Gedächtnislücken (bin neu hier)

Herzmensch, Monday, 01.06.2015, 21:25 (vor 4093 Tagen)

Hey Leute,

ihr kennt das bestimmt, man bekommt eine Diagnose und man ist erst einmal überrumpelt und hat fragen über fragen. So geht es mir gerade, zumal die Diagnose noch nicht einmal hundertprozentig sicher ist.

Folgendes ist mir passiert,aufgrund dessen gehen die Ärzte von einer Epilepsie aus. Aber EEG und MRT sind unauffällig.

Ich hatte dieses Jahr bereits 2 Ohnmachtsanfälle und in beiden Fällen habe ich sowohl vorher als auch nachher Gedächtnislücken.

Beim ersten mal kam ich aus der Stadt und wollte kurz noch in einen Supermarkt. Ich weiß noch wie ich über eine Fußgängerampel gegangen bin und kurz bevor ich auf der anderen Seite ankam weiß ich das die Ampel auf rot gesprungen ist. Danach weiß ich nichts mehr, nur das ich noch ca 500meter weiter gegangen bin und auf dem Parkplatz zusammengebrochen bin. Aber das ich diese 500m gelaufen bin, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich bin glaube ich erst völlig orientierungslos zu mir gekommen als die Sanitäter da waren. Aber auch da dachte ich das sei alles ein Traum und ich dachte ich wäre woanders. Die Fahrt zum Krankenhaus war auch eher nur verschwommen und das ich mir den Kopf aufgeschlagen habe ist mir erst im Krankenhaus bewusst geworden, aber die schmerzen waren mir erst beim nähen bewusst geworden. Hat mehrere Stunden gedauert bis ich wieder klar denken konnte.

Beim zweiten mal bin ich wohl bei der Arbeit im Studio zusammengebrochen. Ich bin Fotografin und hatte ein Shooting. Das Shooting war gerade durch und ich habe meine Kunden schonmal nach vorne geschickt. Ich wollte das Studio klar schiff machen, kann mich aber nur noch dran erinnern das meine Kunden rausgegangen sind. Danach ist alles wieder weg, meine Arbeitskollegin hat mich dann auf einem Sessel sitzend gefunden. Aber sie sagte ich hätte völlig neben mir gestanden und ich kann mich auch kaum daran Erinnern wie sie mich vorgefunden hat. Ich hab mir wohl auch auf die Zunge gebissen.

Zwischen beiden Anfällen liegen 3 Monate. Nachdem ich einen zweiten Anfall hatte, haben mir die Ärzte Lamotrigin verschrieben. Ich nehme aber bloss eine Tablette am Tag und das nun seit knapp 2 Wochen. Gestern hatte ich dann plötzlich 39,6 Fieber, aber ging dann über Nacht wieder fast ganz runter. Hab mit meinem Hausarzt darüber gequatscht, aber der meinte das liegt bestimmt bloss daran das es momentan rum geht, was ich aber auch wirklich hoffe.

Im Juni habe ich meinen ersten Termin beim Neurologen.

Kennt das von euch jemand das er sowohl vor und nach dem Anfall Gedächtnislücken hat?
Merkt ihr das es passiert?

Ich merke vorher gar nichts und das macht mir Angst, weil ich nicht gegen steuern kann und mich dann setzen kann.

Gedächtnislücken (bin neu hier)

mezeg, München, Tuesday, 02.06.2015, 10:59 (vor 4093 Tagen) @ Herzmensch

Hallo Herzmensch,

zuest willkommen hier, wir tauschen viele wertvolle Informationen untereinander.

Meine GM-Anfälle vor der OP (walnuß-großes Meningeom - gutartig aber "raumfordernd und mit WachstumtendenzW - erfolgten nur nachts im Schlaf. Ich erwachte aber immer aus einem "dunklen Schlaf", vielleicht eben eine Art von Bewußtlosigkeit.

Nach der erfolgreichen OP kamen wieder GM-Anfälle, die innere Narbe stört wohl. Dann nur tagsüber - nur zu Hause, wenn ich es mir leisten konnte und nach einer starken Stresssituation.

