Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Saturday, 31.01.2015, 12:38 (vor 4215 Tagen)
bearbeitet von Berliner11, Saturday, 31.01.2015, 12:42
Hallo. Mein Partner leidet an Epilepsie. Er hatte vermutlich schon seit 2009 fokale Anfälle ohne Bewusstseinsverlust, war damals aber nicht eindeutig. Da es ihn nicht so sehr im Alltag eingeschränkt hat, hat er es hingenommen und nichts weiter veranlasst. Nun hat er innerhalb eines Monats 3 Grand mal Anfälle gehabt und es besteht wohl kein Zweifel mehr, dass es Epilepsie ist. Was absolut komisch ist und weshalb ich heute schrieibe: er hat recht typische Grand mal Anfälle mit Zuckungen und Verkrampfungen, Schaum vor dem. Mund etc. Immer aus dem Schlaf heraus. Danach aber steht er wie benommen auf (ist nicht bei Bewusstsein) und läuft, eher torkelt, durch die Wohnung! Er stößt sich überall, fällt hin, versucht wieder aufzustehen. Dabei reißt er Dinge mit sich und um. Harmlos ist es, wenn er sich auf die Couch setzt und versucht, den Fernseher anzumachen. Aber wenn er z.B. einen Stuhl krampfhaft festhält und umher reißt etc., ist das nicht ohne. Kennt das jemand? Es könnte ein sog. Psychomotorischer Anfall sein. Aber nach einem Grand mal??? Und so heftig??? Das Ganze ist echt erschreckend - für uns beide. Wenn jemand etwas dazu sagen kann, wäre ich sehr dankbar!
Anfälle Grand mal / umherlaufen
mezeg, München, Saturday, 31.01.2015, 16:42 (vor 4215 Tagen) @ Berliner11
das Allerwichtigste: War er bereits beim Neurologen, um nach der Ursache zu forschen und die passende Medikation auszuloten???
Bei mir war es eine noch operabele Hirnhauttumor und nach OP und Einstellung auf AE sind es nur noch gelegentlich kleine Störungen. Man kann doch fast ganz normal leben.
mezeg
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Saturday, 31.01.2015, 17:48 (vor 4215 Tagen) @ mezeg
Er war nach dem 1. und 2. Anfall in die Klinik mit dem Krankenwagen gebracht worden. Da wurde aber nichts weiter unternommen außer Blutabnahme und EEG. Kein MRT, beim ersten mal war es ein Feiertag ( und nicht am Wohnort, deshalb entlassen), beim 2. mal war Gerät kaputt. Er hätte warten müssen, wie lange, konnte keiner sagen. Er hatte direkt nach dem 1. Anfall (31.12.2014) beim Neurologen Termin ausgemacht. Mit viel "Glück" für den 9.2.! Dann kam ja knapp 2 Wochen später der nächste Anfall. Und dann hat er wieder dort angerufen und gesagt, dass er absolut nicht bis zum 9.2. warten kann. Er konnte 3 Tage später hin. Der Neurologe hat MRT veranlasst, Termin ist nun am 6.2. Viel mehr war dann beim Neurologen nicht. Keine Medikamente (obwohl er im KH welche bekommen hatte), auch keine richtige Anamnese. Nun war jetzt der 3. Anfall und wir sind morgens direkt zum Neurologen. Er hat jetzt Levetriacetam, soll erst morgens und abends je 500 mg nehmen, ab dem 3. Tag (wäre morgen) dann 750 mg. Dazu noch Firisum bei Bedarf, weil er nicht richtig schlafen kann und dies die Anfälle vermutlich auslöst.
Aber man weiß doch noch gar nicht, was es für Anfälle sind. Generalisiert oder fokal etc??? Ich versuche mit ihm zusammen die ganze Zeit selber heraus zu finden, welche Form der Epilepsie es wohl ist. Aber das müsste zusammen mit einem Arzt erfolgen, wir sind echt überfordert.
Wie wurde das bei euch gemacht? Und die ganz große Frage: was sollen diese "Nachwirkungen" nach dem Grand mal??? Eigentlich schläft man dann, oder? Wieso läuft er rum und macht all diese Sachen? Ich weiß, dass es diese motorischen Anfälle gibt. Aber sie treten doch nicht nach einem Grand mal auf. Und nicht in dieser Art....
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 31.01.2015, 18:32 (vor 4215 Tagen) @ Berliner11
Aber man weiß doch noch gar nicht, was es für Anfälle sind. Generalisiert oder fokal etc???
Du hast geschrieben dass er Grand-Mal Anfälle hatte und die ja auch beschrieben. Die gehören zu den generalisierten Anfällen.
Ich versuche mit ihm zusammen die ganze Zeit selber heraus zu finden, welche Form der Epilepsie es wohl ist.
Das ist anhand der Anfallsarten alleine selbst schwer. Die Anfallsarten kann man selbst noch recht gut einordnen, aber es gibt eine Menge Epilepsien, die sich nicht groß in der Anfallsart unterscheiden, sondern nur in der Ursache. Das kann eigentlich nur ein Facharzt mit z.B. einem EEG (so sich darauf denn etwas zeigt und die Epilepsieform ein charakteristisches Muster aufweist) näher bestimmen (und es gibt eine große Reihe von Personen, denen man auch gar keine "benannte" Epilepsie zuordnen kann).
Er hat jetzt Levetriacetam, soll erst morgens und abends je 500 mg nehmen, ab dem 3. Tag (wäre morgen) dann 750 mg. Dazu noch Firisum bei Bedarf, weil er nicht richtig schlafen kann und dies die Anfälle vermutlich auslöst.
Schlafmangel kann Anfälle begünstigen, aber mir drängt sich gerade die Frage auf, weshalb er nicht richtig schlafen kann. Ist das erst seit den Anfällen so oder war das schon vorher? Da wäre dann nämlich Ursachenforschung auch hilfreich, weil er langfristig das wohl besser in den Griff bekommen sollte.
Und die ganz große Frage: was sollen diese "Nachwirkungen" nach dem Grand mal??? Eigentlich schläft man dann, oder?
Nicht unbedingt. Das ist bei jedem anders. Dass jemand nach einem Anfall zu sich kommt, aber noch orientierungslos und verwirrt ist, ist nix so ungewöhnliches.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Saturday, 31.01.2015, 21:57 (vor 4215 Tagen) @ huge88
Danke für Deine Antwort. Ja, ich dachte auch, dass Grand mal immer generalisiert sei. Aber: es gibt wohl auch sekundär generalisierte Anfälle, d.h. dass eine fokale Epilepsie vorliegt mit fokalen Anfällen, die sich dann im gesamten Gehirn ausbreiten können und dann eben generalisiert sind. Das ist doch wichtig, das zu unterscheiden! Vor allem, weil sich danach auch die Therapie richtet. Das Levetiracetam gibt man als Monotherapie bei "fokalen Anfällen mit und ohne sekundärer Generalisierung". Da er nur das bekommt, hieße es, er habe eindeutig fokale Anfälle (eventuell mit sekundärer Generalisierung). Obwohl das keiner richtig sagt. Er hat auf jeden Fall fokale Anfälle. Und eben diese, scheinbar Grand mal Anfälle aus dem Schlaf heraus. Im ersten Arztbrief von 2009 steht " v.a. Fokale sensible cerebrale Krampfanfälle", in dem vom 31.12.2014 " erstmaliger generalisierter tonisch klonischer Anfall, bekannte einfach fokale Anfälle", in dem 9.01.2015 nun "Schlaf - Grand mal, Zweitereignis, a.e. im Rahmen einer strukturellen Epilepsie"! Und nun? Wir wissen nicht, was das alles bedeutet bzw. wie es einzuordnen ist. Und wie die Ärzte darauf kommen. Keiner hat die Anfällen von ihnen je gesehen. Und wirklich mit meinem Partner besprochen auch nicht, nur kurz nachgefragt. Und dann kommt man zu diesen Diagnosen? Wir finden es auch wichtig, zu wissen, woran er leidet. Mir ist klar, dass man nicht alles 100% einordnen kann. Aber grob doch schon.
Und nach dem Anfall ist er nicht einfach orientierungslos. Oder doch, aber erst wirklich, nachdem alles vorbei ist. Was mir Sorgen macht ist, dass er nach dem Grand mal eben rumläuft etc. Er ist nicht einfach verwirrt, sondern wirklich nicht bei Bewusstsein, sein Blick ist starr, er ist nicht ansprechbar, läuft von einem Zimmer ins andere, dabei fällt einiges hin, er selber sowieso, er nimmt Sachen in die Hand, der Wäscheständer z.B. ist völlig verbogen, den Stuhl musste ich mit aller Kraft festhalten, weil er ihn wohl durch die Wohnung geschleudert hätte. Nur als Beispiel. Im Krankenhaus fanden sie es auch eher ungewöhnlich, der nEurologe meint, eventuell eine Art psychomotrischer Anfall. Also 2 unterschiedliche Anfälle direkt hintereinander? Bisher habe ich das noch nie gelesen...
Anfälle Grand mal / umherlaufen
mezeg, München, Sunday, 01.02.2015, 09:08 (vor 4214 Tagen) @ Berliner11
Das Levetiracetam gibt man als Monotherapie bei "fokalen Anfällen mit und ohne sekundärer Generalisierung". Da er nur das bekommt, hieße es, er habe eindeutig fokale Anfälle (eventuell mit sekundärer Generalisierung).
Den Termin beim Neurologen beantragte ich einen Donnerstag nachmittag, Termin bekam ich für den nachfolgenden Montag mittags. Reflexen wie EEG waren unauffällig. Annamese - m.E. nach - gründlich: z.B. Haben Sie einen Bettpartner? - zwei Katzen, daher nicht aussagefähig - Fahren Sie Auto? etc. etc. Dann ab zur MRT, der 10 Tagen danach erfolgte. Ich wohne eben in einer Großstadt...
Levetiracetam wurde mir aber erst etwa 3 Wochen nach der ersten Untersuchung in der Chirurgie vom Krankenhaus, 10 Tagen vor der OP. Hatte nur GM-Anfälle aber ohne richtige Folgen - Dann noch 6 Monate danach. Nach erfolglosem Ausschleichen und wieder GM-Anfall dann Lamotrigin. Jetzt bekomme ich nur Störungen - die zumindest am Anfang als fokale Anfälle zu bewerten waren. Inzwischen flüchtig.
Nach dem zwei ersten GM-Anfall nach OP war es tagsüber. Nach der durchgehenden Welle ging ich "bewußtlos" selbstständig ins Bett, wo ich ausschlief. Das dritte Mal war eine Tochter dabei, ich saß auf dem Balkon in einem Winkel, woraus ich nicht gut rausgekommen wäre. Sie berichtete danach, daß ich die ganze Zeit mit ausdrucklosen offenen Augen da saß. Ins Wohnzimmer wurde ich von einem Sanitäter getragen.
Als ich "aufwachte" waren nicht nur Tochter und Sanitäter da, sondern die andere heftige Tochter. Ich wäre am liebsten ins Bett gegangen, gab die Fahrt ins Krankenhaus schließlich nach - nur um diesen sprachlichen Druck zu entfernen.
Der Neurologe war über diese einzige Zeugenaussage des GM-Anfalls sehr froh und notierte eifrig alles. Probiere so schnell wie möglich alles detailliert zu schreiben, mit Uhrzeiten usw.
Alles Gute
mezeg
Anfälle Grand mal / umherlaufen
mezeg, München, Sunday, 01.02.2015, 09:16 (vor 4214 Tagen) @ mezeg
soweit ich es aus eigener Erfahrung beurteilen kann, kann mit Levetiracetam sofort mit einer bereits "anständiger" Dose angefangen werden. War am ersten Tag vollkommen erledigt. Lamotrigin wurde aber sehr langsam aufdosiert.
mezeg
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 18:13 (vor 4214 Tagen) @ mezeg
... Auch wir wohnen in einer Großstadt
Trotzdem bekommt man hier offenbar schlecht Termine!
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Katlyn, Wednesday, 04.02.2015, 18:10 (vor 4211 Tagen) @ Berliner11
Kann ich bestätigen;-(( Ich finde auch keinen vernünftigen Neurologen,und wenn dann ist der Termin erst zig Monate später.
Dies nennt sich dann Hauptstadt...tz tz...
GLG
Katlyn
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Wednesday, 04.02.2015, 23:18 (vor 4210 Tagen) @ Katlyn
Wohnst du in Berlin??? Hast du denn jetzt einen Neurologen?
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Katlyn, Monday, 09.02.2015, 11:31 (vor 4206 Tagen) @ Berliner11
Hallo Berliner11
jepp ich wohne dort.
Habe aber keinen Neurologen.Das ist ja,wie ich schon schrieb,ziemlich blöd mit den Terminen.Hatte jahrelang eine,die sich dann aber nur auf Psychologie spezialisierte.Und ich dann zu einem Internisten wechselte.So,und da bin ich nu schon jahrelang.Dennoch würde ich gern einen guten Neuro haben.Falls wirklich mal was sein sollte.(was wir aber nicht hoffen)
LG
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.02.2015, 11:13 (vor 4214 Tagen) @ Berliner11
Ja, ich dachte auch, dass Grand mal immer generalisiert sei. Aber: es gibt wohl auch sekundär generalisierte Anfälle, d.h. dass eine fokale Epilepsie vorliegt mit fokalen Anfällen, die sich dann im gesamten Gehirn ausbreiten können und dann eben generalisiert sind.
O.K. Ich glaube wir reden hier gerade aneinander vorbei und ich habe den Eindruck, Sie setzen Epilepsie und die Anfallsart miteinander gleich. Fokal/generalisiert bezieht sich primär auf die Anfallsform. Die Epilepsiearten Grenzen sich aber eher durch die Ursache ab (z.B. Gehirnregion in der der Herd sitzt, von dem die Anfälle ausgehen; charakteristische Veränderungen im EEG).
Die Grenzen zwischen den Anfallsarten verlaufen teilweise fließend und oft lassen sich Anfälle mit mehr als nur einem Begriff beschreiben. Ein klassischer GrandMal besteht aus vier/fünf Phasen, von denen nicht jeder zwingend jede haben muss:
1) Aura: Das ist eine Art Vorgefühl, das nicht jeder haben oder zumindest wahrnehmen muss und sich bei jedem unterschiedlich äußern kann und oft ein fokaler Anfall ist, der vom Anfallsherd im Gehirn ausgeht und im Falle des GrandMal eben generalisiert. Diese Phase kann bei manchen nur Sekunden, bei anderen viele Minuten lang andauern.
