Ratlos

Silva, Monday, 19.10.2015, 01:45 (vor 3954 Tagen)

Hey, bin neu hier und suche dringend hilfe. habe mich schon an ein anderes Forum gewandt, aber da wollte mir irgendwie leider keiner helfen....


Ich bin seit ca. 4 Monaten mit meinem Partner zusammen und wusste von beginn an, dass er an Epilepsie, Narkolepsie und ADHS leidet. Bisher habe ich noch keinen Anfall miterlebt, jedoch viele seiner extremen Schlaf- wie auch depressiven phasen, welche mich jedes mal aufs neue auf eine ungeheure Probe stellen, da er dann meist stunden - oder sogar tagelang nicht erreichbar ist.
Jetzt ist es wieder so, dass ich erneut seit 5 Tagen am Stück so gut wie nichts mehr von ihm gehört/gesehen habe, er möchte weder telefonieren, noch schreiben, noch mich sehen. erst jetzt im august hatte er wieder eine phase in denen er sich komplett zurückzieht.meist dann, wenn er mehrere tage zuhause ist, jetzt eben wegen grippe. Auch seine Eltern und Geschwister kommen dann nicht zu ihm durch. Ich gerate dadurch wieder in Panik und bezweifle den Fortbestand unserer Beziehung, obwohl es keinerlei offensichtliche Gründe (Streit/Meinungsverschiedenheiten) davor gab. er erzählte mir erst letzte woche, dass ein riesiger druck auf ihm laste und stets den gedanken habe, es niemandem recht machen zu können.
er möchte sich auch, während oder auch nach diesen phasen, nicht darüber unterhalten, blockt total und ist wieder sofort entnervt und gestresst.
Ich selbst bin Borderliner und habe riesige verlustängste. dennoch dachte ich, ich würde mich mit depressionen auskennen. jedoch ist es bei ihm anders. alles und jeder fällt aus seinem interessengebiet raus, nichts interessiert ihn und bedürfnisse anderer können auch nicht berücksichtigt werden. Ich werde dann immer sehr sauer, nehme es persönlich und fühle mich im stich gelassen.
leider hält er von therapeutischer unterstützung nichts, daher sind mir diesbezuglich die hände gebunden :/

wie kann/soll ich mich in diesen Phasen verhalten? Was geht in in ihm vor, dass sogar ich ihm "egal" bin? Ich will ihn nicht verlassen, aber ich habe wirklich keine ahnung wie ich in diesen momenten mit ihm umgehen soll.. Muss ich mir ernsthaft Sorgen machen? Ich bin wirklich hilflos und brauche dringend mehr Informationen dazu.

danke schonmal


Gruss Silva

Ratlos

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 19.10.2015, 18:10 (vor 3953 Tagen) @ Silva

Epilepsie, Narkolepsie und ADHS leidet

Autsch, da hat er ja gefühlt wirklich gleich bei allem "Hier" geschrien. War er damit mal in einem Spezialzentrum für Narkolepsie? Kenne nämlich eine, die das hat und die ist über drei Jahre von Arzt zu Arzt geeiert und hat auch die tollsten Diagnosen neben der Narkolepsie bekommen (u.a. auch Depressionen) und am Ende waren das bei der alles nur Symptome von der Narkolepsie. Seit sie vor ein paar Jahren dann von einem Fachzentrum komplett neu auf Medikamente eingestellt worden ist, geht's ihr wieder blendend, solange keine Erkältungen dazu kommen.

leider hält er von therapeutischer unterstützung nichts, daher sind mir diesbezuglich die hände gebunden :/

Das ist natürlich ganz blöde - und wohl auch ein hässlicher Teufelskreislauf - denn für gewöhnlich gibt es, wenn man sich die Zeit nimmt, Ärzte zu finden, die zu einem passen, immer eine Möglichkeit, da etwas zu verbessern (und je schlechter es einem geht, desto größer ist ja für gewöhnlich das Verbesserungspotential).

wie kann/soll ich mich in diesen Phasen verhalten? Was geht in in ihm vor, dass sogar ich ihm "egal" bin?