Für die Zeit kurz vor dem Anfall habe ich ausgesprochen scharfe Erinnerungen, fast "eingebrannt". Dann absolute Bewußtlosigkeit, obwohl ich immer selbständig und ohne irgendwo anzustossen ins Bett ging. Nur bei der zweiten wohl ein kurzes Aufflammen: Mein Kater im Koriddor, der mich irgendwie befremdet anschaute. Bin danach zur Toilette gegangen, alles ordnungsgemäß, nur an einem kleinen Detail habe ich es nachher festgestellt.

Beim dritten Mal war eine Tochter dabei. Ich soll Unsinne geredet haben, sie sprach von Kartoffelsorte - war gerade dabei welche zu essen, das "sehe" ich sehr klar -, ich antworte mit Hartz IV!. Ausdruckslose offene Augen. Sie versuchte mit einem kurzen Stag mich an Zungen beißen zu hindern, kam wohl etwas zu nahe an der Wange - sie schmerzete danach etwas an der Stelle - , ich soll "bewußtlos" die Störung angedeutet haben. Die gerufenen Sanitäter trugen mich ins Wohnzimmer, da sagt die Tochter, daß die Lichtverhältnisse mich wohl gestört haben und daß ich es "signalisiert" habe. Davor weiß ich nicht.

Das Bewußtsein kam bei mir wie auf Schalterdruck, die Töchter sagten, meine "leeren" Augen hätten schlagartig einen richtigen Ausdruck. Ich konnte sofort die Lage einschätzen, sonderbares Licht - Rollo runter -, Anwesenheit der anderen Tochter - die nicht anwesend sein und beide verstehen sich auch nicht -, an deren Anzeichen Gruppe der Sanitäter, Beatmungsgerät - wieso, ich brauche es doch nicht. etc. Davon sehr klare Erinnerung. Wollte die Einweisung ins Krankenhaus verhindern. Ich wußte, daß ich eben doch auf die verschriebene Dosis ordnungsgemäß hoch schalten mußte - ich wollte auf halber Dosis bleiben, und einfach ins Bett gehen und schlafen. Klar denken aber eine kurze Zeit unfähig mich in Worten auszudrücken. Zu müde auch, um mich effizient - und richtig - gegen die Einweisung zu wehren.

Im Zanka klopfte der GM mit androhter Übelkeit wieder an, der Sanitäter wollte mir eine Brechschale reichen, ich sagte ihm es soll was harmloses erzählen, um mich abzulenken. Dies machte er perfekt: redete über seine Erlebnisse als Tourist in Paris, ich konnte mich in das Gespräch einhacken und das war.

Also vor und nach dem GM tsgsüber sehr deutliche Erinnerungen bis zur vollkommen leeren Seite, abruptes Wechseln zwischen beiden.

Ich nehme nun nach ein Bißchen rantasten Lamotrigin 100 - 0 - 125 am Tag. Die kleinen restlichen Störunten - meist Aphasie - werden immer seltener und blasser, keinen GM mehr seit nun 3 1/2 Jahren.

Ich glaube nun, die beste Medikation für mich war die Akzeptanz der Situation - wurde mit 53 Jahren damit konfrontiert - und etwas Abstand von Reizrisiko, für mich u.A. emotionales Streß wie heftigem Wortschall worauf ich mich auch noch konzentrieren muß, weil eine Antwort meinerseits erwartet / verlangt wird. Die "Vorstube" des Denkvermögens in Worten ist wohl etwas schneller voll. Nicht so hektisch-laut und ich nehme auch sehr komplexen Denkvorgänge wahr. Also notfalls auf niedrigere Lautstärke und wenig Hektigkeit bestehen. Mit der Gestik kann ich mich auf jedem Fall immer gut ausdrücken

Warte möglich entspannt auf die Diagnose des Neurologen, oft gibt es doch Möglichkeit das "Ding" loszuwerden und wenn nicht wirksame Hilfsmittel. Aber Geduld muß man schon investieren.

Alles Gute

mezeg

Gedächtnislücken (bin neu hier)

Herzmensch, Tuesday, 02.06.2015, 18:57 (vor 4093 Tagen) @ mezeg

Hey mezeg,

danke für deine Antwort.

Ich versuche entspannt zu bleiben, aber das ist gar nicht so leicht, wenn man diese Anfälle mitten am Tag ohne Vorwarnung bekommt. Es waren Gott sei dank bis jetzt nur 2 Stück und mit 3 Monaten Abstand. Aber kann das überhaupt Epilepsie sein, wenn so ein großer Zeitraum dazwischen liegt?
Vorallem das komische war auch das ich das vielleicht doch unbewusst beim zweiten Anfall gemerkt habe, weil ich mich ja in diesen Sessel gesetzt habe, woran ich mich aber selber nicht Erinnern kann. Wir sitzen nämlich normalerweise nie bei der Arbeit, nur in der Pause und sonst stehen wir den ganzen Tag.

Viele reden auch von Auren, aber mir ist nie so eine Art Aura aufgefallen?
Vielleicht ist das auch normal weil das für mich alles noch neu ist?!
Ist das denn normal das man bei Epilepsie sich einige Sekunden/Minuten sowohl vor als auch nach den Zusammenbruch nicht erinnert?

Ich denke aber schon das es kein Kreislaufzusammenbruch ist, das hatte ich schon öfter und dann ist mir meistens vorher schlecht oder schwindelig.

Und das es ein Psychologisches Problem ist kann ich mir aber auch nicht vorstellen, wobei mein Hausarzt meinte, sowas könnnte es auch sein. Aber ich hatte nie irgendwelche Sorgen und Probleme, wo ich sagen kann das ich heute noch dran knabbern müsste. Natürlich einschneidene Erlebnisse hatte ich schon im Leben, aber ich kann mir nicht vorstellen das die der Auslöser sind.

Schönen Gruß,

Herzmensch

Gedächtnislücken (bin neu hier)

mezeg, München, Tuesday, 02.06.2015, 22:25 (vor 4092 Tagen) @ Herzmensch

ich versuche Deine Fragen zu beantworten.

Es waren Gott sei dank bis jetzt nur 2 Stück und mit 3 Monaten Abstand. Aber kann das überhaupt Epilepsie sein, wenn so ein großer Zeitraum dazwischen liegt?

Bei der nächtlichen Variante vor der OP passierte es etwas 4 / 5 mal im Jahr. Da ich nicht ahnte, es sei Epilepsie habe ich kein Datum notiert. Mehr war es nicht.

Variante tagsüber nach der OP: nach vorsichtigem Absetzen von Keppra (wurde mir nach der OP für sechs Monate verschrieben)

- 1. Fokaler Anfall etwa zwei Wochen nach dem Absetzen. Plötzliche Aphasie am Anfang eines spannungslosen Gesprächs mit einer Landsmännin.
Davor Vorfinden eines "unlogischen" Plattens an meinem Stadtrad in der Tiefgarage. Verdacht auf Böswilligkeit, nach oben hetzen, um den Schlüssel vom Tourenrad zu holen. Termindruck

- der 1. GM 7 Monate nach der OP und 6 Wochen nach vorsichtigem Absetzen von Keppra (wurde mir nach der OP für sechs Monate verschrieben). Nach einem Tag zwischen PC-Arbeit und TV gleichzeitig /Fukushima, deutlich Stress

- der 2. GM 4 Monate nach dem 1. Von einer Schwester unter seelischen Druck gestellt. Wurde von ihren Kindern zwangseingewiesen und erwartete von mir die Lösung ALLER ihrer Probleme

- der 3. - und bis jetzt letzte - zwei Monate danach (Oktober 2011!). Hatte meine Zugreservierung nicht richtig gelesen (Warum hatte ich doch nicht die Brille aus der Tasche genommen!!) und dachte nur 1 Stunde zum Zugwechsel in Paris zur Verfügung zu haben. Sehr gezielt darauf gesteuert und die Strecke mit 50' geschafft. Dabei hatte ich 2 1/2 Stunden Zeit... Anfall zwei Tage danach

Bei mir also akuter emotionaler Stress als Reiz, GM erst in der Relaxe-Phase - wenn ich es mir leisten kann.

Bin seit bals 4 Jahren GM-frei, fokale Anfälle kamen noch aber eben immer ruhiger und leichter. Der letzte vor 8 Wochen nachdem ich vier Tage bei einer Schwester verbracht hatte, die unaufhörlich redet, und dabei nichts "aussagt" nur um Aufmerksamkeit auf sich zu binden, "parler pour ne rien dire". In einem Gespräch mit ihr und einer sehr netten Freundin Unruhe, Übelkeit und kurze Unfähigkeit mich mit Worten ausdrücken. Fiel nicht einmal auf, die Schwester redete unaufhörlich... ;-)
;-)

Vorallem das komische war auch das ich das vielleicht doch unbewusst beim zweiten Anfall gemerkt habe, weil ich mich ja in diesen Sessel gesetzt habe, woran ich mich aber selber nicht Erinnern kann.

Beim 1 GM bekam ich eine "Welle" von rechts nach links, dachte, es könnte ein Lied von Ricchi e Poveri sein, die Welle kam wieder und dann war ich "weg". Das ist mir sehr klar in Gedächtnis. Wie ich aber von der Küche bis ins Bett gekommen bin, ohne unterwegs irgendwo irgendwie anzustoßen, weiß ich nicht.

Den 2. GM bekam ich im Badezimmer, hatte das Gefühl der Kreislauf fällt auf einmal runter, setzte mich auf die Kante der Badewanne und wachte im Bett wieder auf - mit "bewußtlosem" Gang zur Toilette dazwischen. Wäre ich rückwärts gefallen, würde ich nicht hier - nirgends mehr - sein.

Beim 3. Anfall saß ich auf dem Balkon mit der Tochter Karten spielend.

Viele reden auch von Auren, aber mir ist nie so eine Art Aura aufgefallen?

Ist bei jedem anders. Vor den GM-Anfälle kam eine Aura aber so kurz und schnell, daß ich keine Möglichkeit / Zeit / Denken hatte.

Jetzt bekomme ich ab und zu sehr zaghafte Warnungen, kann nun ziemlich erfolgreich mit interessanten Dingen wegdenken. Manchmal auch etwas Trinken oder Essen.

Ist das denn normal das man bei Epilepsie sich einige Sekunden/Minuten sowohl vor als auch nach den Zusammenbruch nicht erinnert?

auch das bei jedem anders. Bei mir im Gegenteil fest "eingebrannt", danach nichts mehr.


Und das es ein Psychologisches Problem ist kann ich mir aber auch nicht vorstellen, wobei mein Hausarzt meinte, sowas könnnte es auch sein.

Bei mir spielt es auf jedem Fall eine Rolle. Aber nicht nur, das Meningeom war für die Anfälle vor der OP verantwortlich. Könnte selber aber auch von emotionalem Stress "ernährt" worden sein.

Inzwischen habe ich - insbesonders hier - gelesen / gelernt, daß Epilepsie zig-Ursachen haben kann. Zusammen mit dem Arzt Detektiv spielen, akzeptieren, was nicht vermieden werden kann und sich entsprechend etwas anpassen. Es gibt nun so viel therapeutische Möglichkeiten, vieles läßt sich für viele realisieren.

mezeg

P.S. nur persönliche Meinung! Gültig ist was der Neurologe sagt!!