2) Tonische Phase: Bewusstlosigkeit, Versteifung aller Muskeln, dauert teilweise keine ganze Sekunde; das ist auch die Phase, in der meist ein Zungenbiss auftritt
3) Klonische Phase: Die Zuckungen, die man als Außenstehender als den eigentlichen Anfall wahrnimmt
4) Atonische Phase: Tritt nicht bei allen auf; immer noch bewusstlos, keine Atmung, verlust der Körperanspannung mit der möglichen Folge des z.B. Einnässens
5) Erholungsphase: Ein "Tiefschlafzustand", der wenige Sekunden, aber auch mehrere Stunden andauern kann; danach kommt man wieder zu sich, mancher mehr, mancher weniger orientierungslos
Er hat auf jeden Fall fokale Anfälle. Und eben diese, scheinbar Grand mal Anfälle aus dem Schlaf heraus. Im ersten Arztbrief von 2009 steht " v.a. Fokale sensible cerebrale Krampfanfälle", in dem vom 31.12.2014 " erstmaliger generalisierter tonisch klonischer Anfall, bekannte einfach fokale Anfälle", in dem 9.01.2015 nun "Schlaf - Grand mal, Zweitereignis, a.e. im Rahmen einer strukturellen Epilepsie"! Und nun? Wir wissen nicht, was das alles bedeutet bzw. wie es einzuordnen ist. Und wie die Ärzte darauf kommen.
Sorry, aber das muss ich einfach einmal fragen: Schon einmal auf die Idee gekommen, die Ärzte, die das so formuliert haben, zu fragen und zu löchern, damit die Ihnen das näher erläutern? Und einmal darüber nachgedacht, ggf. eine Zweitmeinung einzuholen, falls der Arzt das Ihnen nicht zufriedenstellend erklären kann? Dann würden Sie vermutlich erkennen, dass die Beschreibungen im Facharztchinesisch eigentlich gar nicht so weit auseinander liegen.
Wir finden es auch wichtig, zu wissen, woran er leidet.
Ich drück's mal ungefähr mit den Worten meines ersten Neurologen aus: Es ist zwar unbefriedigend und nix ungewöhnliches keine Ursache zu finden, aber oft deutlich besser als eine der möglichen (z.B. Hirntumor) zu haben.
Das Gehirn ist einfach extrem komplex, von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich und nicht unbedingt gut verstanden, auch wenn die Forschung immer wieder interessante Fortschritte macht. Und manche "Fehlverknüpfungen" im Hirn kann man unter Umständen mit den heutigen Methoden auch gar nicht entdecken. Drum sagt man auch, jeder hätte seine eigene Epilepsie.
Aber: es gibt wohl auch sekundär generalisierte Anfälle, d.h. dass eine fokale Epilepsie vorliegt mit fokalen Anfällen, die sich dann im gesamten Gehirn ausbreiten können und dann eben generalisiert sind. Das ist doch wichtig, das zu unterscheiden! Vor allem, weil sich danach auch die Therapie richtet. Das Levetiracetam gibt man als Monotherapie bei "fokalen Anfällen mit und ohne sekundärer Generalisierung". Da er nur das bekommt, hieße es, er habe eindeutig fokale Anfälle (eventuell mit sekundärer Generalisierung).
Ein Glück, dass es Antiepileptika nur auf Rezept gibt. Levetiracetam ist ein typisches Antiepileptikum, das relativ erfolgreich bei Epilepsien, deren Ursache man nicht genau kennt, gegeben werden kann. Bei solchen muss man dann (wie bei allen eindeutigen Diagnosen auch) ausprobieren, was jemanden am besten hilft und wenn er vermutlich fokale Anfälle hat (die kann man auch im Schlaf haben, ohne was davon mitzubekommen) und dann generalisierte, dann erscheint es doch für sinnvoll, gleich die fokalen anzugehen, denn wenn man die unterdrücken kann, dann ist da ja auch nix, was generalisieren kann, oder?
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Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Sunday, 01.02.2015, 13:23 (vor 4214 Tagen) @ huge88
Hallo huge88
Ich finde Deine Beiträge klasse....Danke.
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.02.2015, 14:41 (vor 4214 Tagen) @ Green
Ich finde Deine Beiträge klasse....Danke.
Das Lob kann ich nur an Dich zurückgeben 
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Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 18:23 (vor 4214 Tagen) @
huge88
bearbeitet von Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 18:26
"Sorry, aber das muss ich einfach einmal fragen: Schon einmal auf die Idee gekommen, die Ärzte, die das so formuliert haben, zu fragen und zu löchern, damit die Ihnen das näher erläutern? Und einmal darüber nachgedacht, ggf. eine Zweitmeinung einzuholen, falls der Arzt das Ihnen nicht zufriedenstellend erklären kann? Dann würden Sie vermutlich erkennen, dass die Beschreibungen im Facharztchinesisch eigentlich gar nicht so weit auseinander liegen."
Jaaaa, auf diese Idee sind wir tatsächlich gekommen!!! Im KH war es aber nicht einfach. mein. Mann war noch verwirrt, fragte zwar, aber merkte sich nicht alles etc. Ich war nicht immer dabei, als Visite war. Er war ja auch immer nur kurz im KH. Wenn ich kam und nach einem Arzt fragte, hatte keiner Zeit. War ja wie gesagt einmal am WE das andere Mal Silvstermorgen. Ungünstig also.
Mein Mann war nun 2 mal beim Neurologen. Der scheint auch nett zu sein. Hat aber auch nicht viel Zeit gehabt, er hatte ja keinen wirklichen Termin, wurde als Notfall so mit rein genommen.
Bei anderen Neurologen gibt es Termine ab April
. Daher etwas schwierig mit der Zweitmeinung. Es gibt hier einen Verhaltenstherapeuten, der auch Mitarbeiter im Therapiezentrum ist und viel zum Thema veröffentlicht hat. Aber dort kann mein Partner sich auch erst wieder ab April melden, um dann eventuell für irgendwann einen Termin zu bekommen.
Das Epilepsiezentrum wäre vielleicht etwas. Bisher konnten wir dort aber telefonisch keinen erreichen.
In einer Epilepsieambulanz hatte er schon Anfang Januar, nach dem 1. Grand mal angerufen. Die nehmen aber nicht einfach so Patienten... Erst, wenn der Neurologe nicht weiter kommt. Da hatte er ja noch nicht mal einen Termin beim Neurologen.
Reicht ein Neurologen denn oder sollte man zu einem Arzt, der sich nur auf Epilepsie spezialisiert hat?
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Sunday, 01.02.2015, 20:57 (vor 4214 Tagen) @
Berliner11
bearbeitet von Green, Sunday, 01.02.2015, 21:11
Hallo
ein Epilepsiezentrum muss nicht besser sein und ist in der Regel nur für ganz schwierige Fälle.
Und an diesem Punkt von nichts geht mehr sind Sie noch lange nicht....nachdem was ich hier so lese.
