Rolando-Epilepsie

CBlueml, Monday, 27.10.2014, 14:05 (vor 4311 Tagen)

Hallo,

ich steh gerade etwas neben mir und hoffe auf gute Ratschläge.

Mein 5 jähriger Sohn hatte vor 3 Wochen einen geglaubten Fieberkrampf - da er den vor einem halben Jahr schon einmal hatte. Heute kam beim EEG die Diagnose Rolando Epilepsie.

Medikamentös wollen sie ihn nicht einstellen solange er nicht häufiger Anfälle hat. Was bei meinem kleinen Schatz dazu kommt dass er eine starke Sprachverzögerung hat (was mit Flüssigkeit im Mittelohr zu tun hat - was auch erst vor einem Jahr nach dem x-ten Arztbesuch diagnosiziert wurde) welche sich aber durch die Logopädie wirklich bessert.

Nur die heutige Diagnose haut mich etwas von den Socken, weil ich keinerlei Erfahrung mit Epilepsie habe aber natürlich das Beste für meinen Sohn will.

Die Ärztin heute meinte man muss auf nichts achten oder vermeiden usw. aber wenn er einen Anfall hat ihm das Krampflösemittel geben und die Rettung rufen.

Ich hoffe hier auf ASP zu treffen, welche Erfahrungen mit dieser Art der Epilepsie haben und ob sie wirklich so "harmlos" ist wie die Ärztin meint.

Vielleicht ist meine Nachricht etwas verwirrend aber ehrlich gesagt - ich bin verwirrt und versuche mich im Griff zu haben.

Danke für die Antworten

Rolando-Epilepsie

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 27.10.2014, 17:56 (vor 4311 Tagen) @ CBlueml

Hi!

Vielleicht beruhigt es Dich schon einmal zu hören, dass die Rolando-Epilepsie auch als "gutartige Epilepsie des Kindesalters" bezeichnet wird. Sie zeichnet sich bei einem Großteil der Betroffenen durch lange anfallsfreie Perioden aus und bei ca. 75% treten die Anfälle auch nur aus dem Schlaf heraus auf. Und das beste: Bei einem Großteil wächst sich das mit der Pubertät aus.

Eine medikamentöse Behandlung - die ja mit potentiellen Nebenwirkungen einhergehen könnte - wird eigentlich nur bei schweren Fällen eingesetzt. Hier mal ein paar Links:

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil