Personenbeförderung

Sommeil, Thursday, 07.05.2015, 10:43 (vor 4119 Tagen)
bearbeitet von Sommeil, Thursday, 07.05.2015, 11:11

Die Frage hat sich erledigt.
oder
Darf man wirklich erst nach 5 Jahren ohne Anfälle und ohne Tabletten Personen befördern? Also kein Taxi, sondern mit Betreuten z. B. zum Arzt fahren?

Personenbeförderung

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 07.05.2015, 12:26 (vor 4119 Tagen) @ Sommeil

Darf man wirklich erst nach 5 Jahren ohne Anfälle und ohne Tabletten Personen befördern? Also kein Taxi, sondern mit Betreuten z. B. zum Arzt fahren?

Was genau verstehst Du unter "Betreuten"?

Die 5-Jahresregelung ohne Anfälle und Tabletten besteht meines Wissens nach für alles, wofür Du rechtlich die Führerscheinklasse C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung brauchst, d.h. einen entsprechenden formalen Antrag bei der Führerscheinstelle stellen musst.

Wie lange bist Du denn jetzt schon (mit/ohne Tabletten) anfallsfrei?

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Personenbeförderung

Sommeil, Thursday, 07.05.2015, 18:32 (vor 4119 Tagen) @ huge88

seit 1 jahr

ich würde mit behinderten leben arbeiten und müsste diese gelegenheit zum arzt bringen. ich würde dort mit den behinderten leben und arbeiten. (es handelt sich um eine dorfgemeinschaft)

Personenbeförderung

keki, Thursday, 07.05.2015, 20:28 (vor 4119 Tagen) @ Sommeil

Ich arbeite in einem Altenheim und darf seit einiger Zeit wieder Auto fahren. Den VW-Bus fahre ich aber nicht mit Bewohnern, obwohl man dafür ja keinen Personenbeförderungsschein braucht. Ich bin mir nämlich auch nicht sicher, wie das Gesetz auszulegen ist. Mein Chef würde mich fahren lassen; ich glaub, er kennt sich auch nicht so genau aus. Im PKW fahre ich schon mit Bewohnern, keine Ahnung, ob das erlaubt ist?

Personenbeförderung

Sommeil, Thursday, 07.05.2015, 20:47 (vor 4119 Tagen) @ keki
bearbeitet von Sommeil, Thursday, 07.05.2015, 21:01

Ich habe mich gerade ich einer Dorfgemeinschaft beworben und sie würden mich einstellen, aber

ich habe keinen Führerschein
und

selbst wenn ich einen machen würde im nächsten Jahr, dann sagen sie, müsste ich 5 Jahre Anfallsfrei sein, meinen einige um die Betreuten zum Arzt zu fahren oder Ausflüge mit ihnen zu machen etc..., daran ist es heute fast gescheitert (sie wollen sich erst noch erkundigen) und ich ziemlich enttäuscht und traurig. Aber ist das wirklich so?
Ich dachte 2 Jahre Anfallsfreiheit reichen aus.

Und mit 5 Jahren stellen sie mich nicht ein. Aber ich wollte mich nochmal bei Euch schlau machen, ob das jemand genau weiß?

Wenn ich den Führerschein machen würde nach 2 Jahren Anfallsfreiheit und weiter keine Einschränkungen bestehen würden, würden sie mich nehmen.

Personenbeförderung

gigi, Friday, 08.05.2015, 08:06 (vor 4118 Tagen) @ Sommeil

Hallo sommeil,
Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie soviel Auswahl bei den Bewerbern haben, so dass sie dich nur wegen der Epilepsie - fehlendem Führerschein - nicht nehmen.
Es ist doch sicherlich schwierig Mitarbeiter zu finden, also sollten sie dich doch mit Kusshand nehmen.für die Ausflüge können doch auch die Hauseltern oder andere Kollegen sicherlich einspringen?
Bleib positiv, so eine Dorfgemeinschaft ist - aus meiner persönlichen Sicht - genial und ich bewundere die Menschen, die dort arbeiten! Du bekommst bestimmt den Job!
LG gigi

Personenbeförderung

Sommeil, Friday, 08.05.2015, 10:09 (vor 4118 Tagen) @ gigi
bearbeitet von Sommeil, Friday, 08.05.2015, 10:14

Sie wollten mich ja als "Hausverantwortliche (-eltern)" einstellen und jetzt bieten sie mir evtl 20 oder 25 Std / Woche,(beim Vorstellungsgespräch ging es noch um 30h, bei der Hospitation dann schon um Hausverantwortlich und erst in der Kompetenzgruppe wurde es dann ein Problem) aber das ist zu wenig. Ich wollte vorerst meine Wohnung behalten und das ginge gar nicht, da ich bei 25h netto 980€ monatlich verdienen würde.
Tja, da bin ich wirklich traurig drüber. das diese beschissene Diagnose im Weg steht, die mich noch nicht so lange begleitet und ich bereue es überhaupt gesagt zu haben. Das mache ich garantiert nie wieder.

Ich weiß nicht wieviele Jahre man nun letztlich Anfallsfrei sein muss, abersie hätten sich schon nach dem Vorstellungsgespräch erkundigen müssen und mich nicht erst noch hospitieren lassen sollen... Naja,... hinterher.

Personenbeförderung

Sommeil, Friday, 08.05.2015, 12:24 (vor 4118 Tagen) @ huge88

Also, ich habe mit einer Freundin gesprochen, die in einem Heim arbeitet. Sie kennt sich zwar mit Epilepsie nicht aus, fährt aber selber mit dem Dienstwagen Kinder aus dem Heim zur Schule o.a. und benötigt dafür keine extra Genehmigung.

Weißt du wie sich das in so einmal Fall verhält?
Bei mir wäre ja vergleichbar, nur keine Kinder sondern behinderte Erwachsene.

Personenbeförderung

gigi, Friday, 08.05.2015, 14:32 (vor 4118 Tagen) @ Sommeil

Okay, ja sorry. Ich dachte, du wolltest als Hilfe (sorry - ich habe die Berufsbezeichnung nicht im Kopf) innerhalb des Dorfes oder der Familie arbeiten.
Aber direkt als Hausverantwortlicher so wenig Geld...das ist ja ehrlich noch weniger als ich dachte...mit so viel Verantwortung, so wenig Geld...unverständlich...
Drücke dir die Daumen, dass du eine bessere Lösung findest.
Gigi

Personenbeförderung

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 08.05.2015, 19:06 (vor 4118 Tagen) @ Sommeil

Weißt du wie sich das in so einmal Fall verhält?

Letztendlich ist das im Rahmen der Arbeit in einer Dorfgemeinschaft aber auch gewerblicher Natur, sollte folglich also schwierig werden, weil wohl kaum ein Arbeitgeber, sollte es da rechtlichen Spielraum geben (und den gibt es da sicherlich nicht, wenn man so weit von den gesetzlichen Bewertungen in dieser Hinsicht weg ist), das Haftungsrisiko auf sich nehmen wird.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil