Neu hier
Die Ärzte überlegen jetzt ob sie medikamentös eingestellt wearden soll, dazu wird sie jetzt noch neurologisch untersucht.
Ich stecke hier natürlich im Zwiespalt weil der Abstand zwischen den Anfällen so enorm groß war und die Ursachen eigentlich auch ganz klar waren.
Was meint ihr dazu ? Wie würdet ihr entscheiden ?
Eine gute neurologische Abklärung, evtl. auch mit Langzeit-EEG, kann nicht schaden. Im Zweifel auch ruhig von einem Epileptologen eine Meinung einholen - einfache Neurologen sind nicht schlecht, aber die Spezialisten haben mitunter mehr Erfahrunge, gerade mit Fällen mit besonderen Umständen.
Aber ich (medizinischer Laie) denke, dass es darauf hinauslaufen wird, dass die Ärzte alle empfehlen werden, Medikamente auszuprobieren. Ist nicht selten, dass sich keine eindeutige Ursache für eine Epilepsie finden lässt und man die Diagnose auf Grund des Gesamtbildes erstellt. Ich mein, es gibt genügend Leute, die sich auch wie Deine Tochter viel zu sehr unter Stress setzen und trotzdem nix haben.
Sollten weiterhin, auch mit großem Abstand Anfälle auftreten und Medikamente eine Option sein, würde ich die auf jeden Fall ausprobieren. Hatte in der Vergangenheit selbst ohne bzw. unter Medikamenten, die mir im Gegensatz zu den jetzigen keine Anfallsfreiheit gebracht hatten, alle paar Monate bis einem halben Jahr einen GM-Anfall.
Den Gewinn, den man dadurch bekommen kann, wenn die Medis einem helfen, ist riesig. Keine Gedanken mehr darüber, wenn der nächste kommt, Auto fahren darf man bei entsprechender Anfallsfreiheit auch und noch so einiges mehr.
Beide Male waren die selben Umstände . Viel psychischer Streß in Schule/ Beruf. Krankheit innerhalb der Familie. Sie setzt sich auch selbst immer enorm unter Druck.
Vielleicht kannst Du sie ja, unabhängig vom Thema Anfälle, dazu bringen, einmal ein paar Dinge zur Entspannung/zum Abschalten auszuprobieren. Ich persönlich finde progressive Muskelrelaxion sehr angenehm und auch Badminton(allgemein Sportarten, bei denen ich kaum Zeit habe, zu denken, sondern einfach nur reagieren muss).
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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