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 18:46 (vor 4214 Tagen) @ huge88
Ich muss zum Verständnis nochmal nachfragen:
Die Grenzen zwischen den Anfallsarten verlaufen teilweise fließend und oft lassen sich Anfälle mit mehr als nur einem Begriff beschreiben. Ein klassischer GrandMal besteht aus vier/fünf Phasen, von denen nicht jeder zwingend jede haben muss:
1) Aura: Das ist eine Art Vorgefühl, das nicht jeder haben oder zumindest wahrnehmen muss und sich bei jedem unterschiedlich äußern kann und oft ein fokaler Anfall ist, der vom Anfallsherd im Gehirn ausgeht und im Falle des GrandMal eben generalisiert.
In dem Heft, das wir vom Arzt haben steht, wenn ich es richtig verstehe, dass Auren nur bei fokalen Anfällen vorkommen. Können auch beim Grand mal sein, aber dann nur, wenn es ein sekundär generalisierter Anfall ist. Verstehe ich das richtig?
Ein Glück, dass es Antiepileptika nur auf Rezept gibt.
Was meinst du damit????
Und was ich immer wieder lese (auch in der Fachliteratur, nicht nur im Netz) : man soll sich aktiv in die Therapie mit einbringen! Ärzte können Fehler machen, sie fragen manchmal nicht die richtigen Sachen und sie sind ja (quasi) nie dabei, wenn ein Anfall passiert. Zudem fühlt der Patient sich besser, wenn er versteht, was mit ihm passiert. Also kann das ja nicht falsch sein, wenn wir uns informieren und uns Gedanken machen 
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Sunday, 01.02.2015, 20:53 (vor 4214 Tagen) @
Berliner11
bearbeitet von Green, Sunday, 01.02.2015, 21:12
Hallo
nein ist es auch nicht es geht nur um das Mass der Information...das wollten Wir Ihnen nahe legen.
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 02.02.2015, 18:08 (vor 4213 Tagen) @ Berliner11
In dem Heft, das wir vom Arzt haben steht, wenn ich es richtig verstehe, dass Auren nur bei fokalen Anfällen vorkommen. Können auch beim Grand mal sein, aber dann nur, wenn es ein sekundär generalisierter Anfall ist. Verstehe ich das richtig?
Fokale Anfälle muss man aufteilen in einfach fokale und komplex-fokale Anfälle.
- Einfach fokale sind epileptische Anfälle bei Bewusstsein, die sich nicht unbedingt motorisch äußern, sondern abhängig von der betroffenen Hirnregion durch z.B. verzerrte Sinneswahrnehmungen, was eine Aura bei einem GM sein kann.
- Komplex-fokale Anfälle sind solche, bei denen das Bewusstsein extrem eingeschränkt ist, weil mehrere Gehirnbereiche betroffen sind. Man kann Leute aber in diesem Zustand mitunter z.B. in ein anderes Zimmer führen, weil noch etwas "Restbewusstsein" vorhanden ist. Auch für solche Anfälle kann man eine Aura haben.
Eine Aura ist ein Vorgefühl, dass ein größerer Anfall bevorsteht, das bei jedem Patienten unterschiedlich sein kann. Das meiste, was unter Aura fällt, lässt sich glaube ich unter die einfach fokalen Anfälle - die sich ja ausweiten können - einordnen.
Mal eine alternative Literatur zu den Anfallsformen:
http://www.epilepsie-elternverband.de/Anfallsformen.26.0.html
Ein Glück, dass es Antiepileptika nur auf Rezept gibt.
Was meinst du damit????
Im Prinzip das gleiche wie Green, dass ich den Eindruck habe, dass Du zu wenig den Ärzten vertraust, obwohl die Therapie ja erst gerade begonnen hat. Etwas vertrauen kann man in die schon haben.
Und was ich immer wieder lese (auch in der Fachliteratur, nicht nur im Netz) : man soll sich aktiv in die Therapie mit einbringen! Ärzte können Fehler machen, sie fragen manchmal nicht die richtigen Sachen und sie sind ja (quasi) nie dabei, wenn ein Anfall passiert. Zudem fühlt der Patient sich besser, wenn er versteht, was mit ihm passiert. Also kann das ja nicht falsch sein, wenn wir uns informieren und uns Gedanken machen
Sich zu informieren ist nie verkehrt. Sich aber so sehr darauf zu fokusieren, wie Du es in meiner Wahrnehmung machst, empfinde ich allerdings eher als Selbstdestruktiv. Gerade wenn man in einer weniger schönen und neuartigen Situation ist, muss man sich meiner Meinung nach auch einmal etwas Ruhe gönnen, um das alles Sacken zu lassen - auch um einen anderen Blick darauf bekommen zu können. Und aktiv in die Therapie einbringen heißt nicht nur nach "Fehlern des Arztes" ausschau zu halten, sondern auch, ihm etwas Vertrauen entgegen zu bringen und sich an seine Anweisungen und Ratschläge zu halten. Und was das besser verstehen angeht: Ich kann Dir heute nach vielen Jahren eine Menge Fakten über Epilepsie aufzählen. Wissen bringt aber nicht automatisch Verständnis oder ein besseres Gefühl mit sich (wenn ich alleine dran denke, wie anders es einem bei manchem Beipackzettel werden kann). Das bekommt man vor allem über die Zeit und im Umgang mit der Krankheit.
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Skinny.love1305, Horb, Friday, 27.02.2015, 01:18 (vor 4188 Tagen) @ Berliner11
Ich leide auch unter den Grand mal Anfällen seit dem ich 8 bin.
Meine ersten Anfälle habe ich bei bewusstsein gehabt und habe dann danach ca. 4 Stunden geschlafen.
Doch seit dem 13.09.2014 ( 14 Jahre ) habe ich auch weiterhin die Grand mal Anfälle...allerdings bin ich nicht bei bewusstsein und Danach ca 2 Stunden bewusstlos allerdings sind meine Augen auf und drehen sich ganz schnell...und das 2 stunden... ich war dann vom 13.09.2014 bis zum 12.02.2015 in einem Epilepsie - Zentrum und habe eine höhere meiner Medikamentendosis bekommen...Allerdings bekomme sofort bei flacker,Stress,Schlafstörung und einem lauten knall einen Anfall.
An Silvester war es sehr schlimm ich hatte sehr viele langanhaltene Anfälle.
Bei mir ist es leider nicht operabel.
Aufjedenfall gibt es verschiedene arten was nach einem Grand mal Anfall passieren kann...Meine große Schwester zum Beispiel hat nach ihrem Grand mal Anfall wutausbrüche...deshab ist sie zurzeit in stationärer theraoie seit dem 6.03.2014 und es ist immernoch nicht besser.
Mein Vater ist an Epilepsie gestorben da sich sein Krampf nicht mehr aufgelöst hat und er somit erstickt ist...das war am 17.01.2015 passiert...noch ganz frisch...seit dem hat meine ganze Familie Angst...Aufjedenfall...euch viel glück dass es schnell besser wird und auch besser bleibt:)
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 27.02.2015, 09:50 (vor 4188 Tagen) @ Skinny.love1305
Hi!
Mein Vater ist an Epilepsie gestorben da sich sein Krampf nicht mehr aufgelöst hat und er somit erstickt ist...das war am 17.01.2015 passiert
Erst einmal mein Beileid. Das hört sich wirklich schrecklich an.
Wenn ich alles, was Du schreibst, so lese, hört sich das für mich danach an, als läge bei Euch in der Familie eine vererbbare Epilepsieform vor. Hat die einen genaueren Namen oder kennt man die Ursache bei Euch nicht?
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Anfälle Grand mal / umherlaufen
Skinny.love1305, Horb, Friday, 27.02.2015, 15:20 (vor 4188 Tagen) @ huge88
Ja die einzigsten die bei uns zuhause nicht betroffen sind...sind meine Mutter und mein Bruder...allerdings hat mein Bruder so wie ich Borderline.
Ob es einen Namen dazu gibt weiß ich nicht...Daheim reden wir nicht darüber...Meine Mutter ist durch die Situationen psychisch total fertig.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 28.02.2015, 10:45 (vor 4187 Tagen) @ Skinny.love1305
Meine Mutter ist durch die Situationen psychisch total fertig.
Kann ich mir gut vorstellen. Hab ihr denn abgesehen von den Ärzten, noch anderweitig unterstützung, z.B. im Alltag? Einfach damit sie etwas mehr entlastet ist?
Daheim reden wir nicht darüber...
Wäre es Dir lieber, mehr darüber zu sprechen? Ist ja immer sehr individuell, wie man damit umgehen möchte. Für manche ist es besser, gar nicht daran zu denken, anderen hilft es ungemein, offen darüber sprechen zu können. Hast Du sonst jemanden (z.B. in der Familie) mit dem Du darüber sprechen kannst, wenn Dir danach ist?
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Skinny.love1305, Horb, Saturday, 28.02.2015, 23:22 (vor 4186 Tagen) @ huge88
Nein...Meine Mutter ist sturr...sie leidet sehr an dem tod meines vaters...sie redet fast nicht mehr...
Nein...nur meine beste freundin...sie ist zum glück immer für mich da
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.03.2015, 11:02 (vor 4186 Tagen) @ Skinny.love1305
Nein...Meine Mutter ist sturr...sie leidet sehr an dem tod meines vaters...sie redet fast nicht mehr...
Ich glaube fast, dass sie da vielleicht auch etwas Hilfe in dieser schwierigen Lage gut gebrauchen könnte. Hast Du z.B. einen Vertrauenslehrer, mit dem Du einmal über die ganze Sache in Ruhe sprechen könntest? Es gibt ja gerade für Familien in solch schwierigen Zeiten Hilfsangebote - gerade auch zur Untersützung der Eltern, um mit dem allem besser zurecht zu kommen.
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Skinny.love1305, Horb, Monday, 02.03.2015, 17:20 (vor 4185 Tagen) @ huge88
Hast Du z.B. einen Vertrauenslehrer, mit dem Du einmal über die ganze Sache in Ruhe sprechen könntest?
ich bin zurzeit nicht oft in der schule...wenn es hoch kommt 2,5 tage in der woche.
weil ich einfach nur heule und nicht klar komme....ich wünschte einfach ich hätte ein "normales" leben.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 03.03.2015, 09:49 (vor 4184 Tagen) @ Skinny.love1305
ich bin zurzeit nicht oft in der schule...wenn es hoch kommt 2,5 tage in der woche. weil ich einfach nur heule und nicht klar komme....ich wünschte einfach ich hätte ein "normales" leben.
Kann ich mir gut vorstellen, dass das alles zusammen echt hart ist. Umso wichtiger ist es aber vielleicht, dass Du noch jemand unabhängiges findest, bei dem Du Dich einfach mal so richtig schön "auskotzen" kannst und die Dir auch Hilfsangebote vermitteln können. Hast Du Dich schon einmal schlau gemacht, ob es bei Euch in der Ecke von z.B. einem Wohlfahrtsverband oder einer öffentlichen Einrichtung sowas wie eine Seelsorgehotline gibt? Es gibt auch von z.B. Epilepsieverbänden und anderen Einrichtungen Anlaufstellen. Bei uns hier in der Region Nürnberg/Fürth/Erlangen gibt es z.B. eine Beratungsstelle der Rummelsberger Werke. Über die Seite der Epilepsieverbände in Deutschland kannst Du eine ganze Reihe solcher Beratungsstellen finden.
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Anfälle Grand mal / umherlaufen
Skinny.love1305, Horb, Tuesday, 03.03.2015, 19:55 (vor 4184 Tagen) @ huge88
Vielen vielen dank! ich wei gar nicht was ich sagen soll! ihr unterstützt mich so wie es kein anderer...ich weiß nicht wieso...aber es stärkt mich so sehr das zu lesen...es tut so gut verstanden zu werde! wirklich! vielen dank!!!
jaa ich werde mich aufjedenfall infomieren! dankeschön!
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 04.03.2015, 10:16 (vor 4183 Tagen) @ Skinny.love1305
jaa ich werde mich aufjedenfall infomieren! dankeschön!
Hier einmal ein paar Links, unter denen Du vielleicht weitere gute Ansprechpartner finden kannst:
http://www.epilepsie-vereinigung.de/beratung/
http://www.dgfe.info/home/index,id,38.html
http://www.epilepsie-elternverband.de/Adressen.5.0.html
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Saturday, 28.02.2015, 11:50 (vor 4187 Tagen) @ Skinny.love1305
Hallo Skinny.love1305!
Auch ich muss dir mein Beileid aussprechen, das mit deinem Vater tut mir leid.
Du und deine Familie müsst insgesamt viel wegstecken, das klingt alles wirklich nicht einfach. Ich denke auch, dass es gut wäre, wenn ihr euch Unterstützung holen würdet. Für deine Mütter muss das alles furchtbar sein. Aber auch du solltest damit nicht allein gelassen werden. Wie alt bist du? 14, 15 wenn ich das richtig verstanden habe. Es wäre wirklich wichtig, wenn du jemanden zur Unterstützung hättest. Gibt es jemanden, mit dem du gut klar kommst? Einen Arzt, Lehrer, ...? Vielleicht könntest du dort nach Ideen fragen, wer dich unterstützen könnte.
Ich bin über 40 und kann nur sagen, dass mich die Erkrankung meines Mannes psychisch wirklich mitnimmt. Und auch für ihn ist es nicht einfach. Aber gegen eure gesamte Situation in der Familie ist das alles nicht so wild.
Ich wünsche dir viel Kraft! Aber ich wünsche dir auch, dass du entspannen und zur Ruhe kommen kannst. Dass du dich mit jemandem aussprechen kannst.
Schön, dass du hier im Forum so viele Rückmeldungen erhältst. Auch das kann stärken.
Alles Liebe!
