Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 28.07.2015, 18:56 (vor 4036 Tagen)

Hi stepl,

sag mal, wie ging's Dir denn eigentlich im letzten Jahr?

Du warst ja bis vor kurzem ein Jahr lang aus dem Forum verschwunden. Und zwischen damals und heute hat sich das, was Du schreibst, ziemlich stark verändert und ich erkenne Dich fast nicht mehr wieder. Drum würd mich interessieren, was sich so bei Dir getan hat.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Wednesday, 29.07.2015, 07:10 (vor 4036 Tagen) @ huge88

Danke für deine Frage,

Ich hatte starke Persönlichteitsveränderungen.
Ich habe die Vollkommenheit überwunden und meine eigene Persönlichkeit wieder. Ich bin wieder so wie ich bin.

"Du kannst doch sprechen!" daher ist sprechen immer noch ein dunkles Geheimnis. Ich habe noch ein anderes Problem: Grübeln. Grübeln ist für mich seit meiner Kindheit ein Problem. Es entsteht schon in der Kindheit beim Sprechen lernen.

Ich wollte vor einiger Zeit eine Dokumentation im Fernsehen ansehen, die aus zwei Filmen bestand. Ich fing an zu grübeln. Auf einmal hörte ich auf zu grübeln. Wie abrupt. Ich war im 2. Film. Den Anfang des 1. hatte ich wieder vergessen. schon in der Schule bei dem Zuhören der Lehrerin war es so. Ich hörte abrupt auf und merkte, dass ich einen Teil des Unterricht verpass hatte. Ich will das Buch weiterlesen. Ich fange an zu überlegen, nachzudenken. Abrupt höre ich auf. Ich hatte den Anfang wieder vergessen. Ich muss wieder neu anfangen.

Ich werde nicht behindert, ich bin behindert! Das Grübeln ist für mich eine Behinderung. Mich für längere Zeit zu konzentrieren. Von Anfang der Schule bis zum Abschluss der Schule wird immer wieder meine schlechte Aufmerksamkteit, Konzentration kritisiert.
Ich war gut im logischen Denken: Ich habe ein gutes logisches Denkvermögen, mit eigenen Gedanken mit hohem Abstraktionsgrad. Ich hätte studieren können! Aufgrund meiner Konzentrationsschwäche ging es nicht.

Du kannst doch sprechen
Sprechen ist immer noch ein dunkles Kapitel im menschlichen Leben.
"Der Mensch regt sich über alles und nichts auf!" "Jeder regt sich über jeden auf!" "Ich rege mich auf, Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"

Jeder regt sich über jeden auf!
Die Frage der gegenseitigen Beeinflussung. Fast wie kognotive Psychologie. Die Vollkommenheit hat auch was mit dem menschlichen Zusammenleben zu tun. Die Regulierung des Zusammenlebens in der Gemeinschaft. Früher wurde der Mensch in einer Gruppe von Menschen geboren und starb auch in der Gruppe wieder. Heute haben wir es mit vielen Gruppen zu tun. Kollektiv, Klasse, Reisgruppe, Freundeskreis, und anderes mehr.


Ich baute in dem letztem Jahr eine ganze Reihe von inneren Zwängen ab, die durch die Erziehung entstanden sind. Sie fördern innere Unruhe und Nervosität und verhindern eine gute Konzentration. Schon als Kind viel es mir schwer längere Zeit still zu sitzen. Wie der Hang aufzustehen und zu laufen. Das Problem an der Kaffeetafel noch sitzen zu bleiben um den anderen zu zuhören. Aber das versteht keiner.
Ich habe mir Ziele im Sprechen lernen gestellt.
Ich habe die Vollkommenheit überwunden, ich kann wieder Sprechen lernen.

Die Persönlichkeitsstörungen entstehen in der Pubertät durch die Erziehung der Eltern und anderer. Du kannst dich nicht mehr an deine Kindheit erinnern, was auch zu Alzheimer und Demenz führt.


gruß stepl


----------------------------------------------------------

„Was führt dazu, dass Du aufgeregt, verärgert warst - auf den Tisch geschlagen hast?“ Der Mensch hat Sinnesorgane. Wut, Aufregung und vieles mehr, entstehen durch Umweltreize. Daher entsteht die Aufregung, der Ärger sehr spontan. Es ist fast so, das Aufschlagen mit der Hand führte zum Abreagieren und dazu, dass ich mich nicht weiter aufregte. Wie ruhig bin ich? Irgendwie baue ich damit innere Unruhe – sprich Stress – ab. Damit verringere ich die Gefahr, dass ich durch Geschehnisse die um mich sind, ausraste. In der Pubertät habe ich die Wut und den Ärger der durch die Vorwürfe meiner Mutter entstand, an der Tür ausgelassen. Ich habe immer wieder die Tür zugeschlagen, so doll wie ich es nur konnte.

