Stress durch Epilepsie
stepl, Friday, 20.11.2015, 08:03 (vor 3922 Tagen)
Stress entsteht durch Zeitmangel.
Etwa so:
Vorher hatten wir die ganze Zeit für das Studium.
Das Studium ist mit unseren Kenntnissen und Fähigkeit zu schaffen.
Wir bekommen Epilepsie.
Den Fehler den wir begehen ist der, dass wir für die Krankheit Zeit brauchen.
z.B Arztbesuche. Tabletten nehmen, Tabletten dosieren, Krankehhausaufenthalte und weiteres mehr.
Jetzt schaffen wir das Studium nicht!
Nicht weil wir dumm sind oder es nicht können, sondern
jetzt reicht die Zeit nicht mehr.
Wir brauchen Zeit für das Studium und Zeit für die Krankheit!
Daher schaffen wir das Studium nicht.
Stress entsteht, wenn wir zu wenig Zeit für das einplanen, was wir schaffen wollen!
Er ist ja nicht dumm!
Aber die Zeit für das Studium reicht nicht!
Daher schafft er es nicht.
stepl
Stress durch Epilepsie
Green, Friday, 20.11.2015, 09:32 (vor 3922 Tagen) @ stepl
Hallo stepl
schreiben sie doch bitte in Ich Form und nicht Wir.
Wir haben Ihre Probleme nicht.
Und wenn sie in Ich Form schreiben geben Sie auch nicht ständig die Verantwortung die Sie an sich haben an andere ab.
Das ist ja auch soviel einfacher die Verantwortung/Schuld an andere ab zugeben...an statt für sich selber zu sorgen.
Gruss Green
Stress durch Epilepsie
stepl, Friday, 20.11.2015, 18:15 (vor 3921 Tagen) @
Green
bearbeitet von stepl, Friday, 20.11.2015, 18:20
Hallo stepl
schreiben sie doch bitte in Ich Form und nicht Wir.
Wir haben Ihre Probleme nicht.
Ich habe das "wir" anstelle von "man" als Verallgemeinerung.
Das Problem haben wir alle!
Wir schippen keine Kohlen mehr! Es ist sichtbar:
Was haben wir getan und was müssen wir noch tun!
Schon in der Grundschule hatte ich folgendes Problem
Im Diktat habe ich immer die Flüchtigkeitsfehler.
Zu Hause bei den Hausaufgaben habe ich mehr Zeit zu schreiben. Jetzt kann ich die Fehler vermeiden.
Die Ursache des Fehlers ist nicht, dass ich es nicht kann oder zu doof dazu bin.
Sondern die geringe Zeit. Habe ich mehr Zeit, lassen sich die Fehler vermeiden.
Wie weit planen wir die Handlungen mit ein, die mit der Epilepsie verbunden sind.
Diese ganzen Handlungen brauchen Zeit.
Für das Studium ist eine bestimmte Zeit eingeplant. Das Studium schaffen wir.
Kommt jetzt die Epilepsie dazu, entsteht Zeitdruck und damit Stress.
Durch den Stress entstehen Fehler. - Fehler die durch Aufregung, Nervosität entstehen.
Wie weit können wir uns vorstellen, das die Epilepsie als Krankheit bei vielem was wir tun wollen, behindert?
Wenn wir Epilepsie bekommen, können wir nicht so weiter machen wie bisher.
Schon die Anfälle, die Arztbesuche, die Krankenhausaufenthalte,
dafür brauchen wir Zeit.
Vieles andere was wir tun wollen, müssen wir immer wieder beiseite schieben.
Die Frage des Zeitgefühls.
Haben wir für alles Zeit?
- auch daraus entsteht Stress.
Heute ist es nicht mehr so sichtbar:
Was haben wir geschafft und was müssen wir noch schaffen?
gruß stepl
.
Stress durch Epilepsie
pegasus, Friday, 20.11.2015, 15:20 (vor 3922 Tagen) @ stepl
Stress entsteht nicht durch Zeitmangel, sondern weil man sich selbst unter Druck setzt. Es kommt bei mir äußerst selten vor, dass ich durch Zeitmangel irgendeine Form des Stresses erlebe, weil ich mich nicht hetzten lasse.
Wenn du in der heutigen Zeit allerdings auf Teufel komm raus mithalten willst, ohne Rücksicht auf dein wohlbefinden, sage ich nur:
Feel Free to do it!
Aber die Konsequenzen daraus sollten dir bekannt sein, denn abgesehen von der Epilepsie, führt das bei vielen Menschen zum Burn Out ...
Stress durch Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 20.11.2015, 18:15 (vor 3921 Tagen) @ stepl
Ich schließe mich Green an, stepl. Schreib bitte nicht in wir Form verallgemeinernd Dinge, wenn Du nicht weißt, dass wir alle hier hinter Deinen Aussagen stehen - und ich würde keine Einzige Deiner Aussagen unterschreiben, da ich als hochgradig irreführend und vorurteilsschührend empfinde:
Den Fehler den wir begehen ist der, dass wir für die Krankheit Zeit brauchen. z.B Arztbesuche. Tabletten nehmen, Tabletten dosieren, Krankehhausaufenthalte und weiteres mehr.
NEIN! Ich wurde gerade auch deshalb anfallsfrei, weil ich mir die Zeit genommen habe, mich mit Epilepsie auseinander zu setzen, zu Ärzten zu gehen und mich ordentlich medikamentös einstellen zu lassen. Das bisschen Zeit, was das braucht, ist eine Investition in anfallsfreie Zeit, in der einem die Epilepsie eben keine Zeit kostet.
Jetzt schaffen wir das Studium nicht! Nicht weil wir dumm sind oder es nicht können, sondern jetzt reicht die Zeit nicht mehr.
Sorry, aber das stimmt absolut nicht. Bin der lebende Gegenbeweis. Habe Ende letzten Monats meine Masterarbeit abgegeben und warte nur noch auf die Note. Werde, selbst wenn ich die komplett verhunzt haben sollte, im schlimmsten Fall meinen Master mit 2.0 bekommen, tendenziell eher 1.4 oder 1.3, wenn die Note in die Richtung tendiert, von der ich eher ausgehe. Ich habe vom Anfang des Bachelorstudiums bis zum Ende des Masterstudiums im Gegenteil zu vielen meiner Studienkollegen das ganze in der vorgegebenen Regelstudienzeit und damit 1.5 Semester vor dem Durchschnitt abgeschlossen. Nebenbei hatte ich noch die Zeit, die letzten 5 Semester gut zwei Tage die Woche zu jobben und auch davor hab ich schon gearbeitet, auch wenn's zeitlich nicht ganz so viel war. Ach ja, nebenbei hatte ich noch Zeit Sport zu machen und meine Jugendgruppe im Sportverein zu leiten.