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Skinny.love1305, Horb, Saturday, 28.02.2015, 23:28 (vor 4186 Tagen) @ Berliner11
Vielen Dank...Naja da ich noch an borderline und an dissoziativen sörungen leide ist das alles nicht so einfach...ich vergesse oft tabletten ( 4 morgens,1 mittags und 4 abends) durch den stress...ich bin auch sehr froh dass mein freund zu mir hält er ist 16 und wir sind seit dem 15 august 2011 zusammen...er unterstützt mich sehr...wenn es mir zu viel wird weil meine mutter nur am heulen ist und sie keinen sehen möchte kann ich immer zu ihm...aber auch meine beste freundin ist da...ich bin 14 jahre alt und habe kaum noch zeit für meine freunde...doch sie halten trotzdem zu mir...das stärkt mich und mein selbstvertrauen sehr!:)
Anfälle Grand mal / umherlaufen
keki, Sunday, 01.03.2015, 11:02 (vor 4186 Tagen) @ Skinny.love1305
Es gibt eine Möglichkeit der Therapie, die sich "Familientherapie" nennt. Denn seelische Krankheiten hat man eben nicht allein, sondern immer als Familie. Vielleicht kann dein Arzt euch sowas vermitteln? Die kommen manchmal auch nach Hause, wenn z.B. deine Mutter sich nicht aufraffen kann, irgendwo hinzugehen.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.03.2015, 11:14 (vor 4186 Tagen) @ Skinny.love1305
ich vergesse oft tabletten ( 4 morgens,1 mittags und 4 abends) durch den stress
Hast Du schon einmal versucht, Dir einen Alarm in z.B. Dein Handy (wenn Du eines hast) einzuprogrammieren, der Dich daran erinnert? Das mache ich immer, wenn ich z.B. mit Freunden unterwegs bin. Außerhalb des normalen Arbeits- und Unialltags vergess ich sonst schnell einmal die Zeit und mir fällt dann erst Stunden später auf, dass ich die nicht genommen habe. Vielleicht kann sich Deine persönliche Situation ja schon alleine dadurch ein ganzes Stück verbessern, dass Du es schaffst, die Medikamente nicht zu vergessen und sich ein wirklich kontinuierlicher Schutz aufbauen kann.
wenn es mir zu viel wird weil meine mutter nur am heulen ist und sie keinen sehen möchte kann ich immer zu ihm
Schön, in so einer Situation einen guten Freund zu haben. Wie aber schon im anderen Beitrag geschrieben, such Dir eine erwachsene Vertrauensperson (z.B. Vertrauenslehrer), mit dem Du darüber einmal sprechen kannst. Es gibt Hilfen für Familien in Eurer Situation und ich glaube, Deine Mutter könnte gerade etwas Hilfe von außerhalb der Familie gut gebrauchen. Von außerhalb der Familie deshalb, weil dann gar nicht erst ein schlechtes Gewissen aufkommen kann, jemanden aus der eigenen Familie zur Last zu fallen und dann nicht am Ende Ihre aktuellen Probleme irgendwann auch zu Euren werden. Wie Du ja selbst schreibst, bleibt für Dein Privatleben nicht mehr so viel Zeit. Da ist es glaube ich höchste Zeit, dass Du Dich an jemanden wendest, der Euch helfen kann. Mit 14 sollte man sicherlich vieles (und auch wenn Lernen und Schule definitiv dazu gehören), aber definitiv nicht zu wenig Zeit mit seinen Freunden verbringen.
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Anfälle Grand mal / umherlaufen
Skinny.love1305, Horb, Monday, 02.03.2015, 17:17 (vor 4185 Tagen) @ huge88
ich habe meine Mtter darauf angesprochenaber sie blockt total ab:/
Sie hat heute auch erfahren dass meine ältere schwester die gerade in einer pschatrie ist weil sie nach ihren anfällen immer wutausbrüche hat....also sie hat erfahren dass sie sich ritzt und sie sie jetzt unter kompletten kontrolle haben...jetzt geht es ihr erst recht nicht gut...ich danke euch sehr dass ihr mich mit euren tollen ideen so unterstützt vielen dank
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Saturday, 31.01.2015, 19:37 (vor 4215 Tagen) @ Berliner11
Hallo
bei psychomotorischen anfällen kann man versuchen immer die Gleichen dinge zu tun ....du könntest wenn du da bist....ihm versuchen zusagen leg dich/setz dich wieder hin.....oder geh in die küche setzt dich dahin....oder..aber das setz dich wieder hin ....direkt am Bett.........das bekommt dann irgendwann einen automatismus.....sagen setz dich hin und der jenige tut es.
ZUr Diagnose Stellung könnte hilfreich sein ein Video zumachen vom Anfall viele haben heute doch ein HAndy mit dieser Funktion.
www.moses-schulung.de oder aber auch die SHGgruppen alles informationen die sie vorne auf den seiten unter informieren bekommen.
Warum wollen Sie selber heraus finden welche Anfälle es sind?
Alles gute
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Saturday, 31.01.2015, 22:03 (vor 4215 Tagen) @ Green
Danke. Erstmal muss ich sagen: er ist ja nicht ansprechbar! Ich versuchte, ihm zu sagen, dass er sich auf die Couch setzen soll, aber er macht, was er will. Beim ersten mal habe ich versucht, ihn direkt ins Bett zu lenken. Dann hat er eine Faust gemacht, als wollte er sich wehren. Er ist sonst alles andere als aggressiv und gewalttätig! Als ich ihm das erzählt habe, war er total fertig.
Und ja, klar wollen wir wissen, was er für eine Epilepsie hat! Er hat so unterschiedliche Anfälle. Das muss man für sich selbst einordnen können. Auch, um z wissen, ob dass Medikament das richtige ist. Mir scheint, als wäre da keine richtige Anamnese und Diagnose erfolgt.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Saturday, 31.01.2015, 23:37 (vor 4214 Tagen) @
Berliner11
bearbeitet von Green, Saturday, 31.01.2015, 23:40
Hallo Berliner11
Danke. Erstmal muss ich sagen: er ist ja nicht ansprechbar! Ich versuchte, ihm zu sagen, dass er sich auf die Couch setzen soll, aber er macht, was er will. Beim ersten mal habe ich versucht, ihn direkt ins Bett zu lenken.
Das brauch viel Übung und wieder und wieder
Auch, um z wissen, ob dass Medikament das richtige ist.
Man gut das sie sich solche Medikamente nicht selber in der Apotheke kaufen können.
Wollen Sie sich wieja Internet selbstdiagnostizieren.....sorry die harten Worte
....aber dafür haben wir die Ärzte....auch wenn man sich dran gewöhnen muss das heute alles so schnell geht. Glauben sie nicht das der Arzt sich schon genau überlegt was er da macht er steht doch in der Verantwortung wenn da was schief läuft.
Ich kenne einige Fälle die mit Medikamenten die eigentlich für Ihre Epiform nicht geeignet waren anfallsfrei wurden.
Dazu sind wir Menschen jeder reagiert anders.
Mir scheint, als wäre da keine richtige Anamnese und Diagnose erfolgt.
Woran machen Sie das fest nur weil überall was anderes steht? Und eben doch das Gleiche in den Arztbriefen.
Waren sie jedesmal dabei?
Wenn sie mit dem Arzt nicht zufrieden sind (wer eigentlich Sie oder Ihr Freund)
dann suchen sie sich einen anderen Neurologen/Praxis am besten mit Schwerpunkt Epileptologie.
Wenn Sie dahin gehen kann es hilfreich sein sich vorher einen Zettel zumachen mit den Fragen die man hat.
Das viele lesen im Internet über die Dinge kann einen auch leicht durcheinander bringen...da man immer nur über das gelesene urteilen kann und andere wichtige Dinge vielleicht nicht beschrieben worden sind.
Epilepsie ist gut behandelbar es braucht nur manchmal Zeit und Geduld das richtige Medikament zufinden.