------------------------------------------------------------

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 29.07.2015, 09:05 (vor 4036 Tagen) @ stepl

O.K. Manches wird mir jetzt klarer, manches verwirrt mich aber offen gesprochen jetzt noch mehr. Ich arbeite das mal der Reihe nach ab, um Dich besser zu verstehen, denn vieles muss ich bei Dir zwischen den Zeilen herauslesen. Stimme einfach einmal den folgenden Hypothesen zu oder lehne sie ab und begründe weshalb (wenn möglich mit Zitat der einzelnen Punkte, damit ich Deine Antworten richtig zuordnen kann) bzw. beantworte mir die gestellten Fragen:

1) Verstehe ich Dich richtig, dass Du bisher ein für Dich gefühlt überangepasstes Leben an gesellschaftliche Normen geführt hattest und Dich glaubst, davon befreit zu haben?

2) Ich höre da heraus, es fällt Dir schwer, einfach einmal Gedanken loszulassen und das Grübeln und immer wieder durchkauen ein und derselben Dinge bewusst zu unterbinden. Oder anders ausgedrückt, Dir fehlt ein Ventil, mit dem Du diese verschwinden lassen kannst? Kommt es daher, dass Du einige Antworten hier immer wieder in ähnlicher Form wiedergibst? Ist das Dein Ventil, um danach für einen Moment loslassen zu können?

3) Ich habe den Eindruck, Du versuchst auch zu sagen, dass diese von Dir empfundene Rückgewinnung Deiner selbst einen Teil Deiner Umwelt verstörst und Du Dich von diesen nicht verstanden fühlst - eventuell weil Du bei Deiner Persönlichkeitsveränderung "etwas über's Ziel hinausgeschossen" bist? Sind die Antworten, die Du hier in mehrfacher Ausführung in ähnlicher Art und Weise gegeben hast, solche, die Du Dir selbst immer wieder auf alle möglichen Fragen gibst, um Dich in Deiner neuen Lebenswelt selbst einzuordnen?

4) Was meinst Du mit "Ich habe mir Ziele im Sprechen lernen gestellt." ?

5) Was war Deiner Meinung nach der Auslöser für diese Persönlichkeitsveränderung?

6) Was war nach der Meinung anderer, die Dich relativ gut kennen, der Auslöser für diese Persönlichkeitsveränderung?

Die Persönlichkeitsstörungen entstehen in der Pubertät durch die Erziehung der Eltern und anderer. Du kannst dich nicht mehr an deine Kindheit erinnern, was auch zu Alzheimer und Demenz führt.

Sorry, aber dem kann ich nicht zustimmen. Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich aus tausend Gründen und stehen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit Alzheimer und Demenz. Wo hast Du das denn her?

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Wednesday, 29.07.2015, 22:05 (vor 4035 Tagen) @ huge88

"Der Dialog mit mir selbst und der Umwelt!" ist in meiner Kindheit in meinem Unterbewusstsein entstanden. Der Mensch hat Sinnesorgane. Die Wichtigsten sind Augen und Ohren. Damit reagiere ich auf die Reize um mich herum. Als hätte ich für vieles im Leben schon als Kind natürliche Erklärungen.


1) Verstehe ich Dich richtig, dass Du bisher ein für Dich gefühlt überangepasstes Leben an gesellschaftliche Normen geführt hattest und Dich glaubst, davon befreit zu haben?

"Was ist normal?"
"Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normal menschliches ist. Ich muss mich ändern verbessern, um mich weniger aufzuregen, damit ich mich mehr und besser konzentrieren kann!" Kam am Ende meiner Pubertät plötzlich aus meinem Hinterkopf
Kurz darauf stellte ich fest "Anscheinend rege ich mich zu oft über das Gleiche auf!" Aber ich spürte die Aufregung nicht im Körper. -- fast so wenn wir heute von "körper und Geist" reden.


2) Ich höre da heraus, es fällt Dir schwer, einfach einmal Gedanken loszulassen und das Grübeln und immer wieder durchkauen ein und derselben Dinge bewusst zu unterbinden.

