfälle auftreten und wie sich diese äußern (Wie beginnt ein Anfall? Was passiert währenddessen?).
Welche Gedanken gingen euch unmittelbar nach der Diagnose durch den Kopf? Wie geht euer unmittelbares Umfeld damit um?
Fühlt ihr euch manchmal von Außenstehenden missverstanden, werdet ausgegrenzt oder ähnliches? Wie gehen ihr mit eurer Epilepsie um?
Hat sich diese Krankheit auf eurer Leben ausgewirkt? Hat es sich dadurch grundlegend verändert? Könnt ihr zum Beispiel euren Beruf nicht mehr ausüben oder seit in diesem eingeschränkt? (Auswirkungen auf das Privatleben, wie Hobbies, Partnerschaft, Schwangerschaft, Kinderwunsch, Führerschein etc.)
Ich freue mich auf eure Geschichten!
Viele Grüße
Steffi
e-mail: stefaniebrix@gmx.de
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hi!
Das nenn ich mal eine interessante Arbeit 
Mal eine Frage, weil ich mich mit Mediendesign nicht so auskenne und keinen Plan hab, wie da Bachelorarbeiten ablaufen: Verstehe ich es richtig, dass Du in der Arbeit ein Buch zum Thema Epilepsie gestaltest, welches dann aber ausschließlich in Form der akademischen Arbeit und nicht darüber hinaus publiziert werden wird, um die Anwendung von fachspezifischen Techni ken(nicht wundern, "ni ke" zusammen nimmt der hier wegen des Markennamens nicht an) zu demonstrieren? Oder wie ist das gedacht?
Von was für einer FH, Uni, etc. bist Du denn eigentlich und an welchem Lehrstuhl machst Du das?
Ich habe hier viele von den Erfahrungsberichten gelesen und würde diese gern in das Buch aufnehmen, doch benötige ich dazu euer Einverständnis (am besten schriftlich.)
Hast Du da schon irgendwo eine "Mustereinverständniserklärung", die ggf. individuell den Wünschen einiger angepasst werden kann und eine entsprechend ausformulierte Datenschutzerklärung Deinerseits fertig (normalerweise gibt's da ja an den FHs, Unis etc. für solche Fälle schon juristisch geprüfte Formulierungen)? Ich entsinne mich noch (aus meiner Zeit als HiWi in meiner Bachelorzeit - komme eher aus den Ingenieurs- und Naturwissenschaften), dass wir da mal so viele personenbezogene Daten erheben mussten und was für ein Aufwand es war, da eine "dem Zweck entsprechende" Formulierung zu bekommen.
Hast Du Dir schon einmal überlegt, ob es vielleicht für Dich hilfreich wäre, Deine Fragen über http://www.unipark.info/ laufen zu lassen? Gibt ja viele Hochschulen, die dort eh Kapazitäten gebucht haben. Da hast Du dann die Möglichkeit, sogar eine größere Anonymisierung einzubauen und kannst die Einverständniserklärung und Datenschutzerklärung voranstellen, sodass jeder, der Dir was schreibt, darin einwilligen muss, ohne aber selbst viel Aufwand damit zu haben. Und für Nachfragen kannst Du für diejenigen, die dazu bereit sind, ein Feld zum Hinterlegen einer E-Mail-Adresse anlegen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
ich bin für Fragen gerne zu haben.
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Steffi,
Deine Anfrage läßt mich perplex.
Ich habe hier viele von den Erfahrungsberichten gelesen und würde diese gern in das Buch aufnehmen, doch benötige ich dazu euer Einverständnis (am besten schriftlich.) und für jeden, der mehr zu erzählen hat, würde ich mich freuen und sei dazu eingeladen. Dazu würde ich mit euch gern in E-Mail Kontakt (stefaniebrix@gmx.de) treten, damit eure privaten Schilderungen nicht öffentlich zugänglich sind.
Es gibt doch hier im Forum allerlei Erfahrungsberichte. Die Tatsache, daß sie von anderen Teilnehmer ergänzt, kommentiert - eine sachliche Kritik auch wichtig -, bestätigt werden, ist doch auch ein wertvoller Teil der Aussage. Der Interessierte muß sich natürlich durchs Forum wühlen aber ist es nicht so mit jeder Recherche?
Als Betroffene müßte ich wohl selber durch meine Einträge im Forum wühlen oder wieder das Gleiche abtippen.
Es wird alles vertraulich behandelt und nur innerhalb des akademisch-universitären Umfelds publiziert. Die Namen wären durch Pseudonyme ersetzt (Beispiel: aus Sandra wird Grit o.ä.). Es gäbe weder Ortsangaben, Alter etc. bzw. wären diese auch in pseudonymisierter Form. Im Literatur- und Quellenverzeichnis wäre alles ohne Autor gekennzeichnet.
Noch bedenklicher ist für mich, daß wir Dich direkt per e-mail kontaktieren sollten. Dadurch würde ich meine persönliche e-mail-Adresse Unbekannten preisgeben und wohl auch > Ortsangaben, Alter etc. > . Adieu, Anonymität! Ist es nicht gerade das, was wir hier alle schätzen? Und was uns erlaubt, offener zu sein?
pseudonymisierter Form ?
Ich müßte also persönliche Angaben Unbekannten preisgeben, damit sie diese Angaben anonymisieren? Oder vielleicht auch nicht? Oder irgendwie irgendwo anders verwenden? Und eine schriftliche Erlaubnis würde auch noch eine vollständige Unterschrift erfordern. Was würde man auch noch dazu brauchen? Die Nummer meines Schweizer Kontos? (müßte es allerdings zuerst anlegen...
)
Und wenn sich jemand einen blöden Scherz erlaubt und bewußt verfälschte Daten schickt? Eine eigens dafür und nur dafür eingerichtete e-mail-Adresse, z.B. XingXong@yahoo.de: Ich heiße Yang Xho, komme aus China, bin 27 Jahre alt und bekomme jeden Tag mehrere GM-Anfälle, rede dabei nur arabisch?
Wir sind doch hier anonym, nur der Webmaster kennt einzelne unserer Daten (Hi, Thomas!). Unsere Beiträge sind on-line und können so von jedem gelesen werden, und was sie davon / daraus machen, können wir nicht steuern. Also warum diese Preisgabe unserer echten Identität?
mezeg
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Liebe Mezeg,
Es geht Steffi doch um die Gestaltung eines Buches. Wenn ich das richtig verstanden habe. Für dieses Buch braucht sie aber Menschen, die von ihren Erfahrungen berichten und um diese Berichte zu veröffentlichen, braucht sie deren Erlaubnis. Sie hat doch gar nicht vor einfach so veröffentlichen, was wir hier schreiben. Wenn du in diesem Buch nichts erzählen möchtest,musst du das doch nicht.
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Steffi86,
da ich erst letztes Wochenende über mein Lebens mit Epilepsie beim Jubiläum des 25. jährigen Landesverbandes Baden Württemberg sprechen mußte, habe ich es alles aufgeschrieben. Zwar nicht ganz alles, aber sonst wäre es über mein Limet gegangen, das ich zur Verfügung bekommen habe. Ich bin 37 und habe die Epilepsie seit meinem 2. Lebensmonat und kann Dir daher viel darüber berichten.
Ich kann Dir ganz viel am Telefon darüber berichten oder erzählen. Denn wenn ich alles aufschreibe, werde ich nicht mehr fertig. Wenn Du mehr wissen willst, kannst Du mich gerne mal anrufen. Telefonisch bin ich immer am besten abends Dienstags, Donnerstags und Freitags zu erreichen ab ca. 19.30 Uhr. Ansonsten ist es Glück wenn ich zu Hause bin. Ich werde Dir meine Rufnr. per E-mail senden. Diese will ich hier nicht nennen.
Bis dann.
Kernerin
P.S. Ein Teil meiner Geschichte steht eh schon in einem Buch drin.
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Ich freue mich sehr über die vielen Beiträge und wollte noch etwas genauer auf die Inhalte und den Aufbau eingehen. Die Bachelorarbeit besteht aus verschiedenen Erfahrungsberichten, die unterschiedliche Formen von Epilepsie umfassen.
Es ist eine kreative Annäherung dieser Thematik, die nicht nur auf theoretischen und medizinischen Fakten besteht (die keiner nachvollziehen kann und sehr unpersönlich ist).
Die Geschichten stehen im Vordergrund und werden Stück für Stück erzählt und an passenden Stellen werden medizinische Infos, geschichtlicher, religiöser und wissenschaftlicher Hintergrund und Verlauf von den Ägyptern bis heute, den Erkenntnissen aus meinen Fragebögen von Passanten, Angehörigen und Ärzten eingebaut
Um es konkreter zu machen sind hier Auszüge aus meiner eigenen Geschichte und wie der Aufbau aussieht:
…Aus heutiger Sicht hatte ich meinen ersten epileptischen Anfall mit fünf Jahren. Es war im Kindergarten. Wir spielten gerade draußen im Garten und plötzlich schien alles so irreal und fremd.
Ich hatte das Gefühl gar nicht richtig Da zu sein. Als stehe ich neben mir und wäre ein Beobachter.
Ich war sehr verwirrt und konnte es nicht einordnen. Maß dem ganzen aber wenig Bedeutung zu, da ich dachte die anderen Kinder kennen das Gefühl bestimmt auch und es sei normal, also sagte ich nichts….
Med. Info: Aura
…. „…Schatz deine Augen zuckten und verdrehten sich. Du hast mit dem Kopf geschüttelt und es war wieder weg …“. Ich hatte keinerlei Erinnerung daran, aber bei meiner Mutter schlugen die Alarmglocken. Zum ersten Mal erzählte ich ihr von meinen merkwürdigen Anfällen.
Sie ging mit mir zu unserer Hausärztin und schilderte den Vorfall. Die Ärztin wies mich in die Kinder-und Jugendneurologie ein, was gleichzeitig auch die Psychiatrie war.
Informationen zu:
-medizinscher Wissenstand von Epilepsie in der Nachkriegszeit bis Ende der 90iger
-damit vorschnelle Diagnosen von Geisteskrankheiten o.ä.
- früheren Vorurteilen gegenüber Epilepsie
….Die Ärzte wussten damals denke ich auch nicht wonach sie suchen sollten. Jeden Tag wurde ich aufs Neue auf den Kopf gestellt. EEG, MRT, CT, Schlafentzug-EEG , Blutuntersuchungen. Ich dachte immer nur:
“Mir geht es doch gut. Es ist alles in Ordnung oder etwa nicht? Warum redet keiner mit mir?“
Irgendwann fiel das Wort Tumor. Es war eine Vermutung, der sie nachgehen wollten…. Doch man konnte nichts finden. Alles war ohne Befund
Med. Infos: Torturen (Untersuchungen) bis zur Diagnosestellung, Fehldiagnosen und damit verbundenen Ängsten der Eltern und der betroffenen Kinder
...siehe nächster Beitrag
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
… Ich war ungefähr 18 Jahre als ich meinen ersten großen Anfall hatte. Damals war zum Glück meine beste Freundin zu Besuch. Der Tag begann schon damit, dass ich mich irgendwie merkwürdig fühlte. Ich hatte immer wieder das Gefühl eines Déjà-vus und es wurde von Mal zu Mal schlimmer. Ich stand gerade mitten im Zimmer, als mir schwindelig wurde…. (Erfahrung von meiner Freundin)
Ich fand mich auf meinem Bett wieder und hatte fürchterliche Kopfschmerzen.
….
Nach vielen Untersuchungen und meinen Beschreibungen der Anfälle bekam ich endlich eine Diagnose. Temporallappenepilepsie. Allerdings war es eine Verdachtsdiagnose, da sowohl das MRT als auch das EEG unauffällig war.
Pause meines Erfahrungsberichtes
Es war natürlich eine Erleichterung, da ich schon dachte verrückt zu werden, doch innerlich war ich zerrissen. Ich habe mir insgeheim gewünscht, man hätte Spikes oder andere Auffälligkeiten (med. Infos: EEG etc.) während des EEGs gesehen, um endlich einen physischen Beweis zu haben, dass da irgendetwas ist. Diese Anfälle sind nichts Greifbares.
Wenn jemand eine Grippe hat sind das Dinge die messbar sind. Schmerzen, die einem sagen, das man krank ist und um gesund zu werden schont man sich und nimmt Antibiotika.
Doch wie macht man Gefühle messbar? Ist, bevor ein „Anfall“ beginnt, ein hochsteigendes, merkwürdiges von Angst gefüllten Gefühl in der Magengegend, ein Symptom? Man während des „Anfalls“ das Gefühl habe genau diese Situation schon erlebt zu haben und sich in ihr gleichzeitig fehlplatziert fühlt und einem innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Erinnerungs- und Emotionsflut überschwemmt?
„Es gibt keine physischen Beweise, dass es Epilepsie ist. Alle Untersuchungen waren unauffällig. Vielleicht sind meine Beschreibungen ungenau oder vielleicht tickst du einfach doch nicht ganz richtig? Nein, du spinnst. Es muss Epilepsie sein.“
Pause meines Erfahrungsberichtes
Informationen zu den verschieden Anfalls- und Epilepsieformen: Temporallappenepilepsie, Frontallappenepilepsie, Lennox-Gastaut-Syndrom, Grand-Mal Anfälle o.ä.
Eine der beschriebenen Formen aufgreifen und anhand eines anderen Berichts erzählen/beschreiben (z.B.: Grand-Mal-Anfälle)
Usw.
So würden auch eure Geschichten behandelt werden.
Es geht nicht darum das ihr eure Identität preisgebt. Ich wollte die Berichte nicht einfach ohne euer Einverständnis kopieren. Es lässt sich ja nicht zurückverfolgen, wer welche Geschichte geschrieben hat, die ich gern verwenden würde und das ist ja auch ganz richtig. Deswegen wollte ich das in diesem Forum ansprechen und eure Zustimmung per Mail einholen und ihr einen Verweis gibt welcher Bericht es ist oder wer es ausführlicher schildern möchte, dazu eingeladen sei, damit man es nicht in diesem Forum verfolgen kann, damit es so anonym wie möglich ist.
Ich möchte jedem der sein Einverständnis gibt auf den Laufenden halten, die verwendeten Berichte möchte ich euch zukommen lassen und bei Einwänden werden sie wieder gelöscht. Und wenn es fertig ist würde ich euch gern das Ergebnis zeigen.
LG Steffi
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Kernerin,
ich habe deine Mails bekommen und freue mich sehr über dein Interesse und deine Bereitschaft. Ich habe eben deine Lebensgeschichte gelesen und bin sehr berührt. Ich würde mich freuen wenn wir telefonieren, doch ich muss bis Sonntag arbeiten und bin auch jetzt gerade auf den Sprung. Könnte ich dich am Sonntag Nachmittag anrufen?
Viele Grüße
Steffi86
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
mein ganzes Umfeld weis über meine Epi bescheid. Fang ich wo zu arbeiten an (neuer Job), erzähl ichs auch dem Chef, den Kollegen. Schon aus gründen der Sicherheit. Ich bin also nicht "erpressbar" (schlimmes Wort, aber es triffts) was das Thema betrifft. Werd mir jetzt kein Schild umhängen "Hallo ich habe Epi", aber allein durch die Bekannten/Verwanten, wird es verbreitet. Es wird kaum einer herumlaufen und jedem davon erzählen, aber man kann ja nicht jedem verbieten, davonn zu erzählen. Also wissen es auch welche, die ich nicht kenne... Was sollen die denn damit anfangen? Erzählen, das sie davon gehört haben, das wer Epi hat? Also ein bissl mehr, oder weniger Annonymität ist volkommen egal. In Foren ist es ganz normal in Nicknames zu schreiben, ist einfacher so. Ausserdem, wer kann mit meinem richtigen Namen denn was anfangen? Schreib ja meine Adresse nicht dazu. Also, Da ist der Hansi Müller aus Wien der hat Epi. Super, und wen interessierts? Also ich hab kein Problem damit, zu sagen wer ich bin... So,, bei Fragen, einfach fragen 
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
p.s. ich hab Gestern ca. 10 Absencen gehabt. Jetzt wissen alle dies gesehen haben, das ich Anfälle hab. Das einzige was sie damit machen können, ist zu erzählen das sie wen mit einem Anfall gesehen haben. Super. Was ich schon über Leute und ihre Krankheiten erfahren habe. Jetzt müssen die sich fürchten, das ichs weiter sag...
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Steffi,
das ist eine tolle Idee mit der Bachelorarbeit und dem Thema! Gefällt mir.
Ich muss nächstes Jahr eine Bachelorarbeit schreiben und brüte am Thema herum, ständig fällt mir etwas Neues ein, lach!
Du schreibst - du nimmst die Geschichten in dein Buch auf, wird deine Arbeit ein richtiges Buch?
Das finde ich ja cool, wird es so dick?
Merve
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Liebe Keki,
ich kann mir nicht vorstellen, daß Steffi eine Erlaubnis braucht, um unsere Berichte - egal von hier oder direkt gemailt - zu veröffentlichen. Eben wenn unsere Namen nicht erwähnt werden. Also warum sollten wir sie preisgeben?
Ich kenne sie nicht. Habe also keine Garantie, daß solche Daten nicht weiter geleitet werden - ob bewußt oder aus ungewolltem Sicherheitsmangel. Vor ein paar Jahren hatte ich ein seltenes aber nicht teueres Buch per Internet bestellt - eigentlich nur, weil er von einem entfernten längst verstorbenen Verwandten geschrieben wurde. Seitdem müllt der Verlag die eine Mailbox zusammen, direkt oder über andere. Es kommen auch sehr "eindeutige-zweideutige" Angebote
. Zum Glück hatte ich nicht die Hauptadresse angegeben, diese weitere benütze ich aber für ähnliche Internet-Aktionen und kann sie daher nicht löschen.
Über eine extra dafür und nur dafür eingerichtete Mail-Adresse könnte ich mir schon eine Teilnahme vorstellen aber mit dem echten Namen nicht. In meinem Land zwar Alltags-Name auf zig Seiten der Telefonbücher aber hier ziemlich originell und leicht aufspürbar.
mezeg
P.S. bin außerdem epileptisch gesehen, nur eine blasse Randerscheinung.
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Podi,
Von Epilepsie wurde ich erst als Rentnerin getroffen. Ich weiß das Glück zu schätzen, mich nicht durch das ganze Leben deswegen zu quälen. Andererseits bröckelt ein lang / sehr lang exitierendes soziales Umfeld auf einmal zusammen.
Von Ehrenämtern (Besuchdienst im Krankenhaus, Fahrradclub, Ausflüge mit einem Mädchen aus schwierigen Verhältnissen u.ä.) ohne Rücksprache schroff abgelehnt. Kontakte mit "Kollegen", sowie das Gefühl noch nicht als "nutzlose Alte" zu gelten - verloren. "Freunde", die sich nicht mehr melden, ablehnende Angehörige: meinen Enkel darf ich nicht ohne strenge Aufsicht sehen, eine Schwester schleudert mir ins Gesicht "Du bist behindert, ich bin die einzige Normale!"
Dann kam die Trotzphase: "Ich habe Epilepsie, laßt mich gefälligst in Ruhe!" und habe mich auf meiner Insel zurückgezogen.
Langsam wieder ein neues Umfeld aufbauen. Echte Freunde, die dabei geblieben waren und mit mir wie früher umkehren. Bekam einmal ein "Alarm-Signal" in einem sauerstoffarmen lauten Festzelt, wurde mir Hilfe angeboten aber akzeptiert, daß ich nur alleine in die frische Luft fliehen will. Kontakt zu neuen Gruppen aufgenommen, wo ich die Epilepsie zuerst verschwieg. Beim italienisch Kurs doch dann angegeben, weil meine Auras sich meist mit "speech arrest" - also sprachlastig - zeigen. Frage der Lehrerin: "Wie sollen wir uns dann verhalten? Dich in Ruhe lassen? O.K. ich weiß Bescheid" Thema abgehackt, den Kurs kann ich genießen.
Schach-Treffen angesteuert und doch zurückgeschreckt, weil ich Angst hatte, durch die Anforderung Epi-Probleme zu bekommen. Der zuständige Sozial-Arbeiter wußte nichts von der Epi, überzeugte mich ruhig-freundlich ein Spiel mit ihm zu machen. Abgehackt. Ich gehe sehr gerne zur Gruppe, muß nicht gewinnen, mache aber den Gegnern viel Ärger. Durch das Vertrauenverhältnis kam ich dazu mit dem Sozial-Arbeiter "darüber" zu reden, an die Verhältnissen hat es nichts geändert und jetzt wurde ich um Unterstützung für deren Straßenfest angefragt.
