Neurologische Störungen

Phönix, Sunday, 31.08.2014, 11:38 (vor 4368 Tagen)
bearbeitet von Phönix, Sunday, 31.08.2014, 12:01

Hallo !

Habe mich heute registriert , da ich mittlerweile der Auffassung bin , dass ich auf diesem Wege mehr in Erfahrung bringe als bei diversen Arzt oder Krankenhausaufenthalten . Ich darf mal die letzten Jahre kurz zusammenfassen . Vor ca 5 Jahren habe ich während des Sports , als ich in einem Gespräch mit einem Bekannten war , plötzlich nicht mehr richtig sprechen können , die Zunge gehorchte mir nicht mehr . Ein wenig Schwindel kam hinzu . Beim Versuch zu trinken , ich hielt einen Trinkbecher mit Strohhalm in der Hand , schüttete ich mir ständig das Getränk ins Gesicht , nicht fähig zu begreifen , dass der richtige Weg zu trinken eben der Strohhalm ist und es wenig Sinn macht den Becher immer zum Mund zu führen wie ein "offenes " Behältniss. Übergossen mit Wasser wartete ich mitten im Fitnessstudio , sitzend und so unauffällig wie möglich , bis sich der Kreislauf stabilisierte und bin dann in die Umkleide . Am nächsten Tag wurde mir vom Hausarzt geraten , ich solle mehr trinken .
Einige Monate später erlitt ich meinen ersten Grand Mal im Schlaf , Notarzt meinte, die von meiner Frau geschilderten Symptome deuten auf Schlaganfall mit daraus resultierenden Grand mal . Nach MRT , EEG und 3 Tagen in der Kopfklinik wurde ich entlassen . Nach einmaligem Anfall wurde natürlich noch keine Epilepsie diagnostiziert .
Ca 1 jähr später der nächste Grand mal , gleiches Verfahren , aber keine stationäre Aufnahme . Wurde dann bei einer Neurologin vorstellig und mit Medis eingestellt . Zu Beginn Keppra , dann wohl aus Kostengründen umgestellt . Nebenwirkungen hatte ich in Form von Gereiztheit und Depressionen . Gegen die Depressionen bekam ich natürlich etwas verschrieben . 3000 mg gegen die Anfälle und 20 mg gegen die Depressionen waren die tägliche Dosis die ich letztendlich zu mir nahm .
Wieder ca ein Jahr später hatte ich nachts erneut " Anfälle " . Ich schlief alleine und kann somit nur beschreiben was ich " wahrnahm " . Ich schlief und spürte wie im Traum, dass ich zuckte und Töne von mir gab , jammernd regelrecht .Wachte auf und schlief wieder ein . Das Ganze wiederholte sich drei mal . Am nächsten Morgen war ich unsicher ob es ein Alptraum war oder tatsächlich Anfälle . Ich liess ein EEG machen und die Anfälle wurden nachgewiesen .
Die Dosis wurde auf 3500 mg erhöht .
Nach einigen anfallfreien Monaten und privatem Befreiungsschlag ging es mir bestens . Habe alle Medis ausgeschlichen und seit 8 Monaten nichts mehr genommen .
Vor 2 Wochen habe ich auf der Baustelle im Gespräch mit Mitarbeitern plötzlich nicht mehr gewusst wo ich eigentlich bin , der Zustand hielt nur einige Sekunden an . Ich starrte auf den Boden und mit viel Konzentration und Handzeichen zu meinen Gesprächspartnern , mich in Ruhe zu lassen , kam die Orientierung zurück .
Vor zwei Tagen wurde mir etwas schwindlig und der rechte Arm war wie eingeschlafen . Ich schaffte es aufs Bett , wollte meine Freundin rufen , konnte aber nur " lallen " . Nach einigen Minuten ging es wieder .
War nun aktuell bei Neurologin , wieder Medis , alles von vorne . MRT natürlich auch erstmal in einigen Tagen .
So , jetzt habe ich mehr geschrieben als angedacht .
Würde mich über Erfahrungsaustausch freuen.

Neurologische Störungen

Green, Sunday, 31.08.2014, 13:03 (vor 4368 Tagen) @ Phönix

Hallo

Das hört sich an wie Schlaganfälle......nehmen sie Blutverdünner?

Was für eine Diagnose wurden sie aus der Kopfklinik entlassen?
Mit dem Arztbericht bei einem Neurologen der auch Epileptolge ist vorstellen.........Adressen vorn auf den Seiten.

Fahren Sie Auto.......bis anfallsfreiheit verboten wenn was passiert und sie verursachen was........könnte es schwierig werden mit der Versicherung.

Tja und warum medis nach 8 Monaten absetzen....das hirn ist in der Lage zuvergessen dazu braucht es in der REgel 2 Jahre....darum medis mindestens 2 Jahre nehmen.....habe ich mal gelernt.

gruss Green

Neurologische Störungen

Phönix, Monday, 08.09.2014, 19:26 (vor 4360 Tagen) @ Green
bearbeitet von Phönix, Monday, 08.09.2014, 19:30

Hallo Green !
danke für deine Stellungnahme

Habe die Medis ausgeschlichen , da ich der Auffassung .....nein , wohl eher in der Hoffnung lebte , dass die grand mal Anfälle stressbedingt waren.....zudem waren die Nebenwirkungen , eine handfeste Depression , auch belastend .
Nun ja, 8 Monate ging es gut .
Blutverdünnende Mittel nehme ich nicht , eigentlich gar keine Medikamente die letzten 8 Monate .
Kopfklinik hat mich nach erstem Anfall nach 3 Tagen entlassen mit der Aussage , dass ein einmaiger großer Anfall jedem passieren könne .
Nach dem zweiten grand mal wurde ich nicht mehr stationär aufgenommen , aber Epilepsie diagnstiziert .
Ich sollte mir einen Neurologen suchen , was ich tat . Diese verschrieb mir entsprechend Keppra , anschliesend wohl aus kostengründen eine alternative .
Trotzdem hatte ich ja nochmals grand mal Anfälle .........Dosis wurde dann immer weiter erhöht.
Aber darum geht es mit mittlerweile gar nicht mehr , zumal ich nun unter Tage diesen " Anfall " hatte .
Ich hofe einfach mal, dass der nächste Neurologe , zu dem ich jetzt zwecks MRT gehe, etwas Licht ins Dunkel bringt.
Ich denke mal, dass geklärt werden sollte ob ich nicht wie der Notarzt bei meinem ersten Anfall meinte , durch einen Schlaganfall den grand mal erlitten habe und vielleicht schon öfters ein kleiner Schlaganfall , wie zuletzt mit Sprachunfähigkeit und taubem rechtem Arm , vorlag.
Das wäre mir jetzt mal wichtig zu wissen .
Ich werde wieder Berichtr erstatten , vielleicht ist es ja auch mal hilfreich ......
Noch eine abschliesende Frage
Wenn ich wie zuletzt den Mond sehe und dieser von Wolken umgeben ist , dann erscheint diese bild ......schwer auszudrücken.....die Wolken wackeln von rechts nach links , der Mond hüpft regelrecht auf und ab......wie zwei unabhängig voneinander und übereinander gelagerte Fotos , die sich verschieden bewegen .Habe das schon mehrfach beobachtet
Muss nichts heissen aber fragen kann nie verkehrt sein ......:-D
Phönix