E-Bike mit Stützrädern
Emilie622504, Friday, 03.07.2015, 15:55 (vor 4062 Tagen)
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hätte da mal eine Frage. Meinen 1. Grand-Mal Anfall hatte ich vor 38 Jahren und seit dieser Zeit versuche ich mehr schlecht wie recht mit dieser Krankheit umzugehen. Ich gehöre zu den 2 % wo man nicht feststellen kann aus welchem Grund Epilepsie bei mir auftritt, denn meine Zwillingsschwester ist gesund und auch Ihre Tochter ist gesund. Also ich hob die Hand bei der Vergabe
Mein ehemaliger Neurologe erlaubte mir nicht mit dem Fahrrad auf der Straße zu fahren, dh. nur auf dem Feld- oder Waldweg. - Jetzt habe ich gehört dass man über die Krankenkasse ein E-Bike mit Stützrädern bekommen kann, da ich ja Angst vor dem Fallen habe und mein Gleichgewichtssinn auch nicht der Beste ist.
Hat jemand ein Tipp hierzu? Ich wäre sehr dankbar. Für mich würde das ein bisschen mehr Freiheit bedeuten.
E-Bike mit Stützrädern
Green, Friday, 03.07.2015, 20:45 (vor 4061 Tagen) @ Emilie622504
Hallo
warum fährst du nicht einfach Rad.
Nur weil man nicht weis warum du anfälle heist ja nicht das du welche hast?
Haste welche wie oft den?
Ein Neurologe kann dir nichts verbieten....er kann dich nur drauf hinweisen.
Rad fahren ist bei Epilepsie nicht verboten.
Hast Du seit Anfang an den gleichen Neurologen?
Warst du mal in einer Epilepsieambulanz?
Wie kommst du den zur Arbeit?
Gruss Green
E-Bike mit Stützrädern
Green, Friday, 03.07.2015, 20:48 (vor 4061 Tagen) @ Emilie622504
Hallo
ach ja wenn die Kasse was zahlt dann schreibt es hier.....dann geh ich da auch hin.
Habe meine Räder immer selber bezahlt...bisher.
Gruss Green
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 04.07.2015, 10:57 (vor 4061 Tagen) @ Emilie622504
Ich gehöre zu den 2 % wo man nicht feststellen kann aus welchem Grund Epilepsie bei mir auftritt, denn meine Zwillingsschwester ist gesund und auch Ihre Tochter ist gesund.
Also ich glaub, wenn ich mir das alles so durchlese, dass Du auf einem etwas alten Stand (von vor 38 Jahren?) bist. Je nachdem, welche Zahlen man zu Grunde legt, sind's, falls es Dich tröstet, eher 50%, bei denen man keine klare Aussage treffen kann, was die Ursache ist.
Auch ist Epilepsie keine Erbkrankheit - gibt zwar einige Faktoren, die potentiell das Risiko für gewisse Epilepsieformen erhöhen können, aber nicht jeder der die hat, hat auch Epi und viele die nix davon haben, haben Epi, weil die dafür notwendige "Schädigung" des Gehirns vorhanden ist. "Schaden" jetzt aber bitte nicht als "geistig behindert" auffassen. Solche "Defekte" schränken ja für gewöhnlich nicht die Intelligenz eines Menschen ein, nur sie stören zwischendrin mal den üblichen Arbeitsablauf und dann gibt's den Anfall.
Mein ehemaliger Neurologe erlaubte mir nicht mit dem Fahrrad auf der Straße zu fahren, dh. nur auf dem Feld- oder Waldweg. - Jetzt habe ich gehört dass man über die Krankenkasse ein E-Bike mit Stützrädern bekommen kann, da ich ja Angst vor dem Fallen habe und mein Gleichgewichtssinn auch nicht der Beste ist.
Also dazu ein paar Fragen:
a) Hast Du noch Anfälle und wenn nein, wie lange ist der letzte her? Wirst Du medikamentös behandelt? Wie viele Anfälle hattest Du überhaupt?
b) Was genau meinst Du damit, dass Dein Gleichgewichtssinn nicht der Beste ist? Ist das vielleicht nur eine Unsicherheit, resultierend aus Deiner Angst vor dem Fallen? (In dem Fall wäre die nachhaltigste Lösung vielleicht auch etwas in Richtung Verhaltenstherapie bei einem Psychologen).
c) Was sagt Dein aktuell behandelnder Neuro dazu?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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sandytimmy, Saturday, 04.07.2015, 12:42 (vor 4061 Tagen) @ huge88
Ergänzend zu den fragen
Ist dein neuro auf solch einem alten stand?
Dann würde ich ihn wechseln
Auch Epileptiker können Fahrrad fahren.
Außer man hat ein extrem schlechtes Gleichgewicht. Das hat aber wiederum nichts mit Anfällen zu tun
E-Bike mit Stützrädern
Emilie622504, Sunday, 05.07.2015, 04:48 (vor 4060 Tagen) @ huge88
a) Hast Du noch Anfälle und wenn nein, wie lange ist der letzte her? Wirst Du medikamentös behandelt? Wie viele Anfälle hattest Du überhaupt?
Na ja - der letzte Grand-Mal ist ca. 4 Jahre her - aber die Zuckungen, Absencen treten so 10 bis 20 Mal im Monat auf, mal mehr mal weniger stark.
Klar bin ich medikametös eingestellt - schon seit 1977.
Grand-Mal Anfälle hatte ich vielleicht 10 bis 20 seit dem Ersten und viele Zuckungen.
b) Was genau meinst Du damit, dass Dein Gleichgewichtssinn nicht der Beste ist? Ist das vielleicht nur eine Unsicherheit, resultierend aus Deiner Angst vor dem Fallen?
Mit Sicherheit hat das damit zu tun. Ich fahre ja auch Fahrrad - sehr selten zwar und dann nicht auf der Strasse und wenn steige ich an jeder Ecke ab.
(In dem Fall wäre die nachhaltigste Lösung vielleicht auch etwas in Richtung Verhaltenstherapie bei einem Psychologen). -
Da bin ich gerade
c) Was sagt Dein aktuell behandelnder Neuro dazu?
Da ich vor einem Jahr 270 km weit weg gezogen bin habe ich zur Zeit eine neue Ärztin. Aber mit der bin ich nicht so zufrieden, d.h. ich werde mir noch eine andere suchen müssen.
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 05.07.2015, 09:32 (vor 4060 Tagen) @ Emilie622504
Na ja - der letzte Grand-Mal ist ca. 4 Jahre her - aber die Zuckungen, Absencen treten so 10 bis 20 Mal im Monat auf, mal mehr mal weniger stark.
O.K. Das heißt also, dass Du nicht anfallsfrei bist und bei Absencen halte ich das mit dem Rad fahren nicht unbedingt eine so gute Idee - da helfen dann auch keine Stützräder, wenn man dadurch in einer Gefahrensituation nicht rechtzeitig reagieren kann.
Klar bin ich medikametös eingestellt - schon seit 1977.
Hat sich zwischenzeitlich die Medikamentation (Präparat, Dosis) verändert oder ist das immer noch die ursprüngliche? (Wenn nein, was hast Du denn schon alles durch?)
Da ich vor einem Jahr 270 km weit weg gezogen bin habe ich zur Zeit eine neue Ärztin. Aber mit der bin ich nicht so zufrieden, d.h. ich werde mir noch eine andere suchen müssen.
