Bewerbungsgespäche - Bin hin- und hergerissen

Phoenix, Magdeburg, Friday, 05.09.2014, 12:37 (vor 4363 Tagen)

hallo allerseits,

ich bin derzeit auf jobsuche als erzieher. und natürlich finden dann ab und an mal bewerbungsgespräche statt. und eigentlich bin ich da immer sehr aufgeschlossen und erzähle auch gleich, dass ich epilepsie habe, es jedoch eine reine schlafepilepsie ist und somit den berufsalltag nicht beeinträchtigt, es jedoch mal vorkommen kann, dass ich am morgen anrufe und sagen muss, dass ich heute nicht zur arbeit kommen kann. und ich erzähle auch immer dass ich einen SB-ausweis habe, was der einrichtung zu gunsten kommen kann. bisher habe ich so auch immer einen arbeitgeber gefunden, der das akzeptiert hat. zumal man als erzieher ja meist sehr soziale und einsichtige menschen als arbeitgeber bzw. chef hat.

nun habe ich aber schon so einige gespräche hinter mir (bin seit april schon auf jobsuche) und es kam immer eine absage. darum war ich nun schon mehrmals am überlegen, ob ich die offensive im gespräch weglassen und es besser verschweigen sollte. aber würde ich es so tun, dann würden sicherlich irgendwelche gerüchte entstehen, wenn ich urplötzlich einen tag krank und am nächsten tag wieder bei der arbeit bin. dadurch wurde mir zum beispiel schonmal unterstellt, dass ich meine wochenenden durch krankschreibungen verlängern will. ich weiß nicht mehr so recht wie ich es im bewerbungsgespräch machen sollte. beides hat pros und kontras.

könnt ihr mir da vielleicht einen rat geben??

Liebe Grüße

Der Tommy

Bewerbungsgespäche - Bin hin- und hergerissen

Anning, Großraum Hamburg, Friday, 05.09.2014, 19:23 (vor 4363 Tagen) @ Phoenix

Hi Tommy,

ich hatte diesbezüglich mit einer Freundin mal eine Diskussion ob man eine SB beantragt oder nicht. Sie tut es nicht, weil sie dann bei einem neuen Arbeitgeber Sorge hätte, dass der sie nicht einstellt, weil es dann ja sein kann, dass die Zahl der Fehltage höher ist als bei anderen. Ich für mich habe jedoch die Meinung, dass ich bei einem Arbeitgeber, der das so sieht gar nicht arbeiten möchte. Die Frage ist bei Dir natürlich, wie "dringend" es mit dem Job ist. Für mich wäre es jedoch klar, dass ich nur noch bei Arbeitgebern arbeiten möchte, die mich so akzeptieren wie ich bin. Und ausschlaggebend sollte hierbei nicht eine Krankheit / Behinderung sein, sondern der Arbeitgeber sollte einen für die Qualität der Arbeit einstellen wollen. Und wie gesagt ich stelle mir die Frage, ob ich bei jemandem arbeiten möchte, der seine Entscheidung von der Epilepsie abhängig macht. Denn ich glaube jemand, der dass tut, ist nicht unbedingt eine gute Führungskraft und schafft es dann nicht unbedingt auch ein gutes Teamklima (was als Erzieher ja wichtig ist) zu schaffen. Damit lehne ich mich weit aus dem Fenster - aber das ist meine Ansicht. Von daher, würde ich damit offen umgehen....

Gruß
Anja