Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo :),
Ich nehme Keppra (UCB) und meine Äztin meinte, dass das Levi von UCB zu 100% das gleiche wäre und ich sofort auf dieses unbedenklich wechseln kann, weil das billiger ist und halt auch genau das gleiche ist. Auch die Zusammensetzung und alles drum und dran, also gleiches Medikament nur anderer Name.
Ich könnte sofort auch auf die gleiche Dosis umstellen.
Aufgrund des Preisunterschiedes bin ich dennoch skeptisch.
Sagt der Preisunterschied dabei was aus? Oder hat dieser keine Bedeutung? Kann mir da jemand was zu sagen? Hat damit jemand Erfahrung gemacht?
LG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Maarkus,
war bei mir 2011 exakt genauso.
Meines Erachtens brauchst du keinerlei Bedenken haben. Könnte eventuell mit Rabattverträgen zusammenhängen.
Wie viel nimmst du?
Ich habe das tägliche "Vergnügen" 3.000 mg von diesem Zeug zu mir zu nehmen.
Warum ich es überhaupt noch mache? Keine Ahnung! Die Pharmaindustrie freut sich jedenfalls.
Eins weiß ich aber mit Sicherheit: Es wird demnächst von meinem "Speiseplan" verschwinden.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Mr. Tom,
Hast du also auch vom Keppra aufs Levi umgestellt? Hat sich irgendetwas verändert also hast du was gemerkt?
Ich nehme täglich 3.500 mg Keppra (und Lamotrigin).
Darf ich fragen, warum Du das Vergnügen hast, die Medikamente abzusetzen?
LG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Maarkus,
war vor vier Jahren identisch. Hing damals mit einem Rabattvertrag zusammen (Austausch). Mir ist damals nichts aufgefallen. Schon seinerzeit bereitete es mir eine große "Freude" drei Tabletten zu jeweils 1.000 mg einzunehmen.
Zu Lamotrigin: sehr gut. Für mich das Beste was es gibt.
Warum ich hoffentlich das Vergnügen haben werde, es zukünftig nicht mehr zu mir nehmen zu müssen? Schlicht und ergreifend aufgrund meines langjährigen Zustands.
Um sich von diesem Ballast zu befreien, muss man bekanntlich selbst aktiv werden und offensiv gegenüber dem Arzt auftreten. Wenn es nach dem geht, bleibt alles beim Alten.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Mr.Tom,
Wie vor 4 Jahren? Vor ca. 1 Jahr haben die Kassen das Original Keppra ja noch übernommen?
Lamotrigin: Für mich das schlimmste was es gibt aber da reagiert ja jeder anders.
Ich hatte mal nur noch das Lamotrigin genommen und an dem Abend wo ich nur noch das Lamo genommen hatte, hatte ich paar Stunden später (dann nachts im Schlaf) einen Anfall und nach paar Stunden wieder. Dann am gleichen Tag beim EEG wieder, als ich dabei (versehentlich) eingeschlafen bin.
Und so schlimm war es noch NIE. Also hab ich zum Lamo wieder ganz schnell das Keppra dazugenommen und bis jetzt ist alles gut und hoffe es bleibt so.
Ich hatte das Gefühl, dass das Lamo einfach nur Zucker war weil es auch genauso "gerochen" hat :/
MfG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Maarkus,
richtig, übernommen haben sie es noch. Es bestand 2011 jedoch ein Rabattvertrag und auf dem Rezept war das Aut-idem-Kreuz nicht gesetzt. Dann wurde laut Rabattvertrag ausgetauscht und ich bekam Levetiracetam. Ist auch egal, welchen Namen das Kind hat.
Das ändert nichts daran, dass es in meinem Fall überflüssig wie ein Kropf ist.
Lamotrigin riecht wie Zucker, aber diesem zuckersüßen Präparat habe ich sehr viel zu verdanken. Ging selbstverständlich nur wieder mit Druckausübung gegenüber dem Arzt und der Drohung eines Arztwechsels. Gott sei Dank hat er nachgegeben.
"Herzlichen Glückwunsch" zu drei (oder sogar vier) Anfällen innerhalb von so kurzer Zeit. Waren alles Grand mal Anfälle, oder?