Liebe Gruesse
Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 00:34 (vor 4214 Tagen) @ Green
Ich glaube, Sie haben mich missverstanden. Trotzdem Danke für Ihre Mühe....
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Sunday, 01.02.2015, 13:20 (vor 4214 Tagen) @ Berliner11
Hallo Berliner11
Trotzdem Danke für Ihre Mühe....
Danke dafür .....das bekommt man selten.
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.02.2015, 11:34 (vor 4214 Tagen) @ Berliner11
Vielleicht zuerst einmal gleich vorweg: Lassen sie sich bloß nicht verunsichern von Dingen, die Sie im Internet über die Medikamente lesen (oder von den Beipackzetteln). Im Internet finden sich hauptsächlich berichte von denen, die es mal schwer hatten oder noch schwer haben. Anfallsfreie sind dort klar unterrepräsentiert.
Und ja, klar wollen wir wissen, was er für eine Epilepsie hat! Er hat so unterschiedliche Anfälle. Das muss man für sich selbst einordnen können.
Sorry, wenn ich das sagen muss, aber eine klare Bezeichnung kann man einer Epilepsie bei einem großen Anteil der betroffenen nicht geben.
Auch, um z wissen, ob dass Medikament das richtige ist. Mir scheint, als wäre da keine richtige Anamnese und Diagnose erfolgt.
Selbstdiagnose (ich hab den Eindruck, Sie versuchen das im Internet zu betreiben) funktioniert bei Epilepsie nicht. Im Endeffekt gibt's nur ein paar Dinge, die man unterm Strich in der Regel machen kann und auch sinnvoll sind:
- Erzählungsbericht anhören
- Lebensgeschicht ansehen (Zangengeburt, Hirnhautentzündung, Unfälle)
- Familiengeschichte etwas durchforsten
- EEG aufnehmen (Auffälligkeiten darin sprechen aber alleine genausowenig für eine Epilepsie, wie fehlende Auffälligkeiten gegen eine sprechen)
- in begründeten Verdachtsfällen CT beim ersten Mal als Akutmaßnahme um z.B. Blutungen im Gehirn auszuschließen
- mit einfachen Tests (z.B. dem Finger mit den Augen folgen) grundlegende neurologische Funktionen überprüfen
- MRT um Hirntumore auszuschließen oder Narbengewebe von z.B. Unfällen als mögliche Ursache aufzuspüren
- EKG um z.B. schwere Herzrythmusstörungen und eine daraus möglicherweise resultierende Sauerstoffunterversorgung des Gehirns auszuschließen
- Blutbild, um die Elektrolyte und ein paar andere Werte zu checken
Was darüber hinaus geht, z.B. Langzeit-EEG in einer Fachklinik, ist oft erst dann sinnvoll, wenn sich kein Therapieerfolg einstellt. Und bis man in einer solchen einen Termin bekommt (kann locker ein halbes Jahr aufwärts dauern), möchte man (gerade am Anfang, wenn noch viele Medikamente zur Auswahl stehen und man gute Chancen hat, was passendes zu finden) nicht warten, sondern lieber gleich eine Behandlung beginnen.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 13:52 (vor 4214 Tagen) @ huge88
Ja, wir sind ja quasi dazu "gezwungen", eine Selbstdiagnose zu erstellen. Es wäre uns auch lieber, wenn das Ärzte übernehmen würden. Aber wir haben den Eidruck, dass das nicht wirklich passiert. Diese ganze Unsicherheit macht uns wahnsinnig! Nach diesen Vorfällen quasi keine ausreichenden Infos zu kriegen ist einfach ätzend.
Es macht mich total fertig, alles, das Ganze! Ich wache mitten in der Nacht auf, bin selber total verschlafe, offenbar aus dem Tiefschlaf gerissen. Mein Mann liegt neben mir, röchelt, als würde er ersticken, hat Schaum vor dem Mund, zuckt, krampft, bewegt sich hin - und her! Danach versucht er aufzustehen, fällt aus dem Bett, stößt sich, torkelt aus dem Zimmer, etc... Hab ich alles beschrieben. Sorry, aber das ist nicht einfach! Ich kriege die Bilder nicht aus dem Kopf. Ich habe Angst einzuschlafen, weil ich nicht weiß, ob ich nicht wieder durch einen Anfall geweckt werde. Der Grand mal, na gut, ich könnte mich damit "anfreunden", aber was danach passiert ängstigt mich noch mehr. Da kann ich nicht locker bleiben. Ich würde jedesmal kreidebleich, mir war so schwindelig, dass ich selber fast umgekippt bin. Musste mich aber zusammen reißen, aufpassen, auf meinen Mann, mein Kind wieder ins Bett schicken und beruhigen, auch auf mich aufpassen. Und darauf, dass nicht alles in der Wohnung demoliert ist.
Ich will einfach wissen, was das ist. Ist das Epilepsie???? Ich habe das noch nie so lesen können. Wirklich was dazu sagen tun die Ärzte auch nicht.
Und nur auf Ärzte verlassen kann ich mich nicht. Das habe ich bei mir selber erlebt (hat nichts mit Epilepsie zu tun). Wenn ich nicht immer wieder selber nachgedacht und alles durchdacht hätte, mir selber Infos eingeholt hätte, wäre ich heute noch nicht so weit und wüsste nichts oder kaum etwas über meine 'Wehwehchen'.
Und meinen Mann macht es auch fertig. Er bekommt nichts davon mit, fühlt sich furchtbar, wenn ich ihm etwas davon erzähle oder er das Chaos in der Wohnung nach dem Anfall sieht.
Gestern fragte er, ob er nun mit den Mitteln sicher keine Anfälle mehr bekommt. Als ich ihm sagte, dass das Ziel sei und man das hofft, es aber nicht zu 100% sagen kann, war er auch fertig.
Ich will nicht jammern, aber das ist alles neu und stellt grad bei uns alles auf den Kopf....
Anfälle Grand mal / umherlaufen
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 01.02.2015, 15:20 (vor 4214 Tagen) @ Berliner11
Ich will einfach wissen, was das ist. Ist das Epilepsie???? Ich habe das noch nie so lesen können.
Doch, hättest Du die Ärzte gefragt und Dir mal erklären lassen, wie Ihr Fachchinesisch zu interpretieren ist. Mit "struktureller Epilepsie" könnten die Ärzte, abhängig davon, ob sie der alten oder der neuen Definition folgen, sowas wie Frontallappenepilepsie, Temporallappenepilepsie, Parietallappenepilepsie, Occipitallappenepilepsie, Centrale Epilepsie meinen oder Epilepsien die auf Läsionen des Gehirns beruhen. Bei diesen weist das EEG überdurchschnittlich oft sehr typische Veränderungen in einzelnen Bereichen des Gehirns auf und ich denke, dass sie da was gefunden haben, wenn sie den Begriff verwenden. (Angaben ohne Gewähr; solche Angaben sollte man nur einem fachkundigen Arzt glauben, also lass es Dir von einem solchen erklären; bin nur Laie und halte mich dementsprechend in der Regel mit Aussagen diesbzgl. lieber zurück und beschränke mich auf den Rat, es von einem Arzt erklären zu lassen)
Ja, wir sind ja quasi dazu "gezwungen", eine Selbstdiagnose zu erstellen. Es wäre uns auch lieber, wenn das Ärzte übernehmen würden. Aber wir haben den Eidruck, dass das nicht wirklich passiert. Diese ganze Unsicherheit macht uns wahnsinnig!
