Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Hallo, Zusammen !
Ich nehme seit 16 Jahren Phenhydan und bin damit vollkommen anfallsfrei.
Gestern bin ich zum Zahnarzt, weil ich dachte, mir wäre eine Füllung oder eine Wurzelfüllung raus gebrochen.
Tja.
Leider kam es dicker.
Ich hätte ne ordentliche Zahnfleischentzündung.
Wenn ich mit der Zunge an die linke untere Backenzahnreihe fühle, tut es auch weh.
Aber ich habe auch das Gefühl, als wenn da an den Zähnen was abgebrochen wäre.
Ich bin bei dem Zahnarzt das erste Mal und wegen dem ganzen Psychostress habe ich nicht gesagt, dass ich links unten ganz hinten einen Weisheitszahn habe, der noch nicht ganz raus gebrochen ist.
Ich soll jetzt am Dienstag zum Röntgen kommen mit anschließender Besprechung.
Er meinte, zumindest von der linken unteren Backenzahnreihe müsste ich mich verabschieden.
Und was den Rest betrifft, tat er auch nicht besonders ermutigend.
Außerdem habe ich auch noch ein Lipom.
Er weiß natürlich, welche Lebensqualität mir das Phenhydan bietet aufgrund der kompletten Anfallsfreiheit.
Ich habe trotzdem Angst, was noch auf mich zukommen wird in Bezug auf Zähne ziehen.
Muss das grundsätzlich sein, gleich eine Zahnsanierung?
Und generell die Zukunft.
Ich bekomme Panikattacken und Angstzustände deswegen.
Und das Blöde ist jetzt noch zusätzlich, dass ich das Antibiotika nicht nehmen kann, was er mir verschrieben hat, da es für Epilepsie Patienten eine erhöhte Anfallsgefahr hervor rufen würde.
Ich habe Angst, dass mein neuer Zahnarzt dafür kein Verständnis haben könnte.
Und die Frage ist nun, wie kriegt man diese Zahnfleischentzündung ohne Antibiotika wieder weg?
Ich war, ehrlich gesagt, mit meiner Mundhygiene auch nicht gerade pfleglich.
Hat hier jemand von Euch im Zusammenhang mit der Einnahme von Phenhydan schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Oder kann das von dem Weisheitszahn kommen?
Es bedeutet für mich eine ungeheure psychische Belastung.
Vielen Dank für Eure Antworten.
Eure Lanzelote2034
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Muss das grundsätzlich sein, gleich eine Zahnsanierung?
Hohl Dir eine zweitmeinung von einem anderen Zahnarzt. Am besten einfach mal bei Freunden herumfragen, mit welchem Zahnarzt sie zufrieden sind.
Und das Blöde ist jetzt noch zusätzlich, dass ich das Antibiotika nicht nehmen kann, was er mir verschrieben hat, da es für Epilepsie Patienten eine erhöhte Anfallsgefahr hervor rufen würde.
Wenn Du Dir deswegen unsicher bist, frag am besten beim Neurologen Deines Vertrauens nach.
Kennst Du denn ein Antiobiotikum, das Du gut verträgst? Ich persönlich hab im letzten Jahren ganze drei Mal ein Antibiotikum nehmen müssen, wo das auch drinstand und mir hat das gar nix ausgemacht, obwohl da noch einige andere heftige Sachen dazugekommen sind. Das hab ich mir gemerkt und sollte ich - hoffentlich nicht, aber man weiß ja nie - wieder mal eins brauchen, würde ich gezielt danach fragen, ob das eine mögliche Option ist.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Wenn "neue" Zahnärzte gleich mit sogenannten etwaigen Komplettsanierungen kommen, wäre eine Zweitmeinung für mich erstmal ganz klar der nächste Schritt.
Ich war, ehrlich gesagt, mit meiner Mundhygiene auch nicht gerade pfleglich.
Was verstehst du darunter?
Wenn man sich nur alle paar Tage mal die Zähne putzt, kann das natürlich schon zu vermehrten Entzündungen des Zahnfleisches führen. Im Mundraum- der Mundflora, befinden sich sehr viele Bakterien.
Zu wenig Speichelbildung kann ebenfalls dazu beitragen. Es gibt so einige Medikamente welche "diese NW" haben können. Das kann man aber auch einfach so haben und dem etwas entgegen wirken indem man zwischendurch mal die Speichelproduktion z.B. durch zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons lutschen aktiv anregt.
Hat hier jemand von Euch im Zusammenhang mit der Einnahme von Phenhydan schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Im Bereich des Mundraums hatte ich keinerlei Probleme in den Jahren als ich es noch nahm.
Ich habe ein Lipom
Das ist lediglich eine mehr oder minder kleine Fettgeschwulst welche je nachdem operativ entfernt wird.
Ich habe mir beim letzen Anfall wohl hinten ein Stück vom Zahn abgebrochen. Mein Zahnarzt hat es einfach abgeschliffen und mir nun eine weiche Biss-Schiene verpasst. Meine Wange war in diesem Teil auch ziemlich verbissen. Zwei Tage sprühte ich mir Octenisept-Lösung (Jodfrei & Geschmachsneutral) an diese Stelle und spülte mir danach den Mund etwa eine Woche täglich mit einer Lösung aus etwa 100ml lauwarmem Wasser mit ca. 3 Tropfen Teebaumöl aus. Danach war alles gut.
Antibiotika bekomme ich ebenfalls nur wenn es nicht anders geht. Aber wenn es sein muss, ich vertrage Klacid sehr gut. Schließe mich huge an. Muss man ausprobieren und dann bei dem bleiben wo es funktioniert. Mehr als 5 Tage bekomme ich es nicht.
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Gute Erfahrung habe ich auch mit Propolis gemacht. Das ist das Harz, mit dem Bienen ihren Stock von innen abdichten. Gibt es beim Imker als alkohol. Lösung. Es wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und hilft auch bei Erkältung u.ä. Wenn es nicht hilft, sollte man natürlich den Arzt fragen wie bei allen Hausmitteln!
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Danke dir keki
Habe mir mal ein paar Info's eingeholt. Liest sich seeehr interessant. 
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Definitiv zweitmeinung einholen. Neuer Zahnarzt und dann gleich Komplettsanierung klingt für mich komisch.
Ich hatte dieses Jahr auch lange mit dem Zahnfleisch Probleme. Paradontosebehandlung übernimmt die Krankenkasse nach Beantragung alle 2 Jahre. Und zahnreinigung muss dann eben leider auch öfter beim Zahnarzt gemacht werden. Hatte nach der Antibiotika Behandlung weiterhin Probleme und bekam ein Öl von der Zahnärztim.
Ich suche zuhause mal den Namen raus.
LG gigi
Phenhydan und Zahnfleischproblematik nach 16 Jahren
Also das Produkt, was ich bekam heißt "Parodolium" Mundwasser auf Basis ätherischer Öle von SymbioVaccin...ob das nun geholfen hat oder dann doch die Auswirkungen von der Zahnbehandlung und dem Antibiotika...keine Ahnung :)
Meinem Vater hatte man noch eine Ultraschall-Zahnbürste empfohlen und der hatte dann auch nach der Paradontose-Behandlung keine Probleme mehr. Aber das bezieht sich halt alles ausschließlich auf das Zahnfleisch.
Viel Glück und Geduld! UND den richtigen Zahnarzt!
LG gigi