Und wenn Du Dich einmal an Unis umsehen würdest, könntest Du feststellen, dass es nicht selten sogar inoffizielle Hochschulgruppen gibt, in denen sich studierende Epileptiker hin und wieder in einer Bar treffen und ich sag Dir, in der Regel ist das Problem nicht Zeit, sondern die persönliche Einstellung, die Dinge anzugehen und ggf. für sich passende Lösungen zu finden.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Stress durch Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 20.11.2015, 20:04 (vor 3921 Tagen) @ huge88
Anmerkung zu meinem letzten Absatz: Und für die, die tatsächlich manches wegen der Epilepsie und anhaltender Anfälle in andere Semester nach hinten verschieben müssen, gibt es wie für alle Studenten die Möglichkeit, erst einmal über die normale Regelstudienzeit hinaus zu gehen. Das wären in meinem Studiengang schon einmal insgesamt 3 Semester. Und wenn man entsprechende Atteste von einem Arzt zum Prüfungsamt bringt, bekommt man da ggf. auch noch locker zusätzlich 2 Semester Zeit.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Stress durch Epilepsie
stepl, Friday, 20.11.2015, 21:18 (vor 3921 Tagen) @ huge88
NEIN! Ich wurde gerade auch deshalb anfallsfrei, weil ich mir die Zeit genommen habe, mich mit Epilepsie auseinander zu setzen, zu Ärzten zu gehen und mich ordentlich medikamentös einstellen zu lassen. Das bisschen Zeit, was das braucht, ist eine Investition in anfallsfreie Zeit, in der einem die Epilepsie eben keine Zeit kostet.
Es ist schön wenn es bei dir alles so gut verläuft.
Jetzt schaffen wir das Studium nicht! Nicht weil wir dumm sind oder es nicht können, sondern jetzt reicht die Zeit nicht mehr.
Lernprobleme durch Epilepsie oder Medikamente??
Wie gesagt, ich habe schon in der Schule Lernprobleme
aber nicht weil ich Epilepsie habe.
Ich lerne. "lernen" ist eine Tätigkeit, wie auch "gehen"
Hinter der Tätigkeit steckt Zeit und Krafr.
Für das Schreiben bei dem Diktat brauche ich mehr Zeit als die anderen. Dadurch entstanden die Flüchtigkeitsfehler. Wenn ich zu Hause schreibe, habe ich mehr Zeit und kann die Fehler vermeiden.
Ich Unterricht stehe ich beim Zuhören unter dem Druck es so schnell zu verstehen, zu behalten. Ich spielte ständig mit meinen Schulsachen im Unterricht rum.
Der Stress, führte wieder dazu, dass ich im Unterricht unaufmerksam bin.
Der Stress führt dazu, dass wir uns schlechter konzentrieren können. Dadurch entstehen viele kleine Fehler.
Vor etwa 40 Jahren sagte ich plötzlich:
"Warum rege ich mich so auf, Wenn der Fehler etwas normal menschliches ist? Ich muss mich ändern verbessern, damit ich mich mehr und besser konzentrieren kann!"
Ich wusste nicht was los ist. Mir viel nur auf, dass 2 mal "aufregen" erwähnt wurde.
"anscheinend rege ich mich zu oft über das selbe auf?" dachte ich bei mir. Ich spürte gar keine Aufregung am Körper.
"Anscheinend rege ich mich zu oft über das selbe auf?"
Vom Zeitgefühl her mache ich einen Fehler.
Aufregen ist auch eine Tätigkeit. Oft dauert es lange, bis sich ein Mensch wieder beruhigt. (Und dann wieder aktiv tätig werden kann)
-------------
Eine Depressionskranke berichtete nach ihrer Behandlung:
"... Ich wusste gar nicht was ich hir wollte. Was tat ich hier? Warum bin ich überhaupt hier?" - Wie ihr es auf ihrer Arbeitstelle ging.
"Ich muss gar nichts!" Damit entstand ein neues Bewusst sein. Das ICH-Bewusstsein.
Warum studiere ich überhaupt? Warum will ich das studieren und nicht das?
"studieren" ist wieder eine Tätigkeit, die mit Zielen und Interessen verbunden sind.
"Was kann ich nicht?" um es zu schaffen, musst ich nicht nur wissen: Was ich kann, sondern was ich nicht kann!" (aus meiner Sicht)
In der Schule lernte ich schon Stress kennen.
Das Lernen und Üben unter Zeitdruck. Das Lernen und Üben mit Zeit.
"Zeit ist Mangelware!"
Das Zeitgefühl. Alles braucht seine Zeit!
gruß stepl
Stress durch Epilepsie
stepl, Friday, 20.11.2015, 21:55 (vor 3921 Tagen) @ huge88
Ich schließe mich Green an, stepl. Schreib bitte nicht in wir Form verallgemeinernd Dinge, wenn Du nicht weißt, dass wir alle hier hinter Deinen Aussagen stehen - und ich würde keine Einzige Deiner Aussagen unterschreiben, da ich als hochgradig irreführend und vorurteilsschührend empfinde:
Wir
Vor einigen Wochen stellte ich fest:
"Ich bin ein Mensch unter Menschen! Menschen kann ich ja sehen! Menschen kann ich anfassen! Menschen gibt es wirklich!"
Wir im Sinne von wir Menschen
Jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen.
Jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Stress.
Der eine mehr, der andere weniger, der andere keine!
Ich stellte als Schüler fest: "lehren ohne zu lernen, nennt man belehren!"
Ich will ja nicht belehren. Während ich mit euch den Dialog führe, will ich selbst dazu lernen. - Ähnlich wie bei einer Fachsimpelei.
Danke spepl
Stress durch Epilepsie
Heidi, Saturday, 21.11.2015, 09:23 (vor 3921 Tagen) @ stepl
Wir
Vor einigen Wochen stellte ich fest:
"Ich bin ein Mensch unter Menschen! Menschen kann ich ja sehen! Menschen kann ich anfassen! Menschen gibt es wirklich!"
jeder hat seine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Stress.
Der eine mehr, der andere weniger, der andere keine!
Hallo Stepl,
Willst Du hier einen wissentschaftlichen Vortrag halten, oder möchtest Du tatsächlich Stresssituationen von uns erfahren?
Ich bekam z.B. vor einem Jahr wider Anfälle, weil mein Mann schwer krank wurde. Das ist auch Stress, aber seelisch bedingt. Jetzt gehts mir wieder besser, weil sich alles wieder normalisiert hat. Ich würde an Deiner Stelle andere Meinungen und Erfahrungen aufnehmen und daraus positive Schlüsse ziehen.
Lieber Gruß
Heidi
Stress durch Epilepsie
sandytimmy, Saturday, 21.11.2015, 09:33 (vor 3921 Tagen) @ Heidi
Genau
Und Epilepsie kostet nicht mehr Zeit als andere chronische Krankheiten auch.
