Epilepsie, Antidepressiva, Myoklonien - wer kann helfen?

sara162, Augsburg, Wednesday, 22.10.2014, 14:59 (vor 4316 Tagen)

Hallo,

ich leide seit Mai unter Muskelzuckungen (kleinere und auch bewegungswirsame Myoklonien) am ganzen Körper. Vorausging ein Kopfzwicken seit März mit Nachtschweiß und total empfindliche Kopfhaut und plötzliches Aufwachen mit Herzklopfen. Beim Hausarzt waren alle Blutuntersuchungen und ein Langzeit-EKG in Ordnung. Neurologe schrieb ein auffälliges EEG, danach ging es mit den Muskelzuckungen los und ich musste zum MRT. - Ohne Befund.

Danach wurden im August sämtliche neurologische Untersuchungen in einer Klinik gemacht.
Alles ohne Befund. Nur das EEG gefiel auch dem Oberarzt nicht - aber er war sich nicht sicher, ob diese Auffälligkeiten wirklich epilepsietypisch waren. Er empfahl eine gesunde Lebensweise und Vermeidung von Stress und weitere Kontrollen.

Leider beängstige mich das ganze dann noch mehr, so dass ich Panikattacken hatte. Die Zuckungen wurden unerträglich und es kamen Muskelschmerzen dazu. Vermutlich aus Angst.

Der Hausarzt verordnete die Antideppresiva Citalopram. 1 Woche später wechselten wir auf Grund der Verschlechterung der Myoklonien auf Escitalopram. Und es kam auch ein Zittern hinzu , Zuckungen kamen im Gesicht dazu und ich hatte oft Unruhe im Hals und im Gesicht.

Einmal war es so schlimm, dass ich zur Notaufnahme fuhr. Blutwerte ok, Reflexe zwar gesteigert, aber man wollte doch noch ein Langzeit-Video-EEG machen. Ich bekam nach dem EEG bis zur endgültigen Auswertung probatorisch 500 mg Levetiracetam früh und abends. Escitalopram nahm ich weiter.

Verbesserung der Zuckungen. Leider nicht im Gesicht.

Nun wurden im ausgewerteten Langzeit-EEG tatsächlich typische epileptische Muster festgestellt.Das Levetiracetam wird laut Klinikum sehr wahrscheinlich noch aufdosiert werden müssen, da mein Spiegel bei 6 liegt (also in Norm aber noch niedrig.) und ich ja immernoch die Zuckungen - auch wenn vermindert - habe.

Heute hatte ich nochmals ein Gespräch mit meinem Psychater und der meinte, es könne sein, dass dann auch die Antidepressiva Escitalopram bei einer gewissen Krampfneigung nicht das richtige ist. Weil das die Nerven ja eher noch aufpuscht. Vielleicht daher auch die Probleme im Gesicht. Nun habe ich einen Wechsel auf Mirtazapin - erstmals 7,5 mg empfohlen bekommen, da dass eher nervenberuhigend wirkt und vielleicht das für mich besser ist.

Kennt sich da jemand aus? Was für Antidepressiva nimmt ihr im Zusammenhang mit eurer Epilepsie?

Epilepsie, Antidepressiva, Myoklonien - wer kann helfen?

Hape, Wednesday, 22.10.2014, 19:44 (vor 4316 Tagen) @ sara162

Hallo sara 162 ich nehme auch Mirtazapin 7.5morgens und 15mg abends mir hilfst es sehr gut es beruhigt mich und ich kann endlich wieder gut schlafen ,das Citalopran hab ich auch nicht vertragen hatte dauern Blitze gesehen wenn ich die Augen zumachte
und es beruhigte mich nicht ,gegen die Epilepsie musste ich auch mehrere Medikamente ausprobieren bis ich das Richtige fand Jeder Körper reagiert anders hab Geduld Hape

Epilepsie, Antidepressiva, Myoklonien - wer kann helfen?

dannie89 ⌂, Bayern, Sunday, 23.11.2014, 15:36 (vor 4284 Tagen) @ sara162

Hey Sara162,
ich nehme in Momend noch Cipralex (bzw Eschitalopram, Cipramil) jenachdem was mein Arzt mir verordnet. Steige aber jetzt auf Sipramiel um , weil mir nach 5 Jahren immer noch nicht besser geht.Ich nehme es weil ich Psychogene Anfälle habe.
lg Daniela

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