drei Monate oder hundert Tage??
Hallo,
habe diese Woche ein neues Rezept geholt. Früher reine Routine, alles im Computer bereit.
Die Praxis wurde aber übergeben, beim ersten Kontakt mit dem Nachfolger letztes Quartal wollte er "einfach so" aufdosieren, was ich verweigert habe. Das übliche Rezept hat er mir aber ohne Murren bei der Angelegenheit gegeben.
Diesmal stand er beim Empfang. Die Artzsekretärin nahm die KKH-Karte, öffnete meine Akte, ich sagte - wie immer - "Bitte das Rezept für drei Monate"
Da sagte er gleich: "Für drei Monate? Nein! Es ist zu lange!"
Habe sofort gekontert: "So habe ich es immer bekommen!"
Und er: "Fahren Sie für drei Monate weg?" Habe zwar verneint, aber was geht es ihm das an??
Dann - erst - hat er einen Blick auf meine bereitstehende Akte geworfen. "Ach, ja, für 100 Tage? Das geht schon!"
Ein Quartal - also drei Monate - zählt 92 Tage, der erste Quartal nur 90 bzw. 91 bei Schaltjahren. 100 Tage sind also länger als drei Monate - oder kann ICH nicht rechnen??

Wenn ich aber nicht widersprochen hätte, was für eine kürzere Zeitspanne hätte er gewählt? Ich lese hier immer wieder, daß Rezepte meist für drei Monate - oder eben 100 Tage - ausgestellt werden. Ich bin seit drei Jahren auf dieser Dosis - glücklich - eingestellt. Warum werden die von seinem Vorgänger registrierten Daten nicht wenigstens angeschaut, anstatt gleich eine Änderung durchsetzen zu wollen?
Es verlief doch so einfach entspannt mit seinem Vorgänger. Der Behandlungsplan wurde besprochen und ab dem Moment, wo wir uns geeinigt hatten, verließ er sich wohl darauf, daß ich ihn einhalten oder bei Problemen mich melden würde.
Ich hoffe, bei der nächten Rezept-Übergabe nicht darüber diskutieren zu müssen. Ich nehme die Medikamente und das Wort Epilepsie steht für mich nun in der Kategorie "unter ferne liefen..." Ich will nicht unnötig damit konfrontiert werden.
mezeg