Erfahrungsberichte Op.

mezeg, München, Tuesday, 19.08.2014, 09:46 (vor 4380 Tagen) @ kovacsandreas

bei mir war / ist eine "Unfall-Epilepsie": walnußgroße Hirnhauttumor linkstemporal, nahe am Sprachzentrum, gemütlich auf einer wichtigen Arterie liegend.

Mußte so oder so operiert werden, weil "raumfordernd und mit Wachstumtendenz".

OP dauerte 5 Stunden, Frankenstein-Narbe. Entlassen wurde ich eine Woche danach, natürlich müde aber vollkommen selbstständig. Keine Schmerzen.

Wurde vorsorglich 6 Monate mit Keppra versorgt.

Nach Absetzung kamen wieder GM-Anfälle aber tagsüber, in der Sicherheit der Wohnung, mit Krämpfen und Bewußtseinsverlust aber "trocken". Ursache: nun die Narbe im Kopf.

Diese Art von Anfälle war leichter zu handhaben als die frühere nachts. Bin inzwischen mit Lamotrigin gut eingestellt und bekomme nur ab und zu Sprachblockade mit etwas Übelkeit und nachfolgender Müdigkeit.

Die OP war bei mir nicht vermeidbar, die Tumor wäre weiter gewachsen.

mezeg

P.S. Die Frankenstein-Narbe verschwand schnell unter den Haaren. Man füllt sie nur auf dem Schädel, wenn man darüber gleitet.


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