neuer GM auf dem Fahrrad
Hallo,
gestern war ich unterwegs, als ein Fußgänger von hinter einer Mauer - somit nicht sichtbar - den Radweg ohne sich umzuschauen kreuzte. Habe geschrien aber er ist nur weiter gegangen und hat mich am Vorderrad zum kippen gebracht. Zuerst war ich nur verärgert, dann wurde mir flau. Ich saß etwas, bevor ich lieber gehen und das Rad schieben wollte, um den Kreislauf anzuregen. Wunderte mich über einen unbeschreiblichen Lärm - aus dem Museum? - und daß die Leute davon sichtbar nicht gestört waren...
Kam erst in einem blauen Sanka mit Unterbrechungen an die Oberfläche. Als ich eingeliefert wurde, standen drei Männer um mich aber nur einer sprach. Ein französischer Pfleger, ich hatte nur noch meine Sprache gesprochen. Nach einer Weile fing ich wieder an, Deutsch zu verstehen, zum Sprechen hat es länger gedauert. Nach einem langen Nachmittag konnte ich wieder nach Hause.
War eindeutig ein GM-Anfall, wie im Juli im Zusammenhang mit einem von Fremden fahrlässig verursachten Sturz. Ich fahre doch vernünftig, muß doch nun durch die Schuld anderer die Dosis erhöhen, weil ich den von ihnen verursachten Stress nicht mehr verwalten kann. Die Häufigkeit ist so niedrig aber ich muß blind dagegen vorsorgen.
Immerhin ein Trost: Es wurde mir vom Sanitäter gesagt, daß das Fahrrad versperrt war, den Kilometerzähler fand ich in meiner Tasche. Habe es heute morgen nicht lassen können zu sehen, ob das Fahrrad noch da ist. Festgebunden an der Brüstung vor dem Fluß. Habe mich nicht getraut, darauf hoch zu fahren aber es zu Fuß drei Kilometer geschoben. Jetzt ist es wenigstens sicher in der Garage.
Bin auch froh, die geplante Reise nach Frankreich im September aufgegeben zu haben. Der Métro zwischen zwei Bahnhöfen ist unheimlich stressig. Ob ich im Falle eines Anfalls danach alles wieder finden würde, ist fraglich.
mezeg
neuer GM auf dem Fahrrad
Hallo, Mezeg!
Als ich heute von der Arbeit nach Hause geradelt bin, hab ich an dich gedacht. Mir war den ganzen Tag schon so dizzy im Kopf, dazu wurde es schon dunkel und es waren schrecklich viele Lichter im Feierabendverkehr unterwegs. Ich bin besonders vorsichtig und defensiv gefahren und war sehr aufmerksam. Jetzt sitz ich heile auf dem Sofa und genieß den Feierabend. Ich hoffe, dass es Dir auch gut geht!
LG,
Keki
neuer GM auf dem Fahrrad
Hallo, Mezeg!
Als ich heute von der Arbeit nach Hause geradelt bin, hab ich an dich gedacht. Mir war den ganzen Tag schon so dizzy im Kopf, dazu wurde es schon dunkel und es waren schrecklich viele Lichter im Feierabendverkehr unterwegs. Ich bin besonders vorsichtig und defensiv gefahren und war sehr aufmerksam. Jetzt sitz ich heile auf dem Sofa und genieß den Feierabend. Ich hoffe, dass es Dir auch gut geht!
LG,
Keki
Hallo, Keki
freue mich, daß Du heil nach Hause gekommen bist! Ich fahre auch defensiv und bin auch mehr als erfahren. Zu viel Lichter mage ich auch nicht.
Aber ein Hindernis, der plötzlich auftaucht, läßt sich kaum ausweichen. Eine Freundin wurde von einem frei laufenden Hund umgeschmissen, ihr Fuß war angeknackt - dies am Sommeranfang! Lieber ein Hematon, auch wenn die Leute bei dem Sehen umdrehen! By the way, die Apothekerin sagt, daß eine "dafür" gedachte Salbe eigentlich nichts nützt, das Gewebe braucht Zeit. Eine Salbe gegen Muskelschmerzen aber schon, weil sie Schmerz wie Entzündung bekämpt. Und so eine habe ich zu Hause.
Habe gestern auf den "normalen Lauf" zurückgeschaltet. Morgens Italienisch-Kurs, nachmittags Bastel-AG in der Schule. Beide Mal mit dem Rad hingefahren, sowieso kurze Strecken auf Radwegen. Ich werde heute nachmittag eine Runde im Wald testen.
Schließlich war mir seit dem GM im Juli klar, daß ich gefährlich unter der Gefahrengrenze lag - auch wenn beide Male durch fremdes Verschulden.
Einen - eigentlich beschämenden Trost - habe ich gestern auf der Internet-Seite meiner französischen Zeitung gefunden. Eine von einer Polizist kommentierte Aufzeichnung in der Pariser Metro. In sehr früher Stunde nähert sich ein Dieb einem sitzenden Betrunkenen, leert ihm die Taschen und entfernt sich langsam. Dann kommt ein "normaler" Fahrgast, merkt den Betrunkenen, der plötzlich aufsteht, Richtung Gleise törkelt und auf die Gleise fällt. Der Fahrgast dreht sich, auch als die U-Bahn einfährt, wo er seelenruhig einsteigt! Der Dieb hat es aber gemerkt, läuft zum Betrunkenen hin, macht dem Fahrer wohl ein Zeichen, gibt dem Betrunkenen die Hand und zieht ihn hoch. Dieb ja, aber gewißt kein gleichgültiger Schweinehund!
Für mich wurde der Krankenwagen gerufen, nichts gestohlen, mein Fahrrad fachmännisch gesichert, den Sanitäter darüber informiert, damit er es mir weiter sagt. Ich bedauere nur, mich nicht persönlich dafür bedanken zu können. Bin ich nun so glücklich nicht im September nach Frankreich über Paris und in der Metro gefahren zu sein.
LG
mezeg
neuer GM auf dem Fahrrad
Du hast bestimmt einen extra-fleißigen Schutzengel! (Meiner muss auch manchmal Überstunden machen
. Und vielleicht ist die Welt doch nicht ganz so schlecht, wie man immer erzählt...
LG