"Du kannst doch sprechen!" Du glaubst das was andere auch glauben! Aus diesem Glauben ist die Frage welche Rolle das Sprechen lernen in unserem Leben spielt.


3) Ich habe den Eindruck, Du versuchst auch zu sagen, dass diese von Dir empfundene Rückgewinnung Deiner selbst einen Teil Deiner Umwelt verstörst und Du Dich von diesen nicht verstanden fühlst -

Es wird heute immer wieder von Persönlichkeitsstörungen geredet. Kein Mensch ist vollkommen. Wie vollkommen sind wir. Was ist normal? "Du musst nicht alles glauben was man dir sagt?" Wem glaubst du und wem nicht? Vom Unterbewusstsein wurde aus meinen Gefühlen ein langwieriger Prozess eingeleitet worden, so dass ich mit meinen Erfahrungen aus der Kindheit mich wieder im Leben zurechtfinde.


4) Was meinst Du mit "Ich habe mir Ziele im Sprechen lernen gestellt." ?

"Du kannst doch sprechen!" Viele Menschen sind immer noch der Meinung. Eigentlich ist es ein Thema der modernen Psychologie. "Wissen ist ein Prozess, kein Produkt" Jerome Bruner. Genauso ist es auch mit dem Sprechen lernen.


5) Was war Deiner Meinung nach der Auslöser für diese Persönlichkeitsveränderung?

6) Was war nach der Meinung anderer, die Dich relativ gut kennen, der Auslöser für diese Persönlichkeitsveränderung?

Ein Mensch ist kein Haus. Ein Haus sieht man vorher und nach der Zerstörung. Die Veränderung der Persönlichkeit ist ein langwieriger Prozess. Diese Erziehung meiner Mutter wurde durch die Vorstellung der anderen Menschen unterstützt. Heute spricht man vom "ICH-Bewusstsein!" Die anderen sagten "Man kann sich nicht alles merken!" ich sagte mir "Ich kann mir nicht alles merken, ich habe ein schlechtes Gedächtnis!" Wie sehe ich mich selbst? Aus meinen persönlichen Erfahrungen habe ich große Probleme vieles beim ersten mal zu behalten. Erst wenn ich es sehr oft gehört oder gesehen habe. Das führte auch dazu, was es für andere Bedeutet, wenn sie sagen "Man kann sich nicht alles merken!" und ich sage "Ich kann mir nicht alles merken, ich habe ein schlechtes Gedächtnis"


Sorry, aber dem kann ich nicht zustimmen. Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich aus tausend Gründen und stehen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit Alzheimer und Demenz. Wo hast Du das denn her?

Aus persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Mein Opa war im 1. Weltkrieg in russischer Kriegsgefangenschaft. Er konnte sich gut erinnern. Er konnte über Vergangenes erzählen.
Meine Oma konnte nur was über Opa sagen.
Die Fähigkeiten mit eigenen Worten zu erzählen und zu schildern waren bei meinem Opa besser. Nach dem Tod von Opa kam womit wir alle gerechnet, dass sie ihren Verstand verliert. Etwa 1965. Bitte frag mich nicht weiter zu Oma, es würde den Rahmen sprengen.

In der Kindheit lernt das Kind sprechen und dabei Fragen zu beantworten. So auch Fragen zu sich selbst, was ihm Spaß mancht und was nicht. Wie war die Klassenfahrt?
Irgendwie viel mir auf, dass ältere Menschen auf viele Fragen nicht antworten können, was schon Zeichen von Gedächtnisschwund sein können.
"Wer eine Reise tut kann was erzählen!" Als Kind beobachtete ich, ich muss das Gesehene Erlebte in meinem Kopf festhalten, um später anderen davon erzählen oder berichten können. Aus dem Erlebnissen und Beobachtungen, verbessert das Kind seine Möglichkeiten mit eigenen Worten über das zu erzählen und zu berichten, was es gesehen, erlebt und beobachtet hat.
Mit eigenen Worten schildern, sich gut und verständlich ausdrücken, überzeugende Worte finden. Waren die Schwächen der Erwachsenen beim Sprechen.

gruß stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 30.07.2015, 08:52 (vor 4035 Tagen) @ stepl

O.K., ich gebe es auf, Dich verstehen zu wollen, denn Deine philosophisch angehauchten Antworten sind für mich weitestgehend unverständlich und wirken auf mich ausweichend. Will Dich ja nicht dazu drängen, über Dinge zu sprechen, über die Du gar nicht sprechen möchtest.

Ich wünsche Dir, dass Du aus Deiner jetzigen Situation soweit wieder einen Weg raus findest, dass ich Dich wieder besser verstehen kann und dass Deine Schreibart und Aussagen nicht daher rühren, dass Du irgendwie von einer dubiosen Glaubensgemeinschaft oder Wunderheiler vereinnahmt worden bist.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Wednesday, 29.07.2015, 22:27 (vor 4035 Tagen) @ huge88

Kommt es daher, dass Du einige Antworten hier immer wieder in ähnlicher Form wiedergibst? Ist das Dein Ventil, um danach für einen Moment loslassen zu können?

"Du kannst doch sprechen!" Das ist das schwierige an der Vollkommenheit.


Der Mensch ist ein Roboter.

"Wie ruhig bin ich?"
Es ist eigentlich die Frage nach einem Gefühl. Wenn ich das Frage bekomme ich über meinen Gefühl der Ruhe hier und jetzt heraus.
Also "Wie ruhig bin ich?" Aufgeregt und nervös oder ruhig und gelassen?
aufgeregt, aufgeregter oder am aufgeregtesten.

Frage ich mich, "Wie aufgeregt bin ich?" starte ich mit dem Wort "WIE" eine Beobachtung.
Was ist Glaube und Was ist Wirklichkeit. Durch die Beobachtung komme ich der Antwort näher.


"Lehren ohne zu lehren ohne zu lernen, nennt man belehren"
Ich will ja nicht belehren. Also suche ich einen Weg es dem anderen es noch mal neu und anders zu erklären, dabei lerne ich selbst Wege zu finden es besser zu erklären.

Das Kind läuft ein paar Schritte und fällt Hin. Es steht auf, freut sich und versucht es erneut.
Der Versuch im Labor ist gescheitert. Man bereitet einen neuen Versuch vor.
Das menschliche Leben ist fast wie ein Experiment. Irgendwo ist der Mensch in seinem Leben beim ausprobieren.

gruß stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

Green, Thursday, 30.07.2015, 10:19 (vor 4035 Tagen) @ stepl

Hallo stepl
Früher als Kind hatte ich die Macht der Entscheidung....nicht.
Aber heute............. und ich allein Entscheide heute....mit den Gegebenheiten um zugehen und mir Hilfe zuholen wenn ich sie brauche...anstatt mich aus zuruhen auf früher oder irgendwelchen Glaubenssätzen von irgendwelchen Leuten.


Gruss Green

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Thursday, 06.08.2015, 22:47 (vor 4027 Tagen) @ Green

Hallo Green,

erst mal ist meine Behinderung schwer zu verstehen. Das Grübeln
Wenn ich mit dem Grübeln aufhöre merke ich, dass ein Teil des Unterricht verpasst habe.
Als mich vor kurzem meine Schwägerin mich zum Bahnhof, er war weiter weg, sagte sie "Es ist ganz schön warm geworden im Auto und es hat keine Klimaanlage." erst jetzt merkte ich, wie geschwitzt ich war. durch das Grübeln war ich so beschäftigt, dass ich die Änderung der Temperatur im Auto nicht mitbekam. Ich sah aus dem Auto, aber ich bekam die Veränderung im Auto nicht mit und nicht wann ich anfing zu schwitzen.

erst mal bis hier,

danke stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Monday, 10.08.2015, 21:04 (vor 4023 Tagen) @ stepl

Jeder regt sich über jeden auf!

Etwa 3. oder 4. Kl. Ich hatte das Licht ausgemacht und war beim Grübeln. Am Ende: „Der Mensch regt sich über alles und nichts auf!“ „Jeder regt sich über jeden auf!“ „Ich rege mich auf, Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!“ Kurz danach „Wer ist Schuld? Der provoziert oder der sich provozieren lässt?“ Was regt den Menschen auf! Was beruhigt ihn!
Danach war am nächsten Tag alles anders. Fast so als ich in den Klassenraum: Was will ich hier? Was mach ich hier? „Jeder regt sich über jeden auf!“ Ich mache mir kein Kopf darum wie ein Mensch ist. Ist er gut oder ist er böse?