Ich war in 35 Jahren Anfälle dreimal im kh
Da war ich z.b. Während der Schwangerschaft länger im kh
Hatte ab 20. Woche vorzeitig Wehen mit Dauerbettruhe und tokolyse
Wenigstens zum klo dürfte ich gehen, den Rest lag ich im Bett Das war mehr kh als in über 30 Jahren Anfälle
Ich habe nur festgestellt dass meine konzentration immer schlechter wird und ich länger daran knabber einen Anfall zu verdauen
Was meinte Bonn dazu? Das ist das Alter
Das Alter, mit jetzt 37 
Stress durch Epilepsie
stepl, Sunday, 22.11.2015, 07:03 (vor 3920 Tagen) @ sandytimmy
Hallo,
Ich habe nur festgestellt dass meine konzentration immer schlechter wird und ich länger daran knabber einen Anfall zu verdauen
Was meinte Bonn dazu? Das ist das Alter
Das Alter, mit jetzt 37
Ich habe nur festgestellt dass meine konzentration immer schlechter wird und ich länger daran knabber einen Anfall zu verdauen
Durch den Stress wird die Konzentration immer schlechter.
hier habe ich irgendwie die Erklärung, warum wir den Stress nicht auf die leichte Schulter nehmen können.
zum Arzt gehen - gehen ist eine Tätigkeit, die mit Zeit verbunden ist.
Warten bis wir dran kommen - warten ist mit Zeit verbunden ist.
Tabletten einnehmen - einnehmen ist auch eine Tätigkeiten
sie brauchen wenig Zeit, diese kleinen Tätigkeiten. Aber es läppert sich zusammen.
Irgendwie tragen sie mit dazu bei, dass der Zeitdruck entsteht?
Es geht mir darum:
- Wodurch entsteht der Zeitdruck?
- Wie können wir den Zeitdruck verhindern?
Durch den Zeitdruck - Stress - entstehen Konzentrationsprobleme.
Ich kannte durch meine Veranlagungen Stress schon aus den Anfängen meiner Schulzeit.
Damals redete keiner über Stress.
"Ich muss gar nicht! Auf Toilette, dass muss ich!"
Stress ist ein neueres Problem. Besonders unserer heutiger Jugend.
Das Thema Stress spielt in unserer heutigen Zeit eine immer größere Rolle!!
Die Frage nach dem persönlichen Erlebnis mit Stress.
gruß stepl
.
Stress durch Epilepsie
keki, Sunday, 22.11.2015, 10:48 (vor 3920 Tagen) @ stepl
Ich weiß gar nicht, inwiefern deine Probleme mit der Stressbewältigung mit der Epilepsie zusammenhängen. Ich finde keine Frage bei dir, auf die ich antworten könnte, nur Thesen.
Stress durch Epilepsie
sandytimmy, Sunday, 22.11.2015, 12:39 (vor 3920 Tagen) @ keki
Und Übertreibung
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Stress durch Epilepsie
mezeg, München, Sunday, 22.11.2015, 13:45 (vor 3920 Tagen) @ stepl
ich würde vorschlagen, nicht mehr zu überlegen oder noch schlimmer zu notieren, wie lang eine Einzeltat dauern könnte oder gedauert hat. Man sollte dazu noch die äußere unplanbare Faktoren schon mitplanen. Fahrt in die Stadt mit der Tram? Mit welcher Wahrscheinlichkeit kann es zu einem Stau kommen? Und zu welcher Tageszeit? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Auto - oder ein Fußgänger - dazwischen kommt? Wie lange dauert es in diesem Fall, bis Sanka und Polizei kommen? Bis der Verletzte befreit und ins Krankenhaus gefahren wird? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß Fahrgäste von der Polizei einzeln gefragt werden? Wann kommst Du dran und nach wieviel Zeit? etc., etc.
Bei dieser elementaren und sehr begrenzten Wahrscheinlichkeits-Abwägung brennt mir bereits der Kopf
. Als Medikation setze ich mich jetzt an das Stricken eines Häschens für den /die nächste(n) Großneffen. Zwei Drittel sind schon davon gestrickt, aber wieviel Zeit werde ich für den letzten Drittel brauchen? Und für das Besticken des Gesichts? Habe ich die notwendigen Farben hier oder muß ich sie kaufen gehen... und wieviel Zeit kostet es mir noch???
Ich habe eine erziehungsbedingte Angst zu einem Termin zu spät zu kommen, gehe nach der Strategie "pied de pilote" und plane einen Sicherheitspuffer. Nehme auch noch etwas um die Zwischenzeit falls nötig zu füllen, Buch z. Beispiel. Oder rufe mich wieder ein schönes Erlebnis in Erinnerung.
Egal, wie wir es planen: Wir werden NIE alles machen können, was wir uns wünschen.
mezeg
Stress durch Epilepsie
stepl, Monday, 23.11.2015, 06:35 (vor 3919 Tagen) @ Heidi
Ich hatte schon Stress in der Grundschule kennen gelernt.
Stress ist fast so:
Im Diktat stehe ich unter Zeitdruck. Um mitzukommen, muss ich schneller schreiben. Dadurch entstehen die kleien Flühtikgkeisfehler.
Wenn ich zu Hause schreibe habe ich mehr Zeit. Jetzt kann ich die Fehler vermeiden.
"In der Ruhe liegt die Kraft, mit Geduld und Ausdauer hast du es geschafft!"
Wie die Erfahrung, diese kleinen Fehler können unsere Aufregung-Nervosität herhöhen, wodurch weitere Fehler entstehen.
Steigert sich das Ganze weiter. Zum Schluss, schmeißen wir alles hin!
Also muss ich Wege finden, zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu kommen.
Wie bereit sind wir, uns für das eine oder andere mehr Zeit zu nehmen?
Wie weit sind wir bereit einzsehen: Wir haben nicht für alles Zeit!
"Man kann nicht alles richtig machen"
Aber ich kann auch nicht alles falsch machen! Antwortete ich.
Im Diktat versuche ich immer wieder alles richtig zu machen.
Die schweren Rechtschreibfehler, dazu brauche ich einen geschlossenen Text, die Flüchtigkeitsfehler, mal eine bessere Note im Schreiben.
Nach einem Experiment mit 3 Diktaten kam eins raus: Ich kann nur eins richtig machen!
Wie, ich kann mich nur auf eins konzentrieren, Ich kann mir nur eins als Ziel vornnehmen.
Für das schöner schreiben brauche ich mehr Zeit.
Die einzelnen Aufgaben sind unterschiedlich schwer.
Vollkommenheit
Als Kind entstand der Eindruck:
Der Mensch denkt, uns ist alles angeboren.
Wir können alles auf einmal.
Wie, wir sind alle gleich gut.