Als Leih-Oma wurde ich abgelehnt, weil mir die Hausärztin das verlangte Attest nicht unterschreiben wollte. Der Neurologe lehnt dieses Attest ab, weil es eine 200% Gesundheitsgarantie gegen alle möglichen Krankheiten verlangt, schrieb mir ein eigenes Attest. Damit habe ich mich bei einer integrativen Schule für deren Projekten mit ehrenamtlichen Senioren präsentiert. Das Attest wurde zwar nicht verlangt, aber eben meine Trotzreaktion: "Ihr nehmt mich, wie ich bin, oder Ihr sucht eine Andere"!
In den letzten Monaten habe ich bei denen drei Handarbeitsprojekten mit verschiedenen Klassen durchgeführt, gehöre fast zum Haushalt, die Kinder freuen sich, wenn sie mich sehen, ich experimentiere zu Hause nach einfachen Formen für Kuscheltiere und sonstiges, schlage Ideen für weitere Projekte in deren Pool vor und wurde jetzt für eine wöchentliche "Kreativ-AG" im nächsten Schuljahr angefragt...
Das epileptische Potential ist zwar weiter vorhanden, verblaßt aber durch diese neuen sozialen Kontakte und gerät immer mehr in den Hintergrund und da soll es bleiben! Auch wenn ich unwiderruflich das AE nehmen muß und von Auras nicht befreit bin.
mezeg
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
ich weis nicht ob man sich mit Epi. quälen muss. Klar gibt es genug Leute, die damit nichts anfangen können. Wenn wer sagt, "mit DEM" möchte ich nicht in einem Zimmer schlafen, etc. Und ich versteh auch, wenn ich manche Berufe, bzw. Arbeiten mit Kindern etc. nicht machen darf. Teils aus Angst der Verantwortlichen teils aus Nichtwissen, was Epi. betrifft. Ist halt so. Und wenn sich ander Bekannte "Freunde" nicht mehr melden, bleiben die wahren Freunde über. Und du siehst, es gibt noch immer unzählige Möglichkeiten neue Leute kennen zu lernen, die mit deiner Epi was anfangen können. Aber alles ist besser, als sich zu verstecken und ja niemanden von der Epi zu erzählen. Wir sind nicht Geisteskrank, das muss man manchen halt erst klar machen. Viel Spass beim Schach!
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Ui, finde ich auch richtig spannend.
Kann man dir die Fragen auch über eine private mail beantworten?
Merve, normalerweise lässt man sich so eine Arbeit schon als Buch drucken.
So kenne ich das zumindest. Lasse mich aber gerne von Steffi belehren
Bachelorarbeit musste ich keine schreiben aber eine sehr ausführliche Wissenschaftl. Hausarbeit.
Wurden am Schluss 150 Seiten und auch ich habe das als Buch drucken lassen.
Wurde uns freigegeben ob man für sein Buch ein Hardcover oder nicht.
Fand Hardcover ansprechender.
Aber gut, das war vor gut 7 Jahren.
Kann sein das sich seitdem einiges geändert hat.
lg
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Steffi,
ich würde auch meine Geschichte zur verfürgung stellen. Doch da meine Epi-Geschichte auch schon bald 30 Jahre alt ist, wäre ein Fragenkatalog oder ein Muster der Geschichte hifreich. Hast Du so etwas?
Viele Grüße
Bepi74
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo Talis.
also ich glaube es ist nicht immer so.
Kenne einige die ihre arbeiten einfach mit einer Spiralbindung habven binden lassen.
Ist ja dann kein Buch ans sich, oder?
Aber ich lasse mich auch gern von Steffi belehren 
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Wie man die Abgabe für den Lehrstuhl binden muss, ist heute meist sehr klar vorgeschrieben und heute bei Bachelor/Masterarbeiten typischerweise geleimt im Umschlag mit sowas wie einer stabilen Papprückseite und einer Folie vorne (geleimt, damit man nicht so einfach etwas herausnehmen oder nachträglich hinzufügen kann, wie bei den Spiralbindungen und der einfache Umschlag, damit's nicht so ins Geld geht). Kenne aber viele - und kann mich dazu auch selbst zählen - die ihre Arbeit zusätzlich nochmal als Erinnerungsexemplar für's eigene Bücherregal drucken und dann in einen richtigen Buchumschlag binden lassen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Bachelorarbeit zum Thema Epilepsie
Hallo steffi...
auch ich würde dir meine geschichte gerne zurverfügung stellen, wenn du noch welche brauchst.melde dich einfach und ich schick dir eine mail von meiner geschichte...
lg