In der Pubertät war folgendes passiert, woran ich mich später wieder erinnern konnte:
"Ich muss dich der Gesellschaft anpassen!" Aha, bisher habe ich mich selbst angepasst, jetzt werde ich angepasst. --- "Ich bin älter als du! Ich habe mehr Lebenserfahrungen als du! Ich bin vollkommener als du!" "Mutti Ich muss doch mal lernen für mich selbst zu entscheiden"

Durch die Erziehung war meine Neutralität, meine Unvoreingenommenheit weg.

Das Aufregen über andere Menschen ist das Merkmal, dass den Menschen in der Welt der Vollkommenheit prägt.
Wie unvoreingenommen können wir gegenüber anderen Menschen sein? Wie neutral können wir gegenüber anderen Menschen sein?

"Jeder regt sich über jeden auf!" Mich nicht mehr über andere Menschen aufregen oder ärgern.
Den Menschen so akzeptieren wie er ist!


gruß stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Wednesday, 29.07.2015, 07:16 (vor 4036 Tagen) @ huge88

Hallo,

Ich war letztes Jahr mehr im
Psychologieforum http://www.psychologieforum.de/

aktiv, was mit der Grund war, warum ich nicht im Epilepsieforum tätig war.

gruß stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Sunday, 16.08.2015, 08:52 (vor 4018 Tagen) @ huge88

"Ich habe ein Gefühl, das Gefühl heißt Aufregung. So lange ihr das nicht akzeptiert, akzeptiert ihr mich nicht!"

Vergesslichkeit:
Woher kommt die Vergesslichkeit?

Man kann sich nicht alles merken!
Ich kann mir nicht alles merken! Ich habe ein schlechtes Gedächtnis.
Damit habe ich erst mal eine natürliche Erklärung dafür, warum ich vergesslich bin. "Ich kann mir nicht alles merken!" begrenze ich den Bereich was ich mir merke auf mich persönlich.

"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!"
Ich bin kein Gewohnheitstier. Die Vergesslichkeit schwankt. Mal bin ich oft vergesslich und mal weniger.
Gerade unter Aufregung! "aufgeregt sein!" steigt die Vergesslich sein. Gerade Stress ist wie "aufgeregt sein" die Aufregung ist nur gering, aber die Vergesslichkeit steigt.

"Ich bin im Denken und Handeln verlangsamt!"
Als Kind die Angst über die Straße zu gehen. Wie das Gefühl, die Empfindung in Gefahrensituationen zu langsam zu reagieren.
"Der Mensch regt sich über alles und nichts auf!" "Jeder regt sich über jeden auf!" "Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"
Am nächsten Tag war es anders. Irgendwie löst die Angst leichte Aufregung aus. Das führte wieder dazu! "Hier und Jetzt" eine Entscheidung zu treffen und über die Straße zu gehen. Damit nach und nach besser zu werden.


Jetzt auch zu erkennen, steigt die Aufregung -- oder wie ich auch sage "Innere Unruhe" -- steigt die Vergesslichkeit.
Wobei es um die kleinen Fehler durch Unachtsamkeit oder Unaufmerksamkeit. Der eine brachte mir den Bon für die Pfandflaschen nach. Ich hatte ihm im Automaten in der Aufregung, Nervosität liegen gelassen. Kurz davor hatte ich mich über was aufgeregt und war immer noch nicht im Innern beruhigt.


gruß stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Wednesday, 25.11.2015, 08:19 (vor 3917 Tagen) @ huge88

Hallo huge88,

Ich nehme mich selbst und die Umwelt wieder bewusst wahr.

Was machen wir unbewusst?
"Bist du dir bewusst, was du da machst?" ähnlich wie: "Ist dir klar, was du da machst?"
Die Frage danach, wenn wir was machen, was das für Folgen das hat.

"Warum rege ich mich so auf, Wenn der Fehler etwas normal menschliches ist? Ich muss mich ändern-verbessern, um mich weniger aufzuregen, damit ich mich mehr und besser konzentrieren kann!"
Es kommt mir fast so vor, als wäre ich damals wie aus einer Depression aufgewacht.
Die eine Frau erzählte nach eine Behandlung von ihrer Depression, sie wusste auf ihrer Arbeit gar nicht was sie hier will. Warum bin ich überhaupt hier.

"Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normal menschliches ist?"
Es ist wie, wenn öfters gefragt wurde "Ist das ein Grund, sich deswegen so aufzuregen?" Als tue ich etwas, ohne zu wissen, warum ich es tue.


Feste Vorstellungen haben.
In der DDR wurde es hier und da mal angesprochen. z.B. Glauben. Die Vorstellung, glauben hat nur was mit Gott zu tun. Mir sind auch andere Erfahrungen mit dem Wort "glauben" zu tun haben zurück gekommen. Kurz vor dem Umsteigen sagte Mutti öfters "Ich glaube, den Bus schaffen wir noch." , "Ich glaube, so geht es." fast so, als hat "glauben" hier klinkt es wie Vermutungen, Spekulationen. "Irgendwann fing der Mensch mal an zu glauben" Karl Marx

Auch davon was ein Fehler ist, hat der Mensch oft feste Vorstellungen.
Am Anfang meiner Schulzeit stellte ich fest:
"Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlicen Leben dazu!"
Damals erlebte ich welche Folgen dieses "sich aufregen" für die Menschen und mich hat.
Auch die vielen Kreislauferkrankungen haben was mit aufregen zu tun. Auch der Stress hat was mit aufregen zu tun.

Ich kann nicht verhindern, dass ich mich aufrege.
"Ist es ein Grund, sich deswegen sich so aufzuregen?"


Das Zeitgefühl:

Wie weit verlängert die Aufregung, das was ich machen will?
Der Bauer hat es im Gefühl, wie viel Zeit braucht er für das Ausmisten für den Stall.
Wie weit hat der Student das Gefühl, wie viel Zeit er für die einzelnen Aufgaben des Studium braucht. Wie viel Zeit braucht er jür das eine oder andere, was mit Epilepsie braucht.


Das bewusst sein: Was mache ich gerade? Damit mit der Zeit mitzubekommen: Wie viel Zeit brauche ich gerade dafür?
Um so mehr ich das Gefühl dafür habe, um so weniger Stress habe ich.

Das habe ich durch die Erziehung verloren.
Was mache ich gerade und wie viel Zeit brauche ich dafür?
Dadurch bekam ich Stress und damit eine Depression.


huge88,
Es ist nicht einfach zu verstehen. Es ist eine persönliche Erfahrung.
Eine ganze Reihe von Erfahrungen schon aus meiner Kindheit.

Auch die Erfahrung "Was mache ich jetzt?" Die Frage der Entscheidungsfreiheit.
"Das Leben ist von Gott vorbestimmt" Fast so, als kannten die Menschen früher gar keinen freien Willen.

"Auch wenn wir wollen so wie wir können, können wir nicht immer so wie wir können! Dem Menschen sind Grenzen gesetzt" Karl Marx
Ich spürte schon als Kind, ich kann nicht immer so wie ich will. Es ist nicht nur eine Frage des Wollens. Oft ist es so, wenn ich aufgeregt-nervös werde, stoß ich an meine Grenzen.


gruß stepl

.

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

Green, Wednesday, 25.11.2015, 10:17 (vor 3917 Tagen) @ stepl

Hallo stepl

bist du berufstätig? Kannst du deinen unterhalt selber verdienen..den das würde ja eine Menge Stress bedeuten...oder?

Bei soviel Stress wie lebst du eigenständig oder in Betreuung ?

Gruss Green

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Thursday, 26.11.2015, 22:29 (vor 3915 Tagen) @ Green

.>
. > Bei soviel Stress wie lebst du eigenständig oder in Betreuung ?
.> Gruss Green

Hallo Green,

Ich lebe alleine und beziehe eine EU-Rente.

Bei einer Moralpauke sagte meine Mutter: „Du hörst mir ja gar nicht zu!“ – ‚Du mir ja auch nicht’ dachte ich bei mir.

„Du kannst doch sprechen!“
Die Vollkommenheit ist ein Volksglaube, so glauben viele das Sprechen nur was mit Sprechen zu tun hat.
Meine Mutter sprach so schnell, dass ich es oben im Kopf gar nicht so schnell aufnehmen konnte. Auch war ich bei dem ganzen so aufgeregt, dass auch das dazu führte, dass alles an meinen Ohren vorbeirauschte. Ich bekam mit das sie redete, aber gar nicht wovon sie redete. Aber sie wahr ja auch nicht besser. Sie machte nicht mal eine Pause, um mit mir über das Geredete zu sprechen.

Als andere sagten "Man kann sich nicht alles richtig machen!" sagte ich mir "Ich kann mir nicht alles merken! Ich habe ein schlechtes Gedächtnis!" Ich habe große Probleme vieles gleich beim ersten mal merken. Daher kann ich mir schwer Details merken. Ich kann mir schwer Straßennamen merken. Daher habe ich wieder einen guten Orientierungssinn.
Durch das schlechte Merken von Details habe ich auch große Probleme bei Behörden.

Ich habe ein gutes logisches Denkvermögen, mit eigenen Gedanken mit hohem Abstraktiosngrad.
Ich habe gute Möglichkeiten nach Alternativen zu suchen.
Ich entwickelte, wie wir heute sagen würden, ein hohes "ICH-Bewusstsein"
Wo sind meine Schwächen? Wo sind meine Stärken?

In der Pubertät wurde ich dazu erzogen mich richtig zu Verhalten. Mich moralischen Vorstellungen, mich richtig zu verhalten. Das entstehen von inneren Ängsten und Zwängen. Das führte wieder zu Aufregung und Nervosität. Ich habe dadurch Probleme meine Hände still zu halten. Nicht mit irgendwas rumspielen. Um die Hände still zu halten stecke ich sie in die Hosentaschen "Nimm die Hände aus den Taschen!"
"Ich kann mich nur auf eins konzentrieren" Durch die ganze Aufregung-Nervosität ging das nicht. Auf was soll ich mich den konzentrieren?

"Warum rege ich mich so auf, wenn der Fehler etwas normales menschliches ist? Ich muss mich ändern verbessern, um mich weniger aufzuregen, damit ich mich merh und besser konzentrieren kann!"
Es tauchte 2 mal das Wort aufregen auf. "Anscheinend rege ich mich zu oft über das selbe zu oft auf?" aber ich spüre keine Aufregung am Körper.

ändern verbessern
Als Kind fragte ich mir "was heißt lernen?" ich fand heraus "Lernen ist die Suche nach Änderung Verbesserung!" Wie die Übung beim nächsten mal anders, besser machen.

"Ich muss mich ändern verbessern" anstelle von: "Ich muss lernen"
Das bewirkte jetzt weiter, neue Gedanken aus alten Erfahrungen im Unterbewusstsein zu gewinnen.
ändern verbessern - damit auch wahrnehmen, was sich seit meiner Kindheit verändert hat. "Was heute richtig ist! Ist morgen falsch!" Halten die Lebenserfahrungen meiner Mutter immer?


gruss stepl

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Thursday, 26.11.2015, 23:20 (vor 3915 Tagen) @ Green
bearbeitet von stepl, Thursday, 26.11.2015, 23:28

. > Bei soviel Stress wie lebst du eigenständig oder in Betreuung ?

Ich war schon als Kind mehr ein Einzelgänger.
Ich unterhalte mich lieber zu zweit. Ich brauch dabei meine Freiheit.

Was ich nicht mag sind Belehrungen. Sie entstehen in der Erziehung durch das Übernehmen von dem Wissen und dienen dazu das Wissen von Generation zu Generation weiter zu geben
Dadurch, das fast alle bei uns heut Lesen und Schreiben können, hinzu kommen die Massenmedien. Seit kurzem das Internet, hat das nachgelassen, fast aufgehört.

Die Belehrung behindert mich in der Kreativität des Sprechens.
Ich will ja nicht belehren. Ich will in dem Dialog selbst auch lernen. Das was im Beruf als "Fachsimpelei" bezeichnet wird, will ich im persönlichen Bereich des Lebens.
Das Belehren ist fast so, als soll ich mir das was der andere gesagt hat, auswenig, wortwörtlich merken. Das kann ich nicht.

Ich bin wie ein Kind das durch die Räume rennt. Wenn ich nach Worten handle bin ich viel zu langsam. Ich nehme mich selbst und die Umwelt wieder Bewusst wahr. Ich kann wieder störende Gedanken verdrängen. Im OP denkt der Chefarzt nur an den OP. Er ist voll konzentriert auf den OP. Auch wenn er mit dem OP fertig ist, ist er mit den Gedanken im OP. Erst wenn er im Flur ist, kann er den OP vergessen.
So ist es bei mir im persönlichen Leben wieder.

Schon am Anfang war es so "Auch wenn ich Will wie ich kann, kann ich nicht immer so wie ich will! Mir sind Grenzen gesetzt!" Hatte ich schon vorher schon keine richtigen Vorstellungen was ich lernen soll, war es jetzt noch schwieriger durch die Erziehung "nur eins ist richtig" Das entstehen von Zwangsgedanken. War die Berufswahl noch schwieriger. "Was kann ich und was kann ich nicht?"


