Mitleidsmasche...
Vorallem als Kind hab ich wg. der Epilepsie die Mitleidsmasche gespielt. Um nicht ausgegrenzt zu werden, war ich manchmal sogar "stolz" darauf, weil ich ja wer "besonderer" war. Komischerweise hat das manchmal sogar recht gut funktioniert, da hab ich meine Erfahrungen vom Psychiater, (da war ich neben dem Neurologen auch öfters) an Freunde mit Problemen (meist Liebeskummer...) weiter gegeben. Das hat damals mein Leben etwas einfacherer gemacht. Einfach einen "Nachteil" als "Erfahrung" etc. ausgeben. Je älter, reifer und erwachsener ich geworden bin, umso weniger hab ich das gebraucht und so selbstsicherer bin ich geworden, bis mir die Epilepsie eigentlich ziemlich egal geworden ist. Heute hab ich überhaupt keine Probleme mehr damit, es kann gern jeder davon wissen (oft sogar gut so) und wer Provleme damit hat, kann sich gerne einen anderen Freun suchen und soll reden was er/sie will. Trotzdem ertappe ich mich manchmal, wie ich versuche Vorteile daraus zu ziehen und mich zu wem "besonderen?" zu machen, der ja so arm ist und der besser betreut, behandelt gehört. Eben keine Behinderung? , sondern etwas wo man besonders behandelt werden soll, weil man ja so "arm" ist... Wie geht ihr mit dem Thema um? Ist es ok, wenn man versucht aus der Epilepsie Vorteile zu ziehen?
gesamter Thread:
- Mitleidsmasche... -
podi,
04.09.2014, 11:51
- Mitleidsmasche... - mezeg, 04.09.2014, 12:27
- Mitleidsmasche... - pegasus, 05.09.2014, 11:02