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Sorry, aber das ist nicht einfach! Ich kriege die Bilder nicht aus dem Kopf. Ich habe Angst einzuschlafen, weil ich nicht weiß, ob ich nicht wieder durch einen Anfall geweckt werde.
Ich glaube eher Du fühlst Dich dazu gezwungen, weil Du unsicher bist, nicht weil die Ärzte nix tun (würden sie nix tun und nicht genug Daten haben, würden sie ihm auch keine Medikamente verschreiben). Euch (oder zumindest Dir, ich weiß ja nicht, wie er damit umgeht) täte es gut, einfach einen Gang runterzuschalten und Dich zu einer (glaub von Green erwähnten) Epilepsieschulung zu begeben.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Sunday, 01.02.2015, 18:01 (vor 4214 Tagen) @ huge88
Ich habe die Ärzte gefragt, mein Mann hat gefragt! Es gab keine vernünftigen Antworten. Im KH ging alles sehr schnell, war am Wochenende, Arzt war kaum zu sprechen. Keiner nahm sich Zeit. Auf die Frage, was das alles heißt, vor allem mit dem Umherlaufen, konnte niemand eine wirkliche Antwort geben. Es gäbe Aussagen wie "ja! das ist ungewöhnlich." Oder " könnte eine Art psychomotorischer Anfall sein...". Hmmmm. Und beim Neurologen würde er nur zwischendurch dran genommen. Sein eigentlicher Termin wäre erst am 9.02. gewesen. Also konnte man auch da nicht viel fragen.
Er wartet seit Ende Dezember auf ein MRT. Bei den Ärzten / Zentren wo er gerne Tremine bekommen hätte, gibt es vorerst keine, nehmen keine Patienten mehr oder erst ab ca. Mai und so weiter
Einen Gang runter schalten? Würde ich sehr gerne, Danke für den Tipp. Kann ich aber nicht, weil ich die Angst nicht einfach abschütteln kann. Ich such mir das nicht aus, so ängstlich zu sein, es ist so. Und eigentlich finden das viele verständlich. Vielleicht ist es für jemanden, der seit Jahren mit Epilepsie lebt etwas anderes. Vielleicht kommen wir da auch mal hin, wäre schön.
Und mein Mann kann auch nicht sooo gut damit umgehen. Er hat ebenfalls Angst vor neuen Anfällen etc., hatte ich ja geschrieben.
Die Schulungen klingen Klasse! Ich würde gerne hin, sind aber alle zu weit von uns weg. Und mal eben so hin, mit Hotel etc, können wir uns nicht leisten. Haben eh schon kaum Geld. Nun durch die Anfälle wird es nicht besser. Mein Mann ist selbstständig, arbeitet unregelmäßig, auch nachts etc. Ob und wie das weitergehen soll, ich unklar. Ich hab ne schlecht bezahlte Teilzeitstelle.
Das Ganze trifft uns echt hart. Das letzte Jahr war bei uns sehr stressig. Wir dachten, 2015 kommen wir endlich zur Ruhe....naja, daraus wird erstmal nix.
Daher fällt es mir und uns nicht einfach, mal eben nen Gang runter zu schalten. Ich hoffe, das ist ein wenig nachvollziehbar?
Anfälle Grand mal / umherlaufen
keki, Tuesday, 03.02.2015, 07:44 (vor 4212 Tagen) @ Berliner11
Klar ist das nachvollziehbar. Als die Epi bei mir anfing, hab ich auch ALLES darüber gelesen, was ich finden konnte. Meinem armen Mann hab ich pausenlos meine neuesten Erkenntnisse erklärt und habe ihm auch erklärt, dass die Ärzte alle keine Ahnung haben. Ich hatte das große Glück ein paar Tage zur Diagnostik in die Epileptologie zu gehen. Die Ärzte haben mich davon überzeugt, einfach mal abzuwarten und auf meinen Körper zu hören. Der Arzt hat aber auch gefragt, was mein Körper mir sagt und hat das mit seinen Untersuchungen verglichen. Inzwischen habe ich keine Angst mehr, habe meine Epi akzeptiert und kann damit leben.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Tuesday, 03.02.2015, 09:04 (vor 4212 Tagen) @ keki
Vielen Dank keki, schön, dass Du nachvollziehen kannst, was hier gerade los ist.
Ich denke, es geht vor allem darum, dass nie wirklich gesagt würde, wie und was nun kommt. Hätte der Neurologe gesagt " jetzt warten wir mal das MRT ab und dann erfolgt die weitere Diagnostik....", oder wenn im KH mal einer etwas gesagt hätte, das beruhigt und einem das Gefühl gibt, dass man ernst genommen wird und dass sich drum gekümmert wird, dass es einem besser geht. Aber das blieb aus. Und wir blieben ratlos zurück.
Nun gut, ich hoffe also, dass nach dem MRT wirklich eine Diagnostik erfolgt. Denn das ist bisher wirklich nicht passiert.
Mein Mann hat die Dosis, laut Neurologen, erhöht. Aber er fühlt sich damit nicht gut. Er wirkt depressiv, sagt, dass er sich auch so fühlt. Er wirkt auf mich abwesend, ich muss alles 3 mal zu ihm sagen. Ist das Anfangs so? Ich meine, es steht ja in den Nebenwirkungen drin. Aber lässt das mit der Zeit nach, wenn sich der Körper dran gewöhnt hat?
Trotz der erhöhten Dosis hatte er gestern Nacht das Gefühl, dass eine Aura da wäre und er einen Anfall bekommen könnte. Hat er nicht, jedenfalls keinen, den ich bemerkt hätte. Aber ich war quasi die ganze Nacht wach. Wenn er sich bewegt, schrecke ich hoch, weil ich denke, dass er gleich zuckt....
Aber etwas Positives: gestern hat er überraschender Weise einen Termin noch für diesen Monat bei einem Verhaltenstherapeuten bekommen!!! Zuerst sagte man, dass er sich frühestens wieder im April melden soll. Dieser Therapeut ist Mitarbeiter im Epi- Zentrum und hat viel zum Thema Epilespie herausgegeben. Eine Freundin, die wegen eines Tumors Epilepsie hatte bzw noch hat, war bei ihm und war total zufrieden. Das ist echt super!
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Green, Wednesday, 04.02.2015, 19:43 (vor 4211 Tagen) @ Berliner11
Hallo
und wie heist der Verhaltenstherapeut?
Gruss Green
Anfälle Grand mal / umherlaufen
Berliner11, Wednesday, 04.02.2015, 23:19 (vor 4210 Tagen) @
Green
bearbeitet von thomas, Sunday, 08.02.2015, 16:40
Dr. H.
Anfälle Grand mal / umherlaufen
akai123, Saturday, 14.03.2015, 11:24 (vor 4173 Tagen) @ Berliner11
Hallo, Berliner 11. Ich lauf auch regelmäßig nach meinen Anfällen (idiopathische generalisierte aufwachepilepsie) total verwirrt durch die Gegend. Mich würde mal interessieren, wie bei euch das frisium wirkt. Ich kann dann nämlich erst recht nicht schlafen und das Risiko Anfälle zu bekommen steigt bei mir extrem an.