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Wumsi1973, Wednesday, 07.10.2015, 08:36 (vor 3966 Tagen)
Hallo,
ich bin 42 Jahre alt und habe eine Tochter die seit ihrer Geburt einen Shunt hat.
Sie ist jetzt 17 Jahre alt und hatte bis letztes Jahr keine Probleme.
Im Mai 2014 hatte sie das erste Mal einen Grand Mal Anfall. Jetzt im September 2015 das zweite Mal. Beide Male waren die selben Umstände . Viel psychischer Streß in Schule/ Beruf. Krankheit innerhalb der Familie. Sie setzt sich auch selbst immer enorm unter Druck.
Es wurde ein MRT gemacht. Ohne Befund.
Die Ärzte überlegen jetzt ob sie medikamentös eingestellt wearden soll, dazu wird sie jetzt noch neurologisch untersucht.
Ich stecke hier natürlich im Zwiespalt weil der Abstand zwischen den Anfällen so enorm groß war und die Ursachen eigentlich auch ganz klar waren.
Was meint ihr dazu ? Wie würdet ihr entscheiden ?
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 07.10.2015, 09:10 (vor 3966 Tagen) @
Wumsi1973
bearbeitet von huge88, Wednesday, 07.10.2015, 09:15
Die Ärzte überlegen jetzt ob sie medikamentös eingestellt wearden soll, dazu wird sie jetzt noch neurologisch untersucht.
Ich stecke hier natürlich im Zwiespalt weil der Abstand zwischen den Anfällen so enorm groß war und die Ursachen eigentlich auch ganz klar waren.
Was meint ihr dazu ? Wie würdet ihr entscheiden ?
Eine gute neurologische Abklärung, evtl. auch mit Langzeit-EEG, kann nicht schaden. Im Zweifel auch ruhig von einem Epileptologen eine Meinung einholen - einfache Neurologen sind nicht schlecht, aber die Spezialisten haben mitunter mehr Erfahrunge, gerade mit Fällen mit besonderen Umständen.
Aber ich (medizinischer Laie) denke, dass es darauf hinauslaufen wird, dass die Ärzte alle empfehlen werden, Medikamente auszuprobieren. Ist nicht selten, dass sich keine eindeutige Ursache für eine Epilepsie finden lässt und man die Diagnose auf Grund des Gesamtbildes erstellt. Ich mein, es gibt genügend Leute, die sich auch wie Deine Tochter viel zu sehr unter Stress setzen und trotzdem nix haben.
Sollten weiterhin, auch mit großem Abstand Anfälle auftreten und Medikamente eine Option sein, würde ich die auf jeden Fall ausprobieren. Hatte in der Vergangenheit selbst ohne bzw. unter Medikamenten, die mir im Gegensatz zu den jetzigen keine Anfallsfreiheit gebracht hatten, alle paar Monate bis einem halben Jahr einen GM-Anfall.
Den Gewinn, den man dadurch bekommen kann, wenn die Medis einem helfen, ist riesig. Keine Gedanken mehr darüber, wenn der nächste kommt, Auto fahren darf man bei entsprechender Anfallsfreiheit auch und noch so einiges mehr.
Beide Male waren die selben Umstände . Viel psychischer Streß in Schule/ Beruf. Krankheit innerhalb der Familie. Sie setzt sich auch selbst immer enorm unter Druck.
Vielleicht kannst Du sie ja, unabhängig vom Thema Anfälle, dazu bringen, einmal ein paar Dinge zur Entspannung/zum Abschalten auszuprobieren. Ich persönlich finde progressive Muskelrelaxion sehr angenehm und auch Badminton(allgemein Sportarten, bei denen ich kaum Zeit habe, zu denken, sondern einfach nur reagieren muss).
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Wumsi1973, Thursday, 08.10.2015, 19:50 (vor 3964 Tagen) @ huge88
Und kann man dann ganz sicher sein dass so ein Anfall nie wieder kommt ? Nein oder ?
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 09.10.2015, 08:50 (vor 3964 Tagen) @ Wumsi1973
Und kann man dann ganz sicher sein dass so ein Anfall nie wieder kommt ? Nein oder ?
100-prozentige Sicherheit gibt es nie, das gilt aber auch für so ziemlich alles andere im Leben auch. Ich würde da aber
a) den Ärzten Vertrauen entgegen bringen, die haben schließlich einiges an Erfahrung und Fachwissen und es spricht für sie, dass sie nicht gleich ab dem ersten Anfall etwas langfristig geben wollten.
b) Mit Deiner Tochter darüber sprechen, was sie will, denn schließlich muss sie die Tabletten dann schlucken und vor allem auch zuverlässig selbstständig einnehmen - auch dann, wenn sie volljährig und irgendwann ausgezogen ist.
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Wumsi1973, Wednesday, 14.10.2015, 08:27 (vor 3959 Tagen) @ huge88
Sie hat sich jetzt nach unserem Besuch beim Epileptologen für Medikamente entschieden.
Sie soll ganz langsam damit anfangen.
Das Mittel heißt Lamotrigin.
Nach 8 Wochen wird der Spiegel gemessen und die Leberwerte untersucht.
Ich hoffe dass sie das Medikament gut verträgt.
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Wumsi1973, Thursday, 05.11.2015, 16:56 (vor 3937 Tagen) @ Wumsi1973
Nach 3 Wochen Lamotrigin (Einschleichphase 25 mg- 0- 25 mg) hatte meine Tochter gestern wieder einen Grand Mal Anfall der 6 Minuten dauerte. Es passierte auf der Arbeit. Sie kam dann zur Beobachtung ins Krankenhaus. Diesmal waren nur 4 Wochen zwischen zwei Anfällen. Der letzte Abstand war 1 1/2 Jahre. Meine Frage : Kann es zu Beginn der Medikamenteneinnahme vermehrt zu Anfällen kommen ? Oder war das nur Zufall ?
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 05.11.2015, 17:59 (vor 3936 Tagen) @ Wumsi1973
Kann es zu Beginn der Medikamenteneinnahme vermehrt zu Anfällen kommen ? Oder war das nur Zufall ?
Alles was Schwankungen im Medikamentenspiegel auslöst, kann potentiell zu einer herabgesetzten Schutzwirkung führen, was aber nicht automatisch einen Anfall nach sich ziehen muss. Ist immer schwer sowas zu 100% in die eine oder andere Ecke einzuordnen.
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Wumsi1973, Friday, 06.11.2015, 09:10 (vor 3936 Tagen) @ huge88
Danke dir es ist alles sehr neu für uns
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sandytimmy, Wednesday, 07.10.2015, 10:33 (vor 3966 Tagen) @ Wumsi1973
Ich würde eine Einstellung davon abhängig machen welche Konsequenz ein Anfall hätte.
Z.b. Beruflich
Es gibt ja Berufe da ist ein Anfall eine Katastrophe , z.b. Op-Schwester oder Dachdecker
In einer Bank oder im Geschäft wäre das ja nicht so schlimm, zumindest nichts lebensbedrohliches
Überlegt könnt ihr mit einem Anfall alle 1,5 Jahre leben , oder nicht
Wenn nicht dann einfach auf die Ärzte hören , viele Neurologen können das gut. Und gute Neurologen erkennen ihre Grenzen und schicken einen dann in Zentren , Klinik