Wolltest du experimentieren und hast das Keppra absichtlich nicht eingenommen oder war dein Vorrat erschöpft?
Ich drücke dir die Daumen, dass dir ein derartiges Erlebnis in Zukunft erspart bleibt.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Mr.Tom,
Das waren alles schlafgebundene Anfälle.
Das ist etwas kompliziert.
Habe bis ende letzten Jahres Keppra genommen und war 1,5 Jahre anfallsfrei also war super zufrieden. Dann wurde ich aufs Levi der Firma Heumann umgestellt, weil die Kassen das Keppra ja nicht mehr übernommen haben, und es ging bergab (von Levi UCB haben mir meine Neurologen nichts gesagt und ich verstehe nicht warum. Muss ich beim nächsten Termin mal nachhaken).
Dann habe ich noch Lamotrigin dazugenommen. Dann ging es so mit den Anfällen aber es war nicht so wie mit Keppra. Anfang Juli wurde Levi dann rausgeschlichen und als es ganz raus war, hatte ich ja nur noch Lamo und dann in der nächsten Nacht die Anfälle. Und jetzt nehme ich wieder Keppra, zahle einen Teil.
Jetzt hab ich im Epilepsiezentrum mal so nebenbei vom Levi UCB erfahren und werde dann das nehmen, wenn die Packung Keppra aufgebraucht ist.
LG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Mr.Tom,
Das waren alles schlafgebundene Anfälle.
Das ist etwas kompliziert.
Habe bis ende letzten Jahres Keppra genommen und war 1,5 Jahre anfallsfrei also war super zufrieden. Dann wurde ich aufs Levi der Firma Heumann umgestellt, weil die Kassen das Keppra ja nicht mehr übernommen haben, und es ging bergab (von Levi UCB haben mir meine Neurologen nichts gesagt und ich verstehe nicht warum. Muss ich beim nächsten Termin mal nachhaken).
Dann habe ich noch Lamotrigin dazugenommen. Dann ging es so mit den Anfällen aber es war nicht so wie mit Keppra. Anfang Juli wurde Levi dann rausgeschlichen und als es ganz raus war, hatte ich ja nur noch Lamo und dann in der nächsten Nacht die Anfälle. Und jetzt nehme ich wieder Keppra, zahle einen Teil.
Jetzt hab ich im Epilepsiezentrum mal so nebenbei vom Levi UCB erfahren und werde dann das nehmen, wenn die Packung Keppra aufgebraucht ist.
LG
Maarkus
Hallo Maarkus,
vielen Dank für die Hintergrundinfos.
Schlafgebundene Anfälle sind ja meist Grand mal Anfälle.
Noch einige Fragen an dich:
1. Weißt du ungefähr wie viele Anfälle du insgesamt hattest (hast du darüber Buch geführt)? Bei mir weiß ich es aus dem Kopf.
2. Um welches Epilepsiezentrum handelt es sich?
Vielen Dank für deine Antworten.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Maarkus,
wenn es sich bei Keppra und auch dem Levi um UCB handelt, dann ist es immer noch haargenau das gleiche, da musst du dir keine Sorgen machen. Erst wenn es um eine andere Firma geht, ist Vorsicht geboten. Aber Levi und Keppra UCB sind identisch in allen Punkten.
Gruß
eine DancingQueen und Pharmazie-Studentin ;)
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Richtige Erklärung.
Wenn es ihm Sorge bereitet, dann soll sein Arzt das gewünschte Medikament verordnen und das Aut-idem-Kreuz setzen. Er bekommt sein Wunschpräparat und er braucht keine Bedenken haben.
Ich hatte es schon von etlichen Herstellern.
Scharf auf das Zeug bin ich trotzdem nicht.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Ich nehme Keppra (UCB) und meine Äztin meinte, dass das Levi von UCB zu 100% das gleiche wäre
...
Sagt der Preisunterschied dabei was aus? Oder hat dieser keine Bedeutung? Kann mir da jemand was zu sagen? Hat damit jemand Erfahrung gemacht?
Die Aussage hab ich auch in der Epilepsieambulanz bekommen. Hat bei mir damals keinen Unterschied ausgemacht. Trifft aber wirklich nur auf das Levi von UCB zu.
Im Endeffekt ist das ganze einfach "umverpackt" zu günstigeren Konditionen. Hat einfach den Hintergrund, dass sie dadurch ihr Produkt auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen und dadurch ihren Marktanteil halten können, während gleichzeitig die Gewinnspanne bei der Variante mit dem Markennamen gegenüber den Privatpatienten und im Ausland erhalten werden kann.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo Mr.Tom,
Zu 1. : Ich habe mir leider nie etwas notiert. Ich kann also nur eine ungefähre Zahl nennen, ca. 15 Anfälle in 5 Jahren.
Zu 2. : Das war das Epilepsiezentrum in Marburg.
LG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo :D ,
Vielen Dank für Eure Beiträge!
Bin jetzt um einiges beruhigter als vorher
Liebe Grüße
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Guten Morgen Maarkus,
vielen Dank für die Infos.
Bei mir waren es bedeutend weniger. Die Ärzte sehen das natürlich ganz anders. Ich werde behandelt als wenn ich die paar Anfälle, die ich in mehr als 12 Jahren hatte, jeden Monat hatte. Seit etlichen Jahren total übertherapiert mit entsprechenden Nebenwirkungen (immense Gewichtszunahme).
Auch hier half nur wieder enormer Druck, um wenigstens etwas zu reduzieren. Fortschritt sieht für mich jedoch anders aus.
Zum Epilepsiezentrum in Marburg kann ich nichts sagen. War mal in Bethel. Reine Zeitverschwendung. Das muss ich mir nicht noch einmal antun.
Gruß
Mr. Tom
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Ich wurde zuerst von jetzt auf gleich auf ein Billigpräparat von einem anderen Hersteller umgestellt, was dazu führt, dass ich das Zeug gar nicht mehr vertragen hatte (führte zu Aggressivität und anderen Dingen, die meinen Freunden aufgefallen waren).
Nach dem ich das meinem Neurologen sagte, verschrieb dieser mir mit Kreuzchen auf Aut Item das UCB und seit dem habe ich damit genauso wenig Probleme wie mit dem Original Keppra.
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Hallo pegasus,
Mir ging es genauso. Aber ich verstehe nicht, warum man uns auf Levi eines anderen Herstellers umstellt aber genau weiß, dass darauf manche anders reagieren.
Da werde ich nochmal mit meinem behandelnden Neurologen drüber sprechen.
LG
Maarkus
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Mir ging es genauso. Aber ich verstehe nicht, warum man uns auf Levi eines anderen Herstellers umstellt aber genau weiß, dass darauf manche anders reagieren.
Würde sagen, der Hauptgrund ist da, dass in der Hektik des Alltags nicht groß mitgedacht wird. Wenn die Ärzte ein Rezept ausstellen, geben sie bzw. die Sprechstundenhilfe ja heute oft einfach den Wirkstoff ein und bekommen dann aus einer Datenbank den Rest automatisch ausgewählt - und diese Programme orientieren sich nur an den Regeln zu Preisen und was die Krankenkasse übernimmt.
Die Auswirkung erlebe ich jedes Mal, wenn sich z.B. die Liste der Festbetragspreislisten der gesetzlichen Krankenkassen oder ähnliche ändern, die meinen Wirkstoff betreffen. Dann kommt mein übliches Rezept (obwohl die das vorhergehende einfach nur duplizieren) mit einem anderen, wirkstoffgleichen Präparat und ohne aut-idem-Kreuz aus dem Drucker und ich muss selbst darauf hinweisen, dass die das nochmal nachbessern müssen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Die meisten Wissen es eben nicht und denken, dass es ausreichend ist, wenn der Wirkstoff identisch ist, dabei ist die am Ende vorhandene Menge im Blut das ausschlaggebende.
Musst du hier mal durchlesen und eventuell auch mal für deinen behandelnden Neurologen ausdrucken
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Dankeschön :D
Da merkt man wieder mal, dass man nicht jedem Arzt (beispielsweise) blind vertrauen kann...man muss sich einige Infos da schon selbst zusammensuchen....und das Internet ist da doch ganz hilfreich (meistens).
Umstieg von Keppra auf Levetiracetam
Wenn man sich auf einige Ärzte verlässt, ist man verlassen.