Da bin ich am Ende mit meinem Latein - ist ja auch nix epilepsietypisches, was Du beschreibst, auch wenn's natülich manche gibt, die sich in der Folge stark zurückziehen. Vielleicht höchstens, wenn er wieder eine gute Phase hat, einmal zur Not sogar den Streit riskieren und massiv darauf drängen, dass er sich in professionelle Hände begibt - aber wie gesagt, bin da am Ende mit meinem Latein und das wäre eher meine persönliche Verzweiflungslösung als alles andere.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Ratlos

Silva, Monday, 19.10.2015, 21:16 (vor 3953 Tagen) @ huge88

danke erstmal für die Antwort huge88 :)
soweit ich weiß, war er noch in keinem dieser Zentren, nur vor einiger zeit mal bei jemandem wegen dem wechsel seiner Tabletten.
Ich weiß dass nicht bei allen Epilepsie betroffenen, automatisch Depressionen dazugehören, jedoch habe ich mich ein bisschen darüber informieren können, dass das durchaus eintreten kann.
er ist wie gesagt, von allem überfordert und steht durchweg unter strom, daher eben auch dann dieser komplett- Rückzug, zumindest war das vor kurzem, eine seiner aussagen, als ihm alles wieder zuviel wurde.
ich lasse ihn nun auch einfach und hoffe dass er von alleine wieder den weg zurück ins leben findet, ich kann halt auch einfach gerade nichts tun :(

Ratlos

Katlyn, Tuesday, 27.10.2015, 23:48 (vor 3945 Tagen) @ Silva

Hey, bin neu hier und suche dringend hilfe. habe mich schon an ein anderes Forum gewandt, aber da wollte mir irgendwie leider keiner helfen....


Ich bin seit ca. 4 Monaten mit meinem Partner zusammen und wusste von beginn an, dass er an Epilepsie, Narkolepsie und ADHS leidet. Bisher habe ich noch keinen Anfall miterlebt, jedoch viele seiner extremen Schlaf- wie auch depressiven phasen, welche mich jedes mal aufs neue auf eine ungeheure Probe stellen, da er dann meist stunden - oder sogar tagelang nicht erreichbar ist.
Jetzt ist es wieder so, dass ich erneut seit 5 Tagen am Stück so gut wie nichts mehr von ihm gehört/gesehen habe, er möchte weder telefonieren, noch schreiben, noch mich sehen. erst jetzt im august hatte er wieder eine phase in denen er sich komplett zurückzieht.meist dann, wenn er mehrere tage zuhause ist, jetzt eben wegen grippe. Auch seine Eltern und Geschwister kommen dann nicht zu ihm durch. Ich gerate dadurch wieder in Panik und bezweifle den Fortbestand unserer Beziehung, obwohl es keinerlei offensichtliche Gründe (Streit/Meinungsverschiedenheiten) davor gab. er erzählte mir erst letzte woche, dass ein riesiger druck auf ihm laste und stets den gedanken habe, es niemandem recht machen zu können.
er möchte sich auch, während oder auch nach diesen phasen, nicht darüber unterhalten, blockt total und ist wieder sofort entnervt und gestresst.
Ich selbst bin Borderliner und habe riesige verlustängste. dennoch dachte ich, ich würde mich mit depressionen auskennen. jedoch ist es bei ihm anders. alles und jeder fällt aus seinem interessengebiet raus, nichts interessiert ihn und bedürfnisse anderer können auch nicht berücksichtigt werden. Ich werde dann immer sehr sauer, nehme es persönlich und fühle mich im stich gelassen.
leider hält er von therapeutischer unterstützung nichts, daher sind mir diesbezuglich die hände gebunden :/

wie kann/soll ich mich in diesen Phasen verhalten? Was geht in in ihm vor, dass sogar ich ihm "egal" bin? Ich will ihn nicht verlassen, aber ich habe wirklich keine ahnung wie ich in diesen momenten mit ihm umgehen soll.. Muss ich mir ernsthaft Sorgen machen? Ich bin wirklich hilflos und brauche dringend mehr Informationen dazu.

danke schonmal


Gruss Silva

Hallo Silva,
ich kann Dich wirklich sehr gut verstehen.Ich wäre shcon durch gedreht.Melden so lange net.Bei mir wäre schon schluss..sorry..
Du hast es da auch net leicht,zumal deine Erkrankung auch net ohne ist...Da ist man noch misstrauischer.Und zweifelt.
Doch das ist eben Liebe.Ich kanns nachvollziehen. Ich kenne ihn net.Jedenfalls hinterfragen solltest Du schon.Nicht das er denkt,bitte nimms ma net übel:Er hat welpenschutz.Und macht dann mit was weiss ich noch rum,die man ja net kennt.Das muss net so sein.Vielleicht gehts ihm auch zu schnell..Männer,zumindest manche sind ja ein wenig seltasam..;-))
Thearpeuten find ich auch zum..K...die brauchen meist selber einen.Kann ihn da verstehn,doch so kanns net weiter gehn;-( Irgendwie tut mir das Leid.
Ich glaub net,das Du ihm egal bist.Ich habne gesunde Spezies daheim,und ich denke sogar,und sag des auch:Das ich dir egal bin.Was aber net so ist.Sonst wäre man net verheiratet,wenn auch noch net zu lang.Doch es gibt eben momente,wo wir uns das eben so denken.
Leider kann und möchte ich hier auch net soo viel schreiben.Weiss nur,das Du es auch net leicht hast.Und amn Dir auch gefühlsmässig entgegenkommen sollte,und net er den Egotrip fährt.Sorry,ich schreib immer so,wies mir der Schnabel gwachsen ist;-))
Ich würde mit ihm reden,einfach vorbei fahren..und wenn er denn net will,aber vorher erst an seiner Türe lauschen..hihi*
Hatte malnen Freund,der war ähnlich:plötzlich ca.4-5 Tage Handy aus,auch auf Bock(LKW)und auch privat ging er net ran.Also seltsam ich runna zu ihm und ihn konfroniert.Der roch so nach Bier.Mein gottle,das er was trinkt wusst ich,darf er auhc,solang er sich net zuschüttet.Doch der hatte nen Probs ohne alk..du verstehst?
Net das Deiner des auch so macht.Nur mÄner,tja..nicht sehr einfach,und dann heisst es,die sind einfach gestrickt..lachab*

Dir alles gute und viel Glück
Katyln

Ratlos

Green, Wednesday, 28.10.2015, 21:19 (vor 3944 Tagen) @ Silva

Hallo Silvia

weist du ich finde das hat einfach was mit Respekt dem anderen gegenüber zutun wie er mich behandelt.
Das was er tut ist repsektlos........völlig egal wie krank oder gesund er oder du bist.
Wir wollen doch immer als normal behandelt werden obwohl krank.

Wie du so schön schreibst seine Familie kommt an Ihn auch nicht ran... wahrscheinlich hat er sich schon immer so verhalten und es hat funktioniert....ein tolles Muster.

So nun kannste dich fragen willst du das dich so behandeln lassen..dir so weht tun lassen....oder nicht ....fordere von Ihm respektvolles Verhalten ein ...was er mit Sicherheit kann wenn er will.
Ihr könntet Euch auch Hilfe in Form von Paartherapie holen?

Sei Du nett zu Dir und fordere ein normales Verhalten ein ..von ihm oder geh ,den sich ewig verletzten lassen hat niemand verdient

was das Thema Epilepsie an geht gibt es auch noch
www.moses-schulung.de
www.famose.de
hilfen.

Alles Gute sei mutig:-) und trau Dich Du darfst das.
Gruss Green