viele Medikamente
Don Martino, Monday, 01.06.2015, 11:48 (vor 4094 Tagen)
Hallo und guten Tag.
Es geht hier um eine Dame ( Ende 30)die von Kindesbeinen an Erkrankt ist.
Sie nimmt folgende Medikamente und klagt dabei über Depressionen und Selbstmordgedanken.
In der Vergangenheit wurden die Medikamente gewechselt, die Dosen variiert
...da müssen wir mal was anderes probieren. Bis dato ohne sichtbaren Erfolg.
Folsan 0,4 mg
Levetiracetam
Topiramat 50mg
Paroxat 10mg
Lomotrigin 100mg
Muß man soviel schlucken?
Auf die Anfallshäufigkeit und Stärke der Anfälle hat diese Medikation bisher nichts gebracht.
Welche Alternativen sollte man Prüfen?
Herzlichen Dank vorab.
viele Medikamente
sandytimmy, Monday, 01.06.2015, 12:22 (vor 4094 Tagen) @ Don Martino
Frage ist, nimmt sie alles in maximaldosis?
In solchen fällen sollte man ruhig mal in ein Zentrum gehen und sich stationär einstellen lassen
viele Medikamente
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 01.06.2015, 18:21 (vor 4094 Tagen) @ Don Martino
Welche Alternativen sollte man Prüfen?
In dem Fall würde ich eine Vorstellung in einem Epilepsiezentrum/-ambulanz anraten. "Alternativen" zur medikamentösen Behandlung gibt's kaum, es sei denn man hat das "Glück", dass die Ursache operabel ist. Bei einigen kann (i.d.R. zusätzlich zur medikamentösen Behandlung) mit einer speziellen, sehr extremen Diätform, ein wenig Linderung erreicht werden.
Vielleicht zum Verständnis der 5 Präparate eine Anmerkung: "Nur" 3 der 5 genannten Präparate sind Antiepileptika. Das eine ist ein Folsäurepräparat, vermutlich um einem Mangel vorzubeugen, das andere ein Antidepressivum aus der Reihe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Da eine Kombitherapie von 2 Präparaten nix so ungewöhnliches ist, ist das zwar etwas ungewöhnlich, aber da hab ich schon extremeres gehört.
Es geht hier um eine Dame ( Ende 30)die von Kindesbeinen an Erkrankt ist.
...
In der Vergangenheit wurden die Medikamente gewechselt, die Dosen variiert ... Bis dato ohne sichtbaren Erfolg.
Was verstehen Sie unter "keinem sichtbaren Erfolg"? Woher wissen Sie, dass es bisher keinen Behandlungserfolg gab? Wie lange kennen sie die Dame schon und verfolgen Ihre Krankheitsgeschichte? Und über was für eine Epilepsieform sprechen wir überhaupt?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Don Martino, Tuesday, 02.06.2015, 09:12 (vor 4093 Tagen) @ huge88
Hallo Huge88,
zunächst Danke für die ausführliche Antwort.
Die Dame ist meine Tochter. Lebt von mir 500Km entfernt in einem Heim.
Die Beträuung liegt bei der Mutter. Als Vater hat man da wenig zu sagen. Oder auch eigentlich gar nichts.
Die Anfälle kommen mehr oder minder schwehr wöchentlich.
Die Medikamentu wurden in der Vergangenheit regelmässig variiert und ausgetauscht.
Kein sichtbarer Erfolg.
Jetzt klagt sie über Depressionen und Suicidgefahr.
Dazu kommt ein spannungsgeladenes Umfeld zur Mutter.
Keiner Liebt mich.
Nach meiner und der Meinung meines Apothekers, sind das zuviele Medikamente.
Er empfielt ebenfalls eine Konsultation in einer UNI
Frage: Wie kann ich in der Situation meiner Tochter Helfen ?
Don Martino
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ruth-etc., Tuesday, 02.06.2015, 09:37 (vor 4093 Tagen) @ Don Martino
Hallo Don Martino
Frage: Wie kann ich in der Situation meiner Tochter Helfen ?
Du kannst dich in dem Fall jederzeit mit dem Heim selbst und/oder dem zuständigen Amstrichter in Verbindung setzen.
Meine Nichte lebte ebenfalls auf Empfehlung der Ärzte hin erstmal in einem Heim. Inzwischen in einer nahegelegenen betreuten Wohngruppe. Von daher weiß ich das. In dem Fall hat mein Bruder das Sorgerecht übernommen. Einer der beiden Elternteile musste darauf verzichten als sie ins Heim kam, da dieser Teil ab diesem Zeitpunkt von einem Amtsrichter am hiesigen Amtsgericht übernommen wurde. Da er in dem Fall besser über alles Bescheid wusste, zudem immer mobil ist, wodurch er jederzeit zur Stelle sein kann wenn eine Entscheidung ansteht, hatten sie das so entschieden.
LG Ruth
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sandytimmy, Tuesday, 02.06.2015, 21:58 (vor 4092 Tagen) @ Don Martino
Wie fit ist sie selbst geistig? Hat sie eine geistige Behinderung oder warum wird sie betreut?
Kann sie selbst ihre Gesundheit einschätzen
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 03.06.2015, 09:15 (vor 4092 Tagen) @ Don Martino
Die Beträuung liegt bei der Mutter.
Was genau soll das heißen? Heißt das, dass Deine knapp 40-jährige Tochter noch eine andere Erkrankung hat und ihre Mutter die alleinige Vormundschaft hat oder wie muss ich das verstehen? Epilepsie alleine entmündigt ja nicht, auch nicht, wenn die Anfälle so regelmäßig auftreten, dass man in einer Betreuungseinrichtung lebt.
Keiner Liebt mich.
Geht es Dir hier um Deine Tochter oder Dich? Lässt sich der Satz "Jetzt klagt sie über Depressionen und Suicidgefahr." auch auf Dich projezieren? Falls ja rate ich Dir, selbst einen Psychologen auszusuchen, um Wege zu finden, mit all dem zurecht zu kommen. Falls es Dir hier wirklich alleine nur um das Wohl Deiner Tochter geht, dann musst Du Dich in dem Punkt zurücknehmen und das so hinnehmen. Es gibt noch andere Menschen auf der Welt, zu denen Du eine Beziehung aufbauen kannst.
--
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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
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dannie89
, Bayern, Tuesday, 02.06.2015, 18:29 (vor 4093 Tagen) @
Don Martino
Hallo Don Martino,
Kommt evtl eine Op in Frage???
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
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Don Martino, Wednesday, 03.06.2015, 11:33 (vor 4092 Tagen) @ dannie89
Im Moment interessier mich nur die eine Frage:
Sind das zu viele Medikamente und kann man die guten Gewissens Reduzieren?
Wenn JA - an wehn wendet man sich da am besten?
Und dann schaun mer mal.
viele Medikamente
Green, Wednesday, 03.06.2015, 12:41 (vor 4092 Tagen) @ Don Martino
Hallo
tja wo für die Ärzte wohl studieren damit wir mit unserem wenigen internet wissen sagen so ist aber fALSCH ich will es anders.... das Netz sagt doch........unverantwortlich.
Nein ....sie können sie nicht einfach reduzieren
Wenden an den behandelnden Arzt....der kann in Absprach reduziern.
Oder den Vorschlag machen einen neuen Arzt auf zusuchen.
Frage was will den Ihre Tochter überhaupt...haben sie den mal gefragt?
Spannungsfeld........verursacht auch Anfälle.
Wenn sie mit der Betreung Ihrer Tochter nicht zufrieden sind beantragen sie die Betreuung.
Ansonsten vorne auf den Seiten gibt es Nummern von Epilepsieberatungstelefonen.
Und oder sich für sich Hilfe holen um zuverarbeiten was da wohl im Vorfeld falsch gelaufen ist........und man die Situation nun aushalten muss.
Gruss Green