Epilepsie - fokale Anfälle
Guten Tag !
Es geht um meinen Mann. Er hat seit ca. 10 Jahren diese kleinen Aussetzer (15-30 sec) und immer in den frühen Morgenstunden. Manches Mal kriegt er sie auch nicht mit, wie er sagt, weil sie von so kurzer Dauer sind. Erst als ich in sein Leben kam und mir die Anfälle neben ihm auffielen, haben wir viel darüber gesprochen. Er argumentierte immer, dass er das schon so lange habe und dass es niemals einen Zeugen hatte, wenn diese kurzen Aussetzer kam. Jetzt ist es anders. Ich habe schon einige Male diese Aussetzer mitbekommen. Sie sind wirklich sehr kurz. Ob mich das beruhigen soll, kann ich nicht sagen. Am 26.02.2013 bekam er jedenfalls in meinem Beisein an unserem Küchentisch einen Schlaganfall. Er hat richtig Glück gehabt, da innerhalb von wenigen Minuten die Ambulanz da war und ihn zum Stroke Unit in eine nahegelegene Klinik gebracht haben. Dort bekam er die durchblutungsfördernde Medikament und konnte nach einer Woche wieder nach Hause. Er hat keinerlei Beeinträchtigungen zurückbehalten. Wie gesagt, die Aussetzer hatte er schon fast 10 Jahre vorher.
Ich bin froh, dass ich ihn nun davon überzeugt habe, eine Reha zu machen. Er arbeitet zwar noch und es ist kein akuter Notfall, aber alles in allem und aufgrund seiner anderen Krankheiten bin ich glücklich, dass der untersuchende Arzt eine 4wöchige (eventuell länger)Reha in einer Klinik für Neurologie befürwortet hat. Dieser Antrag ist auch bereits bestätigt.
Mein Problem bei der ganzen Angelegenheit ist die Tatsache, dass ich bei seinem Schlaganfall zugegen war und seitdem unter starken Angstzuständen (bin in Behandlung) leide. Wenn mein Mann unterwegs ist von seiner Arbeit nach Hause und ich höre eine Ambulanz, bleibt fast mein Herz stehen und ich bekomme Atemnot. Ich habe versucht, in den letzten Monaten mich in dieser Hinsicht zu schulen und mir zu sagen, dass es gut ist, wenn das Martinshorn geht, weil dann einem Menschen direkt geholfen wird. Es ist ein ewiger Teufelskreis. Aufgrund der Krankheiten meines Mannes habe ich mein Leben komplett nach hinten geschoben - freiwillig versteht sich. Alles dreht sich um ihn, weil ich das so will. Er will das nicht. Er ist der gelassenere von uns beiden und beruhigt mich, wenn er kann. Auch, wenn er noch nie einen Anfall bzw. einen Aussetzer beim Autofahren hatte, bin ich immer besorgt. Wie gesagt, wir waren dann in 2013 nach dem Apoplex bei einem Neurologen. Mein Mann nimmt jetzt zweimal täglich Levetiracetam Zentiva 500 mg. Damit es nicht zu einem größeren Anfall kommt, wie der Neurologe sagte.
Was soll ich nur tun? Mein Mann fühlt sich gut und will auf jeden Fall weiter arbeiten und zur Arbeit fahren.
Ich habe Angst.
Danke, dass Ihr das vielleicht einmal lest.
Seemöwe
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Seemöwe,
31.10.2014, 12:36
- Epilepsie - fokale Anfälle -
Hape,
31.10.2014, 17:47
- Epilepsie - fokale Anfälle - Seemöwe, 01.11.2014, 07:49
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keki,
01.11.2014, 08:42
- Epilepsie - fokale Anfälle - sandytimmy, 01.11.2014, 16:05
- Epilepsie - fokale Anfälle - Bepi74, 06.11.2014, 19:57
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Hape,
31.10.2014, 17:47