Woran liegt es, dass Du mit Ihr nicht zufrieden bist? Warst Du eigentlich einmal in einem Epilepsiezentrum? Die Epileptologen dort können einem mitunter weiterhelfen, wo normale Neurologen scheitern. Ich wünsch Dir auf jeden Fall schon einmal viel Glück bei der Suche nach einem neuen Neuro.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
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mezeg, München, Saturday, 04.07.2015, 15:37 (vor 4061 Tagen) @ Emilie622504
Hallo,
mit der Diagnose Epilepsie wurde ich vor fünf Jahren konfrontiert. Das Radfahren setzte ich nur kurz aus. Nicht nach der ersten Diagnose, dann bekam ich die Anweisung "nur mit Helm und nicht entlang befahrerer Straßen", wie ich immer fuhrt.Eerst, als ich 10 Tagen vor der OP auf Keppra auf einem Schlag gesetzt wurde. Ich war so müde, daß mir sogar das Gehen fast unnmöglich erschien. 6 Wochen danach habe ich den Neurologen gefragt, ob ich wieder radeln kann und zwar im nahen autofreien Wald. Keine Einwände. Habe meine Strecke Stück nach Stück erweitert, nach dem Gefühl. Radle inzwichen wieder an die 7.000 km pro Jahr, leite auch wieder Radtouren für den Fahrradclub, aber grundsätzlich eine Stufe niedriger als meine persönliche Leistung, um mich nicht nervlich unter Druck zu setzen.
Durch diese Aktivität habe ich natürlich viele Kontakte im "Radler-Milieu". Pedelecs gibt es immer mehr, auch bei Touren, die nicht ausdrücklich dafür angeboten werden. Ein Pedelec mit drei Rädern habe ich aber noch nie gesehen und auch nie davon gehört. Bitte auch bedenken, daß ein Pedelec erheblich schwerer ist als ein normales Fahrrad (u.U. wegen des Akkus). Probleme bei der Unterbringung, zu tragen zu schwer. Oder bei der Fahrt, wenn das Akku nicht ausreichend geladen wurde. Dann wird das Treten entschieden schwieriger als mit einem normalen Rad. Hohen Preis auch in Betracht ziehen.
Dann noch Faktor Geschwindigkeit: Man kann schneller damit fahren, also auch "brutaler" davon stürzen. In einer allgemeinen Gruppe fallen sie auch manchmal lästig auf, weil sie durch ihre Motorhilfe gerne "Normale" fröhlich überholen. Macht keinen netten Eindruck.
Und warum ausgerechnet Pedelec? Drei-Räder für Erwachsenen habe ich schon mehrfach gesehen, sehen sehr stabil aus und haben meist hinten einen breiten Korb, um allerlei zu transportieren. Um von so einem stabilen Rad zu fallen, muß man bestimmt sehr viel Energie einsetzen, mit einem Pedelec wäre es nicht besser.
Beste Radlergrüße
mezeg
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ruth-etc., Wednesday, 08.07.2015, 15:48 (vor 4057 Tagen) @ Emilie622504
Hallo Emilie622504
Mein ehemaliger Neurologe erlaubte mir nicht mit dem Fahrrad auf der Straße zu fahren, dh. nur auf dem Feld- oder Waldweg.
Für den Fall das du nicht anfallsfrei bist ist das nun mal so. Siehe § 315c Gefährdung des Straßenverkehrs:
(1) Wer im Straßenverkehr
1. ein Fahrzeug führt, obwohl er
[...]
b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel
nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen [...]
Jetzt habe ich gehört dass man über die Krankenkasse ein E-Bike mit Stützrädern bekommen kann, da ich ja Angst vor dem Fallen habe und mein Gleichgewichtssinn auch nicht der Beste ist. Hat jemand ein Tipp hierzu? Ich wäre sehr dankbar. Für mich würde das ein bisschen mehr Freiheit bedeuten.
Ob die Krankenkasse sowas übernimmt, keine Ahnung? Was Fahrräder angeht, da sind die Niederländer uns dann immer noch weit voraus. Wenn du schauen magst, hab dir mal ein Beispiel rausgesucht: www.vanraam.de - Comfort Dreirad
VG Ruth