Epilepsie nach Schwangerschaft??
Ich bin neu hier und hoffe, das ich hier gleichgesinnte treffe. Nun zu meinem Problem. Bei mir traten nach der Schwangerschaft ( ca 5 Wochen danach) 2 Krampfanfälle in Verbindung mit Bluthochdruck auf. Im KH wurden Tests gemacht ( CT,EEG,Schlafentzugs EEG) bei allem war nur Verdacht auf Epilepsie. Seitdem muss ich Keppra 500mg 1-0-1 nehmen und hatte 6 Monate Fahrverbot. Seitdem kamen keine Anfälle mehr aber ich habe mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Es wurden seitdem keine weiteren Tests durchgeführt der Neurologe ist der Meinung, das es Epilepsie ist ( es traten aber vor der Schwangerschaft keine Anfälle auf und in der Familie ist auch keiner betroffen). Ich glaube das aber nicht so richtig. Fast alle ( auch die Ärzte im KH und meine Hebamme) denken, das es eine Eklampsie war, ich bin davon inzwischen auch überzeugt. Möchte nächstes Jahr das Keppra gern wieder absetzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw wie würdet ihr es langsam absetzen? Bei dem Neurologen hab ich manchmal das Gefühl, das er nicht so richtig Ahnung davon hat. Er wollte die Dosis schon auf 1000mg 1-0-1 erhöhen, obwohl keine Anfälle mehr waren und ohne weitere Tests.
Epilepsie nach Schwangerschaft??
Bei dem Neurologen hab ich manchmal das Gefühl, das er nicht so richtig Ahnung davon hat.
Dann einfach mal den Neurologen wechseln und zu dem Thema auch nochmal die Meinung von einem anderen Facharzt einholen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw wie würdet ihr es langsam absetzen?
Was für Dich ggf. der beste Absetzplan ist, sollte Dir ein Arzt aufstellen. Für gewöhnlich geht das recht langsam von statten, um z.B. mögliche Entzugserscheinungen zu vermeiden und zu beobachten, ob was passiert oder nicht. Ich würde einmal, da Du ja - gemessen am Möglichen - noch recht niedrig dosiert zu sein scheinst, von einem Zeitraum von vielleicht einem Monat ausgehen.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Epilepsie nach Schwangerschaft??
Möchte nächstes Jahr das Keppra gern wieder absetzen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw wie würdet ihr es langsam absetzen?
Hallo Kathi,
bei mir setzte sich die Epilepsie durch den Druck eines walnußgroßen Meningeoms ein. Keppra (500 - 0 - 500) wurde mir sofort nach der definitiven Diagnose verschrieben. Wohl auch um bei der zwei Wochen später darauffolgenden OP eventuelle Krämpfe zu vermeiden.
Dann 6 Monate nach der OP und anschließende versuchsweise langsame Absetzung: 25 mgr pro Woche. Ging an sich gut aber dann kam eine andere Form von Epilepsie. Diesmal von der inneren Narbe verursacht. Ich wurde auf Lamotrigin eingestellt, jede zweite Woche 25 mg mehr. Die zuerst verschriebene Dosis von 100 - 0 - 100 wurde kurz auf 125 - 0 - 125 rauf-, dann wegen Nebenwirkungen auf 125 - 0 - 125 runtergesetzt. Es geht nun gut, nur selten nach emotionalem Stress eine kleine Aura.
Unter Keppra hatte ich unangenehme Nebenwirkungen, u.a. deutliche Reizbarkeit, durch Lamotrigin Neigung zum trockenen Mund, tagsüber durch automatisches Trinken kein Problem, nachts schon deutlich deswegen die Reduzierung auf 100.
Ich will damit nicht sagen, daß Lamotrigin das Allzweckmittel ist!!! Nur daß von einem Medikament zum anderen je nach Patient es sich ganz anders auswirken kann.
Mit meinem Neurologen habe ich eine sechs mit Zusatzzahl gezogen. Er versteht sich als Berater und führte mich sanft aus dem Tunnel. Rede mit einem anderen Neurologen, besonders weil Fachärtze sowie Hebamme von Eklampsie gesprochen haben!!
VG
mezeg
Epilepsie nach Schwangerschaft??
Ich bin jahrelang schon epileptikerin. Bin inzwischen 36 Jahre alt und hatte zwischenzeitlich keinerlei Anfälle. Ich habe damals, mit 22 nach sieben Jahren Anfallsfreiheit einfach meine Tabletten abgesetzt. Ohne plan und Kontrolle
Mein Gedanke dabei
Was soll schon passieren? Im schlimmsten Fall hab ich einen Anfall und dann weiß ich wenigstens dass ich die Tabletten brauche.
Ich nahm damals tegretal, sabril und ergenyl
Und was passierte? Nichts.
Ich hatte eine neunjährige Phase der Anfallsfreiheit ohne Tabletten, in der Zeit meine Ausbildung beendet, eine zwillingsschwangerschaft mit allerlei Komplikationen durchgemacht. Das waren aber Komplikationen die mit Epilepsie nichts zu tun hatten, sondern damit, dass der Platz im Bauch halt für ein Kind konzipiert ist
Alles war entspannter da ich keine teratogenen tabletten nehmen musste
Erneut Anfälle habe ich seit meine kurzen drei jahre alt waren, inzwischen sind sie neun
Ich bereue den schritt des absetzens nicht
Epilepsie nach Schwangerschaft??
Hallo meine liebe... Dann suche dir Rat in einer Epilepsieklinik. Oder wechsel den Neurolgen. Was ich mir so durchgelesen habe denk ich du hast Epilepsie. Fühltest du dich danach kaputt als o´b du 14 stunden gearbeitest hättest? Wenn ja war es ein Anfall. Bei mir weder Seitens meiner Mutti ihrer Familie oder seitens meines Vatis Familie hat keiner Epilepsie ausser ich. Es kann auch Stressbedingt auftreten.