Gedächtnislücken (bin neu hier)

sandytimmy, Tuesday, 02.06.2015, 21:48 (vor 4092 Tagen) @ Herzmensch
bearbeitet von sandytimmy, Tuesday, 02.06.2015, 21:53

Ja das kennt denk ich jeder epileptiker
Herzlich willkommen hier im besten Epileptiker forum das ich persönlich kenne ;-) :-) :-)
Das erinnert mich an meine komplex fokalen Anfälle, habe jetzt mit 37 allerdings schon 35 Jahre Epilepsie hinter mir, sehe vieles ziemlich easy daher

Druckgefühl im Magen, Gefühl neben sich zu stehen
Anschließend Bewusstseinsverlust . in der Zeit der bewusstseinspause fuhre ich begonnene Bewegungen fort oder stehe,sitze dumm rum und gucke Löcher in die Luft mit leichten spastiken in den Händen
Nach einigen Minuten kommt man langsam wieder zu sich, muss sich orientieren ,wo, wann, was man ist;-)
Dann hat man kaum Erinnerung an ca zehn Minuten vor dem Anfall und die Konzentration ist noch schlechter als sonst schon

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Herzmensch, Tuesday, 02.06.2015, 22:03 (vor 4092 Tagen) @ sandytimmy

Meine Mutter sagt immer nein das ist keine Epilepsie, wir haben das nicht in der Familie. Ich weiß es nicht und die Ärztin in Hamburg sagte das was ich erzähle spricht schon für eine Epilepsie auch wenn sie das noch nicht rausfinden konnten.

Mal sehen was der Neurologe so bringt.

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sandytimmy, Tuesday, 02.06.2015, 22:17 (vor 4092 Tagen) @ Herzmensch

Das mit der Familie ist Schwachsinn, kein argument

Ich habe auch niemanden in der verwandt oder Bekanntschaft
Nach 30 Jahren Epilepsie wurde im MRT eine Sklerose im Gehirn festgestellt die vermutlich von einer Hirnblutung aus der Zeit wo ich selber im Bauch meiner Mutter war stammt
Die ist verantwortlich für inzwischen 35 Jahre epi

Es gibt schlimmeres

Beim Thema Gedächtnis
Meine Kindheit ist eine einzige riesen gedachtnislücke;-)
Ich kann mich durch die vielen Anfälle nur noch an extremst schlimme und genauso schöne Sachen erinnern sonst ist der Rest geloscht, selbst Bilder wo ich drauf bin erinnere ich mich nicht dran

Aber bevor man sich Panik macht als epis Neuling
Abwarten was die Ärzte sagen

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Herzmensch, Tuesday, 02.06.2015, 23:01 (vor 4092 Tagen) @ sandytimmy

Ja hab mittlerweile auch öfters gehört das es nicht unbedingt immer erblich ist.
Was alles ein Auslöser ist weiß ich nicht. Aber z.B. weiß ich das ein Tumor oder verletzungen im Gehirn ein Auslöser sein können.

Was nun bei mir das Problem ist, ist ja noch vollkommen unklar nur hoffe ich das es sich irgendwann bald klären wird.

Ich habe z.B. auch einen essentiellen Tremor und damals habe ich soviele Tests gemacht bis sie mich schließlich in die Sparte geschoben haben. Und dagegen soll ich eigentlich betablocker nehmen, was ich aber nicht tue weil ich nicht so gerne Tabletten nehme und damit soweit ganz gut klar komme. Natürlich gibt es momente wo ich damit gar nicht so toll klar komme, aber in diesem Fall will ich einfach keine Medis schlucken. Bei den Ohnmachtsanfällen denke ich anders auch wenn ich trotzdem nicht scharf drauf bin.

Was ich eigentlich damit sagen wollte ist das ich es immer blöd finde wenn man nicht weiß was man hat und somit nicht weiß wie man gegensteuern kann. Oder man bekommt nur Vermutungen und soll irgendwas nehmen das dann gegen diese Vermutung hilft. Dann weiß ich lieber sicher was es ist damit ich weiß das es das richtige ist was ich tue. Aber das kennt ihr bestimmt auch ganz gut.

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mezeg, München, Tuesday, 02.06.2015, 22:28 (vor 4092 Tagen) @ Herzmensch

in meiner Familie gab es auch keine Epilepsie und ich wußte selber nicht, daß sie "angeworben" werden kann. Dachte bis jetzt, sie ist immer angeboren.

mezeg

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sandytimmy, Tuesday, 02.06.2015, 22:53 (vor 4092 Tagen) @ mezeg

Ich habe auch den Eindruck dassvman mit den anfallen besser zurecht kommt wenn man sie schon immer oder fast immer hatte

Da denkt man nicht darüber nach warum man vor x Monaten dort zu dem Zeitpunkt einen Anfall hatte .
Dann hat man den Anfall einfach , erholt sich davon und lebt einfach weiter

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 03.06.2015, 09:05 (vor 4092 Tagen) @ Herzmensch

Kennt das von euch jemand das er sowohl vor und nach dem Anfall Gedächtnislücken hat?

Ja, das ist nix so ungewöhnliches. Ich hab nach einem Anfall auch eine leichte retrograde Amnesie und kann mich nur an ganz wenig von kurz davor erinnern und dann ist da wie ein Filmriss. Manchmal kommen noch ein paar einzelne Dinge schemenhaft zurück, das war's aber. Das ist wie wenn Du den PC vom Strom nimmst, bevor die Daten aus dem Arbeitsspeicher auf die Festplatte geschrieben wurden.

Merkt ihr das es passiert?

Nein, ich hab keine Aura.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Herzmensch, Wednesday, 03.06.2015, 21:39 (vor 4091 Tagen) @ huge88

Wie viel Epileptische Anfälle hast du im Jahr? Oder im Monat?

Es ist eben alles so neu und ich kenne mich kaum mit dem Thema aus, aber ich will wissen woher das kommt. Warum das passiert und ob ich wirklich darunter leide.

Danke für deine Antwort :)

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 04.06.2015, 11:20 (vor 4091 Tagen) @ Herzmensch

Wie viel Epileptische Anfälle hast du im Jahr? Oder im Monat?

Wenn alles so gut bleibt wie jetzt - und ich sehe keinen Grund, der daran etwas ändern sollte - dann werde ich mitte August fünf Jahre anfallsfrei sein. Ohne oder mit anderen Medis, die ich schon hatte und bei mir nicht viel gebracht haben, müsste ich mit irgendetwas zwischen einmal im Monat und zweimal im Jahr rechnen. Sollte aber dazu sagen, dass ich im Prinzip jetzt das bekomme, was mir schon in meiner Jugend anfallsfreie Jahre beschert hat, bis die neue aut-idem-Regelung kam und ich Probleme mit den sogenannten Generika hatte. (Inzwischen weiß man auch aus Studien, dass Generika zwar grundsätzlich nicht schlechter sind als die Originalpräparate, aber der Wechsel zwischen den bioäquivalenten Präparaten [gleicher Wirkstoff, unterschiedliche Aufnahmezeit in den Körper] zu Medikamentenspiegelschwankungen führen können, auf die manche Epileptiker empfindlich reagieren.)

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Herzmensch, Thursday, 04.06.2015, 22:15 (vor 4090 Tagen) @ huge88

5 Jahre Anfallsfrei klingt doch super :) Drücke dir die Daumen, aber das wird bestimmt klappen :-D

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haggi, Raum Freiburg, Thursday, 18.06.2015, 23:25 (vor 4076 Tagen) @ Herzmensch

Hallo,
Ich hatte mit 52 Jahren den ersten Anfall als ich wegen einer anderen Erkrankung im Krankenhaus war.Wollte abends noch draußen eine Zigarette rauchen und bin in der Notaufnahme aufgewacht,mit Platzwunde am Kopf,hab von nichts gewußt.Ein Arzt hatte mich am Parkplatz bewußtlos gefunden.Der zweite Anfall kam beim Einkaufen. Hab alles mitgekriegt außer dass mich meine Tochter geohrfeigt hat damit ich wieder zu mir komme.
Vom dritten weiß ich auch nix mehr.Waren zuhause beim grillen und bin im KH aufgewacht mit gebrochener Nase und zerschlagenem Gesicht.Jetzt bin ich mit Levitirazetam seit 10 Monaten anfallsfrei.Ich hoffe es bleibt so.