Wie weit kommt mit dem Stress, dieses Bild ins wanken?
gruß stepl
.
Stress durch Epilepsie
sandytimmy, Sunday, 22.11.2015, 09:35 (vor 3920 Tagen) @ stepl
Du siehst die Welt zu simpel, kindlich simpel.
Ich gebe dir schriftlich dass ich als Abiturientin und in der Ausbildung mehr Stress und Leistungsdruck hatte als jetzt, Ende 30 mit zwei zehnjährigen im Haus. Bei Kindern ist es überwiegend eustress, wenig dysstress.zumindest sind meine so. Und den Unterschied merkt man, körperlich und seelisch
Warum hatte ich denn da jahrelang keine Anfälle. Ist halt so.
Zeit ist nicht das Hauptproblem
Alles kostet Zeit und dadurch nach deiner Formel Stress
Die Kaffeemaschine am Morgen, der Spaziergang am Nachmittag, quatschen mit der Nachbarschaft vor dem Haus, und und und
Selbst sterben geht, ohne äußere Gewalt nicht so schnell.
Wenn man extrem nachdenkt kann man aus allem einen stressor machen.
Z.b am Kaffee morgens den ich mag und der entspannt, ich übertreibe mal ähnlich wie du
Da habe ich erstmal die Maschine, oh wie haben die Menschen gearbeitet um die zu bauen, wieviel co2 ist beim Transport entstanden, oh das Klima
Dann der Kaffee , den mussten arme Leute ausbeutend pflücken, in der Regel, dann muss ich zusehen dass ich in den elektromarkt komme und mich dort unter zig Maschinen entscheiden, dann macht mir eine langsam leer werdende Packung Zeitdruck da ich ja in den Supermarkt muss,,,,,, usw
Dieses denken macht dir und jedem Zuviel Stress. Und trotzdem gab es Jahre oder viele Epileptiker die Anfallsfrei sind
Kann es nicht einfach sein dass anfallsfreie Epileptiker Glück hatten, Schicksal halt
Stress durch Epilepsie
stepl, Monday, 23.11.2015, 16:38 (vor 3918 Tagen) @ sandytimmy
Du siehst die Welt zu simpel, kindlich simpel.
"Auch wenn wir wollen, so wie wir könnten, können wir nicht immer so wie wir wollen!
Dem Menschen sind Grenzen gesetzt." Karl Marx.
Ich habe schon in der Schule zu spüren bekommen, dass ich nicht immer so kann wie ich will.
Wenn ich so schnell sein will wie die anderen, mache ich vieles verkehrt.
Es ist nicht immer alles nur eine Frage des Wollens.
Epilepsie und lernen, studieren
Gerade bei Studenten kommt es wohl oft vor, dass der Mensch mehr schaffen will als er kann.
Wenn der Mensch sich mehr vornimmt als er schafft, kommt es dann zu Stress und dann noch zu Depressionen?
Wie weit überschauen wir immer was wir uns vornehmen?
gruß stepl
Stress durch Epilepsie
Gilmore1612, Monday, 21.12.2015, 19:58 (vor 3890 Tagen) @ stepl
Also ganz ehrlich...
bei den Texten von stepl wird es mir anders... Ich musste mich auch erstmal damit anfreunden, erstmal regelmäßiger zum Arzt zu gehen und das nimmt anfangs bestimmt etwas Zeit in Anspruch, bis die Medis richtig wirken etc. und für mich war es jetzt auch erstmal etwas stressiger, die Sache mit meiner Arbeitsstelle zu klären, zu organisieren, wie mein Kind aus dem Kindergarten kommt, wenn ich (auf dem Land lebend) nicht selber so einfach hinkomme. Aber das ist übermorgen vorbei. Meine Kleine geht dann in eine Kita, die ich fußläufig binnen kürzester Zeit erreichen kann, und wo wir aufgrund der Umstände einen Platz bekommen haben *freu*
Wie das neue Jahr jobmäßig für mich aussieht, weiß ich jetzt noch nicht. Das wird sich zeigen, was ich mir aber in den letzten Wochen angewöhnt habe - endlich mal - ist, in der Ruhe liegt die Kraft. Was nicht geht, geht halt nicht. Und damit kann ich auch Anfälle vermeiden, weil ich emotionalen Stress vermeide. Außerdem freue ich mich, wenn mich meine Kinder, mein Mann und meine Freunde zum Lachen bringen. Dann vergesse ich alles um mich herum... und kann sagen, das Leben ist schön. Meine Familie und meine Gesundheit stehen im Mittelpunkt und das ist aufgrund des Jobs während des letzten Jahres sehr auf der Strecke geblieben - das ändert sich jetzt. Es ist ein Prozess, den man lernen muss, auch das Abschalten. Aber so wie stepl hier denkt, wird es mir schwindelig und man kriegt Knoten im Kopf
Stress durch Epilepsie
keki, Tuesday, 22.12.2015, 07:09 (vor 3890 Tagen) @ Gilmore1612
Lass Dich nicht verunsichern. Mit Stress geht jeder anders um. Und denk dran: du lebst nicht für die Epi, sondern mit ihr. Was mich im Moment viel mehr stresst als die Epi, sind die Weihnachtsvorbereitungen! 
Stress durch Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 22.12.2015, 18:02 (vor 3889 Tagen) @ Gilmore1612
bei den Texten von stepl wird es mir anders...
Lass Dich nicht verunsichern. Seine Texte sind mehr philosophischer Natur, als irgendetwas anderes. Mit Epi kann man weit kommen und auch Lernen etc. ist kein Problem. Ich warte aktuell z.B. nur noch auf die Ausstellung meines Master-Zeugnisses und habe die Tage erfahren, dass ich eine 1.0 auf meine Masterarbeit bekommen habe - und das war nicht einmal eine Produktion bis auf die letzte Minute, wie bei manch anderen, die dann Nächte lang durcharbeiten.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Stress durch Epilepsie
Gilmore1612, Tuesday, 22.12.2015, 22:47 (vor 3889 Tagen) @ huge88
Ja, das finde ich auch... seine Texte sollte man wohl einfach überlesen. Da schwirrt einem nur der Kopf. Bisher ist alles gut gelaufen an Heiligabend hab ich 2 Monate ohne Anfall geschafft. Bisher schon ein guter Schritt und ein toller Anfang. Mein Spiegel ist in der Norm , dürfte aber noch etwas höher sein. Wenn ich die Zieldosis erreicht habe, geht's wohl in die richtige Richtung. Bisher geht's ganz gut
Stress durch Epilepsie
stepl, Wednesday, 23.12.2015, 05:38 (vor 3889 Tagen) @ huge88
bei den Texten von stepl wird es mir anders...
Lass Dich nicht verunsichern. Seine Texte sind mehr philosophischer Natur,
"Das Kind hat noch keine Vorstellung von sich selbst und der Welt"
Die Vortsetllung von sich selbst und der Umwelt. - Psychologie ist ein Teil der Philosophie. Fast die Welt im Kleinen. Wie uns unsere Umwelt beinflusst.
Sich selbst in der Familie, im Kollektiv,
Wir sind nie alleine, wir haben immer Menschen um uns. Manchmal klingt es wie philosophisch, aber es hat mehr mit der Phsychologie zu tun.
schöne Feiertage stepl
Stress durch Epilepsie
heinzpeter, Tuesday, 12.01.2016, 14:22 (vor 3869 Tagen) @ stepl
Doch, Stress durch Epilepsie gibt es! Den hat aber hauptsächlich meine Frau, denn da ich hin und wieder nachts im Schlaf einen Anfall habe, wird meine Frau davon wach und ist dann zumindest leicht beunruhigt. Daran gewöhnt hat sie sich natürlich noch lange nicht Ich selber merke fast nix davon, außer (vielleicht) Kopfschmerzen am nächsten Morgen. Liebe Grüße heinzpeter
Stress durch Epilepsie
sandytimmy, Tuesday, 12.01.2016, 19:06 (vor 3868 Tagen) @ heinzpeter
Das stimmt
Mein Mann muss auch viel organisatorisches übernehmen da ich kurze Zeit nachdem ich mir was vorgenommen habe, mich nicht mehr dran denke, mich nicht mehr dran erinnere.
Genauso vergesse ich viele wichtige Termine und wenn ich sie mir aufschreibe weiß ich nicht mehr wohin ich sie gelegt habe
Und, und, und....
Oder arzttermine oder Gespräche mit Lehrern meiner Söhne
Da nehme ich ihn grundsätzlich mit, kann ja nicht wie eine Sekretärin Steno mitschreiben
Er hat den Stress, ich persönlich kaum
Höchstens weil ich mich ärgere dass mein Kopf jetzt mit 37 kaum mitmacht, habe ja mit 19 noch Abitur geschafft
Dieser Stress den man selber hat ist größtenteils selbstgemacht
Viele denken Zuviel über einzelne Anfälle und die Erkrankung nach.
Stress durch Epilepsie
chrissie, Tuesday, 12.01.2016, 21:32 (vor 3868 Tagen) @ stepl
stepi ich kann dir auch absolut kein Recht geben.
Mein Abi hätte ich vielleicht besser machen können, aber ich war etwas faul. Ein Tritt in den Hintern hätte mir gut getan!
Die Epi-Medikamente machen schon müde, aber kognitive Funktionsstörungen oder Stress hatte ich dadurch nie, da wurde vorher umgestellt.
Die Epilepsie und das Auseinandersetzen mit der Erkrankung hat mich noch nie unter Stress gesetzt, ganz im Gegenteil, wenn ich mich genau damit befasse, ist das Beruhigung und das weiß mein Epileptologe auch. Ist aber wahrscheinlich auch berufsbedingt, da ich selber aus der Medizin komme.
Ich bin jetzt schon das zweite mal in meiner Epilepsie-Karriere therapierefraktär, eine Epi-OP habe ich hinter mir und 2 weitere neurologische chronische Erkrankungen, aber sollen mir diese Krankheiten Stress machen (MS ist übrigens auch dabei!)? Also wirklich nicht. Da gibt es schlimmeres, was mich vielleicht stressen würde, z.B. Kollegen, die einen mobben! Oder dass ich aufgrund meiner Erkrankungen nicht mehr arbeiten kann (ist auch kein Stress, aber Traurigkeit).
Umgekehrt ist es wohl eher der Fall: durch Stress Epilepsie! Das ist aber auch nicht bei jedem Patienten.
Stress durch Epilepsie
stepl, Wednesday, 13.01.2016, 07:08 (vor 3868 Tagen) @ stepl
Denken und Handeln sind bei mir Verlangsamt
In einem anderem Forum sind zwei ähnlich Fälle wie bei mir. Das Entstehen von Fehlern unter Zeitdruck. Wenn wieder mehr Zeit ist, treten die Fehler nicht auf.
Den Punkt auf dem i nicht vergessen. Unter Zeitdruck im Diktat habe ich sehr viele Flüchtigkeitsfehler.
"Ich weiß es ja wie es geht! Ich kann es ja!" Ich mache nicht nur Fehler weil ich zu dumm, zu doof bin oder weil ich es nicht kann.
Wenn ich mehr Zeit habe, kann ich sauberer schreiben und ich mache weniger, bis gar keine Flüchtigkeitsfehler - Fehler durch Unaufmerksamkeit, Unachtsamkeit
"Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf! Ich rege mich auf. Nah und! Aufregen gehört zum menschlichen Leben dazu!"
- Das ist meine Schwäche. Ich kann mich schwer konzentrieren. Ich habe daher schon früh in der Schule gelernt: Was heißt konzentrieren?
"Sie regt sich auf. Ich rege mich auf. Du regst dich auf. Wir regen uns auf!" Heute sprechen wir immer mehr von Selbstkritik.
"Ich habe ein gut ausgeprägtes logisches Denkvermögen, was mir eigene Gedanken mit hohem Abstraktionsgrad ermöglicht"
- Das wurde wieder in der Beurteilung im Zeugnis als Stärke angegeben. Ich hätte Studieren können. Durch die Konzentrationsprobleme geht es wieder nicht.
Der eine sagt was. Es gibt Mensche die können das Gesagte schnell im Kopf verarbeiten und finden schnell eine Antwort. Oft werden sie als Schlagfertig bezeichnet. Ich brauch länger dazu.
Ich brauche länger als andere, das Gehörte im Kopf zu verarbeiten. Ich brauche länger als andere, das was die Lehrerin an der Tafel erklärt zu verarbeiten.
Die Frage der geistigen Leistungsfähigkeit. Wie weit leidet die geistige Leistungsfähigkeit unter der Epilepsie?
gruss stepl
Stress durch Epilepsie
chrissie, Wednesday, 13.01.2016, 13:46 (vor 3868 Tagen) @ stepl
Stepi, wenn du der Meinung bist, dass die Epilepsie DEINE geistige Leistungsfähigkeit so sehr mindert, dann frage ich mich, warum du nicht was für deine geistige Leistungsfähigkeit tust. Was machst du in deiner Freizeit? Vor allem lass es von einem Neuropsychologen testen.
Ich kann auch nicht mit meiner chron. Müdigkeit u anderen Symptomen (was mich oft sehr beeinflusst) immer sagen: das kann ich nicht und das kann ich nicht oder ich bin ein Krüppel. Solche Dinge höre ich oft von anderen Betroffenen.
Ich sage immer, ich MUSS was machen, sonst baut mein Körper ganz schnell ab, sei es geistig und körperlich. Ich gehe z.B. gerne in Konzerte, worauf ich mich auch vorher mit Partituren vorbereite.
Mit meinen Erkrankungen setzt ich mich fachlich auseinander, das hält geistig fit und beruhigt mich auch. Auch bereite ich mich auf Arztbesuche gut vor (alles ordentlich dokumentieren: Anfälle, Medikamentenumstellung, Symptome etc.), damit die Ärzte sich dann auf die Diagnostik und die Therapie konzentrieren können. Die Ärzte sind alle sehr dankbar dafür und man muss nicht immer wieder das gleiche erzählen.
Sportlich gehe ich regelmäßig schwimmen mit jemanden, der weiß, dass ich Epilepsie hab. Im Winter bin ich regelmäßig im Freien bei Sport-Events, wo man lange steht, was körperlich bestimmt auch gut ist.
Übrigens: den Punkt auf dem i vergessen auch Professoren! Also, so wichtig kann es nicht sein.
Stress durch Epilepsie
mezeg, München, Wednesday, 13.01.2016, 14:20 (vor 3868 Tagen) @ chrissie
Hallo Chrissie,
ich kann nur Dir vollkommen zustimmen! Bin zwar selber nicht so stark betroffen und erst seit kurzer Zeit, es belastet aber schon und die Akzeptanz hängt nach.
Aber ich MUSS ebenfalls was machen. In Prinzip ziemlich egal was, Hobbies & Co natürlich besonders wichtig. Habe oft mehrere "Baustellen" gleichzeitig in Arbeit und alle werden nicht immer bis zum Ende durchgeführt aber ich habe eben etwas gemacht oder zumindest darüber gegrübelt:
1) Was für eine neue Form als Kuscheltier könnte ich mir jetzt ausdenken?
2) Was mache ich aus dieser Restwolle, die mir eine Freundin überlassen hat?
3) Was für eine Geschichte könnte ich jetzt mit meinen Kuscheltieren für die Großneffen erfinden?
4) Was brauche ich für Accessoires - Schals, Schlitten aus einem Spannkorb, Haus aus den Kartons von... Katzenstreu, Möbeln?
5) Nach welchen Kriterien sortiere ich die alten Familienfotos, um sie zu scannen und dann per CD Schwestern und deren Kindern zur Verfügung zu stellen?
6) Sind die Straßen heute trocken genug, um mit dem Rad eine Runde zu drehen oder sollte ich lieber zu Fuß etwas frische Luft schnappen?
7) Schwimmen im See ist momentan nicht "in" aber die Schlittschuhe aus dem Keller holen? Der dreifache Tulup nicht erforderlich.
8) die ersten Figuren, die ich im Tai Ji-Kurs erlernt habe, versuchen wieder hinzukriegen
9) morgen Italienischkurs
10) Samstag Dreikönigskuchen bei alten lieben Freunden
Die Liste könnte ich fortführen aber das Programm gönnt mir zu wenig Platz dafür...
Sicher es wird nur ein Teil davon bis zum Ende durchgeführt aber ich habe etwas gemacht, Vorfreude bekommen, Freude daran und an das Ergebnis bekommen, neue Ideen für eine weitere Aktion dadurch gefunden.
Es gibt schon Leute, die sich über meine "Kreativität" wundern und sie sogar bewundern, dabei handelt es sich eigentlich um eine wirksame Therapie!
mezeg
jetzt sortiere ich die Fotos und stecke sie in entsprechende Umschläge, bis ich die Zeit zum Scannen und Dokumentieren finde. Ein entfernter Cousin seitens meiner Großmutter hat seinerseits die gleiche Arbeit begonnen, wir tauschen unsere "alte" Fotos aus.
Stress durch Epilepsie
pegasus, Wednesday, 13.01.2016, 17:56 (vor 3867 Tagen) @
chrissie
bearbeitet von pegasus, Wednesday, 13.01.2016, 18:00
Und du vergisst, dass Epilepsie nicht gleich Epilepsie ist.
Ich habe unter anderem auch das Problem, wenn ich unter Zeitdruck bin, dass ich Flüchtigkeitsfehler begehe. Die, die von meiner Epilepsie wissen, nehmen es mit Humor, der Rest geht daher und sagt, dass man daran arbeiten könne, dass man daran erkennen könne, dass ich kein Bock dazu hätte und ähnliches.
Tatsächlich ist es aber der Druck, dem man sich selbst auferlegt, der dazu führt, dass ich Flüchtigkeitsfehler begehe, denn dadurch fehlt die adäquate Aufmerksamkeit sowie Konzentration.
Neuropsychologisch kann man dagegen sehr wenig machen, denn was will man hierbei behandeln, neuropsychologisch?
Es ist eine innere Einstellung. Wenn es Situationen sind, die mir vertraut sind, kann ich auch mit Druck genauso aufmerksam und konzentriert arbeiten, wie es mir normalerweise auch möglich ist. Aber bis ich mich an den jeweiligen Situationen innerlich gewöhnt habe, dauert es eine Weile und diesen Umstand kann man nur sehr wenig Beeinflussen (jedenfalls in meinem Falle).
Nachtrag: Wenn zum Beispiel, wie bei mir geschehen unter Topamax, als Nebenwirkung vom Medikament ein allgemeines Aufmerksamkeits- und Konzentrationsproblem hinzu, fallen einmal nicht mehr die Flüchtigkeitsfehler auf.
Stress durch Epilepsie
chrissie, Thursday, 14.01.2016, 12:03 (vor 3867 Tagen) @ pegasus
Hallo Pegasus,
neuropsychologisch soll getestet werden. Ob man dagegen nicht viel machen kann, bezweifel ich. Wenn man sich natürlich total hängen lässt und immer sagt: das kann ich nicht, dann ist schon klar, dass nichts gemacht werden kann.
Gehirnjogging ist eine gute Möglichkeit und das kann man zuhause in Ruhe machen. Wenn man dabei Fehler macht, ist es doch nicht schlimm, aber man tut was für den Gehirnkasten.
Aber einige wollen gar nicht, dass es besser wird. Da kommt dann immer nur die Ausrede, dass sie nichts können und dass keine Medikamente helfen (probiert haben sie aber noch keine, nur von NW haben sie gehört).
Ich werde von jedem Arzt und Physiotherapeuten gelobt, dass ich so gut mitmache, ansonsten wäre ich auch an der Stelle "ich kann nichts mehr".
Stress durch Epilepsie
pegasus, Thursday, 14.01.2016, 16:05 (vor 3866 Tagen) @ chrissie
Ich werde es dir nun nicht erklären, aber wenn du glaubst, dass man durch Gehirnjogging irgendetwas erreichen könne, empfehle ich dir diesen Artikel durchzulesen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/leistungsverbesserung-gehirn-jogging-ist-nutz...
Stress durch Epilepsie
chrissie, Friday, 15.01.2016, 01:23 (vor 3866 Tagen) @
pegasus
bearbeitet von chrissie, Friday, 15.01.2016, 01:33
ich würde für solche Dinge auch kein Geld ausgeben. Die Medikamente waren auf Epilepsie u. MS z.B. bezogen. Ich wollte damit auch nur sagen, dass man sich mit sinnvollen Sachen beschäftigen soll, z.B. was lesen, Sudoku o.ä. machen, oder es gibt doch so viele interessante Dinge, wo man gleichzeitig was für die Hirnzellen macht, auch wenn es manchmal etwas anstrengend ist, am Ende ist man aber froh, dass man es geschafft hat.
An diese ganzen Mittelchen zur Leistungssteigerung glaube ich auch nicht. Ich kenne genügend Personen, die sich so hängen lassen und dann immer sagen, dass sie dumm sind oder sogar Alzheimer hätten. Gegen Alzheimer kann man auch nichts machen, das weiß ich auch, aber diese Personen haben das ja nicht sondern reden nur so blöd.
Stress durch Epilepsie
pegasus, Friday, 15.01.2016, 01:34 (vor 3866 Tagen) @ chrissie
Du verstehst es nicht ...
Stress durch Epilepsie
chrissie, Friday, 15.01.2016, 01:35 (vor 3866 Tagen) @ pegasus
ich bin wahrscheinlich nicht so hochstudiert wie du!
Stress durch Epilepsie
pegasus, Friday, 15.01.2016, 01:45 (vor 3866 Tagen) @ chrissie
Ich habe nicht studiert...
Gehirnjogging bringt nichts, das ist die Kernaussage des Artikels gewesen, denn du wahrscheinlich wissentlich überlesen hast, warum auch immer. Dieses Gehirnjogging hilft dir nicht dabei in Stresssituationen konzentrierter und aufmerksamer zu sein, es hilft dir nicht dabei klüger zu werden, ja, es hilft dir nicht einmal dabei eine Demenz abzuwenden, sofern sie denn einmal eintreten sollte.
Das einzige wozu Gehirnjogging gut ist, ist der Zeitvertreib....
D.h. für Menschen wie mich, die sich in neuen Situationen wiederfinden und dadurch unaufmerksamer werden und wo dann auch die Konzentration nachlässt, sich mit den jeweiligen Situationen immer wieder konfrontieren müssen, damit der Stresslevel sinkt. Dieses ist aber kein neuropsychologischer Vorgang, sondern ein psychologischer.
Daher heißt es u.a. auch, dass jede Epilepsie anders ist, denn auch der Mensch mit der Epilepsie hat einen anderen Charakter als du und wird sich sicher nicht daherstellen und beleidigte Leberwurst spielen, nur um den eigenen Willen durchgesetzt zu bekommen, weil du zu Faul bist dich selbst über die Thematik einmal näher zu informieren!
Stress durch Epilepsie
chrissie, Friday, 15.01.2016, 02:47 (vor 3866 Tagen) @ pegasus
lies dir meinen Beitrag von 1.23 Uhr mal richtig durch! Ich beschäftige mich also mit diesem Thema und habe den Artikel schon richtig verstanden.
Übrigens habe ich auch Epilepsie! Und es gibt nicht die Charaktere "Epilepsie" und "Nicht-Epilepsie", sondern zum Glück viele verschiedene andere.
Man kann aber auch lernen mit Stress zurecht zu kommen, bis zu einem gewissen Grad.
Dass es verschiedene Typen von Epilepsie gibt, brauchst du mir nicht erklären. Wenn die Anfälle dann durch Stress oder psychische Probleme ausgelöst werden, ist es bestimmt nicht angenehm (aber man kennt die Ursache u. kann vielleicht was dagegen machen; bei vielen ist der Auslöser gar nicht bekannt).
Und Flüchtigkeitsfehler machen auch Gesunde in Stress-Situationen, ob man dafür die Epilepsie oder die Medikamente verantwortlich machen kann, ist fraglich.
Stress durch Epilepsie
pegasus, Friday, 15.01.2016, 04:31 (vor 3866 Tagen) @ chrissie
Auf das Spielchen lasse ich mich gewiss nicht ein. Schaue du erst einmal deine Argumentationslinie durch, bevor du weiteres schreibst, denn das wird nun echt lächerlich.
Stress durch Epilepsie
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 15.01.2016, 23:03 (vor 3865 Tagen) @ pegasus
Leute, um des Friedens Willen: Atmet bitte einmal tief durch und falls Ihr spät Nachts wieder das Gefühl haben solltet, dass jemand Euch nicht versteht, atmet einmal tief durch und wartet mit der Antwort auf den nächsten Morgen. Ausgeschlafen liest sich das alles viel entspannter und vermutlich kommt es dann auch zu weniger Missverständnissen.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Stress durch Epilepsie
stepl, Thursday, 14.01.2016, 06:43 (vor 3867 Tagen) @ stepl
Ich mach das nicht, weil ich zu dumm oder zu doof dazu bin! (Flüchtigkeitsfehler)
Welche Fehler entstehen durch Stress?
Wenn ich weniger Stress habe, passieren mir die Fehler nicht.
gruss stepl
Stress durch Epilepsie
heinzpeter, Friday, 15.01.2016, 06:57 (vor 3866 Tagen) @ stepl
Leute, warum dieser Streit um des Kaisers Bart? Was war zuerst da, der Stress oder die Epi? Stress kann Anfälle auslösen un die Epi macht Stress, so oder so. Was soll's? das weiß man auch ohne Abitur... Liebe Grüße heinzpeter
Stress durch Epilepsie
stepl, Friday, 15.01.2016, 07:57 (vor 3866 Tagen) @ heinzpeter
Ich hatte ja schon mit Anfang der Schule Stress.
Ich war immer unaufmerksam im Unterricht. Im Zeugnis stand immer im wieder: unkonzentriert.
Ein Kind ist unvoreingenommen! Es hat noch keine Vorstellungen von sich selbst und der Welt.
Ich hatte noch keine Schuldgefühle, dass ich die Schuld der Epilepsie zuschiebe.
Mehr die Bereitschaft, Wege zu finden, meine Aufmerksamkeit,
meine Konzentration im Unterricht zu verbessern
Da wusste ich noch gar nichts davon, dass ich Epilepsie habe.
Wie weit liegt es an der Epilepsie und wie weit sind wir selbst schuld?
Wollen wir alles der Epilepsie in die Schuhe schieben.
Fehlerfrei sein!
Wenn wir einen Fehler machen, ist die Epilepsie dahran Schuld?
Ist die Epilepsie an allem Schuld?
Wenn wir die Frage geklärt haben können wir weiter diskutieren!
Was könnene wir selbst machen?
gruss stepl
.
