Epilepsiezentrum

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 31.07.2015, 17:47 (vor 4034 Tagen) @ Maarkus

Es hört sich jetzt sehr dumm an, aber könnt ihr mir einen Rat geben, was ich dort alles ansprechen soll und welche Fragen ich stellen soll?

Das hört sich nicht dumm an, auch wenn Dir hier keiner wird sagen können, welche die für Dich richtigen Fragen sind.

Ich habe eher den Eindruck, dass Du Dir selbst noch nicht ganz im Klaren darüber bist, was Du mit dem Besuch dort erreichen willst. Versuchen wir's deshalb einmal umgekehrt: Ich gebe Dir ein paar Fragen, die Du versuchst für Dich zu beantworten und dann sehen wir einmal, ob Dir das nicht dabei hilft, auf für Dich wichtige Fragen und Themen zu kommen, die Du ansprechen möchstest (Das, was man sucht, kommt einem mitunter erst Stunden oder auch Tage, nachdem man sich solche Fragen gestellt hat, also nicht verzweifeln, wenn Du jetzt nicht gleich vor Ideen sprudelst.):

1) Wenn Du auf eine Skala von 1 bis 5 bewerten sollst, wie zufrieden Du mit Deiner Anfallssituation bist (1 = sehr unzufrieden, 5 = sehr zufrieden), was würdest Du Dir geben?
2) Das Gleiche machst Du mit mit der Frage, wie zufrieden Du mit Deiner aktuellen Medikamentation bist.
3) Was müsste sich für Dich ändern, damit sich Deine Zufriedenheit bei 1) und 2) jeweils um einen Punkt verbessert und was, damit Du Dir in beiden Fällen die 5 ausstellen würdest?
4) Was wolltest Du schon immer über Deine Erkrankung wissen was Du Dich noch nie getraut hast jemanden zu fragen oder Dir noch nie jemand überzeugend beantworten konnte?
5) Wo bereitet Dir im Alltag (Mitmenschen, Arbeit, Familie, ...) die Epilepsie die größten Probleme?

Wäre es wichtig herauszufinden, wo mein "epileptogener Herd" liegt? Und wenn ja, wie lässt sich dieser diagnostizieren?

Das kommt darauf an. Wenn schon mit dem Standard-MRT etc. die kritischen Dinge wie Tumore etc. als epileptischer Herd ausgeschlossen wurden, stellt sich da oft die Frage, ob man's wissen will (auch der Wunsch nach einer Erklärung ist berechtigt) oder man sich vorstellen könnte, sich operieren zu lassen, so etwas operables gefunden werden würde. Oder ob man's lieber gar nicht so genau wissen will. Mitunter kann eine genaue Diagnose und Einordnung der Anfälle aber helfen, gezielter Wirkstoffe für die Therapie auszuwählen. Untersuchungsmethoden gibt's ein paar, angefangen bei Kurz- und Langzeit-EEGs in z.B. Schlaflaboren unter Einsatz ggf. provokativer Faktoren, wenn sich sonst nix zeigt oder die Suche in hochauflösenderen MRTs nach Auffälligkeiten.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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