Mein Leitspruch aus meiner Kindheit ist wieder da:
"In der Ruhe liegt die Kraft, mit Geduld und Ausdauer hast du es geschaft!"
Fast so: Aufregung-Nervosität führt oft zu Ungeduld.
Der häufige Zuruf meiner Mutter: "Nimm dir Zeit!"
Ich kann jetzt wieder die Entwicklung der Nervosität spüren und jetzt wieder versuchen langsamer zu werden.
Damit wieder ruhiger zu werden, um mein Ziel zum Schluss doch noch zu erreichen.
Stress führt zu Aufregung-Nervosität und führt oft auch weiter zu Ungeduld.


gruss stepl

.

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

sandytimmy, Wednesday, 25.11.2015, 17:50 (vor 3916 Tagen) @ huge88

Ich muss auf jeden Fall betonen dass Alzheimer mit Epilepsie nichts gemeinsam haben
Bedenkt doch mal dass hier auch epilepsieanfänger mitlesen
Bei Alzheimer gibt es eiweisablagerungen im Gehirn und dadurch den Zelltod
Bei Epilepsie stirbt nichts :-|
Und durchschnittlich stirbt ein alzheimerpatient acht Jahre nach der Diagnose, mitunter wegen des diagnosealters , Epilepsie kann man ewig haben

Und bevor irgendwer auf den acht Jahren rumhackt bzw zickt, das ist statistisch, das kenn ich von der Oma meines Mannes

Wie war Dein letztes Jahr, stepl?

stepl, Thursday, 26.11.2015, 21:48 (vor 3915 Tagen) @ sandytimmy

- Ich muss auf jeden Fall betonen dass Alzheimer mit Epilepsie nichts gemeinsam haben

Das stimmt.

Lernen ist eine Tätigkeit mit einem Ziel: Sprechen lernen.
Mein Ziel ist sprechen können. Sprechen ist eine Tätigkeit.
Warum will ich sprechen? Was sind meine Ziele:
Über mich selbst sprechen: Als Kinder in unserem Reifungsprozess werden wir oft nach uns selbst gefragt. Was können wir schon über uns selbst sagen? Viele ältere Menschen können so gut wie nichts über sich sagen. Das stößt auf die Ablehnung anderer Menschen. Also ist es auch über sich selbst sprechen zu können.
„Es beobachtet alles ganz genau“ wird über kleinere Kinder gesagt. Wenn das Kind sprechen lernt, versucht es über das Beobachtete zu sprechen. Oft lässt die Fähigkeit älterer Menschen auch hier nach. Besonders im eigenen Zusammenhang. Oft geht es in Hobby und Beruf noch. Die Weiterentwicklung der Fähigkeiten über Gesehenes, Erlebtes oder Beobachtetes zu sprechen, reden, berichten oder einen Vortrag zu halten. Das Schwierige dabei ist, die Erlebnisse und Beobachtungen im Kopf zu behalten und dann in Wörter umzuwandeln. Oft geht es schon in der Klassenfahrt, besonders auf dem Heimweg darum. Diese Fähigkeit ständig zu verbessern.
Ich habe große Probleme den anderen gut zu verstehen, wenn er sich nicht gut und verständlich ausdrückt. Daher lernen mich gut und verständlich auszudrücken. Überzeugende Worte finden (anstelle von widersprechen oder dagegen reden) – Die Fähigkeiten des Sprechens ständig weiterzuentwickeln und verbessern.

Damal Anfang der 60 Jahre, als ich mir Ziele stellte um meine Fähigkeiten mit anderen zu sprechen zu können. Ich war damals zwischen 8 und 10 Jahren
Es gab schon früher Formen, wovon wir heute von Alzheimer oder Demenz reden.
Durch die moralischen Vorstellungen macht er nur eins, dass einzige richtige.
Auch die Vorstellungen, das Leben ist vorbestimmt führt noch was zu anderem. Der Mensch kennt gar keinen freien Willen.

"Ich muss gar nichts!" wie der Ruf nach dem Freien Willen und damit entstand das "ICH-Bewusstsein"

Ich habe ein gut ausgeprägt logisches Denkvermögen. Daher untersuchte ich schon als Kind viele Zusammenhänge zwischen den Gefühlen des Menschen, dem Sprechen und auch die Schrift als Form der menschlichen Kommunikation.
Ich kann nicht sehr schön Schreiben. Aber in Zusammenhang von Titelblattgestalltung und Plakatmalerei wieder. Geburtstagskarten. Die vielen Schriften als Grafik, als kultureles Element.

gruß stepl