Stress durch Epilepsie
chrissie, Friday, 15.01.2016, 09:21 (vor 3866 Tagen) @ heinzpeter
Mir ist dieser Streit jetzt auch zu blöd. Ich wollte nur helfen, dass man sich nicht hängen lassen soll. Und welche Erfahrung ich gemacht habe. Meine Neurologen loben mich immer, dass ich -trotz meiner Krankheiten- so kämpfe und mein Wissen/meine Erfahrung anderen weitergebe. Sie vermitteln mir z.T. Patienten.
Aber es gibt eben Leute, die sich nicht helfen lassen und bei denen nur ihre Meinung stimmt. Hat man eine andere oder sie verstehen nicht, wie man sich ausgedrückt hat, ist schon gleich alles falsch. Mit diesen Persönlichkeitsstörungen kann man sich aber auch helfen lassen. Psychotherapeut bin ich aber nicht.
Stress durch Epilepsie
stepl, Saturday, 16.01.2016, 07:43 (vor 3865 Tagen) @ heinzpeter
Mir fällt noch was neues ein.
Stress in der Arbeit. In der Arbeit hat der Mensch eine feste Arbeitszeit. Aufgaben die er in dieser Zeit schaffen muss. Durch die Berufserfahrung tritt hier selten Stress auf.
Nach der Arbeit haben wir Feierabend. Jetzt haben wir Freizeit. Wir haben freie Zeit,
wo wir machen können was wir wollen. Es ist ja unsere Zeit.
Wir können faul rumliegen. Es ist ja unsere Zeit.
Wir können auch einen Ausflug machen oder was anderes.
Aber trotzdem ist unsere Zeit begrenzt. Wir haben noch unsere Verpflichtungen.
Wie viel Zeit haben wir? Welche Aufgaben und Verpflichtungen haben wir?
Auch haben wir gegenüber der Vergangenheit keine so festen Arbeitszeiten mehr.
Wir haben wohl dadurch immer mehr Stress.
Ich habe meinen freien Willen zurück. Damit mein Zeitgefühl.
Das Gefühl wie viel Zeit habe ich, welche Aufgaben und Verpflichtungen habe ich.
Wie kann ich meine Aufgaben und Verpflichtungen so verteilen, dass mir kein Stress entsteht?
gruss stepl
Stress durch Epilepsie
stepl, Tuesday, 19.01.2016, 06:48 (vor 3862 Tagen) @ stepl
Ich lag faul vor dem Fernseher.
"Ich muss doch nichts tun!, wenn nichts zu tun gibt." - sagte ich wütend.
Durch den Vorwurf "faul zu sein" entstehen innere Spannungen, innerer Zwang.
Der innere Zwang, immer was tun zu müssen. Die Vorstellung immer was tun zu müssen, ohne richtig zu wissen,
was wirklich zu tun ist. Wohl daher meine wütende Antwort.
Danach änderte sich nach und nach einiges.
Ich habe feste Termine. Dazwischen habe ich Luft. Beim Einkaufen ließ ich mir Zeit. Mich treibt doch keiner.
Was steht im Terminkalender?
Was mache ich dazwischen. Nach und nach baute ich hier den Zwang ab, immer was tun zu müssen.
Aber mehr spürte ich, wann ich faul bin und was alles noch zu tun ist. Die freie Luft zwischen den Terminen.
Als habe ich hier Aufgaben und Verpflichtungen die an keine festen Zeiten gebunden sind. Die ich hin und her, zwischen den Terminen, schieben kann.
Abwasch, Wäsche waschen, sauber machen und andere Kleinigkeiten.
Welche Aufgaben und Verpflichtungen habe ich noch? Das mal zwischendurch machen.
"faul sein"
Wir wollen uns nichts vorwerfen lassen. Wie weit entsteht dadurch das Gefühl, immer unter Zeitdruck zu stehen?
gruss stepl
Stress durch Epilepsie
heinzpeter, Tuesday, 19.01.2016, 09:47 (vor 3862 Tagen) @ stepl
Hallo stepl, jetzt wird mir einiges klar; genauso empfinde ich das auch - aber hat das unbedingt was mit der Epi zu tun? Liebe Grüße heinzpeter
Stress durch Epilepsie
stepl, Wednesday, 20.01.2016, 07:19 (vor 3861 Tagen) @ heinzpeter
Mir kommt der Vorwurf in Erinnerung: Du kannst nicht tun was du willst!
Im Unterricht kann ich nicht einfach aufstehen und auf Toillete gehen. Zu Hause kann ich jeder Zeit auf Toilette gehen. Als hängt der Wille auch mit der Entscheidungsfreiheit zusammen.
Wenn ich nach Hause komme, kann ich die Hausaufgaben gleich machen oder später. Heute: Ich kann den Abwasch jetzt machen oder später.
In der Schule habe ich eine Schulordnung, was meinen Willen einschränkt. Zu Hause ist mein Wille nicht eingeschränkt. Ich kann frei entscheiden. Ich kann jetzt langsamer schreiben. Dadurch mache ich weniger Fehler.
Ich habe wieder das Gefühl, Termine zu haben. Hier ist mein Wille eingeschränk. Aber zwischen den Terminen ist oft mein Wille nicht eingeschränkt. Muss ich beim Einkaufen mich so beeilen?
Aber auch das Bewusstsein, was habe ich noch zu tun, was nicht im Terminkalender steht.
Wie ein neues Zeitgefühl. Was liegt noch zwischen den Terminen vor? Die Verteilung dieser vielen kleinen Aufgaben.
Es wird wie früher immer nur von körperlichen Leistungen ausgegangen. "Man bekommt den Kopf nie frei!" die Frage der geistigen Anstrengungen.
Der Schlagfertige findet schnell eine Antwort. Was die Bewunderung auslöst. Ich bin genau das Gegenteil. / Wodurch ich Karl Marx Gedanken: "Wir leben in einer Welt der Gegensätze" immer wieder erlebe. / Es hat nichts mit den Tabletten zu tun. Denn ich hatte das Problem schon bevor ich Tabletten bekam.
Die Anforderungen in der Schule werden immer größer. Wie weit kommt es immer mehr vor, dass die Schüler beobachten, wie es im Unterricht ist und wie es zu Hause ist,
bei "freien Willen", jetzt wieder frei Entscheiden zu können.
Freier Wille: für mich entscheiden: Hebe ich es auf oder schmeiße ich es weg?
"Du kannst nicht machen was du willst!"
Was unterliegt meine Willen und was nicht?
Ich hatte mir schon in der Schule darüber Gedanken gemacht. Damit wohl mehr mitbekommen:
Was kann ich und was kann ich nicht?
Wir arbeiten nicht nur körperlich. Hier ist die Frage leicht zu beantworten.
Wir arbeiten immer mehr geistig. Hier ist die Frage nicht so leicht zu beantworten.
gruss stepl