WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

Krid127, Tuesday, 30.09.2014, 19:02 (vor 4338 Tagen)

Hallo ...,
Ich habe seit meinem 8. Lebensjahr Epilepsie und bin jetzt 56.
Im vorigen Jahr bekam ich ein neues Hüftgelenk, worauf meine Frau einen NEUFESTSTELLUNGSANTRAG gestellt hatte. Wir hatten gehofft, ich könnte dadurch meine steuerlichen Vergünstigungen erhöhen, doch der Schuß ist nach hinten los gegangen.
1. Schreiben vom Versorgungsamt
2. Arzt von der ärztlichen Schweigepflicht entbinden lassen
3. neues Schreiben
4. mein Gdb von 80 auf 40 herabgesetzt wiel es laut dem Neurologen mir gut geht und ich seit 1-2 Jahren keine Anfälle mehr bekam
5. kein Ausweis mehr keine Vergünstigungen, niedrigerer Steuerfreibetrag u.v.m.

Also seid wachsam in solchen Dingen ... :-(

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

pegasus, Tuesday, 30.09.2014, 19:20 (vor 4338 Tagen) @ Krid127

Sorry, aber die Vergünstigungen sind mir sowas von Schnuppe, ich möchte, dass es mir besser geht und ich keine Anfälle mehr bekomme.

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

sandytimmy, Tuesday, 30.09.2014, 20:01 (vor 4338 Tagen) @ pegasus

Schnuppe find ich die Vergünstigungen nicht.
Wenn man sich schon mit den Anfällen rumplagen muss, möchte ich wenigstens ein bisschen was vom Schwerbehindertenrecht haben, sonst kann ich mir den Ausweis ja komplett sparen.
Davon geht es einen ja weder schlechter noch besser. Ein wenig wieder gut machung ist das nur

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

pegasus, Tuesday, 30.09.2014, 20:42 (vor 4338 Tagen) @ sandytimmy

Also sorry sandytimmy, entweder hast du etwas falsch gelesen oder du hast etwas falsch gelesen. Der Themenstarter hat laut Neurologen keine Anfälle mehr und sich dann darüber zu beschweren, dass man keine Vergünstigungen mehr bekommt und man keinen Verschlimmerungsantrag stellen solle oder was auch immer halte ich persönlich für Unsinn.

Daher nochmals. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Schwerbehindertenausweis inklusive Vergünstigungen und Anfallsfreiheit ohne Vergünstigungen, wäre mir die Anfallsfreiheit lieber.

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

Lerche, Tuesday, 30.09.2014, 20:11 (vor 4338 Tagen) @ pegasus

Seh ich auch so, Pegasus.

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

Günti, Wednesday, 01.10.2014, 07:31 (vor 4337 Tagen) @ Lerche

Der Themensteller beschwert sich nicht und gibt einen selbstlosen Hinweis, was passieren könnte, wenn man seinem Beispiel folgen würde.
Ich habe auch schon längere Zeit keine GM mehr bekommen, dafür Krebs überstanden und eine bipolare Störung im Griff.
Wie die Ärzte oder die Versorgungskammer urteilen würden resp. eines Änderungsantrags des Beh.-Grads wäre mir im Zweifelsfall zu riskant.
Keine Ahnung was wäre, wenn ich wie der TS vorgehen würde, jedoch finde ich die Information wichtig - und peinlich, wenn man gleich so beinahe angefeindet wird.
Solche Antworten schrecken wohl auch potentielle Mitschreiber ab, die es dann verständlicherweise beim Lesen belassen werden.
Natürlich sei jedem seine Meinung vergönnt .Internet ist ja demokratisch:-D .
Ich schreib hier sowieso nicht viel und wahrscheinlich nur zur persönlichen Darstellung aber jetzt belasse ich es besser beim Mitlesen ohne Trauer und beleidigt zu sein(warum auch).
Gruß,
Günti

Entwarnung!!! Einzelfall vorher prüfen!

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 02.10.2014, 10:01 (vor 4336 Tagen) @ Krid127

WARNUNG!!! NIE Verschlimmerungsantrag stellen

Das würde ich keinesfalls pauschalisieren!!!
Da muss man sich vorab halt erkundigen, wie die Chancen stehen, dass das einem was bringt.

Wenn man z.B. nach den Anhaltswerten hier geht: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Epilepsie---Schwerbehinderung-561.html, ist klar, dass Du bei Deiner beschriebenen Anfallssituation irgendwo zwischen 30 und 40% für die Epilepsie landest.

Und ein neues Hüftgelenk alleine ist nicht zwingend ein Grund für einen GdB (oder einen höheren, weil sich das ja nicht einfach addiert). Das kommt dann drauf an, ob überhaupt Einschränkungen in z.B. der Beweglichkeit beim neuen Gelenk bleiben.
Meine Tante hat eins und der geht's damit nicht nur besser wie mit dem Kaputten, sondern sie kann wirklich alles mögliche ohne Einschränkungen machen (und damit meine ich nicht nur alles im Alltag, sondern auch Sachen wie Sport und Tanzen).

Und mal Hand auf's Herz: Wenn Du vorher 80% wegen der Epi hattest, dann wären mir die Vergünstigungen sowas von sch...egal, weil die Lebensqualität, die man gewinnt, wenn man nicht alle paar Tage/Wochen einen Anfall hat, schon enorm ist.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Entwarnung!!! Einzelfall vorher prüfen!

Bepi74, Sunday, 05.10.2014, 11:04 (vor 4333 Tagen) @ huge88

Da muss man sich vorab halt erkundigen, wie die Chancen stehen, dass das einem was bringt.

das ist auf dem Punkt gebracht!
Die Vorteile heisen offiziell "Nachteilsausgleich" (oder so ähnlich). Und jemand der jede Woche Anfälle hat, hat halt auch weniger NAchteile wie jemand mit ein JAhr Anfallsfreiheit....
Aber: Du kannst ja auch Einspruch einlegen. Dann schaffst Du vielleicht 50%, dann das ist eine Grenze für viele Vergünstigungen....

Entwarnung!!! Einzelfall vorher prüfen!

anonym, Wednesday, 08.10.2014, 22:42 (vor 4330 Tagen) @ Bepi74

Hallo Zusammen,
ich hatte ein verschlimmerungsantrag gestellt und wurde hochgestuft.Der Behindertenaus ist für mich eine echte Hilfe, da ich die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen darf.Die Epilepsie die war sichlich nicht nur ausschlaggebend.

Gruß
Corinna

Entwarnung!!! Einzelfall vorher prüfen!

Mondenkind, Monday, 13.10.2014, 14:26 (vor 4325 Tagen) @ Bepi74

Hallo,

Aber: Du kannst ja auch Einspruch einlegen. Dann schaffst Du vielleicht 50%, dann das ist eine Grenze für viele Vergünstigungen....

Da rate ich auch zu. Mir hatten sie damals auch einen GdB von 40 zugeschrieben (nach 80 + G + B), war aber auch dank Operation damals fast 2 Jahre anfallsfrei. Da ich aber manche Sachen immer noch nicht so machen konnte wie vorher (z.B. 8 Std. arbeiten, bei Großveranstaltungen fühlte ich mich umwohl etc.), legte ich Widerspruch ein (allerdings mit Hilfe der VdK <-- kann ich nur empfehlen) und bekam letztendlich einen GdB von 50.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)