Lamotriginspiegel
lordcosmic, Wednesday, 13.05.2015, 18:49 (vor 4113 Tagen)
Hallo ihr Lieben, wieviel Lamotrigin nehmt ihr ein und wie hoch ist euer Spiegel? Wie soll der therapeutische Bereich sein laut eurem Labor? Seit ihr anfallsfrei? LG
Lamotriginspiegel
Julz, Thursday, 14.05.2015, 00:19 (vor 4112 Tagen) @ lordcosmic
Hey you,
ich bin 16 und habe eine angeborene Epilepsie. Die macht mir seit 2 Jahren ein paar Probleme. Meine Ärzte haben mit 25mg Lamotrigin angefangen. Doch wie das so ist im Leben, war es damit nicht vorbei. Es wurde in 25ger Schritten hoch gesetzt, in teils größeren und kleineren Abständen.
Inzwischen nehme ich 350mg, doch auch diese Dosis wird noch steigen (mein Neurologe warnte mich im Vorfeld).
Bei mir gab es bis vor 4 Wochen keinen Anfall, bloß Absencen als Kleinkind. Doch eben genau vor diesen vier Wochen hatte ich, als ich bei meinem Freund war, einen Zitter-Anfall, wenn man es denn mal so nennen will. Meine Muskeln haben sich verkrampft, ich habe gezittert ohne Ende, war nur halb bei mir. Die Ärzte wissen bisher nicht weiter. das EEG ist etwas auffällig, doch sie haben keinen Rat. Vor wenigen Wochen hatte ich einen zweiten solchen Anfall. Nun wird nächsten Monat ein Schlafentzugs-EEG gemacht, stationär.
Ich habe einige Nebenwirkungen zu tragen, bzgl des Lamotrigin, wie chronische Müdigkeit, Aufmerksamkeitsstöung, Gedächtnisschwäche. Daher werde ich evtl umgestellt. Ich vertrage es nicht zu Hundert Prozent, und das Zeug ist ja auch nicht gerade ohne :)
Ich habe selbst mal eine Frage. Sie ist sehr banal, doch mein Neurologe hat so etwas nie (!) erwähnt.
Was genau versteht man unter einem Lamotriginspiegel? Ich schätze mal, es wird über einen Bluttest festgestellt - wieso und wann lässt man das machen?
LG, Julz^^
P.S. wie alt seid ihr anderen eigtl? :)
Lamotriginspiegel
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 14.05.2015, 10:05 (vor 4112 Tagen) @ Julz
ich bin 16 und habe eine angeborene Epilepsie. Die macht mir seit 2 Jahren ein paar Probleme. Meine Ärzte haben mit 25mg Lamotrigin angefangen. Doch wie das so ist im Leben, war es damit nicht vorbei. Es wurde in 25ger Schritten hoch gesetzt, in teils größeren und kleineren Abständen. Inzwischen nehme ich 350mg, doch auch diese Dosis wird noch steigen (mein Neurologe warnte mich im Vorfeld).
Hat Deine Neurologin oder Du einmal darüber gesprochen, ein anderes Antiepileptikum auszuprobieren, wenn das Erhöhen nix bringt?
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Lamotriginspiegel
mezeg, München, Thursday, 14.05.2015, 10:32 (vor 4112 Tagen) @ Julz
Hallo Julz,
Lamotriginspiegel muß ich zweimal im Jahr durchführen lassen: zuerst "Lamotrigin-nüchtern", dann eine Stunde nach Einnahme der üblichen Dosis. Am Besten "Frühstück-nüchtern", weil Kreatinin-Wert gleichzeitig kontrolliert wird.
Die Norm-Werte werden im Ergebnisblatt angegeben, hier möchte ich sie aber nicht erwähnen. Schau ein Bißchen runter im Forum, hatte vor kurzem so eine Untersuchung.
Nach der OP 6 Monate Keppra, nach vorsichtiger Absetzung doch wieder GM-Anfälle, wenn auch in anderer Form als vor der OP. Vom Neurologe wurde Lamotrigin verschrieben, Erhöhung in 25 mgr-Rate jede zweite Woche. An die nun seit drei Jahren stabile Dosis (225 mgr) wurde etwas angetastet, z.T. wegen mein Widerwillen die Situation zu akzeptieren.
Nebenwirkung: Ja, etwas Müdigkeit und trockenen Mund, was mich in sehr frühen Stunden zum Trinken zwingt. Habe mich inzwischen daran gewöhnt, stehe auf, um mir Tee zu machen und schlafe mit warmen Gefühl im Magen und Musik per Kopfhörer meist ziemlich gut ein. GM-Anfall bin ich seit bald vier Jahren frei, "niedrigeren" Störungen, meist etwas Übelkeit, Sprachunfähigkeit und nachträgliche Müdigkeit, werden immer seltener und schwächer. Das letzte Mal vor fünf Wochen ein Paar Tage nach Aufenthalt bei einer Schwester, die unaufhörlich spricht und sich ständig wiederholt, was mein geschädigtes Sprachzentrum schwer verarbeitet. In solchen Fällen unterbreche ich nun das Gespräch - notfall abrupt.
Alter: ich steuere den 68 Jahren zu. Epilepsie (Tumor) im 2010 diagnostiziert.
mezeg