Valproinsäure
ken, Monday, 22.06.2015, 07:58 (vor 4073 Tagen)
Hallo
Vor kurzem hatte ich einen Grand mal Anfall und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem ich wieder einen Anfall bekam und daraufhin wieder um verlegt wurde in ein anderes Krankenhaus in dem ich wieder einen hatte.
Bei mir wurde Blut genommen und der Valproinsäurespiegel lag bei 30, obwohl er bei 50 bis 100 liegen sollte.
Obwohl ich immer meine Medikamente nehme, behaupteten die Ärzte, das ich meine Medikamente nicht regelmäßig einnehme, denn nach vier Tagen lag mein Spiegel wieder bei siebzig.
Nun meine Frage ?
Kann es sein, das der Spiegel nach drei Grand mal Anfällen niedriger ausfällt als sonst, wenn man anfallsfrei ist ?
Valproinsäure
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 22.06.2015, 18:31 (vor 4073 Tagen) @ ken
Kann es sein, das der Spiegel nach drei Grand mal Anfällen niedriger ausfällt als sonst, wenn man anfallsfrei ist ?
Nach welchem von den drei Anfällen wurde bei Dir das Blut genommen? Wann wurde es (zeitlich) genommen und wann wird es sonst für die reguläre Überwachung genommen? Wo liegt Dein Medikamentenspiegel sonst?
Ich glaub, die Anfälle selbst wirken sich weniger auf den Spiegel aus. Hast Du denn im Krankenhaus Notfallmedis oder Infusionen bekommen? Gibt einige Antikonvulsiva, die den Abbau von Valproinsäure beschleunigen und da die Ausscheidung meines Wissens über den Harn erfolgt, könnte auch die Flüssigkeitszufuhr ggf. die Ausscheidung beschleunigen und zugleich das, was im Blut ist "verdünnen". Aber ob das für so eine große Schwankung reicht?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Valproinsäure
ken, Monday, 22.06.2015, 21:21 (vor 4072 Tagen) @ huge88
Hallo
Das stimmt was Sie mir schrieben, denn ca. 2 Stunden vor der Blutentnahme wurde ich nach meinen ersten Anfall an eine Infusion angeschlossen und nach meinen dritten Anfall der ca. 1,5 min dauerte, wurde mir 2,5 mg. Dormicum gespritzt, um den Anfall zu durchbrechen.
PS. Das kann also auch der Grund sein, obwohl ich schon immer meine Medikamente nehme und es noch nie eine Beanstandung durch einen Neurologen gab.
Danke für deine Antwort
Valproinsäure
pegasus, Monday, 22.06.2015, 20:47 (vor 4072 Tagen) @ ken
Wann hattest du denn zuletzt deine Medikamente davor eingenommen?
Hattest du irgendwelche anderen gesundheitlichen Probleme, die die Aufnahme des Wirkstoffes beeinflussen könnte?
Und was für Ärzte bzw. Klinik en waren das?
Neurologen bzw. Ärzte sind, meiner persönlichen Erfahrung nach, sehr schnell dabei irgendetwas zu unterstellen, obwohl nicht nur die unregelmäßige Einnahme des Medikamentes zu einem niedrigen Spiegel im Blut führt, sondern eben auch andere Dinge.
Valproinsäure
ken, Tuesday, 23.06.2015, 12:06 (vor 4072 Tagen) @ pegasus
Hallo
Meine ersten Medikamente nahm ich ca. drei Stunden vor meinem ersten Anfall ein.
Ich weiß zwar nicht warum, aber diese Ärzte hatten irgend etwas gegen mich, weil ich vielleicht zu schnell ihr Krankenhaus verlassen habe.
Diese Ärzte schrieben auch etwas in meinen Bericht, das ich eingenässt hätte.
Obwohl schon mehrmals bei mir ein Langzeit-EEG durchgeführt wurde und sich noch nie so etwas ereignete hatte und auch sonst noch niemals.
Aber falls es doch so gewesen wäre, dann hätten sie mir auf jeden Fall meine Wäsche gewechselt und meine Jeans hatte ich selbst nach mehreren Stunden gewechselt als sie mir sagten das ich hier bleiben müsste und es war alles trocken.
Aber nach dem Sauberkeitsrecht würden sie außerdem auch noch verstoßen wenn es so gewesen wäre.
Ich kann dir leider keine Auskunft über das Krankenhaus geben, denn ich wüsste nicht was diese gegen mich ausführen täten.
Gruß Ken
Valproinsäure
pegasus, Tuesday, 23.06.2015, 12:37 (vor 4072 Tagen) @ ken
Bei meinem letzten schwereren Anfall wurde ich ebenfalls ins Krankenhaus gebracht und dort wurden zuerst meine zugefügten Verletzungen behandelt. Als ich dann in der Inneren war, wollte man gleich sagen, dass ich dort bleiben müsse, weil ja noch etwas passieren könnte. Daraufhin sagte ich nur noch, dass ich bereits in Bethel war und eine Reorientierung bei mir zu Hause schneller von statten geht als dort. Auch wurde ich zu meinen Medikamenten befragt und dazu sagte ich dann, dass ich Medikamentenbox zu Hause habe und daher nachschauen müsste, ob ich sie vergessen hätte oder nicht (ich hatte sie nicht vergessen einzunehmen).
Die Ärzte schauten sehr sparsam, erlegten mir auf, dass ich abgeholt werden soll und das war es dann mit deren Argumenten. (ich bin aber immer noch erstaunt darüber, dass der Arzt auf der Chirugie bemerkte, dass ich noch immer eine Aura hatte, die auf der Inneren allerdings nicht)
D.h. auch wenn die Ärzte immer so tun als wüssten Sie alles besser, so ist es in der Regel nicht im Ansatz der Fall. Dabei kannst du nur wirklich gegenhalten, wenn du denen das Gefühl gibst, dass diese nicht versuchen sollten, dir Unsinn zu erzählen oder einzureden.