Epilepsie und Medizin-Studium

Maarkus, Thursday, 30.07.2015, 20:43 (vor 4034 Tagen)

Hallo,
ich leide an einer komplex-fokalen Epilepsie mit ausschließlich an den Schlaf gebundenen Anfällen.
Ich gehe auf ein Gymnasium und strebe ein Medizinstudium an, bin aber skeptisch und brauche Hilfe von Leuten, die schon Erfahrung damit gemacht haben.
Ich weiß, dass das Medizinstudium an sich kein Problem ist aber dann kommen ja die Bereitschaftsdienste hinzu und das könnte ja bei mir dann zum Problem werden.
Gibt es Möglichkeiten, als Epileptiker diese 24h-Dienste zu umgehen? Werde ich als Epileptiker überhaupt irgendwo genommen?

Noch nebenbei: Ich habe wie gesagt vor, Medizin zu studieren. Später würde ich mich dann gerne in einer Praxis niederlassen, wo keine Bereitschaftsdienste anstehen.

Ich freue mich auf Hilfe von euch.

Epilepsie und Medizin-Studium

pegasus, Thursday, 30.07.2015, 22:50 (vor 4034 Tagen) @ Maarkus

Warum fragst du dazu nicht einmal in einem Epilepsiezentrum nach?

Dürfte doch am einfachsten sein, denn dort sitzen Ärzte, die die Erkrankung Epilepsie kennen und das selbst hinter sich haben etc pp.

Epilepsie und Medizin-Studium

Maarkus, Friday, 31.07.2015, 09:42 (vor 4034 Tagen) @ pegasus

Ja, das werde ich dann wohl dort mal versuchen müssen

Epilepsie und Medizin-Studium

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 31.07.2015, 10:11 (vor 4034 Tagen) @ Maarkus

Schwieriger Fall.

1) Da würde ich das, wie schon vorgeschlagen wurde, einmal in einem Epilepsiezentrum durchsprechen.

2) Zusätzlich würde ich gezielt nach Ärzten suchen, die selbst mit Epilepsie ihr Medizinstudium durchgezogen haben. Ich glaub in München gibt's sogar einen Neurologen.

3) Mach Dich im Internet auf den Seiten der Fachschaftsinitiativen verschiedener Universitäten schlau, in welchen Foren sich deren Medizinstudenten tummeln, melde Dich dort an und versuche einen von Epilepsie betroffenen zu finden, der damit aktuell praktische Erfahrungen sammelt, um zu wissen, worauf Du alles von Anfang an in der Unibürokratie achten musst. (Und stelle Dich schon einmal seelisch darauf ein, dass viele Beschäftigte innerhalb der Universitäten, die nebenbei Verwaltungskram erledigen müssen, mitunter nicht so viel Ahnung von den Regularien haben und Du diese jenen dann erst einmal erklären darfst.)

4) Ich denke, eine große Hürde dürfte sein, nach dem Studium, einen Arbeitgeber für z.B. die Facharztausbildung zu finden, der einen nimmt. Ich befürchte, das zählt zu den Dingen, die man einem Arbeitgeber mitteilen muss und die sich in dem sensiblen Bereich versicherungsrechtlich kaum einer antun wollen wird. Da solltest Du Dich über die rechtliche Situation einmal schlau machen.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil